Die Spieler der BR Volleys aus Berlin jubeln. (Quelle: imago/Sebastian Wells)

Volleyball | Rückspiel-Sieg gegen Valepa Sastamala - Volleys stehen im Halbfinale des Europapokals

Nach der 1:3-Hinspiel-Niederlage haben die Berlin Volleys den Spieß gegen das finnische Team aus Sastamala noch einmal umgedreht. In einem hochklassigen und dramatischen Match gewannen die Volleys das Rückspiel am Donnerstag mit 3:0 und erzwangen damit den "Golden Set" - den sie ebenfalls für sich entschieden.

Vier Tage nach dem Gewinn des deutschen Volleyball-Pokals haben die Berlin Volleys im europäischen CEV-Cup den Sprung ins Halbfinale geschafft. Der Bundesliga-Tabellenführer setzte sich am Donnerstag in einem dramatischen Viertelfinal-Rückspiel in eigener Halle gegen den zweimaligen finnischen Meister Valepa Sastamala mit 3:0 (25:22, 32:30, 25:19) durch und machte damit das 1:3 aus dem Hinspiel wett.

"Golden Set" musste die Entscheidung bringen

Nach den Europacup-Regeln im Volleyball musste über das Weiterkommen ein weiterer Satz entscheiden, denn der Satzgewinn in Finnland hatte keinen Einfluss. Auch den "Golden Set" entschieden die Berliner vor 4.129 Zuschauern für sich und siegten mit 15:11.

Die robusten Gäste hielten die beiden ersten Sätze lange offen, wobei ihnen die Volleys mit einer ungewohnt hohen Fehlerquote entgegenkamen. Den ersten Durchgang machten die besten Berliner Punktesammler Robert Kromm und Paul Carroll erst im Endspurt klar. Im zweiten Satz vergaben die Gastgeber gleich sieben Satzbälle, erst der achte wurde zum 32:30 verwandelt.

Später musste Diagonalangreifer Carroll mit einer Verletzung vom Parkett, der Ungar Arpad Baroti schloss die Lücke. Tomas Kmet (Ellenbogen) und Francesco De Marchi (Knie) fehlten ohnehin verletzt. Im entscheidenden "Goldenen Satz" entschied schließlich die größere Durchschlagskraft für das Team von Berlins Trainer Roberto Serniotti. Im Halbfinale treffen die Volleys nun auf Knack Roeselare. Die Belgier setzten sich am Donnerstag mit 3:0 gegen CAI Teruel (Spanien) durch. Das Hinspiel in Spanien hatten sie mit 3:1 ebenfalls gewonnen.

Hinspiel war überraschend verloren gegangen

Der CEV-Pokal gilt als der zweitwichtigste europäische Vereins-Wettbewerb nach der Champions League. Dort waren die Volleys vorzeitig gescheitert.

Im Hinspiel vor zwei Wochen waren die Berliner in Finnland überraschend mit 1:3 unter die Räder geraten - obwohl sie als klarer Favorit in die Begegnung gegangen waren. Doch in der Arena von Sastamala erwiesen sich die Gastgeber als zäher und abwehrstarker Widersacher. Bei den Volleys hingegen blieben Leistungsträger wie Nicolas Le Goff oder Paul Lotman deutlich unter ihrer Normalform. Noch vor dem Spiel hatte Volleys-Manager Kaweeh Niroomand gewarnt, Sastamala stelle "ungefähr die Hälfte der finnischen Nationalmannschaft, die mittlerweile zur erweiterten Spitze in Europa gehört". Neben der zweifachen finnischen Meisterschaft ist das Team derzeit Tabellenzweiter.

"Unverantwortlich den Spielern gegenüber, ein Wahnsinn"

Nach dem Erfolg im deutschen Pokal vom Sonntag Bühl (3:0 über TV Ingersoll) hatten die Volleys eher verhalten gefeiert. Am Montag war trainingsfrei, danach mahnte Trainer Serniotti volle Konzentration auf die kommenden Aufgaben an. Nach dem Sieg gegen Sastamala tritt Berlin zur Verteidigung der Tabellenspitze in der Bundesliga zu schweren Auswärtsspielen an: am Samstag bei den United Volleys RheinMain und am Mittwoch in Lüneburg. Der enge Terminplan stößt bei Niroomand auf absolutes Unverständnis: "Das ist unverantwortlich den Spielern gegenüber, ein Wahnsinn."

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