Der Top Four-Pokal in der Mercedes Benz Arena in Berlin (Quelle: imago/Camera)

Basketball | Top Four 2017 - Alba will mit dem Pokal aus der Krise

Am Wochenende wird in Berlin der Deutsche Vereinspokal im Basketball ausgespielt. Mit dabei: Gastgeber Alba Berlin. Das Bundesliga-Heimspiel gegen Aufsteiger Jena wollte der amtierende Pokalsieger als Generalprobe nutzen. Doch das ging daneben. Von Jakob Rüger

Die Basketballer von Alba Berlin sind am Tiefpunkt der Saison angekommen: Erst verloren sie deutlich in Bonn, wurden anschließend zu Hause von Bayern München vorgeführt und verspielten am Mittwoch dieser Woche dann bei der Heimniederlage gegen Aufsteiger Jena einen 20-Punkte-Vorsprung. In den letzten sieben Spielen setzte es sechs Niederlagen.

Dementsprechend findet Geschäftsführer Marco Baldi deutliche Worte: "Wir haben nicht nur verloren, sondern wir haben in den letzten drei Spielen relativ heftige Niederlagen hinnehmen müssen. Und da gibt es auch nichts schön zu reden oder darzustellen, sondern es war einfach so. Es ist die Form, in der wir uns offensichtlich gerade befinden."

"Die Angst zu verlieren, hat sie beeinflusst"

Dafür gibt es Gründe. Die Mannschaft ist von Sportdirektor Himar Ojeda falsch zusammengestellt worden. Es fehlt an guten Verteidigern, Reboundern und an Führungsspielern. Der neue Trainer Ahmet Caki wirkte gegen Jena nicht nur während des Spiels, sondern auch danach ratlos. "Wir haben versucht, die Mannschaft vorzubereiten, doch die Angst zu verlieren, hat sie beeinflusst", so Caki.

Der achtmalige Deutsche Meister hat sich aus den Top-Drei der Liga längst verabschiedet, stattdessen kämpft man sogar um Platz fünf. Ausgerechnet jetzt wartet das Pokal-Top-Four-Wochenende, mit Titelverteidiger Alba als Gastgeber. "Wir haben uns sehr bemüht, das Turnier nach Berlin zu bekommen, sind auch froh, dass wir es hier haben", sagt Marco Baldi. "Es trifft uns - zumindest sieht es so aus - jetzt nicht im allergünstigsten Moment, weil wir in den letzten Spielen schwächeln."

Außenseiter in eigener Halle

Dabei wollen sie den Überraschungserfolg des letzten Jahres gerne wiederholen. Von einer solchen Schlagzeile sind die Albatrosse jedoch weit entfernt. Im Halbfinale am Samstag (17 Uhr) treffen die Berliner auf Bayern München, die letzten Sonntag mit satten 24 Punkten Vorsprung in Berlin gewonnen haben. Beim Pokalwochenende in heimischer Halle ist Alba somit nur krasser Außenseiter.

Aber: "Natürlich gibt es da nichts Schöneres, als allen, die jetzt überhaupt keinen Pfifferling mehr auf uns setzen, zu zeigen, dass es sich doch lohnt, einen Pifferling auf Alba Berlin zu setzen", sagt Marco Baldi. "Und das werden wir versuchen." Doch für Marco Baldis Hoffnung auf bessere Zeiten fehlt angesichts der schwachen Saison der Glaube.

Das zweite Halbfinale steigt am Samstag ab 20 Uhr zwischen Ludwigsburg und Bamberg. Spiel um Platz 3 ist am Sonntag ab 12 Uhr, das Finale ab 15 Uhr.

Beitrag von Jakob Rüger

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