Potsdams ehemaliger Trainer Bernd Schröder (Quelle: dpa/Christoph Schmidt)

Höchste Trainer-Auszeichnung des DFB - Bernd Schröder erhält Ehrenpreis für sein Lebenswerk

Mehr als 40 Jahre prägte Bernd Schröder von Potsdam aus die Entwicklung des deutschen Frauenfußballs. Nun wurde der langjährige Turbine-Trainer als siebter deutscher Trainer mit dem "Ehrenpreis Lebenswerk" des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ausgezeichnet.

Der ehemalige Turbine-Trainer Bernd Schröder ist am Montag als siebter deutscher Trainer mit dem "Ehrenpreis Lebenswerk" des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ausgezeichnet worden. "Er hat alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Er hat sich nie verstellt, ist unbeirrt seinen Weg gegangen. Manchmal war er dabei unbequem, aber gerade das hat ihn ausgezeichnet und ausgemacht", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel im Rahmen der Ehrung.

Der 74 Jahre alte Potsdamer hat als erfolgreichster Vereinstrainer im deutschen Frauenfußball den 1. FFC Turbine Potsdam je sechsmal zur Meisterschaft in der DDR und der wiedervereinigten BRD geführt. Dreimal gewann Schröder mit seinem Team den DFB-Pokal, zweimal den Europapokal. Seit der Gründung im Jahr 1971 war er als Trainer und Manager rund 45 Jahre lang für den Potsdamer Verein aktiv.

Bundesverdienstkreuz und Silberne Ehrennadel

Seien erfolgreichste Zeit hatte Schröder just während des allgemeinen Aufschwungs des deutschen Frauenfußballs zwischen 2009 und 2012. Vier Mal in Folge feierte Turbine Potsdam die deutsche Meisterschaft und gewann 2010 die Champions League. Bernd Schröder holte mit den Potsdamerinnen insgesamt 21 Titel. Im Mai vergangenen Jahres hatte er schließlich seine Karriere beendet.

Für seine Leistungen und Erfolge wurde Schröder schon mehrfach geehrt, regional und national, durch Sport und Politik. 2005 erhielt er den Verdienstorden des Landes Brandenburg, 2008 den Kristallfußball des Fußball-Landesverbandes Brandenburg. 2011 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und 2016 mit der Silbernen Ehrennadel des DFB ausgezeichnet.

"Ich lebe weiter für meinen Verein und den Frauenfußball"

Die aktuellste Auszeichnung erhielt Schröder am Montag im Rahmen eines Festakts in Gravenbruch/Neu-Isenburg nahe Frankfurt am Main anlässlich der Abschlussveranstaltung des 63. Fußball-Lehrer-Lehrgangs. Bisherige Preisträger sind Dettmar Cramer, Udo Lattek, Gero Bisanz, Otto Rehhagel, Jupp Heynckes und Ottmar Hitzfeld.

"Wenn man für sein Lebenswerk ausgezeichnet wird, dann klingt das immer nach endgültigem Abschied, danach, dass komplett Schluss ist", so Schröder. "Bei mir ist es anders, ich lebe weiter für meinen Verein und den Frauenfußball insgesamt."

Kommentar

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1 Kommentare

  1. 1.

    Mein Glückwunsch. Er war ein Supertrainer und auch so ist er ein toller Mensch.

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