Sebastian Brendel in Kienbaum beim Kanufahren (Quelle: imago/Camera4)

Kanu-EM in Plowdiw - Brendel holt seinen zwölften EM-Titel

Am letzten Tag der Kanu-EM in Plowdiw (Bulgarien) hat Sebastian Brendel noch einmal zugeschlagen und seinen zwölften EM-Titel geholt. Er siegte im Canadier-Einer über 5.000 Meter. Punkten konnte auch die Potsdamerin Franziska Weber.

Der dreimalige Olympiasieger Sebastian Brendel hat bei den Kanu-Europameisterschaften im bulgarischen Plowdiw seinen zwölften EM-Titel geholt. Einen Tag nach seinem Sieg im Canadier-Einer über 1.000 Meter setzte sich der 29-jährige Potsdamer am Sonntag auch über die 5.000 Meter vor dem Ungarn David Varga und dem Polen Mateusz Kaminski durch.

Zuvor hatten Franziska Weber aus Potsdam und Tina Dietze (Leipzig) Gold im Kajak-Zweier gewonnen. Die Olympiazweiten von Rio setzten sich über 500 Meter in 1:38,604 Minuten gegen die Slowakinnen Ponomarenko/Osterman und die Polinnen Pulawska/Mikolajczyk durch.

Bei weiteren Wettkämpfen blieben die Athleten der Region am Sonntag ohne Medaille - so der Kajak-Vierer der Herren über 1000 Meter mit Tamas Gecsö und der Canadier-Einer über 500 Meter mit Jan Vandrey (beide Potsdam) sowie der Canadier-Zweier über 500 Meter mit Stefan Kiraj/Conrad-Robin Scheibner (Potsdam/Berlin).

Brendel bleibt das Maß aller Dinge

Punkten konnten die deutschen Kanuten auch bereits am ersten Finaltag, als sie drei Titel holten. Im Canadier-Einer über 1.000 Meter gewann der dreimalige Olympiasieger Sebastian Brendel das elfte EM-Gold seiner Karriere.

Zur Rennmitte lag der Potsdamer auf Position drei, erhöhte dann aber die Schlagfrequenz und ließ mit seinem berühmt-berüchtigten Endspurt der Konkurrenz keine Chance. "Am Ende konnte ich den Endspurt auspacken und den Sieg nach Hause fahren", freute er sich. Wenig später sicherte sich Brendel noch Silber im Canadier-Vierer und bleibt damit das Maß aller Dinge in der aktuellen Canadier-Welt.

Kajak-Vierer überraschend ohne Medaille

Im Kajak-Zweier über 1.000 Meter siegten am Samstag der Berliner Marcus Groß und Max Hoff aus Essen. Der Magdeburger Yul Oeltze und Peter Kretschmer aus Leipzig holten Gold im Canadier-Zweier über 1.000 Meter. Bronze gab es für die Potsdamerin Tabea Medert und Melanie Gebhardt aus Leipzig im Kajak-Zweier.

Ohne Medaille blieb überraschend der in diesem Jahr noch ungeschlagene Kajak-Vierer der Männer über 500 Meter - das Boot mit dem Potsdamer Ronald Rauhe musste sich mit Platz fünf zufrieden geben. Rauhe kündigte nach den Rennen an, seine Karriere noch bis zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio fortführen zu wollen. Es sei für ihn ein riesiger Anreiz zum sechsten Mal bei Olympia dabei zu sein und möglicherweise eine Medaille zu gewinnen, sagte der 35-Jährige.

Bundestrainer zufrieden mit den Leistungen

Die Kontinentalmeisterschaften im bulgarischen Plowdiw absolvierten die Deutschen ohne spezielle Vorbereitung, voll aus dem Training heraus. Zuletzt hatten sie in Kienbaum beim Lehrgang noch mal intensiv Kondition trainiert. "Zum Teil haben wir mit den Medaillen nicht gerechnet. Es gab noch ein paar Baustellen. Aber nach dem Abschluss der zwei Konditionswochen kann man mit den Leistungen ganz zufrieden sein.", sagte Bundestrainer Arndt Hanisch am Sonntag.

Die EM war eine Zwischenstation mit Blick auf die WM vom 23. bis 27. August im tschechischen Racice. Zudem mussten einige Athleten innerhalb kurzer Zeit Doppelstarts absolvieren, andere Top-Leute fehlten krankheitsbedingt.

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