Logo der Champions League am Himmel über dem Berliner Olympiastadion (Bild dpa/rbb)

Anerkennung für Stadt und Stadion - Finale der Champions League 2015 in Berlin

Die perfekte Einstimmung auf das erste deutsch-deutsche Finale der Champions League: 2015 wird Berlin das Finale ausrichten. Das entschied die UEFA am Donnerstag.

Das Champions-League Finale 2015 findet im Berliner Olympiastadion statt. Das entschied das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) am Donnerstag auf seiner Sitzung in London. Zuvor hatte bereits der rbb vermeldet, dass Berlin den Zuschlag bekommen hat. Der Präsident des Berliner Fußballverbandes, Bernd Schultz, hatte erklärt, die Vergabe sei eine Anerkennung für das Stadion und für die Stadt.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) setzte sich mit seiner Bewerbung um das Endspiel gegen mehrere namentlich von der UEFA nicht genannte Konkurrenten durch. Den Zuschlag für das Europa-League-Endspiel 2015 bekam Warschau.

Fanmeile Berlin (dpa, 28.06.2012)
Statt Deutschland-Flaggen werden vermutlich die Vereinsfahnen von Dortmund und Bayern wehen

Diesjähriges Finale wird auf der Fanmeile gezeigt

Das diesjährige Finale der Champions League wird am Samstag in London ausgetragen. Mit dem FC Bayern München und Borussia Dortmund stehen sich dabei erstmals in der Geschichte des europäischen Wettbewerbs zwei deutsche Teams gegenüber.

Fußballfans können das Spiel auf der Fanmeile am Brandenburger Tor auf fünf Videoleinwänden verfolgen. "Das Programm startet um 14 Uhr", sagte Doreen Kinzel, Sprecherin des Veranstalters Wohlthat Entertainment, am Mittwoch. Auch ein Musikprogramm ist geplant. Welche Künstler vor dem Spiel um die europäische Fußballkrone auftreten, wollen die Veranstalter noch im Laufe der Woche bekanntgeben.

Gefeiert wird zwischen dem Brandenburger Tor und der Siegessäule auf der Straße des 17. Juni. Schon zur Weltmeisterschaft und bei den Europameisterschaften hatten dort tausende Fans die Spiele der deutschen Nationalmannschaft verfolgt.

Berlin begrüßt erstmals Champions-League-Finale

Berlin ist die dritte deutsche Stadt, in der das Endspiel der 1992/1993 ins Leben gerufenen Champions League ausgetragen wird. Zuvor waren bereits München dreimal (1993, 1997 und 2012) sowie Gelsenkirchen (2004) Gastgeber. Im kommenden Jahr findet das Finale im Estadio de la Luz in Lissabon statt. Das Europa-League-Finale 2015 findet im Nationalstadion in Warschau statt.

"Das Finale der Fußball-WM 2006 im Olympiastadion ist noch ebenso unvergessen wie die Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2009", betonte Wowereit, "und da wir besonders in Deutschland in diesen Tagen gerade wieder die Faszination der Champions League erleben: Natürlich hoffen die Berlinerinnen und Berliner, dass 2015 im Olympiastadion erneut eine deutsche Mannschaft im Finale der europäischen Champions vertreten sein wird."

Nach Berlin wurde bislang erst einmal ein Fußball-Europapokal vergeben. 1986 musste der 1. FC Köln sein Final-Heimspiel im UEFA-Pokal wegen Zuschauerausschreitungen verlegen. Gegen Real Madrid nützte ein 2:0 nach dem 1:5 im Hinspiel nichts mehr.

Berlins Regierender Bürgermeister Wowereit besucht Hertha-Spiel gegen Cottbus (Foto: dpa)
Wowereit mit Hertha-Schal

Wowereit freut sich über "Signal für die Sportmetropole Berlin"

Damit wird innerhalb von drei Jahren zum zweiten Mal die begehrteste Club-Trophäe im europäischen Fußball in Deutschland vergeben. 2012 war München Austragungsort des Finales zwischen dem FC Bayern München und dem FC Chelsea gewesen. Die Engländer gewannen die dramatische Partie in der Allianz Arena 4:3 im Elfmeterschießen.

"Das ist eine hervorragende Entscheidung und ein starkes Signal für die Sportmetropole Berlin. Deutschland bekommt nach erst drei Jahren erneut das Finale der Champions-League. Und für die Hauptstadt ist das Endspiel dieses wichtigsten europäischen Vereinswettbewerbs ein weiteres großes Sportereignis von internationaler Bedeutung", kommentierte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit. Auch das WM-Endspiel 2006 zwischen Italien und Frankreich hatte im Olympiastadion in Berlin stattgefunden.

Mats Hummels, Spieler von Borussia Dortmund, hält am Sonntag (13.05.2012) in Dortmund auf dem Busdach sitzend den Pokal hoch.
DFB-Pokal: Seit 1985 ist Berlin Finalspielort

DFB-Chef Niersbach: "Wunsch schon 2012 geäußert"

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach wertet die Entscheidung für Berlin als Champions-League-Finalort 2015 auch als Anerkennung deutscher Gastgeberqualitäten. "Ich habe bereits 2012 am Rande des Finales in München bei UEFA-Präsident Michel Platini unseren Wunsch hinterlegt, möglichst schnell wieder ein solches Weltereignis auszutragen", sagte Niersbach in einer Pressemitteilung des Deutschen Fußball-Bundes und betonte: "Dass es in so kurzer Zeit geklappt hat, ist eine Anerkennung für unsere Qualitäten als Organisator und Gastgeber." Er freue sich auf «ein tolles Fußballfest in Berlin", sagte der Verbandschef.

Das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) hatte am Donnerstag in London Berlin den Zuschlag gegeben. "Zur Entscheidung der UEFA hat sicher auch beigetragen, wie sich das DFB-Pokalfinale in Berlin in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Wir werden jetzt gemeinsam mit der UEFA, der Stadt Berlin und Hertha BSC in die Planung einsteigen und alles für ein perfekt organisiertes, stimmungsvolles Finale tun", so DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock.

Die Fanmeile

Planungen zusammen mit Hertha

DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock sagte, zu der Entscheidung der UEFA habe sicher auch beigetragen, "wie sich das DFB-Pokalfinale in Berlin in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Wir werden jetzt gemeinsam mit der UEFA, der Stadt Berlin und Hertha BSC in die Planung einsteigen und alles für ein perfekt organisiertes, stimmungsvolles Finale tun."

Bei Hertha freut sich Manager Michael Preetz: "Das ist eine fantastische Nachricht für Berlin und für dieses wunderbare Stadion. Für die tollen Fußballfans in dieser Stadt, in dieser Region freut mich das sehr." Trainer Jos Lukuhay sagte, "Dann bekommen wir 2015 die besten Teams Europas sozusagen in unserem Wohnzimmer geboten – das ist super für die Berliner."