Allerdings warnt Unions Trainer Uwe Neuhaus nach zwei siebten Plätzen in den beiden vergangenen Spielzeiten vor übertriebenen Zielen; andererseits weiß er, dass sein Kader in diesem Jahr so gut besetzt ist wie selten zuvor.
"Dass vom Reden noch keiner irgendwelche Punkte geholt hat", weiß auch der neue und alte Kapitän Torsten Mattuschka. Publikumsliebling "Tusche" wird auch in diesem Jahr wieder den Leitwolf spielen.
Verstärkt wird das Team durch fünf Neuzugänge, darunter auch Sören Brandy (hier im Zweikampf mit Kevin Wilson von Celtic Glasgow). Der 28-Jährige kam ablösefrei vom MSV Duisburg - gegen Celtic machte er sein erstes Tor für Union.
Mittelfeldspieler Benjamin Köhler (32) kam vom 1. FC Kaiserslautern in die Wuhlheide, aber er kennt Berlin bereits aus seiner Zeit bei Hertha BSC (2000 bis 2003). Danach stand er acht Jahre in Diensten von Eintracht Frankfurt.
Martin Dausch (27) stieß in der Sommerpause als erster Neuzugang zum FC Union. Uwe Neuhaus will ihn im offensiven Mittelfeld einsetzen. Bisher spielte Dausch für den VfR Aalen.
Der Schweizer Neuzugang Mario Eggimann (32) wechselte von Hannover 96 zu Union. Trainer Uwe Neuhaus lobt vor allem die Kopfball- und Zweikampfstärke seines neuen Defensivspielers.
Der Kroate Damir Kreilach wechselte für kleines Geld aus Rijeka nach Berlin und soll das defensive Mittelfeld verstärken. In Deutschland zu spielen, sei ein Traum für ihn, sagt der 24-Jährige.
Während Trainer Uwe Neuhaus für den sportlichen Aufbau sorgt, haben Vereinspräsident Dirk Zingler (li.) und Stadion-Architekt Dirk Thieme für den passenden Rahmen gesorgt. Seit 2008 steuerten sie den Neubau des Stadions.
Um das Ganze zu finanzieren, kam Zingler auf die Idee, eine Stadion-Aktie aufzulegen, die bei den Anhängern von Union rasenden Absatz fand.
Doch die Fans und Mitglieder von Union unterstützten ihren Club nicht nur finanziell. Über 2000 von ihnen packten seit dem Jahr 2008 ordentlich mit an, um den Traum vom neuen Stadion Wirklichkeit werden zu lassen.
Nachdem die bestehenden Stadionanlagen erneuert waren, begann im Jahr 2012 der Bau der neuen Haupttribüne. Nur ein Jahr später konnte die fertiggestellte Tribüne übergeben werden.
Wenn Torsten Mattuschka von der Gegenseite seine Ecken schlägt, blickt er künftig auf die neue Tribüne: Gut 100 Meter lang, bietet sie Platz für 3557 Zuschauer. Die Zuschauerkapazität steigt damit auf fast 22.000 Plätze - bundesligareif!
Hier werden sie spielen: Zur Eröffnung Mitte Juli herrschte an der neuen "Alten Försterei" Riesenandrang. In einem Jahr würden die Fans hier gerne den Aufstieg feiern - und die Chancen stehen gar nicht schlecht.