Die "Alte Försterei" in Berlin-Köpenick am Anfang der Achtzigerjahre.
Das 1920 eröffnete Stadion erlebte in seiner Geschichte schon zahlreiche Umbaumaßnahmen. Hier ein Spiel von Union in der Saison 1981/1982.
Ab der Jahrtausendwende entstanden Ideen und Planungen für ein komplett neues Stadion - sehr zur Freude der Fans.
Was dann folgte, ging als das "Wunder von Köpenick" in die Geschichte des Vereins und der Stadt ein: Über 2.000 freiwilligen Helfer leisteten in einer ersten Umbauphase fast 140.000 unentgeltliche Arbeitsstunden.
Ein erster Etappensieg: 2009 ging die erste Bauphase zu Ende. Überdachte Stehplatztribünen, eine Rasenheizung sowie eine moderne Videoleinwand sorgten fortan für mehr Komfort im Stadion.
In der zweiten Bauphase wurde im Mai 2012 dann mit der Demontage der alten und anschließend dem Bau der neuen Haupttribüne begonnen.
Auch hier ging nichts ohne die Fans des 1. FC Union Berlin: Erst sie sicherten durch den Kauf von "Alte-Försterei-Aktien" die Finanzierung des Projekts.
Maßgeblich verantwortlich für den Neubau sind Präsident Dirk Zingler (l) und Stadionarchitekt Dirk Thieme, der auch Präsidiumsmitglied ist.
Die neue Haupttribüne bietet 3.557 Zuschauern Platz und dient daneben als Funktionsgebäude mit Kabinen für die Spieler und Schiedsrichter sowie VIP-Lounges und Räumlichkeiten für die Stadionbetriebs AG, Medienvertreter und Ordnungskräfte.
Mit ihren gelben Klinkerfassaden orientiert sie sich am Stil der Oberschöneweider Industriebauten.
Am Freitag wird die lang ersehnte neue Haupttribüne mit dem Spiel gegen Celtic Glasgow offiziell eröffnet.
Auf das Spiel und die neue Tribüne dürften sich nicht nur die großen Union-Fans freuen.
Ein Ort mit Tradition: Neben den Spielen des 1. FC Union Berlin findet in der Alten Försterei jedes Jahr das traditionelle Weihnachtssingen des Clubs statt.
Am 10. Weihnachtssingen nahmen im Dezember 2012 über 22.500 treue Fans Teil - ein neuer Rekord.
Bis zum heutigen Prachtbau sollte es ein langer Weg sein, wie dieses Foto aus dem Jahr 1998 zeigt.
Nach der Wende wurde das Stadion immer baufälliger und wies gravierende Mängel in Sachen Sicherheit und Komfort auf: Einzelne Stadiontrakte mussten aus hygienischen und bautechnischen Gründen sogar gänzlich gesperrt werden.
Die Unioner liesen es sich nicht nehmen, die Einweihung mit einem Spiel gegen Hertha gebührend zu feiern. Das Endergebnis lautete damals 3:5.
Fünf Jahre lang halfen tausende von Union-Fans beim Umbau der "Alten Försterei" - am Freitag kann das neue Stadion nun endgültig eröffnet werden - mit einem Spiel gegen Celtic Glasgow. rbb-Reporter Jörg Hellwig hat sich umgehört.