Vor dem Umbau: Union-Fans feuern ihre Mannschaft an (Quelle: dpa)

Kartenverkauf läuft wie geschmiert - Union Berlin bricht Vereinsrekorde

Die neue Saison hat noch gar nicht begonnen, doch beim 1. FC Union Berlin herrscht bereits Hochstimmung: Noch nie hat der Verein so viele Dauerkarten verkauft wie bisher. Und auch den Etat konnte der Club steigern.

Noch vor dem ersten Anstoß der neuen Saison hat der 1. FC Union Berlin die eigenen Vereinsrekorde wieder gebrochen: Die "Eisernen" gehen nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa mit einem Etat von mehr als 20 Millionen Euro in die neue Spielzeit der 2. Fußball-Bundesliga. Das sind mindestens zwei Millionen mehr als im Vorjahr. Zum fünften Mal nach dem Aufstieg 2009 steigert der Hauptstadt-Club damit seinen Etat.

Auch bei den Dauerkarten hat der Verein eine neue Rekordmarke erreicht: Mehr als 8.000 Saisontickets sind bereits verkauft - so viele wie im gesamten letzten Jahr - an die 10.000 könnten es noch werden. Und dazu kommt das Stadion mit neuer Haupttribüne. "Ein Traum ist wahrgeworden", sagte Union-Präsident Dirk Zingler zu den neuen Möglichkeiten durch die "Alte Försterei" - sportlich für die Mannschaft und wirtschaftlich für den Verein.

Nach der fünfjährigen Stadion-Modernisierung können jetzt 1.734 Plätze im Business-Bereich vermarktet werden. Um fünf Millionen Euro würden sich die Umsätze durch die Vermarktung der neuen Tribüne steigern lassen, hatte Zingler schon vor der Fertigstellung gesagt.

Union-Präsident Dirk Zingler: Den Aufstieg schaffen, ohne sich zu verbiegen

Union-Chefs verzichten auf offizielles Saisonziel

Auf die Verkündung eines Saisonziels haben die "Eisernen" in diesem Jahr verzichtet. "Fragen Sie den Trainer", antwortete Präsident Zingler auf die Frage nach dem angestrebten Platz in der neuen Spielzeit. "Ziel ist, am Sonntag das erste Spiel gegen Bochum zu gewinnen", erklärte danach Trainer Uwe Neuhaus ausweichend. Die Erwartungen in Berlin und darüber hinaus sind ohnehin gestiegen.

Union hat sich als zweite Berliner Fußball-Kraft nach Bundesliga-Rückkehrer Hertha BSC mit fünf neuen Spielern hoffnungsvoll verstärkt. Die Saisonvorbereitung verlief bislang verheißungsvoll. Zuletzt wurde Champions-League-Qualifikant Celtic Glasgow mit 3:0 bezwungen. Die Verantwortlichen halten sich mit offiziellen Saisonzielen jedoch zurück. In der vergangenen Saison hatten sie noch Platz fünf bis sieben als Ziel ausgegeben - am Ende wurde es zum zweiten Mal nacheinander der siebte Rang. Zwischenzeitlich kratzten die Berliner als Tabellen-Vierte an den Aufstiegsrängen.

Ein Tabuthema ist der mögliche Erstliga-Aufstieg nicht mehr. "Wir wissen jetzt, wir können es schaffen, ohne uns zu verbiegen. Und dann will man es auch schaffen", hatte Zingler in der Vorsaison bemerkt. Vor dem ersten Heimspiel am Sonntag gegen den VfL Bochum hört man solche Aussagen aus dem Union-Lager nicht.

Die Geschichte der "Alten Försterei" in Bildern

Tausende Union-Fans kamen zum Tag der offenen Tür

Das sich auch bei den Fans eine Euphorie breitgemacht hat, zeigte sich am Wochenende beim Tag der offenen Tür. Mehrere tausend Fans sind am Wochenende ins Stadion "An der Alten Försterei" geströmt, um die neue Haupttribüne zu besichtigen. Dabei konnten sie VIP-Räume, Logen und Kabinen besichtigen. Im Anschluss verweilten viele Anhänger in den Biergärten rund um die Alte Försterei. Bei Volksfeststimmung mit Bühnen- und Kinderprogramm ließen die Besucher den Nachmittag ausklingen.

Im Sommer 2008 hatten über 2000 freiwillige Helfer mit der Rekonstruktion der Arena begonnen. Der Bau der 15 Millionen Euro teuren Haupttribüne war nach knapp einem Jahr abgeschlossen.
Sören Brandy vom FC Union Berlin (re.) gegen Kevin Wilson von Celtic Glasgow

Sieg gegen Celtic Glasgow - FC Union feiert gegen harmlose Schotten

Der FC Union hat allen Grund zum Jubeln: Erst wurde am Freitagabend die neue Tribüne eingeweiht, dann siegte der Fußball-Zweitligist gegen den schottischen Rekordmeister Celtic Glasgow mit 3:0. Das Team von Trainer Uwe Neuhaus kann dem Saisonstart in einer Woche optimistisch entgegen sehen.