Ein Trainer hält bei einem Fußballspiel ein Auswechselschild in die Höhe (Quelle: imago/Stockhoff)

Regionalsport | Transfers - Wechselbörse 2017 - neue Spieler, neues Glück?

Nach der Saison ist vor der Saison: Gerade wurde noch gejubelt, gehadert oder geweint. Nun wartet schon die nächste Spielzeit, die neue Spieler, neue Trainer und - vielleicht - auch neues Glück bringt. rbb|24 dokumentiert Wechselmeldungen und Wechselgerüchte.

Das alljährliche Pokern hat begonnen, das Feilschen um die besten Spieler, den richtigen Zeitpunkt für Käufe und Verkäufe, die Not der Trainer, bestimmte Positionen unbedingt besetzen zu müssen. Und natürlich die ganz Fachsimpelei unter Anhängern, ob nun diese Neuverpflichtung oder jener Abschied gut oder schlecht war für den Verein.  

Hertha Fans jubeln am 13.05.2017 ihrem Verein zu. (Quelle: imago/Huebner/Voelker)

Hertha BSC

Im vergangenen Sommer hatte Fußball-Bundesligist Hertha BSC nur drei Spieler eingekauft - und richtig eingeschlagen hat keiner von ihnen. Der slowakische Nationalspieler Ondrej Duda kam, auch wegen langwieriger Verletzungen, nur dreimal zum Einsatz. Alexander Esswein kam vom FC Augsburg, spielte aber genauso regelmäßig wie unbeständig. Und auch über die Bilanz von Allan kann man sich streiten. Der Brasilianer kam leihweise vom FC Liverpool und konnte sich nicht nachhaltig für eine längere Zusammenarbeit empfehlen.

Zu wenig, fanden die Hertha-Fans und hoffen, dass diesmal gezielter in den weiteren Aufbau der Mannschaft investiert wird, die aufgrund der Europa-League-Qualifikation sicher einige Spiele mehr absolvieren wird als im Vorjahr.

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Eisern Union Fans jubeln am 14.05.2017 ihrem Verein zu. (Quelle: imago/O. Behrendt)

1. FC Union Berlin

Union hatte im vergangenen Jahr eine ausgesprochen glückliche Hand auf dem Transfermarkt: Zuallererst verpflichtete der Verein Jens Keller als neuen Trainer und der sorgte gleich in der ersten Saison für neuen Schwung und wirkliche Aufstiegschancen, auch wenn es damit dann am Ende doch nicht klappte. Zudem kam Torhüter Daniel Mesenhöler, eine echte Verstärkung, der nach einer Verletzung von Stammkeeper Jakob Busk zur neuen Nummer Eins avancierte. Felix Kroos wurde nach einer Leihe fest verpflichtet und zum Kapitän. Außerdem kamen die Stürmer Philipp Hosiner und Simon Hedlund sowie der dänische U21-Nationalspieler Kristian Pedersen. Im Winter wurde dann noch der "verlorene Sohn", Mittelstürmer Sebastian Polter, zurückgeholt. Eine ähnlich glückliche Hand wünscht man dem Verein auch in diesem Sommer.

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Spielerinnen des 1. FFC Turbine Potsdam (Quelle: imago/Matthias Koch)

1. FFC Turbine Potsdam

Turbine hat eine aufregende, aber auch aufreibende Saison hinter sich, in der das Team überzeugend begann, ein wenig nachließ und leider dann auch ausgesprochen unglücklich abschloss. Mit dem Abgang von Trainer-Urgestein Bernd Schröder war zum Saisonstart ein echter Neubeginn verbunden. Neutrainer Matthias Rudolph musste das Team auf vielen Positionen umstellen und hatte zudem Erfolgdruck: 2016 war Turbine nur Saison-Siebenter. Und der Neustart gelang: Das Team wurde Dritter, unglücklich allerdings verpassten die Potsdamerinnen den Championsleague-Startplatz um zwei Punkte. Das Ziel für die neue Saison also muss heißen: Diesmal klappt es mit der Königsklasse.

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Spieler von Basketball-Bundesligist Alba Berlin (Quelle: imago/Tilo Wiedensohler)

Alba Berlin

Der Saison-Neustart für 2017/18 hat bei Alba bereits mitten in der alten Spielzeit begonnen:  Kurz vor den Playoffs trennte sich der Verein von seinem Coach Ahmet Caki - und verpflichtete Alejandro "Aito" Garcia Reneses. Auf den 70-jährigen Spanier, der als einer der renommiertesten Trainer in Europa gilt, warten große Herausforderungen, denn die Leistungen in der vergangenen Saison waren teilweise desaströs. Daran konnte auch Interimscoach Thomas Päch in den Viertelfinalbegegnungen gegen Bayern München nicht viel ändern. Erheblich müsse der Verein nun auch den Kader verändern, heißt es von allen Seiten. Zeit dafür ist bis zum Saisonstart Ende September.

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BR Volleys Fans jubeln am 03.05.2017 ihrem Verein zu. (Quelle: imago/Michael Hundt/Matthias Koch)

BR Volleys

Die BR Volleys sind Meister und könnten eigentlich frohen Mutes die neue Saison angehen, doch so einige Streits und Unklarheiten zum Saisonabschluss trüben die Vorfreude auf die neue Saison. Da war zunächst die Meldung vom Wechsel Ruben Schotts nach Mailand und zwar zu einem Klub, den der Bundestrainer im Zweitjob coacht und sich also vom Vorstand der Volleys schwere Vorwürfe anhören musste. Und dann war da noch die Nicht-Vertragsverlängerung von Roberto Serniotti, der trotz guter Saisonergebnisse keine Vertragsverlängerung bekam. Es ist also spannend, was beim Meister nun passiert.

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Kamil Ratajczak (Nr. 10, Netzhoppers Bestensee) bei der Ballannahme (Quelle: imago/Matthias Koch),

Netzhoppers KW Bestensee

Erfolgreich absolvierten die Netzhoppers die vergangene Saison: Achter vor der Finalrunde, dann die Quali fürs Viertelfinale überstanden, dort aber leider das klare Aus gegen Friedrichshafen schon nach zwei Spielen. Es sind kleine Brötchen, die der Brandenburger Club mit nur sehr magerem Etat backen muss. Auch wenn dieses Aus gegen Friedrichshafen schmerzte, ein bisschen Dankbarkeit verbindet der Club noch immer mit Friedrichshafen, denn von dort kam zuletzt Björn Andrae. Der Berliner war nach Stationen etwa in Polen, Italien, Russland oder Griechenland zurück in seiner Heimat und wurde am Saisonend prompt zum "Wervollsten Spieler" der Bundesliga gewählt. Einen Titel also holten die Netzhoppers. Entsprechend gespannt kann man auf 2017 sein.

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Spieler des Eishockey-Bundesligisten Eisbären Berlin (Quelle: imago/Markus Fischer)

Eisbären Berlin

Erfahren sollen die Zugänge sein - das jedenfalls könnte man denken, wenn man auf die ersten Neuverpflichtungen für die Saison 2017/18 blickt: Alle vier sind um die 30 Jahre alt. Aber dieser erste Eindruck täuscht. Die Berliner haben nach der abgelaufenen und in weiten Teilen enttäuschenden Saison gleich mehrere Baustellen: Sie müssen ein robusteres Team formen mit Substanz für gesamte Saison und sie brauchen Spieler mit Perspektive für die Zukunft. Doch nicht nur der Kader wird umgebaut, auch die Führungsetage soll mit dem neuen Sportdirektor Stephane Richer wieder mehr Schwung bekommen.

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Die Füchse-Mannschaft jubelt nach einem Spiel. (Quelle: imago/Bernd König)

Füchse Berlin

Die Deutschen Handballer gehören zu den Teams, die als letzte in die Sommerpause dürfen. Die Füchse Berlin gehen als Tabellenvierte in ihre Sommerpause. Damit verpassten die Berliner die Champions League, starten in der kommenden Saison aber auf europäischer Ebene im EHF-Cup.

Und auch wenn die Saisonpause erst Mitte Juni begonnen hatte, war für sie schon am Montag nach dem letzten Saisonspiel die Transferperiode fast abgeschlossen: "Wir planen keine weiteren Neuzugänge. Nur wenn Drago Vukovic weiter verletzt bleibt, müssten wir uns was überlegen", sagte Füchse-Manager Bob Hanning.

Am 12. Juli bittet Coach Petkovic das Team dann zum ersten Training für die kommende Saison. Allerdings werden ihm dann noch nicht alle Akteure zur Verfügung stehen. Drei Tage später erst sollen die Nationalspieler der Berliner dazustoßen. Die Bundesliga startet am 24. und 27. August in ihre neue Spielzeit.

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Statistik: u.a. Inforadio, 12.06.2017, 14 Uhr

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