Inlineskater (Quelle: dpa)

Tragischer Zwischenfall - 71-jähriger Skater stirbt bei Marathon

Die Meldung vom Tod eines Skaters hat den ersten Tag beim Berlin-Marathon überschattet. Laut Veranstalter-Angaben handelt es sich um einen 71-Jährigen, der am Skater-Wettbewerb teilnahm. An der Spitze des Feldes lief der Belgier Bart Swings einen neuen Weltrekord und blieb in 59:28 Minuten als erster Läufer unter eine Stunde. Bei den Frauen siegte die Niederländerin Manon Kamminga.

Nach dem Todesfall beim Berliner Halbmarathon in diesem Frühjahr ist nun auch bei der 40. Auflage des Berlin-Marathons ein Teilnehmer gestorben. Laut Polizei-Informationen handelt es sich um älteren Inlineskater, der während des Laufs am Samstag starb. Sein Alter war zunächst mit 72 Jahren angegeben worden. Später war von einem 71-Jährigen die Rede.

Der Pressesprecher der veranstaltenden SCC Events GmbH, Thomas Steffens, bestätigte den tragischen Zwischenfall. Über die Todesursache und die Details des Vorfalls, der sich bei Kilometer 15 am Kottbusser Tor in Kreuzberg ereignete, konnte Steffens am Samstagabend noch keine konkreten Angaben machen.

Zuletzt war beim Halbmarathon im April ein Mensch ums Leben gekommen. Ein 25-Jähriger war an der Strecke kollabiert und später gestorben. Schon 2007 und 2010 war es bei Laufveranstaltungen in der Hauptstadt zu Todesfällen gekommen.

Fabel-Weltrekord für belgischen Inline-Skater

Rund 6.500 Inline-Skater waren am Sonntag ins Rennen gegangen, wobei dem Belgier Bart Swings ein neuer fantastischer Weltrekord gelang. Als erster Inlineskater überhaupt blieb Swings über die 42, 195 Kilometer lange Strecke in 59 Minuten und 28 Sekunden unter einer Stunde. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Maarten Swings (Belgien) und Gary Hekman (Niederlande).

Bei den Frauen fuhr die Niederländerin Manon Kamminga der Konkurrenz deutlich davon und sicherte sich in 01:09:58 Stunden den Sieg. Rang zwei belegte Katharina Rumpus. Sie verwies Sabine Berg auf den Bronze-Platz. Das Skater-Rennen beim Berlin-Marathon war zum 17. Mal ausgetragen worden.

Mini-Marathon beim 39. Berlin-Marathon (Quelle: dpa)
Der Mini-Marathon ist ein fester Bestandteil des Berlin-Marathons.

Rund 10.000 "Minis" am Start

Auch rund 10.000 Kinder und Jugendliche waren am Samstag am Start, beim traditionellen Mini-Marathon der Schulen. Dabei absolvierten die jungen Teilnehmer wie jedes Jahr nur die letzten 4,2195 Kilometer der Marathon-Originalstrecke, die durch das Brandenburger Tor bis ins Ziel auf der Straße des 17. Juni führen. Eine Einzelwertung gibt es nicht; gezählt wird nur das Ergebnis von Schulteams, bestehend aus zehn Personen.

Marathon-Wochenende startete "Janz langsam"

Am Samstagmorgen war das Marathon-Wochenende mit dem Frühstückslauf "Janz langsam" in die Gänge gekommen - einem lockeren Lauf über sechs Kilometer vom Schloss Charlottenburg bis zum Olympiastadion. Die Veranstalter rechneten mit etwa 11.000 Läufern, die am Ziel mit einem Sportlerfrühstück erwartet wurden. Verkleidungen und Flaggen waren ausdrücklich erwünscht. Anschließend waren die Kleinsten dran. Im "Bambinilauf" traten Kinder unter 10 Jahren gegeneinander an. Die Distanz von maximal 1.000 Meter durfte auch "Händchen haltend" mit den Eltern überwunden werden.

Gegen Samstagmittag startete der Finallauf des SCC-Skating KidsCup - ein Inlineskater-Wettbewerb für Kinder bis 13 Jahre. Gestartet wurde - je nach Altersklasse - in gestaffelten Rennen über Distanzen von 500 bis 3.000 Metern.

Frankfurt Marathon - Kipsang gewinnt (Quelle: dpa)
Wilson Kipsang will den Weltrekord brechen

Kipsang will Weltrekord angreifen

Am Sonntag steht Berlin dann ganz im Zeichen des eigentlichen Marathons: 42,195 Kilometer auf einem Rundkurs quer durch die Stadt, in Angriff genommen von den schnellsten Läufern der Welt und rund 40.000 ambitionierten Freizeitläufern. Als magische Zahl gelten dabei die 2:03:38 Stunden - der Marathon-Weltrekord der Männer, gelaufen von Patrick Makau aus Kenia im Jahr 2011, natürlich in Berlin.

Am Sonntag steht nun die 40. Auflage des Berlin-Marathons an, diesmal jedoch ohne den zweimaligen Sieger Makau, der wegen einer Entzündung im Knie passen muss. Mit einem Weltrekord liebäugeln die Veranstalter dennoch und setzen dabei auf dessen Landsmann Wilson Kipsang. "Ich habe hart trainiert und will hier den Weltrekord. Ich weiß, dass es möglich ist", sagte Kipsang am Freitag.

Die Rollstuhlfahrer starten um 8:20 Uhr, die Handbiker um 8:28 Uhr und schließlich die Läufer um 8:45 Uhr. Erwartet werden über 40.000 Sportler.

Gala im Schloss Charlottenburg

Am Freitagabend fanden sich zur Gala im Schloss Charlottenburg bereits die Stars der vergangenen Läufe ein. Weltrekordler Haile Gebrselassie war ebenso dabei wie die dreifache Berlin-Marathon-Siegerin Uta Pippig.

Zahlreiche Ehrungen wurden ausgeprochen. Emotionaler Höhepunkt des Abends war ein Film über die bisherigen 39 Läufe - angefangen mit dem Lauf durch den Grunewald von 1974. Auch Günter Hallas, der erste Sieger, saß im Publikum.