
Fußball | 0:3-Niederlage gegen Kaiserslautern - Union im Pokal-Achtelfinale gescheitert
Fußball-Zweitligist Union Berlin hat am Dienstagabend den ersten Einzug in ein DFB-Pokal-Viertelfinale seit 13 Jahren verpasst. Die Köpenicker verloren in der ausverkauften "Alten Försterei" die Achtelfinalpartie gegen den Ligakonkurrenten 1. FC Kaiserslautern mit 0:3. Damit hat Lautern bereits das zweite Berliner Team aus dem Pokal gekickt.
Die Negativserie von Union Berlin hält an: Der Zweitligist ist im Achtelfinale des DFB-Pokals gescheitert. Mit 0:3 (0:2) unterlagen die "Eisernen" am Dienstagabend im eigenen Stadion dem Ligakonkurrenten 1. FC Kaiserslautern, der zuvor bereits Bundesliga-Aufsteiger Hertha BSC aus dem Pokal gekickt hatte. Die Tore für die Pfälzer in der ausverkauften "Alten Försterei" erzielten Willi Orban (18.), Simon Zoller (45.) und Marcel Gaus (84.). Damit wartet Union seit nunmehr fünf Spielen auf einen Sieg.
Kaum Ruhe in den Aktionen der "Eisernen"
Die Berliner, die bereits vor zehn Tagen das Punktspiel gegen die "Roten Teufel" auf dem Betzenberg mit 0:3 verloren hatten, starteten in ihr erstes Pokal-Heimspiel seit mehr als vier Jahren überaus zurückhaltend. Zur Stabilisierung der Abwehr, die in den vergangenen vier Punktspielen zehn Gegentore kassiert hatte, berief Trainer Uwe Neuhaus erstmals seit über drei Monaten den lange verletzten Mario Eggimann wieder in die Innenverteidigung - doch auch der erfahrene Schweizer vermochte kaum Ruhe in die Aktionen zu bringen.
Die Gäste gingen gleich mit der ersten gefährlichen Aktion in Führung: Enis Alushi legte auf und Orban verwandelte unhaltbar per Kopf (18.). Danach bestimmten die Lauterer klar die Partie und ließen die von den Fans nach vorn gepeitschten Berliner kaum zu konstruktiven Angriffen kommen. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff sorgte Zoller nach einem verlängerten Eckball aus Nahdistanz bereits für die Vorentscheidung.
Terodde scheitert an Lautern-Keeper
Den Berlinern gelang lange Zeit so gut wie nichts. Ein Kopfball von Adam Nemec, der am Vortag seinen Vertrag bis 2016 verlängerte, nach Flanke von Torsten Mattuschka war die einzige nennenswerte Chance in der ersten Hälfte. Doch der Slowake verfehlte knapp das Tor (26.).
Etwas mehr Schwung kam durch den eingewechselten Simon Terodde in das Angriffsspiel der Rot-Weißen, doch zweimal scheiterte der Stürmer aus wenigen Meter Entfernung am stark haltenden Keeper Tobias Sippel (58./62.).
Hektisch wurde die Partie in der Schlussphase, nachdem Schiedsrichter Peter Sippel ein Tor von Adam Nemec wegen Abseitsstellung nach einem Pfostenknaller von Mattuschka nicht anerkannte (78.). Als wenig später Marcel Gaus die Vorlage des gerade eingewechselten Mohamadou Idrissou zum 3:0 verwandelte, war der Kampfgeist der Gastgeber erloschen.

Union verlängert mit Nemec bis 2016
Einen Tag vor dem Pokalspiel gegen Kaiserslautern hat Union seinen Vertrag mit dem slowakischen Auswahlstürmer Adam Nemec um zwei Jahre verlängert. Wie der Verein am Montag mitteilte, läuft der neue Kontrakt bis zum 30. Juni 2016 und enthält eine beiderseitige leistungsbezogene Option für ein weiteres Jahr. Er gilt für die Bundesliga und die Zweite Liga.
Nemec war im Sommer 2012 nach Berlin gewechselt und erzielte in seiner ersten Saison bei Union neun Treffer. Sein guter Start in die aktuelle Spielzeit mit vier Treffern ebnete ihm die Rückkehr in die slowakische Nationalelf, für die er in dieser Saison drei Einsätze absolvierte.




