DFP-Pokal: Hoffenheim - Energie Cottbus (Quelle: dpa)

Fußball | Pokal-Rückblick - Auch Energie ausgeschieden

Energie Cottbus hatte in der zweiten Runde lange gekämpft und Bundesligist 1899 Hoffenheim über 90 Minuten ins Straucheln gebracht. Doch drei Tore in der Verlängerung besiegelten das Cottbuser Pokal-Aus.

Trotz einer taktisch hervorragenden Leistung ist Energie Cottbus in der zweiten Runde des DFB-Pokals ausgeschieden. Die Lausitzer unterlagen mit 0:3 nach Verlängerung gegen Fußball-Bundesligist 1899 Hoffenheim.

Nach 90 Minuten brach der erst 18 Jahre alten Abwehrspieler Niklas Süle in der 95. Minute mit seinem Treffer zum 1:0 den Bann für Hoffenheim. Roberto Firmino (103.) und Sven Schipplock (117.) erhöhten auf den unverdient hohen 3:0-Endstand. Hoffenheim nahm mit diesem Sieg Revanche für 2011, als Cottbus im Viertelfinale noch über die TSG triumphieren konnte.

Schwache Vorstellung des Bundesligisten

Zur Halbzeit sah es noch nach einer Pokal-Blamage für 1899 Hoffenheim aus. Der Fußball-Bundesligist kam nach einer ganz schwachen Vorstellung zur Pause nicht über ein 0:0 hinaus. Die knapp 12.000 Zuschauer in der Rhein-Neckar-Arena sahen eine Anfangsphase ohne Höhepunkte.

Entgegen den Erwartungen konnten die Gastgeber, bei denen Ersatztorhüter Jens Grahl für Stammkeeper Koen Casteels zwischen die Pfosten durfte, die Begegnung zunächst nicht dominieren. Die Cottbuser Defensive hatte keine große Mühe. Cottbus verbuchte durch Marco Stiepermann sogar die einzige Chance in der ersten Viertelstunde. Die Hoffenheimer brachten auch im Anschluss so gut wie nichts zustande.

Als Reaktion darauf wurden die Cottbuser, die ohne Uwe Möhrle, Mateo Susic und Daniel Brinkmann auskommen mussten, mit der Zeit immer mutiger. Die Lausitzer gestalteten die Partie in dieser Phase völlig offen. Auch nach einer halben Stunde war nichts von einem Klassenunterschied zu sehen - ganz im Gegenteil: Während sich die Cottbuser immerhin die ein oder andere kleine Möglichkeit erarbeiteten, war von Hoffenheim überhaupt nichts zu sehen. Erst in der 33. Minute kamen die Gastgeber durch Kevin Volland zu ihrer ersten Chance.

Entscheidung erst in der Verlängerung

Nach der Halbzeitpause spielte Hoffenheim zunächst deutlich besser. Der Brasilianer Firmino hatte innerhalb von drei Minuten zwei hochkarätige Möglichkeiten. Nach einer knappen Stunde war der neue Schwung aber wieder verflogen.

Die einzig nenneswerte Chance für Hoffenheim hatte in der 89. Minute der eingewechselte Tarik Elyounoussi, der Torhüter Almer anschoss. Erst in der Verlängerung jubelte der Favorit: Nach einem Freistoß von Salihovic köpfte Jannik Vestergaard an den Pfosten und Süle staubte zu seinem ersten Tor im Profigeschäft ab. Der Brasilianer Firmino und kurz vor dem Ende Schipplock machten den Hoffenheimer Sieg perfekt.