
Fußball | Pokal-Rückblick - Lautern kämpft Hertha nieder
Die Rotations-Zockerei von Trainer Jos Luhukay hatte Bundesliga-Aufsteiger Hertha BSC im September den Einzug ins Achtelfinale gekostet. Die Berliner unterlagen in der zweiten Runde beim Zweitligisten Kaiserslautern.
Die "Roten Teufel" vom Betzenberg haben den Fußball-Profis von Hertha BSC den Traum vom ersten Finale in Berlin schon in der zweiten DFB-Pokalrunde zerstört. Der Zweitligist gewann am Mittwochabend mit 3:1 (0:1) und bescherte seinem neuen Coach Kosta Runjaic vor rund 24.300 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion damit einen perfekten Heimeinstand.
Die Berliner, bei denen Coach Jos Luhukay auf einige seiner Topakteure zunächst verzichtete, waren durch Peter Niemeyer (25. Minute) in Führung gegangen. Mohamadou Idrissou (52.) und Karim Matmour (63.) und Olivier Occean (83.) wendeten aber das Blatt für die Lauterer, die vor einem Jahr noch in der zweiten Runde ausgeschieden waren.
Kein Ronny, kein Ramos, kein Ben-Hatira
Nun erwischte es die Berliner. Gleich neun Veränderungen hatte Luhukay im Vergleich zum 1:1 gegen Freiburg in der Liga vorgenommen - dem einzigen Punkt aus den vergangenen drei Meisterschaftsspielen. Zunächst kein Ronny, kein Ramos, kein Ben-Hatira, dafür kehrte der
lange verletzte Innenverteidiger Maik Franz zum ersten Mal in dieser Saison ins Team zurück. Luhukay wollte der zweiten Reihe eine Chance geben.
Wirklich empfehlen konnte sich aber kaum einer über die gesamte Spielzeit. Die erste Chance hatte Lautern: Ein Freistoß aus rund zwanzig Metern von Chris Löwe verpasste in der dritten Minute nur haarscharf den Kasten von Stammkeeper Thomas Kraft. Der Zweitliga-Elfte mühte sich auch danach redlich.
Entscheidend bis nach vorne zu Idrissou, der in der Liga rotgesperrt drei Partien ausgesetzt hat, konnten die Pfälzer den Ball aber anfangs auch nicht bringen. Erst in der 24 Minute war es soweit:
Nur kam Idrissou beim Versuch eines Drehschusses ohne Fremdeinwirkung zu Fall.

Späte Trümpfe zogen nicht mehr
Im Gegenzug machte Niemeyer nach Vorarbeit des ehemaligen Lauterers Sandro Wagner und von Ben Sahar die Hertha-Führung. Die Berliner, bis dahin auf Konter aus, entwickelten danach etwas mehr Druck: Sami Allagui jagte aber bei Herthas bester Chance den Ball aus zwei Metern weit übers FCK-Tor (35.).
Auf der Gegenseite scheiterte Matmour an Kraft, ein Idrissou-Kopfball aus spitzem Winkel ging ans Außennetz (40.). Bei seinem nächsten Versuch nach dem Seitenwechsel hatte Idrissou mehr
Glück. Dabei ließ vor allem der von den FCK-Fans permanent ausgepfiffene Wagner den FCK-Torjäger relativ ungehindert zum Kopfball kommen.
Und dann legte Franz bei einem Abwehrversuch 40 Meter vorm eigenen Tor auch noch Matmour den Ball maßgerecht zum 2:1 vor. Und die Gastgeber, bei denen Tobias Sippel glänzend gegen Sahar parierte (67.) machten weiter Druck und verdienten sich die Führung mehr und mehr. Luhukay brachte Ramos, brachte Ronny. Das letzte Tor der Partie erzielte aber Occean.



