Fußball-Zweitligist Union Berlin hat am Dienstagabend den ersten Einzug in ein DFB-Pokal-Viertelfinale seit 13 Jahren verpasst. Die Köpenicker verloren in der ausverkauften "Alten Försterei" die Achtelfinalpartie gegen den Ligakonkurrenten 1. FC Kaiserslautern mit 0:3. Damit hat Lautern bereits das zweite Berliner Team aus dem Pokal gekickt.
Die Rotations-Zockerei von Trainer Jos Luhukay hatte Bundesliga-Aufsteiger Hertha BSC im September den Einzug ins Achtelfinale gekostet. Die Berliner unterlagen in der zweiten Runde beim Zweitligisten Kaiserslautern.
Energie Cottbus hatte in der zweiten Runde lange gekämpft und Bundesligist 1899 Hoffenheim über 90 Minuten ins Straucheln gebracht. Doch drei Tore in der Verlängerung besiegelten das Cottbuser Pokal-Aus.
Wirklich wacker und tapfer schlug sich der BFC Dynamo gegen den VfB Stuttgart. Am Ende entschieden zwei Tore, dass der Erstligist weiterkam und die vier Klassen tiefer spielenden Berliner ausschieden.
Das Ziel war: Den Zweitligisten zu ärgern. Das gelang Optik Rathenow. Am Ende aber jubelten die Gäste. Allerdings brauchten die zwei Klassen höher spielendenden Frankfurter die Verlängerung für das glückliche 3:1.
Der DFB-Pokal 2013/14
Das ist das Objekt der Begierde: der DFB-Pokal. Ausgespielt wird er seit 1935 (bis 1943 Tschammer-Pokal). Rekordsieger: Bayern München (16). Seit 1985 findet das Finale im Olympiastadion statt.
Ein Team mit offiziellem Pokal-Trauma: Schon einige unterklassige Teams (Wormatia Worms, Holstein Kiel, Wuppertaler SV) behielten gegen Hertha die Oberhand. 3 Mal im Finale: 77, 79 und 93 (2. Mannschaft).
Noch so ein Trauma-Team: Seit 2007 ist Uwe Neuhaus Trainer, erst einmal gelang seitdem der Sprung in die 2. Runde. Die Gegner hießen unter anderem Hallescher FC, Kickers Offenbau, Rot-Weiß Essen.
Der wohl größte Vereinserfolg stammt aus dem Jahr 1997: Cottbus vs. Stuttgart ("Magisches Dreieck") im Pokalfinale.0:2 hieß es am Ende. 2011 marschierte Energie bis ins Halbfinale.
Aktuell in der Oberliga unterwegs. In der DDR-Oberliga 10 Mal Meister, 3 Mal FDGB-Pokalsieger. Holten zudem 3 Pokalsiege in Berlin.
Die 1. Runde: Den Auftakt macht Energie Cottbus in Magdeburg. Hitze und ein mutiger Regionallligist fordern den Lausitzern alles ab.
1:0 gewinnt Energie am Ende. Das Tor des Tages erzielt Erik Jendrisek, gerade aus Freiburg in die Lausitz gewechselt.
1. Runde für Hertha: Gegner Neumünster verlangt utopische Preise (55 Euro) für ein Ticket, 4.000 Fans weniger als gedacht kommen. Hertha quält sich gegen den Regionalligisten, geht sogar in Rückstand.
2:2 steht es bis zur 121. Minute, der Bundesligist kann spielerisch nicht überzeugen. Dann pfeift der Schiedsrichter Elfmeter für die Berliner. Sami Allagui herzt den Ball und ballert Hertha in Runde zwei.
Der BFC Dynamo empfängt den VfB Stuttgart. Wacker und tapfer kämpft der Oberligist in der 1. Runde im heimischen Jahn-Sportpark.
Stuttgart gewinnt am Ende wenig überzeugend mit 2:0. Der Traum-Zerstörer heißt Vedad Ibisevic, einmal per Kopf (40.) und Elfmeter (70.).
Seit fast 25 Jahren ist Ingo Kahlisch Trainer von Optik Rathenow, auch für ihn ist es die Premiere im DFB-Pokal. Die Havelländer empfangen den Zweitligisten vom FSV Frankfurt.
Der Viertiligist kämpft sich sogar in die Verlängerung. Hakan Cankaya heißt der erste Pokal-Torschütze Rathenows. Erst in der 113. und 116. Minute kann Frankfurt den 3:1-Sieg sicher machen.
Die Spieler des Union Berlin traten am Montagabend (05.08.2013) bei den Zweitliga-Absteigern von Jahn Regensburg an. Der Führungstreffer der Oberpfälzer in der 19. Minute war verdient, doch nur zwei Minuten später sorgte Brandy für den Ausgleich.
Die Berliner zeigten sich insgesamt effektiver vor dem Tor und ließen sich nach dem Führungstreffer durch Benjamin Köhler (42.) den Sieg nicht mehr nehmen.