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Die Tage werden wieder merklich kürzer und Stück für Stück erobert sich die Dunkelheit ihren Raum. Doch das 8. Festival of Lights bringt bis zum 21. Oktober noch einmal so richtig Farbe in die Hauptstadt. Spektakuläre Installationen von Künstlern und Lichtdesignern aus aller Welt setzen in diesem Jahr wieder rund 70 Berliner Wahrzeichen und Gebäude Nacht für Nacht in Szene.
Zentrum des Lichterfestivals ist auch in diesem Jahr wieder der Potsdamer Platz. Am Mittwochabend gingen dort die Lampen an. Ins Auge sticht die begehbare Lichtinstallation "Time Drifts – Words of Berlin" des Berliner Künstlers Philipp Geist. Übers Internet und in den Potsdamer Platz Arkaden können Besucher verschiedenste Begriffe einreichen, die dann auf die Bodenfläche des Platzes und seine umliegenden Gebäude projiziert werden.
Erstmals können die Besucher drei spezielle Videoprojektionen mit dreidimensionalen Effekten sehen. Auf der Fassade des Hotel de Rome gibt es ein "Architektur-Ballett" und poetische Märchenadaptionen zu erleben, das Brandenburger Tor wartet in einer Multimediashow mit unterschiedlichen Wohn- und Lebensstilen aus 775 Jahren Berlin auf und das benachbarte Hotel Adlon zeigt ein "Spiel mit den Elementen".
Vorgeschmack auf den Winter
Einen Vorgeschmack auf die kalte Jahreszeit bietet in diesem Jahr der Berliner Dom mit winterlichen Motiven. Auch das rbb Fernsehzentrum in der Berliner Masurenallee und das ARD-Hauptstadtstudio erstrahlen wieder in buntem Licht. Neu mit Illuminationen beim Festival vertreten sind unter anderem die Europäische Kommission am Pariser Platz, die Bertelsmann-Repräsentanz und der Sitz des Berliner Verlags.
Alle Lichtinstallationen sind öffentlich und können an den Festivalabenden zwischen 19 und 24 Uhr besucht werden. Für diejenigen, die sich nicht allein auf einen Lichterspaziergang durch die Hauptstadt begeben möchten, werden spezielle Touren auf dem Land-, Luft- und Wasserweg angeboten. Die Veranstalter rechnen in diesem Jahr anlässlich des Festival of Lights wieder mit bis zu 600.000 zusätzlichen Besuchern in der Stadt.
"Nacht der offenen Türen"
Blicke hinter die Kulissen der beteiligten Gebäude kann man am Samstag, 13. Oktober, bei der "Nacht der offenen Türen" werfen. Auf dem Programm stehen beispielsweise nächtliche Sonderführungen durch das Gebäude des ehemaligen Flughafens Tempelhof, Bunkerbegehungen und Geldherstellung bei der Staatlichen Münze Berlin.
Der rbb bietet an diesem Abend halbstündige Touren durch Regieräume, Studios und den Arbeitsplatz der Abendschau-Moderatoren an. Die Gäste bekommen zudem Einblicke in die redaktionellen Abläufe von der Themenfindung bis hin zur fertigen Sendung. Höhepunkt des Rundgangs ist eine Lichtshow in einem der modernsten Fernsehstudios Deutschlands. Aufgrund begrenzter Teilnehmerzahlen sind die Führungen durch das Fernsehzentrum nur mit vorheriger telefonischer Anmeldung möglich.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/stadt_land/beitraege/festival_of_lights1.html