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rbbonline | IFA 2011


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Die Revolution wird wohl ausfallen. Zumindest auf der diesjährigen Internationalen Funkausstellung (IFA). Denn irgendwie kennt man das alles schon. Es wird nur neuer, schicker, sparsamer. Die großen Innovationen und technischen Neuheiten zeigen sich, sieht man genauer hin, als Weiterentwicklungen des Bekannten.
Dreidimensionales Fernsehen, Energie sparende Haushaltsgeräte und Tablet-PCs. Alles nicht wirklich neu. Aber die IFA wäre nicht die IFA, gäbe es da nicht wenigstens einen neuen Begriff, der das vermeintliche nächste große Ding beschreibt: Smart TV, Fernseher, die mit dem Internet verbunden werden.
Wirklich neu ist dafür ein Rekord. Den durfte die Messeleitung eine Woche vor Beginn der IFA vermelden. Die Aussteller präsentieren sich in diesem Jahr auf 140.200 Quadratmetern, im vergangenen Jahr waren es noch 134.000 Quadratmeter. Und weil in den Messehallen unter dem Funkturm in Berlin nicht so viel Platz ist wie benötigt, müssen einige Aussteller in sogenannte temporäre Gebäude und sogar Zelte ausweichen.
Umweltschutz als Kaufargument
Ein großes Thema auf dieser Messe wird die Energieeffizienz sein. Nach Angaben des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) verbraucht ein heute hergestellter Fernseher ein Viertel weniger Strom als ein drei Jahre altes Modell. Und wenn schon gerade keine Fußball-WM als Kaufargument herhalten kann, dann eben der Umweltschutz. Außerdem sehen die neuen Geräte natürlich besser aus, finden zumindest die, die sie verkaufen wollen. Sie zeichneten sich nämlich durch mehr Komfort und ansprechendere Gestaltung aus, so der ZVEI-Vizepräsident Hans-Joachim Kamp.
Dazu passt auch die Meldung des US-Branchenverbandens CEA. Demnach sind moderne Flachbildfernseher inzwischen 82 Prozent leichter und 75 Prozent dünner als die alten Kathodenstrahl-Röhren-Fernseher. Mit dem Flachbildfernseher des Jahres 2011 kann man in der Regel ins Internet gehen. Damit sind wir beim Hype der diesjährigen IFA.
Was im vergangenen Jahr noch den nur für eingeweihte verständlichen Begriff Hybrid-TV hatte, wird in diesem Jahr noch um einen nicht besser verständlichen, dafür Marketing kompatibleren Begriff erweitert: Smart-TV. Gerne in Verbindung mit 3D. Was Smart-TV genau ist, definiert am Ende jeder Hersteller selber. In einem Punkt gleichen sich die Angebote: Smart-TV verbindet klassisches Fernsehen und Internet. Irgendwie. Im Gerät oder über eine extra Box.
Bis zu 600 Apps auf einem Fernseher
Das Marktforschungsinstitut DisplaySearch glaubt, dass in diesem Jahr 25 Prozent aller TV-Geräte weltweit mit Internet-Verbindung ausgestattet sein werden. Diese Verbindung soll immer nutzerfreundlicher werden und “multimedialen Zusatznutzen” bieten. Dabei gehe es derzeit vor allem um neue Inhalte und einfachere Konzepte, die die Steuerung der Dienste vereinfachen, sagt Michael Langbehn, Manager von Panasonic.
Neben den sogenannten Widgets, einzelnen Zugangspunkten zu Inhalten wie Wettervorschau oder zum Videoportal YouTube, binden immer mehr Anbieter alternative Inhalte über Apps ein. Denn etwa bei den YouTube-Widgets hake es vielfach, wenn die Flash-Software von Adobe nicht unterstützt wird, sagt Branchenexperte Hartmut Krafczyk. Auf den neuen Modellen von Samsung etwa sind bereits bis zu 600 Apps verfügbar.
Der neue Standard HbbTV wird nach anfänglicher Zurückhaltung inzwischen von nahezu allen großen Herstellern unterstützt. Darüber sind derzeit vor allem die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender, also von ARD und ZDF, sowie ein elekronischer Programmführer (EPG) und eine Weiterentwicklung des Teletextes eingebunden.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/stadt_land/dossiers/ifa_2011/ifa_2011/aktuell/3d_wird_wohl_nicht.html