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rbbonline | Karneval in Berlin & Brandenburg


Der Aschermittwoch ist der Auftakt zur christlichen Fastenzeit. Diese dauerte ursprünglich bis Karsamstag und zählte somit 40 Tage, da die Sonntage nicht mitgezählt werden.
Den Aschermittwoch als Feiertag gibt es seit dem frühen Mittelalter. Seinen Namen hat das Fest von dem frühkirchlichen Brauch, Büßer mit Asche zu bestreuen. Anschließend mussten die Büßenden bis Gründonnerstag allen Gottesdiensten fernbleiben.
Im 11. Jahrhundert schwächte sich der Ritus ab. Die Priester streuen den reuigen Kirchgängern seitdem Asche über das Haupt oder malen ihnen ein Kreuz aus Asche auf die Stirn. Die Asche stammt von den Palmzweigen des Vorjahres-Palmsonntags.
Ein Bibelzitat aus dem Buch Genesis erinnert bei der Zeremonie an die Vergänglichkeit des Lebens: "Gedenke, Mensch, dass du aus Staub bist, und zum Staub wirst du zurückkehren".
Traditionell wird vor allem in katholischen Regionen gefastet. Zumindest an Aschermittwoch und am Karfreitag sollten die Gläubigen weder Fleisch noch Alkohol zu sich nehmen. Fisch ist allerdings erlaubt. Positiver Nebeneffekt: Als Rollmops zubereitet soll ein Hering ja bekanntermaßen gegen Kater helfen.
Politischer Aschermittwoch
Seit dem 16. Jahrhundert gibt es auch den "politischen Aschermittwoch". Er stammt ursprünglich aus Bayern, die erste offizielle Kundgebung fand im Jahr 1919 statt. Inzwischen nutzen alle Parteien des Bundestags die Gelegenheit, um mit ihren politischen Gegnern in scharfen Attacken abzurechnen. 2012 fällt der Aschermittwoch auf den 22. Februar.
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