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Hinter so manchem Betreten-Verboten-Schild verbergen sich Orte, die eigentlich einen Besuch wert wären. Oft sind sie baufällig oder sollen gegen Vandalismus geschützt werden. Die Fotografin Jeanne Fredac hat diese Orte besucht und ermöglicht Besuchern ihrer Ausstellung einen Blick hinter die verriegelten Türen.
Hinter verriegelte Tore führt uns Jeanne Fredac, an Orte, die ihren Zweck längst verloren haben: so wie diese Brauerei in Berlin-Treptow.
Jeanne Fredac will die Schönheit festhalten, für sie wird sie erst im Moment des Zerfalls sichtbar.
Jeanne Fredac, Fotografin
"Ich denke, ich bin besonders empfindlich, wenn ich gehe in diese Orte, weil normalerweise ich bin allein und man ist ein bisschen anders auf der Welt, alles ist zerstört. Man fragt sich, was kann passiert und dann alle Sinne sind ganz wach. Und dann durch diese Empfindlichkeit, ich denke, man kriegt mehr die Besonderheit von der Orte."
2006 fotografiert sie eine alte Fabrik, anfangs verkauft Jeanne Fredac ihre Bilder noch auf Berliner Flohmärkten, ihre Fotos kommen gut an.
Jeanne Fredac, Fotografin
"Es kommt wie eine Gespräch. Es ist nicht wie ein Monolog, der Künstler spricht. Der Publikum antwortet. Und viele Leute von Berlin haben angefangen zu sagen, du musst dort hingehen, und dort und dort fotografieren."
Über 60 verlassene Orte in Berlin und Brandenburg hat sie inzwischen entdeckt. In ihrer Galerie "Wander Atelier" in Kreuzberg lädt sie ihre Besucher ein, diese Welten zu entdecken.
Jeanne Fredac, Fotografin
"Man fängt an zu träumen: Wie haben sie sich geküsst, gearbeitet? Und dann der Kopf fängt an zu arbeiten und man kann sich vorstellen alles was man will."
Autorin: Vanessa Schneider









