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Der Aktionskünstler Maurice de Martin macht seine Arbeit zu Kunst: Einen Monat lang erledigt er, was die Bewohner im Berliner Stadtteil Marzahn ihm auftragen. Ein Anruf genügt und Maurice macht Musik oder auch mal den Haushalt.
Maurice de Martin, Künstler
"So, ich gehe jetzt zu Frau Schulz. Die hat sich bei mir per Telefon gemeldet und mich gebeten, ganz einfach bei ihr Fenster zu putzen."
Iris Schulze, Marzahnerin
"Toll, menschlich einwandfrei, dass es so etwas gibt, weil mir das die schwerste Arbeit ist und er sich ja angeboten hat, nicht nur besondere Kunst zu machen, sondern auch Unterstützung zu machen."
Maurice de Martin, Künstler
"Die Kernidee liegt hinter einem Vorwurf, der von den Bürgern und Bürgerinnen an mich herangetragen wurde: Was ihr hier an Kunst macht, hat mit unserer Realität nichts zu tun. Das war die Steilvorlage für mein Projekt 'Maurice ist da', indem ich diesen Vorwurf in eine Frage ummünze, die ich an die Bürgerinnen und Burger Marzahns richte: Okay, ich bin jetzt hier als Künstler, das ist genauso eine Realität wie Bäcker oder Polizist zu sein, und was kann ich für Sie tun, damit meine Kunst in Ihrem Alltag relevant wird?"
Maurice de Martin, Künstler
"Wir sind jetzt hier beim FC Marzahn 94, und der Fussballclub hat mir den Auftrag erteilt, ein künstlerisches Training für die D-Jugend zu machen und einen Schlachtruf für sie zu entwickeln."
Maurice de Martin, Künstler
"Ich habe angefangen als Musiker und 20 Jahre lang Musik gemacht. Hauptsächlich Jazz, viel Theater, habe für Tanz komponiert, und bin vor acht Jahren von der Bühne weg und habe angefangen, Theater im öffentlichen Raum zu machen."
Maurice de Martin, Künstler
"Es wird in dem Moment Kunst, in dem ich als Künstler entscheide, diese profanen Arbeiten Teil eines Kunstprojektes zu werden und damit werden sie zur Kunst."
Maurice de Martin, Künstler
"Wir sind jetzt hier in der Kita 'Raupe Nimmersatt', der ältesten Kita Marzahns, und mir wurde der Auftrag erteilt, hier eine Percussionperformance durchzuführen."
Maurice de Martin, Künstler
"Ich habe viele Anrufe erhalten von Menschen, die gesagt haben, ich möchte dem Maurice etwas geben, das konstruktiv für ihn und für mich ist. Und in diesen Interaktionen ist eine große Phantasie zu Tage getreten."
Autor: Lutz Ehrlich








