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Ein junges Pärchen aus Neuseeland kommt nach Berlin, ohne ein Wort Deutsch zu können. Sie machen Straßenmusik und werden innerhalb von zwei Jahren zu einer gefeierten Indie-Folk Band. Jetzt haben Charity Children ihr erstes Album herausgebracht.
Verliebt haben sie sich vor zwei Jahren in Neuseeland. Zusammen reisen sie nach Berlin: Elliott McKee und Chloë Lewer sind so verknallt, dass sie sich gegenseitig Lieder vorsingen, wenn sie allein sind, obwohl sie vorher noch nie Musik gemacht haben.
Dass aus diesen Liedern einmal Musikvideos werden würden und sie Konzerte in ausverkauften Clubs spielen - das war nicht geplant.
Geplant war eigentlich: überhaupt nichts.
Elliott McKee, Charity Children
"Wir wussten nicht, wie lange wir hier bleiben würden. Wir hatten nur den Hinflug gebucht."
Chloë Lewer, Charity Children
"Wir hatten wirklich keine Ahnung, was wir hier eigentlich machen wollen. Ich glaube, wir waren einfach so verliebt ineinander und wollten einfach nur leben und reisen und Erfahrungen sammeln. Wir hatten keine Ahnung. Erst als wir tatsächlich hier waren, dachten wir: 'Wir sollten vielleicht mal langsam irgendwas machen.'"
An Neuseeland erinnern sie nur noch ein paar Fotos. Weil in Berlin bald das Geld knapp wird, setzen sie sich mit einer Ukulele auf die Straße - obwohl ihre Lieder nie für ein Publikum gedacht waren.
Elliott McKee, Charity Children
"Wir haben gerade unsere Ankunft in Berlin angestoßen Und da haben wir beschlossen: lass uns runter gehen zur Herrmannstraße. Und dann haben wir einfach angefangen, ein paar unserer Lieder zu spielen. Irgendwann stand eine ganze Traube Menschen um uns. Wir waren so nervös. Das war das erste Mal, dass wir vor anderen Leuten gespielt haben. Wir haben uns die ganze Zeit in die Augen geschaut. Das hat uns Sicherheit gegeben."
Nach einer Stunde haben sie das Geld für ein Abendessen eingespielt und auf einmal einen Plan: Tagsüber spielen sie auf der Straße, nachts schreiben sie gemeinsam neue Lieder.
Und auch der Name für ihre improvisierte Band ist schnell gefunden, in einer Kindergeschichte von Oscar Wilde. Sie sind Charity Children, kleine Tagträumer, die von der Wohltätigkeit Anderer leben.
Sie haben mit ihrer Musik die Berliner Straßen erobert und dabei jede Menge Fans und Freunde gefunden.
Mittlerweile spielen sie nur noch sonntags im Mauerpark, so lange es noch warm genug ist. Und immer öfter auch auf den Bühnen großer Clubs. So wie bei der Premiere ihres Debütalbums in Berlin vor wenigen Wochen.
Trotzdem wollen Elliott und Chloë weiter auf der Straße spielen.
Elliott McKee, Charity Children
"Die Berliner Straßen haben unsere Musik stark beeinflusst. Ich hoffe, wir können immer auf der Straße spielen. Deshalb ist es ja so toll ,Straßenmusiker zu sein. Es ist allein deine Entscheidung. Du kannst tun was du willst."
Chloë Lewer, Charity Children
"Und die Straße ist immer da. Anders als alles andere: Die Straßen werden immer für dich da sein."
Wer Charity Children zuhört, spürt wie viel sie einander bedeuten. Ihre Musik berührt, klingt erwachsen und naiv zugleich. Kaum zu glauben, dass Chloë und Elliott erst Musik machen, seit sie sich kennen.
Elliott McKee, Charity Children
"Wir haben schon immer zusammen Musik gemacht. Das zieht sich durch unsere Beziehung, seit wir uns kennen. Natürlich ist das unglaublich wichtig für uns. Wir schreiben Songs, die unser Leben widerspiegeln. WIr sind unsere gegenseitige..."
Chloë Lewer, Charity Children
"...Inspiration."
Chloë Lewer, Charity Children
"Ich denke, Musik ist etwas, was wir sehr gerne zusammen machen. Und ich glaube, so lange es uns als Paar gibt, wird auch Musik dabei sein."
Autorin: Vanessa Schneider







