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Tipp 1: "Endlich Visionen! Mit 60 hat man noch Träume"
Tipp 2: "Bin ich schön?"
Tipp 3: "Wo die wilden Kerle wohnen"
Dirk Neldner ist Chef des legendären Kabaretts Distel an der Friedrichstrasse. Und die Distel feiert im Oktober ihren 60. Geburtstag.
Auf Beschluss des Ostberliner Magistrats wird sie 1953 als Ost-Berliner Gegenpol zu etablierten Westberliner Kabaretts wie den Stachelschweinen gegründet. Schon bald beträgt die Wartezeit für Eintrittskarten mehrere Jahre. Zu DDR-Zeiten prüft eine staatliche Abnahmekommission jedes Bühnenprogramm, mancher Text kommt nie zur Aufführung.
Nach der Wende macht die Distel dann als privat geführtes politisches Kabarett weiter, das bis heute nichts von seiner Angriffslust verloren hat.
Als erstes empfiehlt Dirk Neldner ein Stück aus seinem Haus. Ihren 60. Geburtstag feiert die Distel mit einem Blick in die Zukunft.
"Endlich Visionen" heißt das unterhaltsame Jubiläumsprogramm. Eine Vorschau auf das Deutschland von morgen.
Dirk Neldner, Distel-Chef
"Wir als Distel haben natürlich immer das Interesse, Dinge, die auch wehtun könnten, heiter und leicht rüberzubringen, sehr modern, sehr zeitgemäß. Wir hoffen damit, auch den Kritikern, die es immer mal gibt und die glauben, Kabarett sei verstaubt und etwas, wo man nicht mehr hingehen kann, ein Gegenargument zu liefern."
Jetzt nimmt uns Dirk Neldner mit ins Berliner Museum für Kommunikation. "Bin ich schön" heißt die neue Ausstellung - eine Frage, die sich Dirk Neldner zwar nicht täglich stellt, dennoch fasziniert ihn der zunehmende Schönheitswahn. 450.000 Tonnen Pflegeprodukte verbrauchen die Deutschen täglich.
Klar, dass Dirk Neldner nicht den hier abgebildeten Körpermaßen von Supermodel Gisele Bündchen entspricht, aber so groß wie sie ist er allemal.
Dirk Neldner, Distel-Chef
"Welchen Stellenwert hat für mich die Frage: Bin ich schön? Und es hat etwas Selbstreflektierendes, und da gibt es viele Möglichkeiten in der Ausstellung, wo man auch spielerisch Antworten sich selbst geben kann.“
Und zum Schluss zeigt uns Dirk Neldner noch eine kleine Bühne in Lichtenberg. Im Weiten Theater probt gerade der Puppen- und Schauspieler Björn Langhans sein neues Stück "Wo die wilden Kerle wohnen". Das berühmte Kinderbuch bringt er mit Puppen auf die Bühne.
Dirk Neldner, Distel-Chef
"Die wilden Kerle werden hier lebendig. Das Buch war schon faszinierend mit den tollen Zeichnungen, aber als Theaterstück hat es noch einmal eine ganz andere Kraft."
Autorin: Katharina Wenzel







