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Im Februar ist wieder Berlinale-Zeit in Berlin. Und wer gute Filme sehen will, der muss auch gut essen, sagt Berlinale-Chef Dieter Kosslick. Bislang war das Festival rund um den Potsdamer Platz trotz der Sektion Kulinarisches Kino eher eine gastronomische Wüste. Doch in diesem Jahr soll sich das ändern - mit einem ganz besonderen Essen auf Rädern.
In der Markthalle 9 ist Essen eine Lebenseinstellung. Regionale Produkte werden hier zu internationalen Leckerbissen verarbeitet. Jetzt soll das Konzept die Berlinale erobern. Sechs Essensstände werden auf dem Potsdamer Platz ihre Spezialitäten anbieten. Dabei ist auch "Big Stuff Smoked Barbecue". Tobias Bürger ist hier Koch.
Tobias Bürger, Koch
"Wir werden uns auf der Berlinale hier mit unserem Fleisch auf unsere Sandwiches spezialisieren, einfach auch aus dem Grund, es ist draußen, es gibt keine Sitzmöglichkeiten und diese Sandwiches kann man im Stehen essen. Wir werden im Prinzip so ein Best-of machen: Das heißt es wird Pulled Pork geben, das ist Schweinenacken, der auseinandergezupft wird. Und es wird die Zwerchrippe vom Rind geben, die dann noch mit Bregenzer Bergkäse belegt wird."
Pulled Pork - die Spezialität aus den Vereinigten Staaten - kommt gut an.
"Ich probiere eigentlich, meinen Fleischkonsum ein bisschen einzuschränken, aber wenn man dann hier vorbeikommt, ist das ziemlich schwer, weil es ist schon ziemlich lecker."
"Es ist wie Butter im Grunde genommen. Man braucht auch nicht zu kauen. Es geht ganz einfach auf der Zunge, und die Saucen sind einfach phänomenal."
Doch den Stand in der Markthalle kann Tobias Bürger nicht einfach zum Potsdamer Platz bringen. Dafür hat er sich einen alten amerikanischen Post-Truck besorgt. Für die Berlinale wird ein Fenster ins Blech geschnitten. Ab nächster Woche werden hier die Sandwiches durchgereicht. In den USA hat Tobias Bürger diese Trucks zum ersten Mal gesehen.
Tobias Bürger, Koch
"Also, der Truck, das war schon immer so ein Traum von uns, dass wir unseren Stand so erweitern. Jetzt war es für die Berlinale ausschlaggebend zu sagen, okay, jetzt muss er fertig werden. Das heißt ich glaube fest daran, dass er auch fertig wird."
Gleich nebenan hat Michael Wickert seinen Stand "Glut und Späne" - eine Fischräucherei. Der Anfang-30-jährige hat in Berlin "Fischereiwissenschaften" studiert und bereits seine Professoren mit Räucherfisch verköstigt, jetzt das internationale Berlinale-Publikum.
Michael Wickert, Fischräucherei "Glut und Späne"
"Im Rahmen des Kulinarischen Kinos wurden hier einige Stände angefragt, ob sie Lust hätten, an der Berlinale was zu machen. Das ist ein absolutes Pilotprojekt, alles sind total aufgeregt, und sechs Stände aus der Markthalle - das wird eine ganz spannende Sache. Und ein bisschen abseits vom Mainstream - das ist ganz toll, dass es am Potsdamer Platz mal was anderes gibt, als die üblichen Verdächtigen."
Michael Wickert, Fischräucherei "Glut und Späne"
"So, das ist unser Lachs. Den wird es auch auf der Berlinale geben. Lachswetter."
Ab 6. Februar gibt es "Glut und Späne" auch am Potsdamer Platz.
Autorin: Hanna Stompe







