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Tipp 1: Transmediale
Tipp 2: Gao Shiqiang
Tipp 3: Yarok
Was ist real, was ist Fiktion? Wie nehmen wir uns selbst wahr? Womit können wir uns identifizieren? - in einer Welt, in der die Medien allgegenwärtig sind. Mit solchen Fragen beschäftigt sich Bjørn Melhus, ein deutsch-norwegischer Medienkünstler.
Seine aktuelle Ausstellung "Liberty Park" im ehemaligen Krematorium Wedding zeigt einen Irrgarten aus lebensgroßen Projektionen. Damit will er sich mit den Stereotypen der heutigen Konsumgesellschaft auseinandersetzen. Sein einziger Schauspieler - das ist dabei immer er selbst.
Bjørn Melhus nimmt uns mit ins Haus der Kulturen der Welt. Hier dreht sich auf der Transmediale gerade alles um digitale Kunst. Die beiden Kanadier Jamie Allen und David Gauthier sind mit ihrer Installation "Critical Infrastructure", einer medialen Landschaftsvermessung, dabei. Sie machen die mehr oder weniger belanglosen Datenströme auf der Transmediale sichtbar. Wie oft wurde die Transmediale schon auf Facebook geliked? Oder wie hoch ist eigentlich die Luftfeuchtigkeit im Haus der Kulturen der Welt? Das und mehr kann man in der Installation auf kleinen Bildschirmen ablesen.
Bjørn Melhus, Medienkünstler
"Also, diese Installation ist eine ganz hervorragende Klammer zwischen der Vermessung der Welt und der Datensammelwut, wie wir sie in den letzten Jahren erlebt haben und führt die wirklich ad absurdum."
Bjørn Melhus, Medienkünstler
"Hallo. Jetzt sind wir im Wedding und gehen in einen Projektraum, der heißt uqbar - und die zeigen im Moment einen chinesischen Künstler, der heißt Gao Shiqiang, und dessen Arbeit habe ich vor drei Jahren in China gesehen und finde die richtig gut."
In seinen Arbeiten setzt sich der chinesische Künstler sehr kritisch mit seinem Heimatland auseinander. Er zeichnet ein beklemmendes Bild einer widersprüchlichen Gesellschaft.
Besonders beeindruckt ist Bjørn Melhus von dem Film "Total Solar Eclipse", der 2010 nach der Finanzkrise entstanden ist. Heruntergekommene Gebäude, leerstehende Hallen und hin und wieder ein paar Alltagsmomente, zeigen: Die Finanzkrise ist auch an China nicht spurlos vorbei gegangen.
Bjørn Melhus, Medienkünstler
"Er schafft es einfach Bilder zu erzeugen, Geschichten zu erzeugen, die auf ganz eigene Weise die chinesische Kultur, die chinesische Gesellschaft in der jetzigen Zeit reflektieren. Und auch historisch sehr viel mit reinnehmen über die Revolution, über die Entwicklung zum neoliberalen Kapitalismus, in dem China mittlerweile angekommen ist."
Bjørn Melhus, Medienkünstler
"So zum Abschluss unserer Tour noch ein kulinarischer Tipp. Wir sind hier in Mitte beim Restaurant Yarok. Syrische Küche."
In dem kleinen, bunten Laden in der Torstraße kommen authentische Gerichte aus der syrischen Küche auf den Tisch. Humus, Kichererbsensuppe oder Couscous werden mit frischer Minze, Joghurt und selbstgebackenem Fladenbrot serviert.
Bjørn Melhus, Medienkünstler
"Ich habe syrische Küche schon in Syrien, in Damaskus kennengelernt, wo ich vor vier Jahren war. Für eine Woche. Und habe meinen Gefallen daran gefunden. Und hier schmeckt sie beinahe noch besser. Es ist alles wahnsinnig liebevoll zubereitet. Alles ist frisch, es ist eben auch sehr, sehr schön dekoriert. Wirklich gut."
Bjørn Melhus empfiehlt die Kichererbsensuppe mit Halloumi.
Autor: Anna Tschöpe







