Stilbruch Archiv

    Moderatorin Petra Gute; Quelle: rbb/Thomas Ernst

    - Stilbruch vom 13.02.2014

    +++ Film und Nationalsozialismus auf der Berlinale +++ Göran Gnaudschun: "Alexanderplatz" +++ Hans Pischner +++ Yoko Ono +++ Kulturtipps mit Ariadne von Schirach +++ Alin Coen Band +++

    Film und Nationalsozialismus auf der Berlinale

    George Clooney dominiert mit seinem Film "Monuments Men" die Plakatflächen am Potsdamer Platz, Volker Schlöndorff erzählt in "Diplomatie" von einem Nationalsozialisten, der Paris vor der Zerstörung rettet und im Dokumentarfilm "Der Anständige" öffnen wiederentdeckte Briefe Heinrich Himmlers einen Blick in sein Privatleben. Was macht den Nationalsozialismus für die Filmindustrie so attraktiv? Und geht es wirklich darum, die Verbrechen von damals zu verstehen?

    Göran Gnaudschun: "Alexanderplatz"

    Der Blick ist aufrecht und klar in die Kamera gerichtet. Würdevoll - so hat der Fotograf Göran Gnaudschun die jungen Obdachlosen vom Alexanderplatz ins Bild gesetzt. Denn die Würde macht für ihn das Menschsein aus, sagt er. Jetzt veröffentlicht der Potsdamer seine Bilder in einem Band mit dem Titel "Berlin Alexanderplatz" - und das Haus am Lützowplatz widmet ihm eine Ausstellung.

    Hans Pischner

    Der einstige Intendant der Staatsoper Unter den Linden wird 100 Jahre alt. Hans Pischner wuchs in der Weimarer Republik auf, war Leutnant der Deutschen Wehrmacht und wurde nach dem Krieg eine der einflussreichsten  Persönlichkeiten des DDR-Kulturbetriebs. Die Schuld, bei den Nationalsozialisten ein Mitläufer gewesen zu sein, plagt Hans Pischner bis heute, sein Wirken in der DDR nicht. Ein Jahrhundertleben zwischen Schuld und Verantwortung.

    Yoko Ono

    Yoko Ono war bereits vor ihrer Begegnung mit John Lennon eine eigenständige Künstlerin und Pionierin: Sie machte Performances, als es dieses Wort überhaupt noch nicht gab. Im Februar feiert Yoko Ono ihren 81. Geburtstag und bringt ein neues Buch heraus. Eine Sammmlung von Handlungsanweisungen, so poetisch wie absurd.

    Alin Coen Band

    Auf der Suche nach Bullerbü war die 19-jährige Alin Coen, als sich auf einer offenen Bühne in Schweden plötzlich ihr Talent zeigte: ihre wunderbare Stimme. Alin Coen singt sanft, melancholisch aber auch ziemlich kraftvoll von großen Gefühlen und großen Themen. 2007 gründete sie mit einigen Kommilitonen die Alin Coen Band, mittlerweile haben sie ihr zweites Album herausgebracht.