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Mit der Band "Fenster" läutet Stilbruch musikalisch den Frühling ein. Die Bandmitglieder - ein paar junge Musiker aus allen Herren Ländern - trafen sich in Berlin und machen jetzt gemeinsam ziemlich gute Musik. Eine Geschichte, wie sie derzeit am häufigsten wohl in Berlin passiert.
Diese Band fällt ein bisschen aus dem Rahmen: Sie heißen „Fenster“ und haben einen sehr eigenen Sound: verhallt und entrückt.
Eine New Yorkerin, ein Berliner und ein Franzose fanden sich vor drei Jahren und gründeten die Musikkapelle „Fenster“. „Dream-Pop“, nennt sich dieses Genre, abseits kommerzieller Pfade. Mittlerweile sind sie zu viert und der Bandname hat auch einen sehr treffenden Bezug.
JJ Weihl, Sängerin
"A window fell on my head, when we were recording the first record, its true, it happened, i wasn`t hurt , but it was a bit shocking and it felt like maybe a sort of a sign."
"Als wir unser Album aufgenommen haben, fiel ein Fenster auf meinen Kopf, das ist wahr, das passierte tatsächlich, es tat nicht sehr weh, aber es war ein ganz schöner Schreck und es fühlte sich an, wie eine Art Zeichen."
Für ihr neues Album haben sie einen surrealen Ort erfunden, an dem die Songs angesiedelt sind und der heißt „The Pink Caves“, die rosa Höhlen, so wie das Album. Statt treibenden Riffs gibt es ätherische Stimmungen, hier geht es nicht nur um Liebe, Herzschmerz, trallala.
Jonathan Jarzyna, Sänger
"Die Songs gehen um – ja, um was handelt es sich, viele Traum, so Traumlogik, also so Sachen, die nicht unbedingt Sinn machen müssen, aber die irgendwie für uns zusammen hängen,"
JJ Weihl, Sängerin
"Wie sagt man - Sleep Walking?– Schlafwandeln, auch so viele verschiedene „Dystopien Themen“ und und post-apokalyptische Szenen auch - so ganz Verschiedene."
Die Tochter von zwei New Yorker Psychotherapeuten weiß was Dystopien sind. Für uns in Berlin-Brandenburg: Es geht um Anti-Utopien. So erzählen sie von den Studentenorgien beim amerikanischen „Spring Brake“ als Zombie Veranstaltung.
Jonathan Jarzyna und JJ Weihl singen statt im Duett eher tête-à-tête. Das ist kein Kuschel-Rock, aber Neubauten stürzen hier auch nicht ein. Fenster suchen die Pausen und Fehler, es ist ein zartes Klirren. Dekonstruierter Pop soll man dazu sagen.
JJ Weihl, Sängerin
"The name „deconstructed Pop“ is, i guess sort of silly , but we try to play popmusic, thats maybe a bit like strip down or a bit weird and this name kind of came to us, especially because when we make music, we kind of put a lot of pieces together and than we take them out."
"Der Name „Dekonstruierter Pop“ ist ein bisschen albern, aber wir versuchen Popmusik zu spielen, die ein bisschen zerlegt ist oder seltsam und dieser Name ist uns eingefallen, gerade weil wir, wenn wir Musik machen, Teile zusammensetzen und dann wieder stückweise etwas weg nehmen. (sie wieder aus einander nehmen)"
Bei diesem „Dream-Pop“ geht es von Folk über Synthie und Indie bis zu Electro-Wave: schöne, ausgeruhte Klangflächen! Und was ist nun mit dieser Hipster-Ästhetik, die man ihnen nachsagt?
Jonathan Jarzyna, Sänger
"Weiß ich auch nicht, ehrlich gesagt. You guys? Hipsterästhetik? What does that mean? We dont know! What does that mean to you?"
Sascha Hilpert, Autor
"Vielleicht die Mützen?!"
Jonathan Jarzyna, Sänger
Ja, ich wollte gerade die Mütze ausziehen. Es ist nur eine rote Mütze, ich weiß nicht ob das hip ist - gerade zur Zeit.
JJ Weihl, Sängerin
"It`s winter!"
Stimmt, es ist Winter und wenn wir ihn schon nicht spüren können, sollte man ihn wenigstens nicht vergessen. „The pink Caves“ ist ein tolles, eindrucksvolles Album - ein Wintermärchen voll verträumter und kluger Songs.
Autor: Sascha Hilpert







