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Tipp 1: Café Aroma
Tipp 2: Libreria Mondolibro
Tipp 3: Sala de mangiare
Nur Türken und Polen gibt es mehr in Berlin, dann folgen schon die Italiener. Geschätzte 30.000 Italiener leben hier – und es werden immer mehr. Eine von ihnen ist Tania Masi, die uns in dieser Woche ihre Kulturtipps präsentiert. Die Journalistin und Regisseurin lebt seit 1998 in Berlin. Jetzt hat sie zusammen mit Alessandro Cassigoli einen Dokumentarfilm über ihre Landsleute in Berlin gedreht, der ab heute in den Kinos läuft – "La deutsche vita". Eine italienische Reise durch Berlin, bei der es um die Frage geht, wie man es mit diesen Deutschen überhaupt aushalten kann: Nämlich, indem man sich kleine kulturelle und kulinarische Inseln schafft. Einige davon stellt uns jetzt Tania Masi vor.
Tania Masi, Regisseurin
“Wir sind jetzt hier beim Café Aroma, das ist eine Institution der italienischen Community hier in Berlin, weil der Besitzer Gino auch ein sehr bekannter Fotograf ist.“
Und als solcher sogar Teil eines Graffitti-Kunstwerks vor der Tür. Drinnen hat Gino Puddu das Café Aroma zu einer beliebten Photogalerie gemacht.
Tania Masi, Regisseurin
“Gino fotografiert sehr gerne Leute, er ist sehr interessiert an Portraits, und seit den achtizger Jahren macht er Portraits von Italienern in Berlin.“
Gino Puddu, Fotograf
"Ich bin schon so lange hier, und im Grunde bin ich ein Wessi.“
Die Zeiten, als Italiener noch als Pizzabäcker nach Berlin kamen, sind längst vorbei. Heute kommen die Kreativen.
Tania Masi, Regisseurin
“Wir sind hier vor der Libreria Mondolibro, das ist eine italienisch-deutsche Buchhandlung, die ich liebe, weil sie in Mitte ist, in der Torstraße, und weil es hier italienische Bücher gibt, und deutsche, die ins Italienische übersetzt sind.“
Zur intellektuellen Anlaufstelle wird das Mondolibro aber besonders durch seine Veranstaltungen mit italienischen Autoren und Künstlern.
Man trifft sich hier. Tania Masi zum Beispiel den Schauspieler Max, einen der Protagonisten aus ihrem Film "La deutsche vita".
Tania Masi, Regisseurin
"Jetzt sind wir bei "Sala da mangiare", ein kleiner Laden in Neukölln. Und der Besitzer ist Mauro, er ist kein normaler Restaurantbesitzer, sondern auch ein Filmregisseur von Super-8-Filmen. Er hat ein Kollektiv, das Makuto-Kollektiv, und die machen sehr interessante Filme, vor allem auch Spaghetti-Western im Görlitzer Park."
Ebenso handgemacht wie die Filme sind auch die Capelletti. Die serviert Mauro Paglia dann nach den Vorführungen seiner Super-8-Filme. Verkehrte Reihenfolge? – Wenn es um Kulturgüter geht, kommt für Italiener ihre Küche doch vor dem Kino.
Autor: Lutz Ehrlich







