Stilbruch Archiv

    - Stilbruch vom 13.03.2014

    +++ "Union fürs Leben" +++ Per Leo: "Flut und Boden" +++ Friedrich Liechtenstein +++ "Die Frau des Polizisten" +++ Kulturtipps mit "Tiere streicheln Menschen" +++ Wols im Martin-Gropius-Bau +++

    "Union fürs Leben"

    Es ist nicht einfach nur ein Fußballverein. Der 1. FC Union Berlin ist eine Lebenseinstellung. Eine Entscheidung für Immer. Der Dokumentarfilm "Union fürs Leben" begleitet vier Fans nicht nur ins Stadion - und das  ist außerordentlich sehenswert auch für Menschen, die keinerlei Ahnung von Fußball haben - denn dieser Film ist eigentlich ein Liebesfilm.

    Per Leo: "Flut und Boden"

    Die in Berlin lebende ukrainische Schriftstellerin Katja Petrowskaja ist für den Preis der diesjährigen Leipziger Buchmesse nominiert. Ebenfalls auf der Liste stand der Berliner Autor Per Leo. In seinem Roman "Flut und Boden" geht er der Geschichte seiner Familie auf den Grund: Sein Großvater Friedrich war ein Nazi-Verbrecher - und zwar einer, der sich bewusst auf das Regime eingelassen hat.

    Friedrich Liechtenstein

    Noch vor Kurzem kannten Friedrich Liechtenstein nur ein paar Mitte-Hipster und Freunde des gepflegten Elektropop – mittlerweile schwärmen alle für ihn. Der Schauspieler, Musiker und professionelle Lebenskünstler ist derzeit Berlins heißester Exportartikel - seit eine deutsche Supermarktkette ihre Lebensmittel mit dem  „Supergeil“-Video bewirbt.

    "Die Frau des Polizisten"

    Zärtlichkeit und Gewalt, Liebe und Hass können sehr nah beieinander liegen. Das zeigt auch der Film "Die Frau des Polizisten". Lange hat Regisseur Philip Gröning zu diesem Thema recherchiert – herausgekommen ist jetzt sein zutiefst verstörender Film, der von dem Abgrund hinter der Fassade einer glücklichen Familie erzählt.  

    Wols im Martin-Gropius-Bau

    Glück war etwas, das im Leben des Berliner Künstlers, der sich "WOLS" nannte, vermutlich nicht oft vorkam. Dabei war der 1913 geborene Wolfgang Schulze hochtalentiert: Er spielte virtuos Geige, interessierte sich genauso für Sport wie für Naturwissenschaft und Kunst. Später arbeitete er als Maler, Grafiker und Fotograf. Sein Leben endet allerdings früh und tragisch. Jetzt erinnert der Martin-Gropius-Bau an sein bislang fast unbekanntes fotografisches Gesamtwerk.