- Kulturtipps mit 'Tiere streicheln Menschen'

Tipp1: Kindermuseum MACHmit!
Tipp2: Funhouse Records
Tipp3: Z-bar

Das Kindermuseum in der ehemaligen Eliaskirche hat Gotti neulich mit einer Freundin besucht. Hier kann man alles anfassen, ausprobieren, rumtoben – der Mensch ist schließlich nur da ganz Mensch, wo er spielt.

Im Moment ist Märchenzeit im Kindermuseum. Doch der Favorit bleibt das Klettergerüst.

Martin „Gotti“ Gottschild, Autor
„Und was sagste denn nun?“

Sven van Thom, Musiker
„Ich bin überzeugt. Ne schönere Verwendung für n Kirchengebäude kann ich mir nicht vorstellen.“

Martin „Gotti“ Gottschild, Autor
„Und die Kinder laufen nicht auf der Straße rum und gehen uns auf den Sack.“

Sven van Thom, Musiker
„Das war ja wie Weihnachten und Geburtstag zusammen, als ich festes Jahr festgestellt habe, dass bei mir um die Ecke n Top-Plattenladen aufgemacht hat. Muss ich dir zeigen.“

Ob Filmmusik, Garage, Psychedelic – bei Funhouse Records geht das Angebot in die Breite und in die Tiefe. Sven verehrt Lee Hazlewood - und Gotti ist dessen Schnurrbart-Bruder. Platte gefunden – Sucht befriedigt. Eine Schatzinsel auf dem Festland.

Die Z-Bar ist ein Berlin-Mitte-Klassiker – seit 1993. Ein Ort mit Schummerlicht, gut sortierter Bar und anderen Vorzügen.

Martin „Gotti“ Gottschild, Autor
Man darf rauchen. Und: Flips!

Schau mal, Sven, das einzige Kino in Berlin, wo Schmusen noch Spaß macht.

Im Kino hinter der Bar hat man ein Herz für Verkanntes aus der Filmgeschichte. Am Sonntag läuft zum Beispiel „Jesus Christus Vampirjäger“ – der Heiland mal: erbarmungslos.

Autor: Steffen Prell

weitere Themen der Sendung

"Union fürs Leben"

Es ist nicht einfach nur ein Fußballverein. Der 1. FC Union Berlin ist eine Lebenseinstellung. Eine Entscheidung für Immer. Der Dokumentarfilm "Union fürs Leben" begleitet vier Fans nicht nur ins Stadion - und das  ist außerordentlich sehenswert auch für Menschen, die keinerlei Ahnung von Fußball haben - denn dieser Film ist eigentlich ein Liebesfilm.

Per Leo: "Flut und Boden"

Die in Berlin lebende ukrainische Schriftstellerin Katja Petrowskaja ist für den Preis der diesjährigen Leipziger Buchmesse nominiert. Ebenfalls auf der Liste stand der Berliner Autor Per Leo. In seinem Roman "Flut und Boden" geht er der Geschichte seiner Familie auf den Grund: Sein Großvater Friedrich war ein Nazi-Verbrecher - und zwar einer, der sich bewusst auf das Regime eingelassen hat.

Friedrich Liechtenstein

Noch vor Kurzem kannten Friedrich Liechtenstein nur ein paar Mitte-Hipster und Freunde des gepflegten Elektropop – mittlerweile schwärmen alle für ihn. Der Schauspieler, Musiker und professionelle Lebenskünstler ist derzeit Berlins heißester Exportartikel - seit eine deutsche Supermarktkette ihre Lebensmittel mit dem  „Supergeil“-Video bewirbt.

"Die Frau des Polizisten"

Zärtlichkeit und Gewalt, Liebe und Hass können sehr nah beieinander liegen. Das zeigt auch der Film "Die Frau des Polizisten". Lange hat Regisseur Philip Gröning zu diesem Thema recherchiert – herausgekommen ist jetzt sein zutiefst verstörender Film, der von dem Abgrund hinter der Fassade einer glücklichen Familie erzählt.  

Wols im Martin-Gropius-Bau

Glück war etwas, das im Leben des Berliner Künstlers, der sich "WOLS" nannte, vermutlich nicht oft vorkam. Dabei war der 1913 geborene Wolfgang Schulze hochtalentiert: Er spielte virtuos Geige, interessierte sich genauso für Sport wie für Naturwissenschaft und Kunst. Später arbeitete er als Maler, Grafiker und Fotograf. Sein Leben endet allerdings früh und tragisch. Jetzt erinnert der Martin-Gropius-Bau an sein bislang fast unbekanntes fotografisches Gesamtwerk.