Das russische Berlin von Vera Lourié +++ Jördis Triebel in "Westen" +++ Farbe für die Republik +++ Edgar Rai: "Die Gottespartitur" +++ Kulturtipps mit Elaiza +++ Christiane Karg +++ Matthias Koeppel
Die meisten in Berlin lebenden Russen wohnen in Charlottenburg - wie zu Beginn der 1920er Jahre, als Charlottenburg auch "Charlottengrad" genannt wurde und sich hier die russische Bohème versammelte. Mittendrin die junge, gerade aus St. Petersburg geflüchtete Dichterin Vera Lourié. Jetzt erscheinen ihre Erinnerungen als Buch. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)
Für viele Menschen in der DDR war der "Westen" eine Verheißung auf ein besseres Leben. Vier Millionen Menschen verließen die DDR Richtung Bundesrepublik in der Hoffnung auf Freiheit - und landeten erst mal in Notaufnahmelagern wie in Marienfelde. Dort spielt der vom rbb koproduzierte Kinofilm "Westen". In der Hauptrolle: die Berliner Schauspielerin Jördis Triebel.
Eine neue Foto-Ausstellung im Deutschen Historischen Museum erzählt vom Leben in der DDR - aber nicht vom wirklichen Alltag, sondern von einer auf Hochglanz gebürsteten, farbenfrohen DDR. Viele der Bilder stammen von Martin Schmidt. Seit den 50er Jahren fotografierte er VEBs, LPGs, Kitas und Altersheime - und inszenierte die DDR als modernen Staat. Eine Inszenierung, zu der Martin Schmidt noch heute steht.
Seinen ersten Roman schrieb der Berliner Schriftsteller Edgar Rai nur für die Schublade. Fünf Jahre lag er da rum, bis er Edgar Rai bei einem Umzug wieder in die Hände fiel und er ihn an einen Verlag schickte – die ihn tatsächlich druckten und ihn fragten, ob er nicht noch einen schreiben könnte. Mittlerweile hat er 15 Bücher geschrieben, jetzt erscheint sein neues Buch "Die Gottespartitur".
Der Sprung in die Solokarriere, den Christiane Karg letztes Jahr wagte, lässt sich gut an. In der Berliner Philharmonie steht die junge Sopranistin auf der Bühne, wo sie ihr Debüt bei den Berliner Philharmonikern mit Gustav Mahlers vierter Sinfonie gibt.
Seit 60 Jahren hat der Maler Matthias Koeppel ein Lieblingsmodell: Berlin. Die Stadt hatte ihm allerhand zu bieten in dieser Zeit - mit seinen ganzen Brüchen und Wandlungen, die Matthias Koeppel miterlebt und auf seinen Bildern festgehalten hat. Diese sind nun im Ephraim-Palais zu sehen.