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Seit 60 Jahren hat der Maler Matthias Koeppel ein Lieblingsmodell: Berlin. Die Stadt hatte ihm allerhand zu bieten in dieser Zeit - mit seinen ganzen Brüchen und Wandlungen, die Matthias Koeppel miterlebt und auf seinen Bildern festgehalten hat. Diese sind nun im Ephraim-Palais zu sehen.
Der Himmel über Berlin. Für Matthias Koeppel mehr als nur ein Motiv. Dieser Himmel prägt seit Jahren seine Bilder.
Matthias Koeppel, Maler
"Der Himmel ist ja etwas, was man in jeder Landschaft sehen kann, aber ich übertreibe ihn... Ich setze ihn viel höher ins Bild, als er eigentlich ist, und schaffe mir dadurch eine Bühne, wo ich meine Figuren agieren lasse."
Unter prächtigen Himmelspanoramen spielen sich Dramen ab: Abrissszenarien, der Fall der Mauer, Kohls erster Spatenstich beim Bau des Kanzleramtes - Matthias Koeppel ist ein genauer und satirischer Beobachter der Berliner Gegenwartsgeschichte. Stilistisch lässt er sich dabei nicht festlegen, das zeigt vor allem seine Serie "Abschied der Moderne".
Matthias Koeppel, Maler
"Ich wollte eigentlich wissen, was bleibt von der Moderne übrig und habe die Erfindungen der Moderne mit meinem harten Realismus konfrontiert, habe sozusagen Stilbruch begangen und das in annähernd 30 Varianten."
Die wunderbare Stilvielfalt von Matthias Koeppel ist ab morgen im Ephraimpalais zu sehen.
Autorin: Antonia Munding








