Deutsche Oper Berlin (Quelle: RBB/Deutsche Oper)

- Kulturtipps

Tipp 1: Staatsballett-Doppelabend "Maillot / Millepied"
Tipp 2: "Human Traffic" im Heimathafen Neukölln
Tipp 3: Installation "Flesh" in den Kunst-Werke Berlin

Zwei französische Star-Choreographen proben gerade am Staatsballett. Auf der großen Bühne - eine große, griechische Liebesgeschichte, choreographiert von Benjamin Millepied.

Nebenan im Probenraum: Jean-Christophe Maillot übt mit den Tänzern des Staatsballetts seine Choreografie "Altro Canto". Darin spielt er bewusst mit Geschlechterrollen.

Jean-Christophe Maillot, Choreograph
"Es gibt ja immer etwas Feminines in einem männlichen Tänzer und auch etwas Maskulines in einer Frau, die tanzt. Mein Stück erzählt, wie wir mit dieser Grenze zwischen der Stärke einer Frau und der eines Mannes spielen."


Ausschnitt aus "Human Traffic"

"Ein Magazin, in dem wir Menschen lagerten. Die Illegalen aber hatten nach einem wer weiß wieviel tausend Kilometer langen Weg kein Auge für das Dekor."

Strich um Strich bauen sich die Bilder auf, vor den Augen der Zuschauer, gekratzt in Tusche. Eine düstere Geschichte von einem neunjährigen Jungen, der ins Geschäft seines Vaters einsteigt. Der schleust Flüchtlinge.

Ausschnitt aus "Human Traffic"

"Das war der gesamte Job. Wir transportierten Verrückte, denn in meinen Augen waren sie eigentlich alle verrückt."

Nicole Oder, Regisseurin
"Es geht eigentlich um die Frage, wo die Grenze der Humanität liegt und ob wir die schon überschritten haben und warum die Leute diese überschreiten und natürlich auch, was mit einem Menschen passiert,der in diesem Kontext einfach aufwächst und der es also nicht anders kennt, als von dieser Grausamkeit umgeben zu sein."


Die Geschichte stammt von dem türkischen Autor Hakan Günday. Im Heimathafen Neukölln kommt sie jetzt als "Live Graphic Novel" auf die Bühne.  

25 Jahre zeitgenössische Kunst in den Kunst-Werken in Berlin-Mitte. Um das zu feiern, lädt der neue Direktor Krist Gruijthuijsen zu einem Eröffnungswochenende.
   
Krist Gruijthuisen, Direktor der Kunst-Werke

"Jetzt öffnen wir erst mal in das Erdgeschoss. Wir wollen dann nach und nach die anderen Ebenen des Hauses zugänglich machen, das Gebäude wie ein kleines Geschenk langsam auspacken und den Zuschauern zeigen, was wir zu bieten haben."

Sprache als Kunst steht hier im Mittelpunkt. Die norwegische Künstlerin Hanne Lippard hat diese stählerne Wendeltreppe entworfen - eine Soundinstallation mit ihrer eigenen Stimme. Der Besuch ist das ganze Wochenende kostenlos.


Autorin: Anna Tschöpe

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