So war's: Sir Simon Rattle dirigiert die Berliner Philharmoniker (Quelle: Monika Rittershaus)

#MeineEntdeckung - Bei Sir Simon Rattle in der Philharmonie

Eines der besten Orchester der Welt und einer der gefragtesten Dirigenten unserer Tage - normalerweise kann man sie ausschließlich während eines Konzertes erleben. Stilbruch bietet einigen Zuschauern die Gelegenheit, bei einer Probe in der Philharmonie dabei zu sein, wo sie die Musiker sowie den Dirigenten-Weltstar John Adams treffen können.

Intendant Martin Hoffmann empfängt uns.

Martin Hoffmann, Intendant Stiftung Berliner Philharmoniker
„Ich heiße Sie herzlich willkommen, gucken Sie sich um, die Musiker erwarten Sie, stellen Sie Fragen und kommen Sie vor allem wieder. Proben sind ja sozusagen ein wirkliches Heiligtum, eine ganz intime und intensive Arbeit."


Heute gibt es zeitgenössische Musik, von John Adams. Der amerikanische Komponist und Sir Simon Rattle besprechen die letzten Feinheiten vor der Premiere. Und wir treffen noch kurz den Konzertmeister.

Noah Bendix-Balgley, Konzertmeister
"Es ist sozusagen alt und neu zusammen. Also, es ist wirklich spannend für uns und ganz schwer zu spielen. Ich verstehe nicht, wie Simon das macht, das sind so 450 Seiten, immer 4/4, 3/4 und 5/8."

Ein monumentales Passionsoratorium von John Adams wird geprobt und Sir Simon nimmt sich trotz des ganzes Stresses extra kurz Zeit für uns.

Sir Simon Rattle, Chefdirigent der Berliner Philharmoniker

"John Adams und ich sind ganz alte Freunde, John Adams und ich. Und ja, dass dieser alte Freund so ein wunderbares Stück geschrieben hat, von solcher Schönheit und Tiefe ist etwas ganz besonderes für mich. Ich hoffe, es macht Spaß hier und wir sehen uns."

Der Chef persönlich, so freundlich. Das haut eine Besucherin gleich mal vom Hocker.

Sir Simon Rattle, Chefdirigent der Berliner Philharmoniker
"Okay, beginnen wir mit dem ganzen ersten Teil. Wahrscheinlich 65 Minuten, absolute Ruhe. Ich habe sie vorgewarnt."


Die Probe: Wir sind überrascht: Sir Simon sorgt für Stimmung, macht zwischendurch seine Witzchen. Keine Angstgrimassen also, ermahnt Sir Simon die Musiker: die Philharmoniker und den Rundfunkchor.

Sir Simon Rattle, Chefdirigent der Berliner Philharmoniker
"Für mich ist das wirklich eines der Meisterwerke des 21. Jahrhunderts."


Petra Gute
"Okay, das Jahrhundert ist ja noch jung. Aber was sagen unsere Zuschauer - wie hat es ihnen gefallen?"

rbb-Zuschauer
"Das war ein ganz tolles Erlebnis, bei so einer Probe mal dabei zu sein. Zu sehen, dass die Musiker richtig Spaß haben und zwischendurch mal witzeln. Und das Stück selbst? War überraschend, oder?"

"Aufregend und spannend. Wir sind ja sonst keine so große Liebhaber von moderner Musik. Und wir waren erstaunt, wie solche Musik uns begeistert hat."

"Ich war hier als 'Nixon in China' von John Adams selbst dirigiert wurde. Ich liebe auch Philipp Glass und vor allem auch was Neues ist immer so interessant. Natürlich bin ich begeistert."


Autorin: Petra Dorrmann

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