Breakdance (Foto: Karo Krämer)
Bild: Karo Krämer

- Kulturtipps

Tipp 1: Kultur- und Filmfestival "Hollyhood. Hip Hop & Social Justice"
Tipp 2: Ausstellung "1.000 Tücher gegen das Vergessen"
Tipp 3: Arabische Musikreihe "Arab Song Jam"

Vorbereitungen für das Hip Hop-Kultur Festival "Hollyhood" in Potsdam: Saman Hamdi und seine Tanzcrew kugeln, springen und wirbeln durch das Foyer des Filmmuseums. Unter dem Motto "Break Grenzen" lädt die Gruppe zum kostenlosen Workshop für alle Tanzinteressierten ein:

Saman Hamdi, Festivalorganisator
Das ist eben gerade das Schöne daran, dass man Menschen allen Alters, aller Couleur, aller Hautfarbe, aller Sprachen zusammenbringen kann und in einem gemeinschaftlichen kulturellen Prozess Spaß hat.

Die unterschiedlichen Strömungen und Einflüsse des Hip Hop zeigen außerdem Spiel- und Dokumentarfilme, die ab Dienstag bei "Hollyhood" im Filmmuseum Potsdam zu sehen sind.

Mit 1.000 Stofftüchern erinnert die Schweizer Künstlerin Anna Brägge in ihrer Ausstellung an die Opfer der Jugoslawienkriege. Bestickt wurden die Tücher von geflüchteten Frauen aus dem Westbalkan, die damit ihre Angehörigen und Freunden gedenken. So steht jedes Tuch für einen Toten.

Anna S. Brägge, Künstlerin
In dieser Kultur gibt es das Taschentuch als Verbindung beim Tanz, aber eben auch für die Trauer, für die Tränen.

Im Kontrast dazu steht die Schönheit der Natur des ehemaligen Jugoslawiens, die der Berliner Fotograf Nihad Nino Pušija [Puschia] zeigt. "1.000 Tücher gegen das Vergessen" – ab morgen im Museum Europäischer Kulturen.

In der Werkstatt der Kulturen probt der syrische Frauenchor "Hanin" für den "Arab Song Jam". Jeden ersten Donnerstag im Monat findet der arabische Liederabend künftig statt. Die Idee dazu hatte der deutsch-ägyptische Musiker und Sänger Nasser Kilada, der auch selbst bei den Song Jams auf der Bühne stehen wird:

Nasser Kilada, Projektleiter Arab Song Jam
Am Anfang, als ich nach Berlin kam, waren das so wenige Musiker, da hat man richtig geackert, um als Musiker einen Rhythmus oder eine orientalische Skala zu spielen. Und jetzt sind wirklich hochkarätige Musiker in der Stadt.

Während der erste Teil des Abends durch ein festes Ensemble eröffnet wird, haben im zweiten Teil alle teilnehmenden Musikerinnen und Musiker die Möglichkeit, gemeinsam zu musizieren. Der Eintritt ist frei.

Autorin: Karolin Krämer

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