Eine Frau spielt Geige (Bild: Colourbox)
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- 'Musethica' - Konzerte, wo es sonst keine gibt

"Musethica" organisiert Auftritte für junge Nachwuchsmusiker. Immer an außergewöhnlichen Orten - in Fabriken, Altenheimen, Kitas oder in der Psychiatrie. Eine große Herausforderung für die Musiker, denn sie erwartet stets ein erbarmungslos ehrliches Publikum.

Elise De-Bendelac, Akilone Quartet
"Die Orte an denen wir spielen, sind keine großartigen Konzertsäle. Es gibt kein besonderes Licht, keine speziellen Stühle. Wir nehmen einfach unser Instrument und spielen für diese Menschen."

Emeline Conce, Akilone Quartet
"Es hilft mir zu verstehen, wer ich bin, zu lernen, wie ich ich selbst sein kann. Mit meiner Geige. Den ganzen Stress zu vergessen, den Druck. Einfach die zu sein, die ich bin."


Lucie Mercat, Akilone Quartet

"Diese Art von Publikum kennt die Regeln eines klassischen Konzerts nicht. Sie reagieren so, wie sie sind. Und das spüren wir."

Avri Levitan, Gründer von "Musethica"
"Musik ohne Zuhörer existiert eigentlich nicht. Wir müssen die Zuhörer haben. Und deswegen: Musik braucht die Leute. Musik braucht Leben. Das haben wir nicht in der Musikhochschule. Das kann 'Musethica' einfach machen."

Avri Levitan, Gründer von "Musethica"
"Wir bekommen kein Geld für das Konzert. Wir bekommen auch keinen Namen. Es ist nichts, was uns berühmt macht oder so. Dann bleibt nur dieser Moment - okay, wir haben jetzt diesen Moment, Musik zu machen, und diese Brücke zwischen dem Komponist und dem Zuhörer zu sein."


Emeline Conce, Akilone Quartet

"Das ist 'Musethica': Uns Musiker vergessen zu lassen, wie hart es war. Wie viel Arbeit da drin steckt. Und nur das zu genießen, was die Aufgabe von Musik eigentlich ist."


Louise Desjardins, Akilone Quartet

"Es ist, als könnten wir die ganze Menschheit spüren. Ich gehe nicht nur mit meinem Instrument los und gebe ein Konzert. Es bedeutet wirklich, mehr zu teilen als nur die Musik."

Konzertvorbereitung in der Jugendstrafanstalt Berlin.

Avri Levitan, Gründer von "Musethica"
"Diese Woche ist für mich besonders, weil das Akilone Quartet aus Paris kommt, aus dem gleichen Programm, wo ich vor 20 Jahren war. Und damals hatte ich genau diese Idee, weil ich hatte dieses Gefühl: Muss ich eigentlich regelmäßig spielen. Du kannst nicht nur üben in deinem Zimmer und dann zur Philharmonie gehen und spielen und alles ist wunderbar."

Avri Levitan, Gründer von "Musethica"
"Musik geht zu verschiedenen Ecken in unserem Gehirn, was andere Dinge nicht machen. Musik ist ein Teil von unserem Leben als dieses Tier heißt Menschen."


Autorin: Sandra Prechtel

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