Ein Bär und ein Wolf tanzen miteinander

- Kulturtipps

Tipp 1: "Syn / Cussion - Festival for Percussion & Electronics"
Tipp 2: "Kommunion" beim Filmpolska-Festival
Tipp 3: "We must battle when enemy is in sight" im Theaterdiscounter

Wie es klingt, wenn elektronische Musik auf Percussion trifft, das zeigen der Musiker Andrew Pekler und die Schlagzeugerin Katharina Ernst. Sie proben für den ersten gemeinsamen Auftritt.

Katharina Ernst, Schlagzeugerin
"Man hat mich schon oft eingeladen, mit Leuten zusammenzuspielen, die ich gar nicht kannte - live. Das finde ich irgendwie toll, weil es so eine ganz andere Voraussetzung ist als eine jahrelange Arbeit mit einer Band."


Gemeinsam entwickeln sie aus Synthesizer-Klängen und Schlagzeug-Beats ein hypnotisches Musikexperiment.  

Das Ergebnis präsentiert das Duo morgen Abend im Radialsystem, sie eröffnen das "Syn / Cussion"-Festival.
                                                 
Ein Dokumentarfilm aus Polen: Olga paukt mit ihrem autistischen Bruder Nikodem für die heilige Kommunion. Für die 14-Jährige ist das Familienleben eine Zerreißprobe. Der Vater: Alkoholiker. Zur Mutter besteht nur Telefonkontakt. Und Nikodem? Der nimmt den Kommunionsunterricht nicht besonders ernst.

Anna Zameckas Dokumentarfilm ist unaufgeregt, er urteilt nicht. Vielmehr beobachtet er den tristen Alltag einer polnischen Familie, in der die Behinderung des Sohnes scheinbar keine Rolle spielt. Zu sehen ist "Kommunion" ab heute beim polnischen Filmfestival.
  
Im "Theaterdiscounter" bereitet sich die Theatergruppe Thermoboy auf den "Krieg" vor. In dem Stück "We must battle when enemy is in sight" üben sechs Soldaten den Ernstfall, der nie eintritt. Das Schießen, Kriechen und Laufen wird zum Spiel, auch mit den eigenen Leidensgenossen. Entstanden ist Thermoboy aus einer Gruppe von ehemaligen Zivildienstleistenden. 

Jasper Tibbe, Theatergruppe Thermoboy
"Wir glauben, dass es auch andere junge Männer gibt wie wir und wir fragen uns, warum andere Männer, die vielleicht genauso aufgewachsen sind wie wir, dann sogar freiwillig in den Krieg ziehen."

Das Stück will die Absurdität des Krieges vor Augen führen und hinterfragt gleichzeitig die Faszination für Armeen, Waffen und Gewalt.    


Autorin: Karolin Krämer

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