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- Kulturtipps

Tipp 1: "Pictoplasma Berlin"
Tipp 2: "Lieber tot"
Tipp 3: Ausstellung "Koordinatensystem. Neue städtische Realität"

Beim Kunst-Festival "Pictoplasma" zeigt der Berliner Designer Mate Steinforth im Kunsthaus Kule Bilder, die sich mit unserem digitalen Alltag auseinandersetzen. Sein eindringlichstes Motiv sind Hände. Ein menschliches Werkzeug, das heute ganz neue Aufgaben bekommen hat.

Mate Steinforth, Designer
"Die Hände sind ja das, womit du interagierst mit der Welt, und vor allem eben mit der digitalen Welt; dass du irgendwie einen Touchscreen hast oder eine Tastatur oder eine Maus oder was auch immer. Und insofern ist das schon so ein bisschen das Symbol für deine Identität online, finde ich."


Mate Steinforth ist einer von vielen Pictoplasma-Künstlern, die bis zum 14. Mai den Raum zwischen sogenanntem "Charakter-Design" und Kunst ausloten werden.

Fünf mal "Romeo und Julia" auf einer Bühne. Der Studiengang Musical/Show der UdK Berlin präsentiert unter dem Titel "Lieber tot" das berühmteste Paar der Literaturgeschichte. Ein Musicalprojekt mit großen Gefühlen und vielen bekannten Popsongs, das sich der Schauspieler und Regisseur Mathias Noack ausgedacht hat.

Mathias Noack, Schauspieler und Regisseur
"Mir ist es sehr wichtig, dass die Studenten ein Gefühl dafür bekommen, wie schön es ist so eine Szene spielen zu können, und dann natürlich wie schön es ist aus einer emotionalen Szene in einen emotionalen Song zu gehen oder wieder zurückzukehren."

"Lieber Tot" - die vergnügliche Neuauflage der Shakesspeare-Geschichte hat am Samstag Premiere im Theater der Universität der Künste.

Sie nennen sich "Partisanen" und Moskau ist ihre Heimat. Mit einfachen Aktionen verändern sie das Stadtbild. "Sozial engagierte Street-Art" nennen sie das, und sehen darin eine Möglichkeit sich in Moskau ein kleines bisschen Freiheit zurück zu erobern. Der Streetart-Künstler Igor Ponosov ist einer von ihnen, und ist nach Berlin gekommen um die Ausstellung "Neue städtische Realität" zu gestalten, die ab Freitag in der CLB Galerie im Aufbauhau zu sehen ist.

Igor Ponosov, Künstler
"Es geht nicht direkt um politsche Aktionen, wie etwa bei der Pussy-Riot-Bewegung oder Piotr Polensky. Uns geht es mehr darum, andere Ausdrucksformen zu finden."


Igor Ponosov und seine Mitstreiter sind Teil einer ganzen Veranstaltungsreihe, bei der noch bis zum 24. Mai Aktionskunst aus Russland zu sehen ist.


Autor: Nils Katzur

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