Dokumentarfilm -
"Fuck for Forest" ist eine Gruppe von Umweltaktivisten, die genau das machen, was ihr Name verspricht: Vögeln für den Regenwald. Jetzt gibt es einen Dokumentarfilm über dieses exhibitonistische Großstadthippie-Kollektiv, das vor ein paar Jahren seine Kampfzentrale nach Berlin-Friedrichshain verlegt hat.
Auch wenn es nicht so aussieht: Hier wird hart gearbeitet. Und zwar für nichts Geringeres als die Rettung der Welt. Diese Fotos sollen für eine Menschrechts-Demo werben.
Tommy, Gründer von "Fuck for Forest"
"Wir wollen auf humoristische Weise zeigen, dass die Brüste von Frauen immer noch tabuisiert werden. Anders als bei Männern. Bei denen ist es ganz normal, wenn sie oben ohne rumlaufen. Und so lange es diesen kulturellen Unterschied gibt, können wir nicht über Gleichberechtigung sprechen."
Ein Dokumentarfilm zeigt jetzt den Kampf dieser bizarren Nichtregierungsorganisation für eine bessere Welt. "Fuck for Forest" ist ihr Motto (und das nehmen sie ernst). Sie filmen sich und ihre Freunde beim Sex. Die Videos stellen sie ins Internet. Wer sie sehen will, muss zahlen. Mit dem Geld soll der Regenwald gerettet werden.
Die Aufregung um ihre Öko-Pornos können sie nicht verstehen. Für Tommy sind dies schlicht Naturbeobachtungen.
Tommy, Gründer von "Fuck for Forest"
"Mir ging es nie darum, zu schockieren. Es ist doch eher so, dass wir auf eine Gesellschaft reagieren, die uns schockiert. Ich glaube nicht an diese moderne Gesellschaft und ihre Werte. Niemand ist schockiert über Umweltverschmutzung, Gewalt und Zerstörung, aber bei einem nackten Körper in der Öffentlichkeit, da schreien alle auf."
Sie lehnen die Gesellschaft ab – und nutzen doch ihre Mechanismen. Sie brauchen unsere Moralvorstellungen und Tabus – um Aufmerksamkeit zu bekommen.
Für seinen Film hat der polnische Regisseur Michal Marzak die Öko-Aktivisten mehrere Monate bei ihren Happenings und Performances begleitet.
Michal Marzak, Regisseur
"Ich finde es sehr wichtig, dass ein Teil der Gesellschaft versucht anders zu leben. Diese Menschen suchen ihren eigenen Weg. Sie möchten uns inspirieren, damit wir vielleicht etwas anders leben und denken lernen. Wenn man gewisse Neigungen oder sexuelle Präferenzen hat, dann ist es gar nicht einfach, in dieser Welt seinen Platz zu finden."
Worum geht es hier eigentlich? Um Naturschutz? Oder doch nur um ein paar Hippies auf ihrem Ego-Trip? Was treibt sie an? Ihre Wut auf die Umweltzerstörung? Oder schlicht die Lust am Sex? Diese Frage lässt der Film offen.
Wir besuchen "Fuck for Forest" in ihrer Zentrale, in Berlin-Friedrichshain – und finden uns in einer bunten Kommune wieder. Ein Auffangbecken für viele, die hier das Zuhause suchen, das sie in unserer Gesellschaft nicht gefunden haben. Vor sechs Jahren sind die beiden Gründer Tommy und Leona aus Skandinavien nach Berlin gekommen – sie schätzen die tolerante Atmosphäre:
Tommy, Gründer von "Fuck for Forest"
"Hier können wir nackt auf die Straße gehen, nackt unter Menschen, uns nackt vor die Polizei stellen, und es gibt kaum Probleme."
Die Freiwilligen für ihre Nacktfotos oder Sex-Videos finden sie auch in Berlin auf der Straße.
Einer von zehn, sagen sie, sei dazu bereit. Mehrere Hunderttausend Euro sind auf diese Weise zusammen gekommen. Allerdings: Viele Naturschutzorganisationen lehnen die Spenden ab, wenn sie erfahren, wie sie gesammelt wurden. Im Film reist "Fuck for Forest" nach Brasilien, um einen Indio-Stamm im Regenwald unterstützen – doch ausgerechnet hier will niemand etwas von ihnen wissen.
Eine herbe Enttäuschung. Die Welt will sie einfach nicht verstehen…
Autorin: Vanessa Loewel
Tommy, Gründer von "Fuck for Forest"
"Wir wollen auf humoristische Weise zeigen, dass die Brüste von Frauen immer noch tabuisiert werden. Anders als bei Männern. Bei denen ist es ganz normal, wenn sie oben ohne rumlaufen. Und so lange es diesen kulturellen Unterschied gibt, können wir nicht über Gleichberechtigung sprechen."
Ein Dokumentarfilm zeigt jetzt den Kampf dieser bizarren Nichtregierungsorganisation für eine bessere Welt. "Fuck for Forest" ist ihr Motto (und das nehmen sie ernst). Sie filmen sich und ihre Freunde beim Sex. Die Videos stellen sie ins Internet. Wer sie sehen will, muss zahlen. Mit dem Geld soll der Regenwald gerettet werden.
Die Aufregung um ihre Öko-Pornos können sie nicht verstehen. Für Tommy sind dies schlicht Naturbeobachtungen.
Tommy, Gründer von "Fuck for Forest"
"Mir ging es nie darum, zu schockieren. Es ist doch eher so, dass wir auf eine Gesellschaft reagieren, die uns schockiert. Ich glaube nicht an diese moderne Gesellschaft und ihre Werte. Niemand ist schockiert über Umweltverschmutzung, Gewalt und Zerstörung, aber bei einem nackten Körper in der Öffentlichkeit, da schreien alle auf."
Sie lehnen die Gesellschaft ab – und nutzen doch ihre Mechanismen. Sie brauchen unsere Moralvorstellungen und Tabus – um Aufmerksamkeit zu bekommen.
Für seinen Film hat der polnische Regisseur Michal Marzak die Öko-Aktivisten mehrere Monate bei ihren Happenings und Performances begleitet.
Michal Marzak, Regisseur
"Ich finde es sehr wichtig, dass ein Teil der Gesellschaft versucht anders zu leben. Diese Menschen suchen ihren eigenen Weg. Sie möchten uns inspirieren, damit wir vielleicht etwas anders leben und denken lernen. Wenn man gewisse Neigungen oder sexuelle Präferenzen hat, dann ist es gar nicht einfach, in dieser Welt seinen Platz zu finden."
Worum geht es hier eigentlich? Um Naturschutz? Oder doch nur um ein paar Hippies auf ihrem Ego-Trip? Was treibt sie an? Ihre Wut auf die Umweltzerstörung? Oder schlicht die Lust am Sex? Diese Frage lässt der Film offen.
Wir besuchen "Fuck for Forest" in ihrer Zentrale, in Berlin-Friedrichshain – und finden uns in einer bunten Kommune wieder. Ein Auffangbecken für viele, die hier das Zuhause suchen, das sie in unserer Gesellschaft nicht gefunden haben. Vor sechs Jahren sind die beiden Gründer Tommy und Leona aus Skandinavien nach Berlin gekommen – sie schätzen die tolerante Atmosphäre:
Tommy, Gründer von "Fuck for Forest"
"Hier können wir nackt auf die Straße gehen, nackt unter Menschen, uns nackt vor die Polizei stellen, und es gibt kaum Probleme."
Die Freiwilligen für ihre Nacktfotos oder Sex-Videos finden sie auch in Berlin auf der Straße.
Einer von zehn, sagen sie, sei dazu bereit. Mehrere Hunderttausend Euro sind auf diese Weise zusammen gekommen. Allerdings: Viele Naturschutzorganisationen lehnen die Spenden ab, wenn sie erfahren, wie sie gesammelt wurden. Im Film reist "Fuck for Forest" nach Brasilien, um einen Indio-Stamm im Regenwald unterstützen – doch ausgerechnet hier will niemand etwas von ihnen wissen.
Eine herbe Enttäuschung. Die Welt will sie einfach nicht verstehen…
Autorin: Vanessa Loewel


