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Wir verabschieden uns und nehmen Sie zum Schluss noch mit ins historische Schlosstheater im Neuen Palais. Da inszeniert der Filmregisseur Andreas Dresen gerade die Mozart-Oper "Die Hochzeit des Figaro". Morgen Abend ist Premiere
Andreas Dresen verteilt Küsschen an alle, und dann kann's losgehen. Könnte. Wenn denn der Figaro zur Probe erschienen wäre. Er ist aber nicht da. Ebenso fehlt eine Sängerin wegen Magen-Darm-Problemen und was auch fehlt, ist die Stimme bei einigen anderen. Andreas Dresen muss improvisieren. Lässt erstmal ohne den Figaro proben und seine Regieassistentin die Rolle markieren.
Nach anderthalb Stunden taucht der Figaro doch noch auf, auch er ist heute ohne Stimme. Fehlt trotzdem noch die Gräfin Almaviva. Es muss ein Lückenbüßer her. Kurze Pause. Andere Regisseure würden jetzt schon herumschreien. Andreas Dresen hingegen hat offensichtlich Spaß am Schauspielern. Kurze Pause. Dass er hier eine Oper inszeniert und keinen Film, ist für den Regisseur schon eine Herausforderung.
Andreas Dresen, Regisseur
"Ich bin im Theater aufgewachsen, mein Vater hat Opern inszeniert, die hab ich auch gesehen - also das Metier ist mir jetzt nicht fremd. Man muss dann natürlich in einer Inszenierung Lösungen finden, mit dieser künstlichen Sprache, die da entsteht, umzugehen, und genau daraus eben den Genuss zu ziehen."
Wie die Inszenierung geworden ist, können wir Ihnen nach dieser Probe nicht wirklich sagen. Aber so viel ist sicher: es ist ein besonderer Regisseur der da am Werk ist.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/stilbruch/archiv/stilbruch_vom_03_11/andreas_dresen_inszeniert.html