Neuer Film -
Er hat nie eine Schauspielschule besucht, trotzdem ist der Berliner Max Riemelt einer der bekanntesten deutschen Darsteller. In seinem neuesten Kinofilm "Freier Fal" spielt Max Riemelt einen Polizisten, der sich in seinen Kollegen verliebt.
Max Riemelt will sich gerne herausfordern, immer wieder etwas Neues vor der Kamera probieren. Noch nicht mal 30 ist er und steht seit 17 Jahren vor der Kamera.
In seinem neuesten Film spielt er Marc, Polizist und schwul. Während einer Fortbildung verliebt er sich in seinen Kollegen. Der ist hetero, verheiratet und gerade Vater geworden. Da gerät ein Lebenswurf ziemlich durcheinander.
Mit Hanno Koffler hat er im letzten Jahr schon mehrere Wochen vor der Kamera gestanden. Beim Drehen war ein großes Vertrauen da, das hat alles leichter gemacht.
Max Riemelt, Schauspieler
"Mit 16 hätte ich nicht gedacht, dass ich mal einen Schwulen spiele, weil man da noch nicht so weit ist, vielleicht, weil man da noch cool sein will und irgendwann entsteht halt der Reiz, dass man Sachen schon gemacht hat, Grenzen schon überschritten hat und dass man dann halt noch weiter gehen will, weiter überzeugen will, sein Spektrum erweitern will, das ist mein Motiv."
Aufgewachsen ist Max Riemelt in Berlin-Mitte ganz in der Nähe vom Gendarmenmarkt. Und damals sah es hier noch anders aus. Es war vor allem viel ruhiger. Wir gehen mit ihm auf Zeitreise.
Max Riemelt, Schauspieler
"Erster Schulweg, zehnte Grundschule am Brandenburger Tor, das ist da hinten. Der zweite Schulweg Charles Darwin Gymnasium hinter der Leipziger Straße."
Und als Schulkind ist Max auch regelmäßig an ihm vorbeigekommen.’
Max Riemelt, Schauspieler
"Da hinter mir wurde gerade angefangen zu bauen, als ich hergezogen bin, ich glaube das war zweite Klasse, das müsste dann so, ich bin so schlecht im Rechnen, ja, ich war so oft in der Schule, deswegen, ja."
Klar, mit 13 drehte er ja schon.
Max Riemelt, Schauspieler
"Ich hatte keine konkreten Vorstellungen oder Erwartungen daran und deswegen war es ein reines Abenteuer für mich, also der Spaß daran nicht zur Schule zu müssen. Und als es dann vorbei war, war es natürlich für mich sehr hart als Kind das zu verstehen, dass diese Zeit begrenzt ist und danach es wieder zurückgeht in den normalen Alltag und man halt nicht mehr diesen Respekt und die Anerkennung von diesen älteren Menschen bekommt, die man so wertschätzen lernt und hatte aber das Glück, dass es dann doch noch weiterging."
Max Riemelt ist vor der Kamera erwachsen geworden. Das Abitur hat er damals nicht gemacht, auch keine Schauspielschule besucht. Er hat einfach immer weiter gespielt, körperliche Präsenz und Wandelbarkeit bewiesen. 2005 war er Shootingstar auf der Berlinale.
Später bekommt er eine Hauptrolle im "Angesicht des Verbrechens", ein großer Erfolg für ihn. Max Riemelt hat früh gelernt, dass der Beruf nicht alles ist. Er will sich von der Filmwelt nicht vereinnahmen lassen.
Max Riemelt, Schauspieler
"Und ich habe halt auch schon negative Erfahrungen gemacht, machen müssen, durchziehen müssen, und das verändert natürlich die Einstellung zu dem Beruf. Und die Erwartungshaltung sinkt halt auch, um halt nicht enttäuscht zu werden, um halt nicht darunter leiden zu müssen. Ich gebe aber trotzdem die Hoffnung nicht auf, denn ich weiß ganz genau, dass es Gleichgesinnte gibt und Leute, die halt wirklich daran interessiert sind, etwas Besonderes zu machen.
"Freier Fall" ist für ihn so ein Glücksfall, wo alles stimmte.
Autorin: Bettina Lehnert
In seinem neuesten Film spielt er Marc, Polizist und schwul. Während einer Fortbildung verliebt er sich in seinen Kollegen. Der ist hetero, verheiratet und gerade Vater geworden. Da gerät ein Lebenswurf ziemlich durcheinander.
Mit Hanno Koffler hat er im letzten Jahr schon mehrere Wochen vor der Kamera gestanden. Beim Drehen war ein großes Vertrauen da, das hat alles leichter gemacht.
Max Riemelt, Schauspieler
"Mit 16 hätte ich nicht gedacht, dass ich mal einen Schwulen spiele, weil man da noch nicht so weit ist, vielleicht, weil man da noch cool sein will und irgendwann entsteht halt der Reiz, dass man Sachen schon gemacht hat, Grenzen schon überschritten hat und dass man dann halt noch weiter gehen will, weiter überzeugen will, sein Spektrum erweitern will, das ist mein Motiv."
Aufgewachsen ist Max Riemelt in Berlin-Mitte ganz in der Nähe vom Gendarmenmarkt. Und damals sah es hier noch anders aus. Es war vor allem viel ruhiger. Wir gehen mit ihm auf Zeitreise.
Max Riemelt, Schauspieler
"Erster Schulweg, zehnte Grundschule am Brandenburger Tor, das ist da hinten. Der zweite Schulweg Charles Darwin Gymnasium hinter der Leipziger Straße."
Und als Schulkind ist Max auch regelmäßig an ihm vorbeigekommen.’
Max Riemelt, Schauspieler
"Da hinter mir wurde gerade angefangen zu bauen, als ich hergezogen bin, ich glaube das war zweite Klasse, das müsste dann so, ich bin so schlecht im Rechnen, ja, ich war so oft in der Schule, deswegen, ja."
Klar, mit 13 drehte er ja schon.
Max Riemelt, Schauspieler
"Ich hatte keine konkreten Vorstellungen oder Erwartungen daran und deswegen war es ein reines Abenteuer für mich, also der Spaß daran nicht zur Schule zu müssen. Und als es dann vorbei war, war es natürlich für mich sehr hart als Kind das zu verstehen, dass diese Zeit begrenzt ist und danach es wieder zurückgeht in den normalen Alltag und man halt nicht mehr diesen Respekt und die Anerkennung von diesen älteren Menschen bekommt, die man so wertschätzen lernt und hatte aber das Glück, dass es dann doch noch weiterging."
Max Riemelt ist vor der Kamera erwachsen geworden. Das Abitur hat er damals nicht gemacht, auch keine Schauspielschule besucht. Er hat einfach immer weiter gespielt, körperliche Präsenz und Wandelbarkeit bewiesen. 2005 war er Shootingstar auf der Berlinale.
Später bekommt er eine Hauptrolle im "Angesicht des Verbrechens", ein großer Erfolg für ihn. Max Riemelt hat früh gelernt, dass der Beruf nicht alles ist. Er will sich von der Filmwelt nicht vereinnahmen lassen.
Max Riemelt, Schauspieler
"Und ich habe halt auch schon negative Erfahrungen gemacht, machen müssen, durchziehen müssen, und das verändert natürlich die Einstellung zu dem Beruf. Und die Erwartungshaltung sinkt halt auch, um halt nicht enttäuscht zu werden, um halt nicht darunter leiden zu müssen. Ich gebe aber trotzdem die Hoffnung nicht auf, denn ich weiß ganz genau, dass es Gleichgesinnte gibt und Leute, die halt wirklich daran interessiert sind, etwas Besonderes zu machen.
"Freier Fall" ist für ihn so ein Glücksfall, wo alles stimmte.
Autorin: Bettina Lehnert


