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Die neueste Inszenierung an der Staatsoper im Schillertheater ist Smetanas Oper "Die verkaufte Braut". Hier geht es ziemlich temperamentvoll um die Frage, wie käuflich die Liebe sein kann – Premiere ist Samstagabend.
Fahrbare Vitrinen mit Miniatur-Dorfkirchen, der Chor der Staatsoper bäuerlich eingekleidet, Glockentürme und Böhmer Wald-Idyll. Bei der Generalprobe herrscht Anspannung auf und hinter der Bühne der Staatsoper im Schillertheater. "Die verkaufte Braut" von Bedrich Smetana steht kurz vor der Premiere. Eine Inszenierung mit phantasievollem Bühnenbild, folkloristischen Kostümen und großer Besetzung. Alles muss perfekt ineinander greifen, damit der Zauber der Oper wirken kann.
Während das Publikum die Aufführung genießt, läuft die Maschinerie hinter den Kulissen auf Hochtouren. Zur rasanten Ouvertüre sieht der Zuschauer nur die Beine der Tänzer. Und auch sonst überrascht die aufwändige Inszenierung mit vielen Ideen. Fast 100 Akteure stehen zeitweise auf der Bühne. Es ist Kirchweih im böhmischen Dorf. Das Volk feiert ausgelassen … Marenka, die verkaufte Braut, liebt Jeník, soll aber einen anderen heiraten. Es geht also um die moralische Frage: was passiert, wenn Geld wichtiger ist als die Liebe.
Autorin: Birgit Wolske
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/stilbruch/archiv/stilbruch_vom_17_11/die_verkaufte_braut.html