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rbbonline | Archiv

In Berlin-Lichtenberg gibt es noch viele unentdeckte Orte, aber nur wenige, an denen sich Street-Art- und Graffiti-Künstler austoben können - und das ganz legal. Ob Blocks, Bubbles oder Fadings - die Backfabrik gibt genug kreativen Raum für Sprayer.
Das Backwarenkombinat in Lichtenberg war in der DDR eine der wichtigsten Produktionsstätten der Konsumgenossenschaft. Wo einst mit riesigen Knethaken und Öfen Brot, Brötchen und Pfefferkuchen gebacken wurden, schmücken jetzt Streetart-Bilder die Mauern.
Die Künstler nennen sich die Schmelzkäse-Crew oder haben Namen wie Urkel oder Urks.
Auch Tom garniert die Wände der ehemaligen Backfabrik regelmäßig.
Tom, Streetartist
"Ich mag eher solche runden Sachen, also eher mit Schwung, der Style muss schon Swing haben."
Neben Barcelona und London ist Berlin die Stadt in Europa mit der lebendigsten Streetart-Szene. Die meisten der Künstler in der Backfabrik studieren an der Kunsthochschule Weißensee - viele Projekte hatten hier ihren Anfang.
Sprühfarbe statt Zuckerguss - und alles in Absprache zwischen Eigentümer und Künstlern.
Tom, Streetartist
"Streetart ist ja auch immer ein Stück Illegalität im öffentlichen Raum. Man muss natürlich sagen, dass es hier ein guter Ort ist, damit man ein bisschen Ruhe hat und ein paar Sachen ausprobieren."
Und wenn alle Wände bemalt sind, wird gestrichen und dann geht es wieder von vorne los. Die Backfabrik: eine Galerie so vielseitig wie flüchtig.
Autorin: Wiebke Keuneke
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/stilbruch/archiv/stilbruch_vom_31_05/streetart_backfabrik.html