Die Sendung im Detail

Das Kulturmagazin im rbb Fernsehen

Die Stilbruch-Redaktion (Quelle: rbb)

Die Stilbruch-Redaktion

Jede Woche neu wollen wir zeigen, wie vielfältig die Kultur in Berlin und Brandenburg sein kann. Dabei will sich Stilbruch nicht auf bestimme Genres festlegen lassen und berichtet über die großen Ereignisse genauso wie über die neuesten Trends.

Kulturnachrichten

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  • Berliner Volksbühne 

    - Ein Jahr Gnadenfrist für Frank Castorf

    Frank Castorf ist umstritten, aber auch Kult. Seit 1992 ist er Intendant an der Berliner Volksbühne - viel gefeiert, oft gescholten. Mit dem Antritt von Kulturstaatsekretär Tim Renner waren seine Tage jedoch gezählt. Noch bis 2016 lief Castorfs bestehender Vertrag. Am Dienstag nun hat ihm der Senat noch ein Jahr Gnadenfrist gewährt.
  • Video: Abendschau | 30.03.2015 | Viktoria Kleber 

    - "Ist das der Hauptmann von Köpenick?"

    Otto von Bismarck wäre am 1. April 200 Jahre alt geworden. Er war ab 1871 der Reichskanzler des ersten deutschen Nationalstaates - dem Deutschen Reich -, an dessen Gründung er mitgewirkt hatte. Außerdem war er verantwortlich für die die Einführung der Sozialversicherungen. Noch heute erinnern viele Berliner Denkmäler, Straßen und Plätze an Bismarck - doch vielen Berlinerinnen und Berlinern ist er kein Begriff.
  • Interview mit Filmemacher Wolfgang Ettlich 

    - "Neukölln ist immer noch eine Art freie Zone"

    Der Filmemacher Wolfgang Ettlich ist in Neukölln aufgewachsen. Seit 1968 lebt er in München-Schwabing - doch jetzt ist er zurückgekehrt, um seinen alten Bezirk unter die Lupe zu nehmen: "Mein Neukölln" läuft am 31. März im rbb Fernsehen. Im Interview erzählt Ettlich, was sein Vater über den Wandel im Bezirk denken würde - und wieviel Schwabing schon in Neukölln steckt.
  • Akademie der Künste erbt Brecht-Handschriften 

    - "Ich bezweifle, dass wir sie hätten bezahlen können"

    Die Berliner Akademie der Künste hat überraschend wertvolle Handschriften von Bertolt Brecht geerbt. Es handelt sich um Werkhandschriften, Briefe und Postkarten des Dichters und ein persönliches Tagebuch, die allesamt schon seit Jahrern in der Akademie lagern. Nun gehören sie ihr auch.
  • Premiere in den Kammerspielen des DT 

    - Themaverfehlung bei Romeo und Julia

    Es ist die bekannteste Liebesgeschichte der Welt: Romeo und Julia. Was kann man so einem Theaterstück noch hinzufügen? Nachwuchs-Regisseur Christopher Rüping hat sich dennoch in den Kammerspielen des Deutschen Theaters an den Liebes-Klassiker gewagt, aus Sicht von Anna Pataczek dabei allerdings das Thema verfehlt.
  • Neuverfilmung von "Nackt unter Wölfen" hatte Premiere in Berlin 

    - Das Buchenwaldkind

    In der DDR gehörte der Roman "Nackt unter Wölfen" von Bruno Apitz zur Pflichtlektüre. Die ARD hat die Geschichte über das Kind im Konzentrationslager Buchenwald neu verfilmen lassen. Am Donnerstag hatte der Streifen Premiere im Delphi-Kino in Berlin. Am Mittwoch läuft er um 20.15 Uhr im Ersten.
  • Ausstellung über das Altern 

    - Mindestalter: 70 Jahre

    Wie fühlt es sich eigentlich an, alt zu sein? Die neue Ausstellung "Dialog mit der Zeit - Die Kunst des Alterns" im Berliner Museum für Kommunikation will ab dem 1. April genau das erfahrbar machen. Das Besondere: Ausschließlich Seniorinnen und Senioren über 70 führen die Besucher. Katrin Lechler hat die Guides bei ihrem ersten Training begleitet.
  • Heftige Reaktionen an der Staatsoper 

    - Buhrufe für Barenboims Parsifal-Premiere

    Die "Parsifal"-Neuproduktion an der Berliner Staatsoper unter der musikalischen Leitung von Dirigent Daniel Barenboim ist auf gemischte, teils heftige Reaktionen gestoßen. In den Schlussapplaus mischten sich am Samstagabend lautstarke Buhrufe. Umstritten unter den Premierengästen war vor allem die Inszenierung vom Russen Dmitri Tcherniako, der nicht an sexuellen Anspielungen und mystischem Zauber spart.
  • Interview | Daniel Abma über seine Doku "Nach Wriezen" 

    - "Nach dem Knast hatte er gar keine Angst mehr"

    Den Knast haben sie gerade hinter sich und nun stehen sie da - ohne Geld und ohne Ziel. Sie sind erst 17, 20 und 25 Jahre alt und haben bereits eine Haftstrafe hinter sich. Nach ihrer Haftentlassung aus der JVA Wriezen hat der Dokumentarfilmer Daniel Abma die drei jungen Männer aus Brandenburg drei Jahre lang begleitet. Am Freitag hat er für seinen Debütfilm "Nach Wriezen" den Grimme-Preis erhalten.  
  • Echo 2015 in Berlin 

    - "Die Helene-Fischer-Festspiele haben begonnen"

    Echos, Echos, Echos - bei der großen Gala im Palais am Funkturm ging es Schlag auf Schlag. Zum 24. Mal lud die Musikbranche zum Preismarathon ein, moderiert in diesem Jahr von Barbara Schöneberger. Doch trotz der vielen Auszeichnungen - große Überraschungen gab es am Donnerstagabend nicht. Helene Fischer hielt gleich in den ersten Minuten eine Trophäe in den Händen. Und es sollte nicht die letzte bleiben. Von Ula Brunner
  • Video: Abendschau | 26.03.2015 | Ulli Zelle 

    - Israels Kunstmuseum erstmals in Berlin

    Werke von Pablo Picasso, Marc Chagall oder Wassily Kandinsky sind ab Freitag im Martin-Gropius-Bau zu sehen: Das Tel Aviv Museum of Art, das wichtigste Kunstmuseum Israels, hat 72 Kunstwerke erstmals nach Deutschland entsendet. Die Abendschau hat sich vorab umgesehen.
  • "Kulturland Brandenburg" stellt Programm vor 

    - Ein Land im Wandel der Zeit

    Nichts sieht in Brandenburg mehr so aus wie noch vor 300 Jahren. Die Veranstaltungsreihe "Kulturland Brandenburg" widmet sich deshalb in diesem Jahr den Fortschreibungen und Veränderungen, die der Mensch seiner Umgebung zufügt. Eröffnet wird das Kulturlandjahr im Mai im Fürst-Pückler-Park und im Cottbuser Schloss Branitz.
  • Interview | Filmemacher und Autor Oskar Roehler 

    - "Bayern in den Genen und Berlin im Blut"

    "Mein Leben als Affenarsch" heißt Oskar Roehlers Roman, der seit Anfang März im Buchhandel ist, und "Tod den Hippies! Es lebe der Punk!" ist die filmische Weiterverwertung dieses Buches. Im Interview spricht Roehler über den Film mit Tom Schilling in der Hauptrolle und seine eigene Geschichte, die bis zu einem gewissen Grad die Grundlage für Buch und Film ist.
  • Fast 35 Millionen Euro zusätzlich 

    - Empfangsgebäude der Museumsinsel wird deutlich teurer

    71 Millionen Euro sollte die James-Simon-Galerie eigentlich einmal kosten, das künftige Empfangsgebäude der Berliner Museumsinsel. Doch wie jetzt bekannt wurde, schießen die Kosten weiter in die Höhe: auf fast das Doppelte der ursprünglich veranschlagten Summe. Es ist schon das zweite Mal, dass das Gebäude teurer wird.
  • Udo Jürgens' Musical "Ich war noch niemals in New York" 

    - Rosafarbener reaktionärer Traum

    Mehr als vier Millionen Menschen haben schon das Musical "Ich war noch niemals in New York" mit den Liedern von Udo Jürgens gesehen. Uraufführung war vor acht Jahren in Hamburg. Sogar bis nach Japan tourte das Stück. Jetzt läuft die Show in Berlin. Anna Pataczek war bei der Premiere im Theater des Westens dabei.

TV-Tipps

Logo von "Bauer sucht Kultur" (Quelle: rbb/Norbert Kohn)

Bauer sucht Kultur

Der ttt-Moderator Max Moor ist begeisterter Biobauer in Hirschfelde in Brandenburg und er reist übers Land und trifft auf Künstler, Maler und Schriftsteller, die sich wie er in Brandenburg niedergelassen haben und dort leben und arbeiten.

Max Moor und Schriftzug "Bücher und Moor" (Quelle: rbb)

Bücher und Moor

Max Moor stellt lesenswerte Neuerscheinungen vor, führt Gespräche mit Prominenten über "die Bücher ihres Lebens" und junge Berliner Schriftsteller präsentieren ihren "Roman in 200 Worten".

Köche und Moor (Quelle: rbb)

Köche und Moor

Max Moor begleitet bekannte Sterneköche, z. B. Kolja Kleeberg und Stefan Hartmann, – in die Küche und nach Brandenburg, wo sie auf die Suche nach lokalen Erzeugern gehen, die für die Spitzengastronomie aber auch für die heimische Küche produzieren.

Hörfunk

Social Media

Prominente empfehlen 50 x Kunst

Büste der Nofretete (Bild: dpa)

50xKunst - Das gefällt mir!

Über 100 Prominente hat der rbb nach ihrem Lieblingsobjekt in Berlin und Brandenburg befragt. Das Ergebnis ist eine Top 50-Liste.

Stilbruch Archiv

  • Moderatorin Petra Gute; Quelle: rbb/Thomas Ernst

    Stilbruch vom 26.03.2015

    "Nackt unter Wölfen" +++ "Heritage for Peace" +++ Der Cartoonist OL - Olaf Schwarzbach +++ Marina Keegan: "Das Gegenteil von Einsamkeit" +++ Kulturtipps +++ "Ein Gott - Abrahams Erben am Nil" im Bode-Museum

    "Nackt unter Wölfen"

    Ein dreijähriger Junge wird in das Konzentrationslager Buchenwald deportiert. Durch die Hilfe von Häftlingen wird das Kind vor dem Transport nach Auschwitz gerettet und überlebt. Diese wahre Geschichte machte Bruno Apitz mit seinem Roman "Nackt unter Wölfen" vor allem in der DDR berühmt. Nun wurde der Stoff neu verfilmt.  

    "Heritage for Peace"

    Im Irak und in Syrien zerstören IS-Truppen systematisch das Kulturerbe der Menschheit. Der Rest der Welt scheint der Zerstörung jahrtausende alter Kunstwerke hilflos zuzuschauen. Doch eine kleine Gruppe von Archäologen und Kunstwissenschaftlern riskiert ihr Leben, um die Zerstörungen zumindest zu dokumentieren und manches zu retten, was noch zu retten ist.  

    Der Cartoonist OL - Olaf Schwarzbach

    Olaf Schwarzbach, besser bekannt unter seinem Kürzel OL, ist Berlins Chefhumorist und einer der bekanntesten Cartoonisten Deutschlands. Vor allem mit seinen Strips "Jürgen der Trinker" und "Die Mütter vom Kollwitzplatz" hat er sich einen Namen gemacht. Mit "Forelle Grau" hat OL nun ein Buch über seine eigene Kindheit und Jugend in der DDR geschrieben.

    Marina Keegan: "Das Gegenteil von Einsamkeit"

    Sie war erst 22 Jahre alt, als sie bei einem Autounfall ums Leben kam. Die junge Autorin und Aktivistin Marina Keegan veröffentlichte vor ihrem Tod einen Essay, der zum Internet-Hit wurde und Millionen Menschen weltweit berührte. "Das Gegenteil von Einsamkeit" ist jetzt auf Deutsch erschienen.

    Auffürhung der "The Teaserettes" (Quelle: rbb)

    Kulturtipps

    Tipp 1: Lesung mit Ben Wagin
    Tipp 2: The Teaserettes  
    Tipp 3: "Jahrhundertzeichen. Tel Aviv Museum of Art visits Berlin"

    "Ein Gott - Abrahams Erben am Nil" im Bode-Museum

    Seine Geschichte ist aktueller denn je: Abraham, der vor rund 4.000 Jahren in Ägypten gelebt haben soll und auf den sich nicht nur die Juden als biblischen Stammvater berufen, sondern auch die Christen und Muslime. Die neue Ausstellung "Ein Gott" im Berliner Bode-Museum widmet sich ab April Abraham, den drei großen Weltreligionen und den religiös motivierten Konflikten von heute.

  • Moderatorin Petra Gute; Quelle: rbb/Thomas Ernst

    Stilbruch vom 19.03.2015

    "Tod den Hippies - es lebe der Punk!" +++ Nikolaus Breuel: "Schlossplatz, Berlin" +++ Diskussion um das Berliner Humboldt-Forum +++ Andreas Ottensamer +++ Kulturtipps mit Viktoria Schulz +++ Die "Zero"-Kunst

    "Tod den Hippies - es lebe der Punk!"

    Oskar Roehlers neuer Film nimmt den Zuschauer mit in das wilde Westberlin der 80er Jahre. In dem Schwarz-Weiß-Streifen spielt Tom Schilling einen jungen Mann, der aus der westdeutschen Spießer-Provinz nach Berlin flüchtet - und dabei genauso auf der Suche nach sich selbst ist, wie damals auch Oskar Roehler.

    Bildcollage (Quelle: rbb)

    Diskussion um das Berliner Humboldt-Forum

    In vier Jahren soll im Berliner Stadtschloss das Humboldt-Forum eröffnet werden. Das Land Berlin hatte eigentlich geplant, dort die Ausstellung "Welt der Sprachen" zu zeigen, doch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat die Diskussion um das Humboldt-Forum ganz schön durcheinandergewirbelt. Er hätte viel lieber eine Ausstellung über Berlin und seine Rolle in der Welt.  

    Nikolaus Breuel (Quelle: rbb)

    Nikolaus Breuel: "Schlossplatz, Berlin"

    In Nikolaus Breuels Politsatire "Schloßplatz, Berlin" geht es um gescheiterte Berliner Großprojekte und um aktuelle Hauptstadtpolitik. Damit kennt sich Breuel ziemlich gut aus: Der ehemalige Vorstand für den Fernverkehr bei der Deutschen Bahn hat die Seiten gewechselt und einen Roman geschrieben, in dem er den Lesern einen humorvollen Blick in die Sitzungszimmer der Macht gewährt.  

    Andreas Ottensamer

    Er ist erst 25 Jahre alt und Soloklarinettist bei den Berliner Philharmonikern. Auch als Solo-Künstler hat er eine ordentliche Karriere hingelegt. Gerade ist sein neues Brahms-Album erschienen, auf dem er sich den ungarischen Tänzen und Liedern des Komponisten widmet.  

    Die "Zero"-Kunst

    Ihr Ziel war ein völliger Neubeginn der Kunst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Zero-Bewegung fand Anfang der 1950er Jahre zahlreiche Anhänger - in Deutschland und der ganzen Welt. Der Berliner Martin Gropius Bau widmet der deutschen Künstlergruppe eine Ausstellung - mit rund 200 Exponaten von mehr als 40 Künstlern der Zero-Bewegung.

  • Moderatorin Petra Gute; Quelle: rbb/Thomas Ernst

    Stilbruch vom 12.03.2015

    Entsorgte Erinnerung - Knochenfunde in Berlin +++ Rammstein-Keyboarder Flake und seine Autobiografie +++ Der Völkermord an den Armeniern +++ Jan Wagner +++ Kulturtipps +++ Der Islam im Trend

    Entsorgte Erinnerung - Knochenfunde in Berlin

    Auf dem Gelände des heutigen Otto-Suhr-Instituts der Freien Universität wurden 2014 Knochenreste gefunden. Vor 70 Jahren befand sich an dieser Stelle das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, das damals Grundlagenforschung für die Rassenlehre der Nazis betrieb. Waren die gefunden Knochenreste Überreste jüdischer KZ-Häftlinge? Vor wenigen Wochen wurden sie verbrannt, eine eingehende Untersuchung fand nicht statt.

    Rammstein-Keyboarder Flake und seine Autobiografie

    Rammstein ist der international erfolgreichste Rockexport aus Deutschland. Die Band setzt auf Härte und spektakuläre Pyrotechnik. Fester Bestandteil der Band ist seit 20 Jahren ihr Keyboarder Flake. Da sich Rammstein eine längere Tourpause gönnen, hat Flake die Zeit genutzt, um sein Leben aufzuschreiben - oder zumindest das, an was er sich erinnern kann.

    Der Völkermord an den Armeniern

    Vor 100 Jahren wurde mit der systematischen Masseninhaftierung, Deportation und Vernichtung der Armenier im osmanischen Reich begonnen. Das deutsche Kaiserreich war darüber bereits 1915 informiert und hat nichts unternommen. Mit einem vierzigtägigen Themenschwerpunkt widmet sich das Maxim Gorki Theater diesem immer noch sensiblen Kapitel der türkischen Geschichte.

    Jan Wagner

    Der diesjährige Preis der Leipziger Buchmesse geht an den in Berlin lebenden Schriftsteller Jan Wagner. Mit ihm wurde zum ersten Mal ein Lyriker überhaupt nominiert und schließlich auch ausgezeichnet. Die Themen für seine Gedichtbände, wie für den jetzt prämierten Band "Regentonnenvariationen", findet er oft bei sich vor der Haustür in Neukölln.

    Kulturtipps

    Tipp 1: Apples in Space
    Tipp 2: Salon Karl-Marx Buchhandlung
    Tipp 3: "Kunst für alle"

    Der Islam im Trend

    Immer mehr Jugendliche aus nichtreligiösen Familien wenden sich dem Glauben zu, auch wenn ihre Eltern oft gar nicht so gläubig sind und obwohl der Islam von vielen Menschen zunehmend kritisch gesehen wird. Diesen Trend hat auch die Sehitlik Moschee am Columbiadamm in Berlin-Neukölln erkannt. Doch warum zieht es junge, bislang unreligiöse Muslime in die Moschee?

  • Petra Gute in der Deutschen Oper (Quelle: rbb)

    Stilbruch vom 05.03.2015

    Der "Große Terror” 1937–1938 in der Sowjetunion +++ Rolando Villazón inszeniert an der Deutschen Oper +++ Rainer Merkel: "Go Ebola Go. Eine Reise nach Liberia" +++ The Sailing Conductors +++ Kulturtipps mit Tainá Guedes +++ Ursina Lardi

    schwarz-weiße, frontale Portraitfotografien von Männern und Frauen verschiedenen Alters (Quelle: rbb)

    Der "Große Terror” 1937–1938 in der Sowjetunion

    Anderthalb Millionen Tote in nur anderthalb Jahren: Der Fotograf Tomasz Kizny holt einige der Opfer des "Großen Terrors" in der Sowjetunion unter Josef Stalin aus der Anonymität und fragt nach den Auswirkungen des stalinistischen Terrors auf das Russland von heute. Seine Bilder sind in einer neuen Ausstellung in Potsdam zu sehen.

    Rolando Villazón singend vor Mozart-Noten (Quelle: rbb)

    Rolando Villazón inszeniert an der Deutschen Oper

    Er zählt zu den berühmtesten Tenören der Welt und sang auf allen großen Bühnen. Rolando Villazon hat aber auch selbst begonnen, Opern zu inszenieren. Sein Debut an der Deutschen Oper Berlin gibt er mit der Inszenierung der selten gespielten Operette "La Rondine".

    Schriftsteller Rainer Merkel (Quelle: rbb)

    Rainer Merkel: "Go Ebola Go. Eine Reise nach Liberia"

    Um Ebola ist es still geworden, doch ist die Gefahr gebannt? Der Berliner Schriftsteller Rainer Merkel berichtet in seinem Buch "Go Ebola Go" von einer Reise nach Liberia, von dem Mut der Menschen und dem Leben mit der Angst. Rainer Merkel hat einen besondern Bezug zu dem Land - denn vor fünf Jahren hat er dort das einzige psychiatrische Krankenhaus geleitet.

    zwei junge Männer mit Vollbart, Kaffe trinkend auf einem Segelboot (Quelle: rbb)

    The Sailing Conductors

    Zwei junge Männer aus Berlin wollen einmal um die Welt segeln. Vor mehr als drei Jahren machen sie sich ohne jegliche Segelerfahrung auf, um an jedem Hafen soviel gute Musik wie nur möglich an Bord zu nehmen. Ihr Ziel: die Weltmusik neu zu erfinden. Nach einem Zwischenstopp in Berlin brechen die beiden jetzt zur letzten Etappe ihrer Reise auf.

    Ursina Lardi (Quelle: rbb)

    Ursina Lardi

    Ihre ersten Sprachen waren Italienisch und Rätoromanisch. Deutsch hat die Schweizerin Ursina Lardi erst mit zehn Jahren gelernt. Heute ist sie im Theater und im Film eine hochgeschätzte Schauspielerin, die auch kleineren Rollen größeres Gewicht verleiht, wie in "Das weiße Band" und in "Lore". An der Berliner Schaubühne ist sie in "Ödipus, der Tyrann" zu sehen.

  • Moderatorin Petra Gute; Quelle: rbb/Thomas Ernst

    Stilbruch vom 26.02.2015

    André Herzberg: "Alle Nähe fern" +++ Eine Einstellung zur Arbeit +++ Lamya Kaddor: "Zum Töten bereit" +++ "Bühne West-Berlin" +++ Kulturtipps mit Rona Kobel +++ Missincat

    André Herzberg: "Alle Nähe fern"

    Bekannt geworden ist er vor allem als Frontmann der in der DDR gegründeten Rockband Pankow. Weniger bekannt ist die Geschichte der deutsch-jüdischen Familie von André Herzberg. Diese ähnelt auf verblüffende Weise der Familie, von der André Herzberg in seinem neuen Roman erzählt.

    Eine Einstellung zur Arbeit

    Arbeiten wir um zu leben oder leben wir um zu arbeiten? In der Antike und im Mittelalter galt Arbeit noch als unwürdige Tätigkeit, eine Angelegenheit der unteren sozialen Schichten. Das hat sich grundlegend geändert. Das neue Ausstellungsprojekt des im vergangenen Jahr verstorbenen Filmemachers Harun Farocki und von Antje Ehmann beschäftigt sich damit, wie Arbeit sich verändert hat - zu sehen im Haus der Kulturen der Welt.

    Lamya Kaddor: "Zum Töten bereit"

    Mehr als 500 deutsche Dschihadisten sollen bereits von Deutschland aus in Kriegsgebiete ausgereist sein, um als so genannte "Gotteskrieger" zu kämpfen. Auch in Berlin sind Salafisten auf der Suche nach deutschen Jugendlichen, die in den Kampf nach Syrien oder in den Irak ziehen wollen. Warum sie das machen und was die Gesellschaft dagegen tun kann - auf diese Frage versucht die Islamkunde-Lehrerin Lamya Kaddor eine Antwort zu finden.

    "Bühne West-Berlin"

    Der Berliner Fotograf Harry Croner hat vier Jahrzehnte lang beinahe jedes wichtige Event in seiner Heimatstadt mit der Kamera festgehalten: Konzerte, Theaterpremiere, Filmfestspiele, Sechs-Tage-Rennen, Presseball oder auch den Kennedy-Besuch. Croner bekam 1971 das Bundesverdienstkreuz. Das Märkische Museum widmet seinen Fotos nun eine Ausstellung. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)

    Missincat

    Die Mailänderin Caterina Barbieri alias "Missincat" lebt seit fast zehn Jahren in Berlin und hat als Sängerin bereits international für Aufmerksamkeit gesorgt. Nun legt sie mit "Wirewalker" ihr neues und bereits drittes Album vor.

  • Petra Gute vor dem Stilbruchlogo (Quelle: rbb)

    Stilbruch vom 19.02.2015

    Kreuzberg wird verhökert +++ Reinhard Kleist: "Der Traum von Olympia" +++ Thomas Brussig: "Das gibts in keinem Russenfilm" +++ "Heimat. Deutschland - Deine Gesichter" +++ Science Slam +++ Kulturtipps

    Passanten auf einem Bürgersteig in Kreuzberg (Quelle: rbb)

    Kreuzberg wird verhökert

    In Berlins berühmtem Bezirk waren die Nächte einst lang, er war Zuhause für Künstler, Hausbesetzer und Kreative aller Couleur. Doch wie Berlin ändert sich auch Kreuzberg. Dazu zählt auch der Wrangelkiez, wo einst billige Altbauten saniert und Ateliers in Ferienwohnungen umgewandelt werden. Eine Reportage über den Kiez und wie er sein kulturelles Gesicht zu verlieren droht.

    Fragment einer Zeichnung von Reinhard Kleist, die eine junge Frau mit Kopftuch zeigt (Quelle: rbb)

    Reinhard Kleist: "Der Traum von Olympia"

    Bei den Olympischen Spielen 2008 vertrat die damals erst 17-jährige somalische Läuferin Samia Yusuf Omar ihr Land in Peking. Doch weil sie in Somalia von Extremisten bedroht wurde, wagte sie die Flucht - mit dem Ziel an der Olympiade in London teilzunehmen. Doch beim Versuch mit einem Flüchtlingsboot über das Mittelmeer zu gelangen, ertrank die Sportlerin. Reinhard Kleist erzählt ihre Geschichte in einer Graphic Novel. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)

    Thomas Brussig (Quelle: rbb)

    Thomas Brussig: "Das gibts in keinem Russenfilm"

    Bekannt wurde er mit seinen Büchern "Helden wie wir" und "Am kürzeren Ende der Sonnenallee", letzteres wurde für die Theaterbühne und von Leander Haußmann für einen Kinofilm adaptiert. Jetzt erscheint Thomas Brussigs neuer Roman, in dem er sich in die Zeit nach 1989 vorgewagt. Doch die DDR gibt es da bei ihm immer noch.  

    Carsten Sander betrachtet einige seiner Portraitfotografien (Quelle: rbb)

    "Heimat. Deutschland - Deine Gesichter"

    Der Berliner Fotograf Carsten Sander hat quasi jeden deutschen Star vor seiner Kamera gehabt. Für sein neues Projekt "Heimat. Deutschland - Deine Gesichter" hat er nicht nur Prominente, sondern verschiedenste Leute aus ganz Deutschland fotografiert. Obdachlose, Schüler, Hausfrauen - insgesamt 1.000 Menschen, die in der Summe die Vielfalt Deutschlands zeigen.

    Catherine Abon beim Science Slam (Quelle: rbb)

    Science Slam

    Poetry Slams haben die Dichtkunst wieder populär gemacht, vor allem für jüngere Zuschauer. So genannte "Science Slams" wollen das gleiche auch für die Wissenschaft machen: Aktuelle Forschungsergebnisse werden in zehn Minuten so vorgestellt, dass wirklich jeder sie versteht. Langeweile und Fachbegriffe sind tabu. Und am Schluss stimmt das Publikum über die beste Performance ab. 

    Fotografie, die Mitwirkende der Operninszinierung "Cosi fan tutte" zeigt (Quelle: rbb)

    Kulturtipps

    Tipp 1: "Cosi fan tutte"
    Tipp 2: Ausstellung "Feinschliff"
    Tipp 3: BudZillus

  • Stilbruch vom 12.02.2015

    Die Lage in der Ukraine +++ Hilmar Klutes Ringelnatz-Biografie +++ "Große Vögel, kleine Vögel" im Ballhaus Ost +++ Marcel Ophüls +++ Kulturtipps mit Claudia Bernhardt +++ Elen - Berliner Straßenmusikerin

    russisch-ukrainische Filmemacher auf dem roten Teppich bei der Berlinale (Quelle: rbb)

    Die Lage in der Ukraine

    Vor rund einem Jahr versammelten sich die Ukrainer zu den Protesten auf dem Maidan. Doch wie sieht ihr Leben angesichts des Konflikts heute aus? Stilbruch spricht am Rande der Berlinale mit den Filmemachern des russisch-ukrainischen Wettbewerbsfilms "Under Electric Clouds" über die Situation in der Ukraine.

    Joachim Ringelnatz (Quelle: rbb)

    Hilmar Klutes Ringelnatz-Biografie

    Er schrieb wunderbar schräge Gedichte, die die Dinge ziemlich auf den Punkt bringen. Der Journalist Hilmar Klute hat eine Biographie über den Schriftsteller Joachim Ringelnatz geschrieben. Darin erzählt er von Seefahrten voller Demütigungen durch andere Matrosen über erste Erfolge an Münchner Kleinkunstbühnen bis zu Ringelnatz' letzter Station: Berlin.

    Szenenbild in 'Große Vögel, kleine Vögel' (Quelle: rbb)

    "Große Vögel, kleine Vögel" im Ballhaus Ost

    "Das Helmi" zeigt Puppentheater der etwas anderen Art, das perfekt nach Berlin passt: anarchisch und ein bißchen abgeranzt, phantasievoll und sehr lustig. In seiner neuen Produktion geht es um den Kommunismus schlechthin, orientiert an Pasolinis Film "Große Vögel, kleine Vögel" aus den 1960er Jahren.

    Marcel Ophüls (Quelle: rbb)

    Marcel Ophüls

    Bei der diesjährigen Berlinale ist Marcel Ophüls, einer der wichtigsten Dokumentarfilmer der Welt, mit der Berlinale Kamera geehrt worden. Sein Leben lang hat sich Ophüls in seinen Filmen an den schweren Themen abgearbeitet: Hass und Gewalt, Nationalsozialismus, Antisemitismus, Kriegsverbrechen. Jetzt erscheint auch seine Autobiographie. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)

    Elen - Berliner Straßenmusikerin

    Ihr Geld verdient sie mit Straßenmusik in Berlin-Prenzlauer Berg. Ein hartes Brot, doch die Sängerin Elen will keine Kompromisse eingehen. So hat sie auch nach einem Auftritt in "The Voice Of Germany" Angebote ausgeschlagen, bei denen sie nur ein Produkt der Musikindustrie gewesen wäre. Ihr erstes Album hat sie daher über Crowdfunding finanziert.