Die Sendung im Detail

Das Kulturmagazin im rbb Fernsehen

Die Stilbruch-Redaktion (Quelle: rbb)

Die Stilbruch-Redaktion

Jede Woche neu wollen wir zeigen, wie vielfältig die Kultur in Berlin und Brandenburg sein kann. Dabei will sich Stilbruch nicht auf bestimme Genres festlegen lassen und berichtet über die großen Ereignisse genauso wie über die neuesten Trends.

Vier Autoren aus Berlin und Brandenburg für Deutschen Buchpreis nominiert:

Kulturnachrichten

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  • "Unbroken" kommt Ende Januar in die Kinos 

    - Angelina Jolie stellt neuen Film in Berlin vor

    Berühmt wurde sie als Actionstar durch ihre Rolle als "Lara Croft". Inzwischen arbeitet Angelina Jolie aber auch als Regisseurin - und ist regelmäßig in Berlin zu Gast. So auch am Donnerstag, um ihren neuen Film vorzustellen: "Unbroken" erzählt die Geschichte eines US-Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg. Doch wie so oft, interessierten sich die Medienvertreter mehr für die 39-Jährige als für ihren Film.
  • Sanierung an der Deutschen Oper abgeschlossen 

    - Die Auswärtssaison ist beendet

    Sechs Monate lang wurde an der Bühnenmaschinerie der Deutschen Oper gearbeitet - jetzt ist die Sanierung beendet. Am Donnerstag nimmt das größte Berliner Opernhaus den Spielbetrieb unter dem eigenen Dach wieder auf. Doch auch während der Bauarbeiten hatte man sich einiges einfallen lassen, um den Publikum neue Inszenierungen zu zeigen.
  • Suche nach Standort 

    - Museum der Moderne an der Potsdamer Straße?

    Lange wurde darum gestritten, doch nun steht fest: In Berlin soll es ein Museum der Moderne geben. Der Bund will 200 Millionen Euro in das Projekt investieren. Doch über den genauen Standort wird noch diskutiert. Der Vorsitzende des Kulturausschusses im Bundestag, Siegmund Ehrmann (SPD), präferiert die Potsdamer Straße. Beim angepeilten Zeitplan hat er allerdings Bedenken.
  • Dreharbeiten mit Tom Hanks 

    - Spielberg legt Verkehr auf Glienicker Brücke lahm

    Gerade erst war die Glienicker Brücke zum Bersten gefüllt mit Menschen, die den 25. Jahrestag des Mauerfalls feierten. Doch ab Donnerstag wird sich dort ein ganz anderer Anblick bieten: Steven Spielberg ist mit seiner Filmcrew angerückt und bringt den Verkehr auf der Brücke gleich für mehrere Tage zum Erliegen.
  • Stiftungskurator Matthias Harder über neue Foto-Ausstellung 

    - "Hier ist ein neuer Helmut Newton zu entdecken"

    Coole Porträts, elegante Mode und natürlich die "Big Nudes" haben den Fotografen Helmut Newton berühmt gemacht. Seine Stiftung in Berlin feiert nun ihren zehnten Geburtstag mit 200 Werken, die hier noch nie zu sehen waren. Alle Fotos zeigen die Kunst Newtons, sagt Stiftungskurator Matthias Harder im Interview. Egal, wie berühmt die Models sind.
  • Die Staatsbibliothek stellt aus 

    - Humboldts Reisetagebücher für alle

    Als die Staatsbibliothek ihre jüngste Neuererwerbung im März zum ersten Mal vorstellte, verschlug es den Fachleuten beinahe den Atem - so begeistert waren sie von den Tagebüchern, die Alexander von Humboldt 1804 von seiner Südamerika-Reise zurück nach Berlin gebracht hatte. Anfang Dezember werden die neun Bände nun für kurze Zeit in einer Ausstellung gezeigt - und danach auch online.
  • Marianne Faithfull im Berliner Tempodrom 

    - "Ihr liebt mich doch?"

    Sie hat das Kokain, einen Selbstmordversuch, Depressionen, Affären mit Mick Jagger und Keith Richards und hunderttausende von Zigaretten überlebt. Mit einer großen Tour zu ihrem aktuellen Album "Give my Love to London" feiert Marianne Faithfull nun ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum. Im Berliner Tempodrom sorgte sie für einen Abend der Extreme. Von Hendrik Schröder
  • Neue Lagerstätte für Kunstschätze gesucht 

    - Potsdam Museum macht Platz für Flüchtlinge

    Wohin mit den Kunst- und Kulturschätzen? Vor dieser Frage steht wieder einmal das Potsdam Museum. Die Depotflächen müssen voraussichtlich bis Weihnachten leergeräumt werden. Denn dann sollen an den bisherigen Standorten Flüchtlinge untergebracht werden, berichtet eine Zeitung. Es wäre nicht der erste Umzug für das Museum und seine Exponate.
  • Bildband porträtiert Obdachlose 

    - Schön ist für Dieter nur die Erinnerung an bessere Zeiten

    "Die Unsichtbaren" heißt ein Bildband - und so heißt auch die Fotoausstellung, die am Montag im Berliner Hauptbahnhof eröffnet wurde. Gezeigt werden Porträts von Obdachlosen - von Menschen, die vor allem da nicht gern gesehen werden, wo die Hauptstadt schick und glitzernd ist. Zu Besuch bei einem der Porträtierten. Von Marie Asmussen
  • Vereinbarung in Berlin vorgestellt 

    - Kunstmuseum Bern nimmt Gurlitt-Erbe an

    Fast ein halbes Jahr hat sich das Kunstmuseum Bern für seine Entscheidung Zeit genommen. Am Montag gab es in Berlin bekannt: Der letzte Wille des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt soll in Erfüllung gehen. Eine Vereinbarung zwischen dem Museum, Bayern und dem Bund in Berlin soll den Umgang mit dem NS-Bilderschatz regeln.Von Maria Ossowski
  • Deutsches Theater: "Die Frau vom Meer" 

    - Die Gemahlin beherrscht den Möwenschrei

    Henrik Ibsens 125 Jahre altes Schauspiel liest sich heute zunächst etwas wurmstichig und ranzig. Ellida Wangel fühlt sich in ihrer Ehe mit einem Provinzarzt unbefriedigt. Sie träumt einem geheimnisvollen Seemann nach. Als der unverhofft wieder aufkreuzt, ist der Bann gebrochen. Stephan Kimmig sucht jetzt am Deutschen Theater einen eigenen Dreh für das symbolschwere Drama. Von Peter Hans Göpfert
  • Berliner Ensemble: "Amphitryon" 

    - Unterhaltsame Mischung aus Operette, Märchen und Klamotte

    Wenn die Berliner Schauspielerin und Regisseurin Katharina Thalbach inszeniert, liegt meist Lachen in der Theaterluft. Sie liebt es derb-boulevardesk. So ist es auch jetzt am Berliner Ensemble, wo sie den Verwechslungsklassiker „Amphitryon“ in Szene gesetzt hat. Von Ute Büsing
  • Berliner Ensemble: "Der Streit" 

    - Die Frauen sind viel schlimmer

    Wer ist in punkto "Treue" verlässlicher – die Männer oder die Frauen? Darüber streiten ein Prinz und seine Geliebte. Bei der Uraufführung in Paris vor 270 Jahren fühlte sich das Publikum derart von der Thematik brüskiert, dass Marivaux "La Dispute" sofort wieder zurückzog. Die Inszenierung am BE konzentriert sich nun ganz auf die komödiantischen Aspekte. Von Peter Hans Göpfert
  • Neues Buch über Roman-Schauplätze 

    - Auf den Spuren von Kästners Berlin

    Ob "Emil und die Detektive", "Fabian" oder "Pünktchen und Anton" - Erich Kästner und Berlin gehören untrennbar zusammen. Zu zahlreichen Roman-Schauplätzen bietet Michael Bienert seit Jahren literarische Stadtführungen an. In einem Buch hat er sich nun erneut auf Spurensuche begeben.
  • Geburtstagsbescherung in Berlin 

    - Kleist-Preis geht an Marcel Beyer

    Es ist eine der wichtigsten literarischen Auszeichnungen hierzulande: Der Kleist-Preis ist am Sonntag im Berliner Ensemble verliehen worden. Nachdem im vergangenen Jahr die Berliner Autorin Katja Lange-Müller ausgezeichnet wurde, erhielt jetzt ein Dresdner den Preis: der als "Sprachkünstler" und "Wortmusiker" gelobte Marcel Beyer.
  • Hollywood-Legende stammt aus Berlin 

    - Regisseur Mike Nichols gestorben

    Mike Nichols war eine Hollywood-Legende. Er drehte unter anderem die "Reifeprüfung" und "Hautnah" - und war einer von ganz wenigen Menschen, die alle vier großen Preise der amerikanischen Unterhaltungsindustrie gewannen: Grammy, Emmy, Oscar und Tony. Jetzt ist der gebürtige Berliner im Alter von 83 Jahren gestorben.
  • Ausstellung "RAF - Terroristische Gewalt" in Berlin 

    - Lehrstunde in Sachen Terror

    Der Terror der RAF hält die Bundesrepublik in den 1970er Jahren in Atem. Die neue Ausstellung "RAF - Terroristische Gewalt" im Deutschen Historischen Museum in Berlin widmet sich den Attentaten der Terrorgruppe - und zeigt die Folgen ihrer Gewalttaten für die Angehörigen und das ganze Land. 
  • Berlins neu gestaltetes Kunstgewerbemuseum wird eröffnet 

    - Vom kalten Kasten zur Schatzkammer der Mode-Geschichte

    Als "brutalistischer Bau" war das Berliner Kunstgewerbemuseum verschrien, seine Exponate gingen zuweilen in dem Betonungetüm unter. Doch nun wurde das Haus nicht nur drei Jahre lang komplett saniert. Auch eine neue, exquisite Dauerausstellung ist eingezogen: Drei Jahrhunderte europäischer Mode-Geschichte können ab Samstag erlebt werden. Von Maria Ossowski
  • Volksinitiative "Mehr musische Bildung jetzt!" 

    - Musikschulen machen mit zehntausenden Unterschriften Druck

    Immer mehr Kinder und Jugendliche wollen an Brandenburgs Musikschulen ein Instrument lernen - aber das Land hat die Förderung seit mehr als zehn Jahren nicht erhöht. Eine Volksinititaive hat nun mehr als 30.000 Unterschriften gesammelt. Der Sprecher der Initiative erklärt, warum mehr Geld durchaus drin wäre.
  • Gottfried-Lindauer-Ausstellung in der Alten Nationalgalerie 

    - Die Ahnen reisen mit: Maori-Porträts auf der Museumsinsel

    Gesänge, Segnungen und Tänze bei Sonnenaufgang - auf ungewöhnliche Weise wurden Maori-Porträts am Dienstag in der Alten Nationalgalerie willkommen geheißen. Eine Delegation eigens aus Neuseeland angereister Maori segnete die Gemälde mit bewegenden Ritualen. Es ist nicht die einzige Besonderheit dieser Schau. Von Alice Lanzke

TV-Tipps

Logo von "Bauer sucht Kultur" (Quelle: rbb/Norbert Kohn)

Bauer sucht Kultur

Der ttt-Moderator Max Moor ist begeisterter Biobauer in Hirschfelde in Brandenburg und er reist übers Land und trifft auf Künstler, Maler und Schriftsteller, die sich wie er in Brandenburg niedergelassen haben und dort leben und arbeiten.

Max Moor und Schriftzug "Bücher und Moor" (Quelle: rbb)

Bücher und Moor

Max Moor stellt lesenswerte Neuerscheinungen vor, führt Gespräche mit Prominenten über "die Bücher ihres Lebens" und junge Berliner Schriftsteller präsentieren ihren "Roman in 200 Worten".

Köche und Moor (Quelle: rbb)

Köche und Moor

Max Moor begleitet bekannte Sterneköche, z. B. Kolja Kleeberg und Stefan Hartmann, – in die Küche und nach Brandenburg, wo sie auf die Suche nach lokalen Erzeugern gehen, die für die Spitzengastronomie aber auch für die heimische Küche produzieren.

Hörfunk

Social Media

Prominente empfehlen 50 x Kunst

Büste der Nofretete (Bild: dpa)

50xKunst - Das gefällt mir!

Über 100 Prominente hat der rbb nach ihrem Lieblingsobjekt in Berlin und Brandenburg befragt. Das Ergebnis ist eine Top 50-Liste.

Stilbruch Archiv

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    Stilbruch vom 20.11.2014

    Michael Bienert: "Kästners Berlin" +++ Sebastian Urzendowsky +++ Ausstellung "RAF - Terroristische Gewalt" +++ Kunstgewerbemuseum +++ Kulturtipps mit Steffen Klewar +++ Sunniten und Schiiten +++ Maori-Porträts in Berlin
      

    Prager Platz, Blick auf die Motzstrasse (Quelle: vbb, Zentral- und Landesbibliothek Berlin)

    Michael Bienert: "Kästners Berlin"

    Er schrieb in seinen berühmtesten Romanen über Berlin, seine Kinderbücher wie "Emil und die Detektive" oder "Pünktchen und Anton" wären ohne den Schauplatz Berlin gar nicht denkbar. Ein neues Buch nimmt den Leser jetzt mit in Erich Kästners Berlin der 20er und 30er Jahre - in die Stadt, die immer sein Sehnsuchtsort war, auch wenn er später ganz woanders wohnte. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)

    Sebastian Urzendowsky

    Entdeckt wurde der Berliner Schauspieler mit 14 Jahren. Doch spätestens durch seine Hauptrolle des jungen Dresdner Arztsohns Christian in der Fernsehverfilmung von Uwe Tellkamps "Der Turm" ist er einem breiten Publikum bekannt. In seinem neuen Film spielt Sebastian Urzendowsky einen schwulen Fußballer, der sich in seinen Mitspieler verliebt.

    Ausstellung "RAF - Terroristische Gewalt"

    Bei einer RAF-Ausstellung vor neun Jahren hagelte es Kritik angesichts einer befürchteten Mystifizierung der Terrorgruppe. Jetzt zeigt das Deutsche Historische Museum in Berlin eine neue Ausstellung über die Rote Armee Fraktion, die bereits in Stuttgart ein großer Publikumserfolg war. Und alles bleibt ruhig. Ist die RAF heute ein Fall fürs Museum?  

    Kunstgewerbemuseum

    Während einige Berliner Museen derzeit schließen, machen andere wieder auf. So auch das frischrenovierte Kunstgewerbemuseum am Kulturforum. Nach umfangreichen Umbauarbeiten präsentiert es sich als modernes Haus für Kunst und Design im neuen Gewand - und vor allem mit Gewändern. Denn Berlin bekommt erstmals eine umfassende Dauerausstellung zum Thema Mode.

    Radikale Muslime in Berlin

    Der Dschihad, der Krieg gegen die sogenannten Ungläubigen, wird nicht mehr nur in Syrien oder im Irak geführt. Vor allem junge Muslime, die in Deutschland aufgewachsen sind, wollen in den Krieg für einen "Islamischen Staat" ziehen. Dem Krieg und der Gewalt begegnet man auch hier - zum Beispiel in den Straßen Neuköllns oder in einem neuen Theaterstück am Ballhaus Ost.

    Maori-Portraits in Berlin

    Zum ersten Mal werden die Maori-Porträts des böhmischen Malers Gottfried Lindauer in Europa ausgestellt. Lindauer wanderte vor 150 Jahren aus Mangel an Aufträgen in seiner Heimat nach Neuseeland aus und portraitierte dort die Ureinwohner. Jetzt sind diese Portraits in der Alten Nationalgalerie auf der Museumsinsel zu sehen.

  • Moderatorin Petra Gute; Quelle: rbb/Thomas Ernst

    Stilbruch vom 13.11.2014

    Diskussion um Mauerkreuze +++ Die deutsche Expedition Klein im Ersten Weltkrieg +++ Fritz Lang +++ Miss Kenichi +++ Kulturtipps mit Beatrice Minda +++ Nino Haratischwili

    Diskussion um Mauerkreuze

    Politische Aktivisten schrauben kurz vor den Mauerfall-Feierlichkeiten die Gedenkkreuze für die Opfer der Berliner Mauer in Berlin ab, um sie zu den europäischen Außengrenzen zu transportieren. Damit wollen sie auf die Mauern aufmerksam machen, mit denen sich Europa vor Flüchtlingen zu schützen versucht. Für viele eine geschmacklose Aktion, die die Opfer der Mauer und ihre Angehörigen beleidigt. Doch es bleibt die Frage: Was darf Kunst?

    Die deutsche Expedition Klein im Ersten Weltkrieg

    Der preußische Offizier Fritz Klein wird im Ersten Weltkrieg vom Kaiser mit einer geheimen Mission in den Orient geschickt. Er soll die Ölversorgung der Engländer und Russen sabotieren. Die Geschichte vom deutschen "Lawrence von Arabien" erzählt, wie damals schon Religion für politische Zwecke eingesetzt wurde. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)

    Fritz Lang

    Der Filmregisseur Fritz Lang hatte zwei Obsessionen: den Film und die Frauen. Seine Filme wie "Dr. Mabuse" oder "Metropolis", entstanden in der Zeit der Weimarer Republik in den Babelsberger Filmstudios, sind Meilensteine der Filmgeschichte. Eine neue Biographie widmet sich dem Regisseur, der sich selbst als "Augenmensch" verstand, der im Laufe seines Lebens fast erblindete.

    Miss Kenichi

    Ihren Namen hat die Künstlerin Katrin Hahner einer Figur aus einem japanischen Animationsfilm entnommen. Die Berliner Musikerin Miss Kenichi ist ein Multitalent, das immer auf der Suche nach dem passenden künstlerischen Ausdruck ist. Jetzt erscheint ihr neues Album "The Trail".

    Nino Haratischwili

    Nino Haratischwili hat bereits ihren dritten, hochgelobten Roman geschrieben und etliche preisgekrönte Theaterstücke - und das auf Deutsch. Einer Sprache, die sie erst im Alter von 12 Jahren lernte. Geboren und aufgewachsen ist sie in Tiflis. Heute gehört Nino Haratischwili zu den kraftvollsten Erzählerinnen der Deutschen Literatur. Am Deutschen Theater in Berlin feiert jetzt ihr Stück "Land der Ersten Dinge" Premiere.

  • Labyrinth des Schweigens

    Thomas Gnielka ist 15 Jahre alt, als er 1944 zum Kriegsdienst eingezogen wird. Er soll mit seinen Klassenkameraden in Auschwitz die Gefangenen bewachen. Traumatisiert von dem, was er im KZ gesehen hat, macht er Auschwitz zu seinem Lebensthema: Als einer der ersten erinnert er an das Morden und liefert entscheidende Beweise für den Auschwitz-Prozess. Auch seine Geschichte wird in dem Film "Labyrinth des Schweigens". Stilbruch hat Thomas Gnielkas Sohn getroffen.

    c/o Berlin im Amerika Haus

    Er war der erste Fotograf, der hier ausstellte: Will McBride zeigte seine Berlinfotografien bereits zur Eröffnung des Amerika Hauses im Jahr 1957. Jetzt hat die Fotogalerie c/o Berlin hier ihr neues Zuhause gefunden – und eröffnet unter anderem mit einer Ausstellung des amerikanischen Fotografen.

    Spielfilm: Bornholmer Straße

    Am 9. November 1989 verkündet Günter Schabowski die allgemeine Reisefreiheit für alle DDR-Bürger. Wenig später stehen die ersten Ostberliner vor dem Grenzübergang Bornholmer Straße und wollen rüber nach Westberlin. Oberstleutnant Harald Jäger ist der Mann, der die Mauer öffnet. Zum Mauerfalljubiläum sendet das erste den Spielfilm von Christian Schwochow. Stilbruch trifft den Regisseur, dessen Eltern als Zeitzeugen das Drehbuch verfassten.

    Junge Jazzer in Berlin

    "Nichts ist intensiv genug, es sei denn vielleicht es ist Jazz." Dieser Satz des Künstlers Jean Cocteau könnte als Überschrift stehen über dem 50. Berliner Jazz-Fest, das im Haus der Berliner Festspiele beginnt. Anlass genug, einen Blick auf die junge Berliner Jazzszene zu werfen, denn die blüht gerade so richtig auf.

    "Mein Berlin, dein Berlin" - Folge 2

    In "Mein Berlin, Dein Berlin" zeigen sich prominente Ost- und Westberliner gegenseitig die prägenden Orte ihrer Jugend. In Folge 2 trifft Rammstein-Musiker Christian "Flake" Lorenz auf den Ex-Ärzte Bassisten Hagen Liebing – wobei Punk im Osten und im Westen, in Prenzlauer Berg oder in Friedenau, offenbar gar nicht so unterschiedlich war... (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)

  • Moderatorin Petra Gute; Quelle: rbb/Thomas Ernst

    Stilbruch 23.10.2014 22:15

    +++ 25 Jahre "Konzert für Berlin" +++ "Jessica Mitford - Das rote Schaf der Familie" +++ Dokumentarfilm "Die Familie" +++ Schokopudding für 19 Cent - Israelis nach Berlin +++ Kulturtipps mit Sebastian Guggolz +++ "Mein Berlin, dein Berlin" +++ Nachruf: Peter Radszuhn +++

    Berlin T-Shirt (Quelle: rbb)

    25 Jahre "Konzert für Berlin"

    Für die, die dabei waren, war es ein Abend, an den sie bis an das Ende ihrer Tage zurückdenken werden. Direkt nach dem Mauerfall, innerhalb von zwei Tagen, hatte der SFB ein Konzert mit Größen wie Udo Lindenberg, Silly, Pankow und Joe Cocker in der Deutschlandhalle organisiert. Am 12. November fand das Konzert statt – ein Abend voller Emotionen. Jetzt erscheint ein Mitschnitt dieses legendären Konzerts.

    Hitler sitzt mit einer Frau (Quelle: rbb)

    "Jessica Mitford - Das rote Schaf der Familie"

    Jessica Mitford war "das rote Schaf der Familie" - Kommunistin, Bürgerrechtlerin und Bestsellerautorin. Ganz anders ihre fünf Schwestern: Von Herzogin über Hitler-Freundin bis zur Hausfrau. Sabine Kippenberger schreibt über das Leben einer Mitford, die aus der Reihe fiel.

    Familienfotos (Quelle: rbb)

    Dokumentarfilm "Die Familie"

    Der Dokumentarfilm "Die Familie" erinnert an die Maueropfer – indem er die Hinterbliebenen zu Wort kommen lässt. Die Mütter, Väter, Ehefrauen, Kinder, Brüder und Schwestern, die bis heute mit dem Verlust leben müssen und mit dem Schmerz, mit der Enttäuschung über die Mauerschützenprozesse und mit all den Fragen, die sie bis heute haben.

    Pudding (Quelle: rbb)

    Israelis in Berlin

    Der Auslöser war ein einfacher Schokopudding mit Sahnehaube. In Berlin kostet er 19 Cent. In Israel locker drei mal so viel. Mit seinem Supermarkt-Kassenzettel für diesen Pudding rief ein junger, in Berlin lebender Israeli über Facebook seine Landsleute auf, ihr Heimatland zu verlassen und ins Puddingparadies Berlin auszuwandern. Damit sorgte für eine nationale Debatte in Israel.

    Junge Meret Becker (Quelle: rbb)

    "Mein Berlin, dein Berlin" - Folge 1

    Die Mauerstadt Berlin ist Geschichte. Doch wie erlebten die, die in ihr aufgewachsen sind, den Alltag in der geteilten Stadt - hier "Hauptstadt der DDR", dort "Insel der Freiheit"? In "Mein Berlin, dein Berlin" treffen sich prominente Ost- und Westberliner. Gemeinsam besuchen sie die Orte ihrer Jugend. Dreimal führt Stilbruch Paare aus "Ost- und West-Berlinern" zusammen - in der ersten Folge - Meret Becker und Andrej Hermlin. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)

    Peter Radszuhn (Quelle: rbb)

    Nachruf: Peter Radszuhn

    Völlig unerwartet und viel zu früh, im Alter von 60 Jahren, ist Peter Radszuhn gestorben.  Begonnen hat er als Gitarrist in der Westberliner Punkband "Tempo" und wurde dann, von Sendebeginn an, der Musikchef von Radioeins. Und er war, sein Leben lang, ein echter Rock´n Roller, ein leidenschaftlicher Musikfan.

  • Petra Gute (Quelle: rbb)

    Stilbruch 16.10.2014 22:15

    +++ Nicki Pawlow: "Der bulgarische Arzt" +++ Niklas Maak: "Wohnkomplex" +++ Volker Meyer-Dabisch: "Von Hohenschönhausen nach Niederschöneweide" +++ Arwed Messmer: "Reenactment MFS" +++ Kulturtipps mit Nele Heinvetter +++ Dimitrij Schaad in "Untergang der Nibelungen" +++

    Schriftstellerin Nicki Pawlow (Quelle: rbb)

    Nicki Pawlow: "Der bulgarische Arzt"

    Vor 25 Jahren wurde die Mauer zum Einsturz gebracht. Ihr Fall beendete zumindest symbolisch nicht nur die Teilung Deutschlands, sondern auch Europas und der Welt. Wie die Grenzen damals auch das ganz private Leben prägten, zeigt uns der Roman "Der bulgarische Arzt" der Berliner Autorin Nicki Pawlow. Ihr Buch erzählt über drei Generationen hinweg das Leben ihrer Familie – in drei verschiedenen politischen Systemen.

    ein zur grünen Terasse hin geöffneter Essraum (Quelle: rbb)

    Niklas Maak: "Wohnkomplex"

    Viele der großen Krisen der Gegenwart, sagt der Architekturkritiker Niklas Maak, sind eigentlich Immobilienkrisen. Wir brauchen andere Häuser - und eine andere Baukultur fordert er in seinem neuen Buch "Wohnkomplex".

    Dokumentarfilmer Volker Meyer-Dabisch auf einer großen Steinbank mit steinernem Kissen, davor sein Fahrrad mit Anhänger mit der Aufschrift 'road movie' (Quelle: rbb)

    Dokumentarfilm: "Von Hohenschönhausen nach Niederschöneweide"

    Die Dokumentarfilme des Berliner Filmemachers Volker Meyer-Dabisch tauchen tief ein in die Subkulturen und Merkwürdigkeiten der Berliner Kieze. Nach dem Görlitzer Park, dem Hip Hop Underground und einem Einblick in das Leben sogenannter Mischlingskinder, hat er sich nun auf eine Reise durch zwei wenig beachtete Berliner Stadtteile begeben. "Von Hohenschönhausen nach Niederschöneweide" erzählt vom Aufbruch und vom schweren Erbe zweier entlegener Berliner Vorstädte.

    historische Fotografie einer (im Rahmen der Untersuchungshaft) nachgestellten Fluchtsituation: Eine Frau, im Kofferrum liegend, hält ein Kind umklammert (Quelle: rbb)

    Arwed Messmer: "Reenactment MfS"

    25 Jahre nach dem Mauerfall geht der Berliner Fotograf Arwed Messmer auf künstlerische Spurensuche. In den Akten des Ministeriums der Staatssicherheit der DDR fand er unzählige Dokumente über gescheiterte Fluchtversuche an der Mauer. Für sein neues Projekt "Reenactment MfS" stellt er diese teils makaberen Gebrauchsfotos in einen neuen Zusammenhang.

    Neele Heinvetter blickt durch eine Glasscheibe (Quelle: rbb)

    Kulturtipps mit Neele Heinvetter

    Tipp 1: Jean-Pascal Flavien: "Days, between placing and displacing"
    Tipp 2: Bettina Khano: "Flipped Image"
    Tipp 3: Restaurant: Pauly Saal
     

    Plakat des Maxim Gorki mit Dimitrij Schaad (Quelle: rbb)

    Dimitrij Schaad in "Untergang der Nibelungen"

    Nicht umsonst ist das Maxim Gorki mit seinem hochmotivierten, jungen, internationalen Ensemble dafür gleich nach seiner ersten Spielzeit zum "Theater des Jahres" gekürt worden. Als nächste Premiere zeigt es den "Untergang der Nibelungen" nach Hebbel. Mit dabei: ein junger Mann, der auch gleich noch zum "Nachwuchsschauspieler des Jahres" gewählt wurde: Dimitrij Schaad.

  • Stilbruch vom 09.10.2014

    Mainhardt Graf von Nayhaus: Chronist der Macht +++ Arteholic +++ 'Irmina' +++ Deutschlands bestes Buch des Jahres heißt 'Kruso' +++ Kulturtipps mit Martina Schöne-Radunski +++ 'Melt' von J.Moon +++

    Der Journalist Mainhardt Graf von Nayhauß. Quelle: dpa

    Mainhardt Graf von Nayhaus: Chronist der Macht

    Jahrzehnte war Mainhardt Graf von Nayhaus immer nah dran, an den Mächtigen der Republik. Der Journalist fuhr mit Wolfgang Schäuble Ski und badete mit Helmut Kohl vor der australischen Küste. Jetzt veröffentlicht er seine Autobiographie.

    Arteholic: Udo Kier betrachtet Alberto Giacomettis "Die Nase", Museum Ludwig Koeln; Foto: © Camino Filmverleih

    Arteholic

    Er ist einer der wenigen deutschen Schauspieler, die auch in Amerika eine beeindruckende Karriere hingelegt haben: Udo Kier. In seinem neuen Film lernen wir ihn von einer neuen Seite kennen - als leidenschaftlicher Kunstliebhaber, als "Arteholic".

    Zeichnung die eine Frauch mit Koffer zeigt, daneben Stifte auf dem Papier (Quelle: rbb)

    "Irmina"

    Vor ein paar Jahren fand die Comic-Künstlerin Barbara Yelin im Nachlass ihrer Großmutter einen Karton mit Briefen und Tagebüchern. Eine Entdeckung, die sie zu "Irmina" inspirierte. Im neuen Comic-Roman geht es um die Geschichte einer jungen Frau während der Nazizeit und ihrer ersten, großen, unglücklichen Liebe.  

    Der Autor Lutz Seiler lächelt am 06.10.2014 während der Verleihung des Deutschen Buchpreises 2014 im Römer in Frankfurt am Main (Hessen) (Quelle: dpa)

    Deutschlands bestes Buch des Jahres heißt "Kruso"

    Er galt als klarer Favorit – und trotzdem war es ganz einfach schön, als Lutz Seiler den Deutschen Buchpreis bekam. "Kruso", der Debutroman des Brandenburgers, trägt nun die Auszeichnung "bestes deutsches Buch des Jahres". Lutz Seiler beschreibt es als "Robinsonade im klassischen Sinne".

    J.Moon (Quelle: rbb)

    "Melt" von J.Moon

    Für ihr erstes Soloalbum zog Jessica Einaudi von Mailand nach Berlin. Die vielen Menschen aus aller Welt und die Kunst- und Kulturszene hier inspirieren sie jeden Tag, sagt die Sängerin mit dem Künstlernamen J.Moon. "Melt" heißt ihr erstes Album, und das passt, weil in ihren Songs Realität und Phantasie miteinander verschmelzen.

  • Stilbruch 02.10.2014 22:15

    +++ Geschichte der Neuen Nationalgalerie +++ Ausstellung: Signale des Aufbruchs +++ Neues Buch: Die zehn wichtigsten Fragen des Lebens +++ Feinde in Rot - 25 Jahre nach Gründung der Ost-SPD +++ Kulturtipps mit Archie Clapp +++ Chipperfield-Ausstellung - ein Making Of +++ Künstler über die Neue Nationalgalerie +++ Neues Album: Johanna Borchert +++  

    Die Geschichte der Neuen Nationalgalerie

    Bevor die Neue Nationalgalerie wegen Sanierungsarbeiten für mehrere Jahre geschlossen wird, blickt Stilbruch zurück auf fast 50 Jahre des Museums, das einst von der Architektenlegende Mies van der Rohe geschaffen wurde.

    Fotograf Siebrand Rehberg betrachtet das Miniaturmodell einer Straße (Quelle: rbb)

    Siebrand Rehberg: Signale des Aufbruchs

    "Signale des Aufbruchs" – so heißt eine Ausstellung, die jetzt erstmals die Bilder des Fotografen Siebrand Rehberg zeigt, der Anfang der 1970er Jahre mit seiner Kamera das Leben im Schatten der Mauer festhielt – vor allem in Kreuzberg, das damals noch ganz und gar nicht angesagt war.

    Gregor Eisenhauer (Quelle: rbb)

    Gregor Eisenhauer: "Die zehn wichtigsten Fragen des Lebens"

    Was ist der Sinn unseres Lebens? Damit beschäftigt sich der Philosoph Gregor Eisenhauer immer wieder. Für den Tagesspiegel schreibt er seit über 10 Jahren Nachrufe auf Berlinerinnen und Berliner. Und diese Beschäftigung mit dem Leben und dem Sterben zeigt ihm, was am Ende zählt. In seinem sehr nachdenklich machenden Buch fordert er uns jetzt auf, uns darüber klar zu werden, was im Leben wirklich wichtig ist. 

    Ein Transparent, angeschnitten im Bild, mit der unvollständigen Aufschrift "Das andere Ost" (Quelle: rbb)

    Feinde in Rot

    Am 7. Oktober 1989 wurde auf der einen Seite der Mauer der 40. Geburtstag der DDR gefeiert. Genau an diesem Tag trafen sich in Brandenburg ganz im Geheimen mutige Oppositionelle um die Sozialdemokratische Partei in der DDR zu gründen: eine offene Kampfansage an die Machthaber.

    Archie Clapp (Quelle: rbb)

    Kulturtipps mit Archie Clapp

    Tipp 1: : Beate Tembridis: "Vom Unglück, Grieche zu sein"
    Tipp 2: Stefan Sing in den "Katakomben"
    Tipp 3: Scheinbar Varieté
     

    aufrechtstehende Baumstämme in der Neuen Nationalgalerie: Ausstellung von David Clipperfield (Quelle: rbb)

    David Chipperfield: "Sticks and Stones"

    Der britische Stararchitekt David Chipperfield will vor der Sanierung der Neuen Nationalgalerie eine ungewöhnliche Installation anbringen: Die Haupthalle des legendären Mies-van-der-Rohe-Baus wird für drei Monate zu einem "Stützenwald" mit 144 Baumstämmen. Ein Making Of darüber, wie der Wald in die Neue Nationalgalerie kam...

    der Künstler Daniel Knorr vor der Neuen Nationalgalerie (Quelle: rbb)

    Künstler über die Neue Nationalgalerie

    Die Neue Nationalgalerie ist nicht nur Ikone der Klassischen Moderne – sie ist auch eine Herausforderung für Künstler, sie zu bespielen. Stilbruch hat Berliner Künstler gefragt, welche Erfahrungen sie mit der Neuen Nationalgalerie gemacht haben.

    Johanna Borchert (Quelle: rbb)

    Johanna Borchert

    Ist das jetzt Jazz oder Pop? Egal. Allein mit ihrer Stimme und ihrem Klavier klingt sie wie ein ganzes Orchester. Beim kommenden Jazzfest die Berliner Musikerin Johanna Borchert dabei sein. Ungewöhnliche und tolle Musik von einer ungewöhnlichen und tollen Frau.