Die Sendung im Detail

Das Kulturmagazin im rbb Fernsehen

Die Redaktion STILBRUCH, Quelle: rbb

Die Stilbruch-Redaktion

Jede Woche neu wollen wir zeigen, wie vielfältig die Kultur in Berlin und Brandenburg sein kann. Dabei will sich STILBRUCH nicht auf bestimme Genres festlegen lassen und berichtet über die großen Ereignisse genauso wie über die neuesten Trends.

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Kulturnachrichten

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  • Garnisonkirchen-Stiftung gelassen trotz Millionenabsage 

    - "Er ist seit Jahren der größte Nicht-Spender"

    Ein Spender, der bislang 6,3 Millionen Euro für den Wiederaufbau der Garnisonkirche in Aussicht gestellt hat, will nicht zahlen. Er hatte zuvor gefordert, die frühere Militärkirche in Potsdam zu einem "Symbol des christlichen Preußens" zu machen und war auf Widerstand gestoßen. Die Garnisonkirchen-Stiftung reagierte gelassen: Mit dem Geld habe man eh nicht gerechnet.
  • Neue Spielzeit der Philharmoniker 

    - Beethovens Neunte zum Mauerfall-Jubiläum

    Die Berliner Philharmoniker werden in der kommenden Spielzeit bei 129 Konzerten auftreten. Auftritte in New York und London stehen auf dem Spielplan, aber auch - anlässlich des 25. Jahrestages des Mauerfalls - Konzerte in Halle, Warschau, Budapest und Prag. Gefeiert wird mit Beethovens "Ode an die Freude". Ihre Konzertaufnahmen wollen die Philharmoniker künftig auf einem eigenen Plattenlabel veröffentlichen.
  • Noch kein Termin für Umzug 

    - Ehm-Welk-Museum öffnet wieder tageweise

    Auch für die Besucher kann sich die Schließung eines Museums lohnen: Das Ehm-Welk-Museum in Angermünde, seit vergangenen Sommer zu, machte in den vergangenen Monaten offenbar einige interessante Entdeckungen in seinen Depots. Davon können sich die Fans des uckermärkischen Schriftstellers bald selbst überzeugen - ab Mitte Mai wird das Museum wieder tageweise öffnen.
  • rbb zeigt "Kunstkrimi" 

    - Wo sind die Bilder der Sammlung Liebermann?

    Max Liebermann war nicht nur ein bedeutender Maler, sondern auch ein wichtiger Kunstsammler. Heute sind seine Bilder Millionen wert. Doch viele Stücke seiner Sammlung sind heute verschollen. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden sie in alle Winde zerstreut. Eine Dokumentation im rbb Fernsehen macht sich auf die Suche nach den Kunstschätzen.
  • Ausstellung über Andreas Schlüter  

    - Bode-Museum würdigt Berlins verkannten Schlossbaumeister

    Das Relief aus dem Haupttreppenhaus des Berliner Schlosses ist erst vor wenigen Monaten entdeckt worden - in einem Depot der Schlossbauhütte. Nun rankt sich gleich eine ganze Ausstellung um die spektakuläre Fundsache und ihren Schöpfer Andreas Schlüter - erst gefeiert, dann gefeuert. Von Jürgen Gressel-Hichert
  • Judith Holofernes präsentiert Soloalbum live 

    - Kratzig, wo es kratzen soll

    Die Berliner Musikerin Judith Holofernes hatte mit "Wir sind Helden" einen riesigen Erfolg, bis die Band vor drei Jahren eine Pause unbestimmter Dauer ankündigte. Ein Grund dafür: Judith Holofernes fühlte sich ausgebrannt, wollte nicht mehr. Jetzt ist sie mit einem Solo-Album zurück und stellte dies am Osterwochenende im Astra vor. Hendrik Schröder war dabei.
  • Diskurs über das Schaffen der Autorin 

    - Christa Wolf Gesellschaft gegründet

    Ihr Werk sorgte in Ost- wie in Westdeutschland für Aufmerksamkeit und große Anerkennung: Christa Wolf. Nach der Wende begann eine breite Debatte über Wolfs Rolle als Intellektuelle und Kritikerin. Nun will die neu gegründete Christa Wolf Gesellschaft das Schaffen und Wirken der Autorin genauer untersuchen.
  • Bauprobleme beim Einheitsdenkmal  

    - "2015 ist nach heutigem Stand ein ehrgeiziger Wunsch"

    Geschützte Fledermäuse und erhaltenswerte Kunstwerke im Sockel, Unklarheiten im Bauplan - beim Bau des Freiheits- und Einheitsdenkmals am Berliner Stadtschloss tun sich immer neue Hindernisse auf. Kulturstaatsministerin Monika Grütters sieht jetzt die geplante Eröffnung im nächsten Jahr in Gefahr.
  • Gedenkstätten legen am stärksten zu 

    - Berliner Museen ziehen deutlich mehr Besucher an

    Berlins Museen ziehen immer mehr Besucher an - die Gedenkstätten legen sogar noch stärker zu. So haben im vergangenen Jahr mehr als eine Million Menschen die Gedenkstätte Topographie des Terrors besucht. Berlins Regierender Bürgermeister nannte das stetig steigende Interesse an zeitgeschichtlichen Themen bemerkenswert.
  • Todesnachricht aus Freundeskreis 

    - Schauspieler Peter Schiff gestorben

    Er war die deutsche Stimme des Raumschiffcomputers "HAL 9000" in Stanley Kubricks "2001: Odyssee im Weltraum". An der Seite von Manfred Krug spielte er den Anwalt Dr. Wolter in der Fernsehserie "Liebling Kreuzberg". Jetzt ist der Berliner Schauspieler Peter Schiff an einer Lungenentzündung gestorben, wie der rbb am Donnerstag erfuhr.
  • Record Store Day am Karsamstag 

    - Größer als Weihnachten

    Exklusive Sonderauflagen, alte Platten neu gemischt und intime Konzerte – am Samstag haben Plattenläden in Berlin und Brandenburg den Record Store Day gefeiert. Aus einer netten kleinen Idee ist längst ein großes Geschäft geworden. Von Anne Fromm
  • Armin Müller-Stahl veröffentlicht neue Autobiografie 

    - Schlagfertig, gelassen und bescheiden

    Als Thomas Mann in Breloers Porträt der Dichterfamilie ist er unvergessen. Ebenso als Taxifahrer in Jim Jarmuschs "Night on Earth": Armin Müller-Stahl ist einer der beliebtesten deutschen Schauspieler. Mit 83 hat er eine weitere Autobiografie vorgelegt. Bei der Buchvorstellung im Berliner Ensemble war Maria Ossowski dabei.
  • Herkunft von Kokoschka-Bild bei Stiftung Preußischer Kulturbesitz unklar 

    - Parzinger will Raubkunst-Vorwurf schnell klären

    Aufregung um das Bild "Pariser Platz in Berlin": Bis vor zwei Wochen hing es im Büro des Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Parzinger. Jetzt stellte sich heraus, dass das Gemälde möglicherweise in die Kategorie Raubkunst fällt. Parzinger will die Sache so schnell wie möglich klären lassen.
  • Mosaik-Comic Ausstellung 

    - Mit Mosaik ging's nach Venedig

    Drei Kobolde namens Dig, Dag und Digedag entführten zwanzig Jahre lang Klein und Groß in eine Comicwelt voller Abenteuer. Von 1955 bis 1975 boten die "Mosaik"-Hefte ihren Lesern eine bunte Zuflucht im DDR-Alltag. Bis zum 3. August zeigt das neue Museum in der Kulturbrauerei eine Wechselausstellung über die beliebte Heftreihe.

TV-Tipps

Logo von "Bauer sucht Kultur" (Quelle: rbb/Norbert Kohn)

Bauer sucht Kultur

Der ttt-Moderator Max Moor ist begeisterter Biobauer in Hirschfelde in Brandenburg und er reist übers Land und trifft auf Künstler, Maler und Schriftsteller, die sich wie er in Brandenburg niedergelassen haben und dort leben und arbeiten.

Dieter Moor und Schriftzug "Bücher und Moor" (Quelle: rbb)

Bücher und Moor

Max Moor stellt lesenswerte Neuerscheinungen vor, führt Gespräche mit Prominenten über "die Bücher ihres Lebens" und junge Berliner Schriftsteller präsentieren ihren "Roman in 200 Worten".

Kulturmagazin im Ersten

Prominente empfehlen 50 x Kunst

Büste der Nofretete (Bild: dpa)

50xKunst - Das gefällt mir!

Über 100 Prominente hat der rbb nach ihrem Lieblingsobjekt in Berlin und Brandenburg befragt. Das Ergebnis ist eine Top 50-Liste.

Stilbruch Archiv

  • Moderatorin Petra Gute; Quelle: rbb/Thomas Ernst

    Stilbruch vom 10.04.2014

    "Der Kanzlerspion - Das Doppelleben des Günter Guillaume" +++ Gesine Cukrowksi +++ Urs Faes: "Sommer in Brandenburg" +++ "Achtung Berlin" - Berlin im Film der 90er Jahre +++ Kulturtipps mit Beat' n Blow +++ "Nik Nowak – Echo"

    "Der Kanzlerspion - Das Doppelleben des Günter Guillaume"

    Mit der Verhaftung 1974 endete das Doppelleben des Günter Guillaume. Vier Jahre war er Referent im Bundeskanzleramt und gleichzeitig "Kundschafter" des DDR-Geheimdienstes. Die Affäre "G." war der Anlass zum Rücktritt von Bundeskanzler Willy Brandt. Eine ARD-Doku erzählt diese deutsch-deutsche Geschichte aus der Zeit des Kalten Kriegs.

    Gesine Cukrowksi

    Die Schauspielerin Gesine Cukrowksi hat vor allem für TV-Produktionen gearbeitet. Jetzt kehrt sie zu den Anfängen ihrer Karriere zurück - auf die Theaterbühne. Im April ist sie in Moritz Rinkes Stück "Wir lieben und wissen nichts" am Renaissance Theater zu sehen - ein Kammerspiel über verkorkste Beziehungen.

    Urs Faes: "Sommer in Brandenburg"

    Der Schweizer Autor Urs Faes erzählt in seinem neuen Roman eine wahre Liebesgeschichte: Für die beiden jüdischen Jugendlichen Ron und Lissy wird das Leben im Sommer 1938 in Deutschland immer schwieriger. Auf einem brandenburgischen Gutshof werden sie auf ihre Ausreise nach Israel vorbereitet - doch nur einer von ihnen wird die Ausreise schaffen.

    "Achtung Berlin" - Berlin im Film der 90er Jahre

    Das Filmfestival "Achtung Berlin" geht ins zehnte Jahr. Zum Jubiläum spendieren sich die Macher eine umfangreiche Berlin-Retrospektive, die zeigen soll, wie sich die Stadt in den letzten zwei Jahrzehnten verändert und immer wieder neu erfunden hat.

    "Nik Nowak – Echo"

    Seine Kunst ist eine Herausforderung - weniger für die Augen als vielmehr für die Ohren. Die Grenzen zwischen Kunst und Musik, Krieg und Klang sind bei Nik Nowak fliessend. Der Berliner Soundmaschinen-Ingenieur bekommt in diesem Jahr den GASAG-Kunstpreis und eine Ausstellung in der Berlinischen Galerie.

  • Stilbruch logo 708 px

    Stilbruch vom 03.04.2014

    "Lauf Junge Lauf" +++ Dieter Meier: "Out of chaos" +++ Ai Weiwei: "Evidence" +++ Ursula Werner +++ Kulturtipps mit Judith Brandenburg +++ Süpermänner

    Andrzej Tkacz (Quelle: rbb)

    "Lauf Junge Lauf"

    Der neunjährige Srulik flieht aus dem Warschauer Ghetto und versteckt sich zwei Jahre lang im Wald. Um zu überleben, hält er seine jüdische Identität geheim und gibt sich als katholisches Waisenkind aus. Heute lebt Srulik als Yoram Fridman in Israel. Pepe Danquart hat seine Fluchtgeschichte verfilmt.

    "Out of Chaos" (Quelle: rbb)

    Dieter Meier: "Out of chaos"

    Dieter Meier eroberte in den 1980er Jahren mit seiner Elektroband "Yello" die internationalen Charts. Jüngst wurde er mit Band-Kollege Boris Blank beim Echo für sein Lebenswerk geehrt. Jetzt erscheint Dieter Meiers Solo-Album, das er in Berlin-Neukölln aufgenommen hat.

    Mann auf Stuhl auf vielen Trommeln (Quelle: rbb)

    Ai Weiwei: "Evidence"

    Immer wieder setzt sich Ai Weiwei mit der chinesischen Geschichte und Politik auseinander – und mit seiner eigenen Situation. Die Regierung seines Landes hatte ihn ohne Angabe von Gründen für Monate ins Gefängnis gesperrt, sie überwacht ihn rund um die Uhr - und hat ihn auch zur Eröffnung seiner umfangreichsten Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau nicht ausreisen lassen.

    Ursula Werner (Quelle: rbb)

    Ursula Werner

    Der Schauspielerin Ursula Werner ist Starrummel völlig fremd. Sie will anständige Arbeit abliefern -  das erzählt sie jetzt in ihren Erinnerungen. Und davon, wie es ein Mädchen aus einem Berliner Hinterhof auf den Roten Teppich der Filmfestspiele in Cannes geschafft hat.

    Celal Sert (Quelle: rbb)

    "Süpermänner"

    Türkische Männer haben keine Probleme - sie sind das Problem. Behauptet zumindest ein neues Theaterstück im Ballhaus Naunynstrasse. Türkische Männer halten sich nämlich, laut Klischee, allesamt für Süpermänner. Das Ballhaus Naunynstraße lässt nun drei türkische Männer auf die Bühne, die mit reichlich eigener Erfahrung dieses Bild hinterfragen.

  • Petra Gute - Stilbruch (Quelle: rbb)

    Stilbruch vom 27.03.2014

    Hamed Abdel-Samad: "Der islamische Faschismus" +++  Kurt am Wittenbergplatz +++ Schnee von gestern +++  Barbara Brauda: "Lust auf Leben" +++ Kulturtipps mit Falko Hennig +++ The Incredible Herrengedeck +++ Remix-Wettbewerb des Deutschen Symphonie-Orchesters

    Hamed Abdel Samad (Quelle: rbb)

    Hamed Abdel-Samad: "Der islamische Faschismus"

    Der deutsch-ägyptische Autor Hamed Abdel-Samad ist einer der wichtigsten Kritiker des politischen Islam - und damit hat er sich jede Menge Feinde gemacht. Einschüchtern lässt er sich trotzdem nicht. In seinem neuen Buch, für das er Morddrohungen erhielt, unterstellt er dem Islamismus Parallelen zum Faschismus.

    Kurt am Wittenbergplatz

    Am Nollendorfplatz in Berlin-Schöneberg machte der Regisseur Erwin Piscator in den 1920er Jahren das revolutionärste Theater in ganz Deutschland. In vielen Dingen war der Berliner Ortsteil seiner Zeit voraus - nicht nur als Kulturavantgarde- und schwuler Szenebezirk. Das zeigt jetzt eine neue Foto-Ausstellung.

    Zwei Frauen, die sich umarmen (Quelle: rbb)

    Schnee von gestern

    Der Jude Feiv'ke Schwarz aus Wilna wurde von den Nazis ermordet - das glaubt zumindest seine Schwester, die nach dem Krieg in Israel lebt. Doch in Wirklichkeit hat ihr Bruder das Konzentrationslager überlebt und später in Brandenburg unter neuem Namen eine Familie gegründet. Jahrzehnte später macht sich eine junge israelische Filmemacherin auf die Suche nach ihrem verloren geglaubten Großonkel.

    Buchcover: Lust auf Leben (Quelle: rbb)

    Barbara Brauda: "Lust auf Leben"

    Alt werden ist nichts für Feiglinge - das hat schon Hollywood-Diva Mae West gewusst. Aber jetzt gibt es ein Buch, das Lust aufs Älterwerden machen will. Es portraitiert lauter schöne, starke Frauen, die über 60 sind und mitten im Leben und zu sich selbst stehen.

    Musiker auf Dach in Kotümen (Quelle: rbb)

    The Incredible Herrengedeck

    Beim "Incredible Herrengedeck" handelt es sich nicht um Bier mit Schnaps, sondern um eine Berliner Chanson-Punk Band - drei Herren, die sich bevorzugt an den Ausschankstätten alkoholischer Erfrischungsgetränke aufhalten. Nichtsdestotrotz  legt das Trio Anfang April sein neues Album vor.

    Musiker spielen auf Blasinstrumenten (Quelle: rbb)

    Remix-Wettbewerb des Deutschen Symphonie-Orchesters

    Antonin Dvořáks Neunte Symphonie "Aus der neuen Welt" passt durchaus auf die Tanzfläche eines Berliner Clubs - zu erleben beim Remix-Wettbewerb "Into A New World" des Deutschen Symphonie-Orchesters. Den ersten Preis dafür hat der in Berlin lebende Franzose Julian Mannarini gewonnen, der dafür bei den Casual Concerts in der Berliner Philharmonie ausgezeichnet wird.

  • Stilbruch vom 20.03.2014

    Das russische Berlin von Vera Lourié +++ Jördis Triebel in "Westen" +++ Farbe für die Republik +++ Edgar Rai: "Die Gottespartitur" +++ Kulturtipps mit Elaiza +++ Christiane Karg +++ Matthias Koeppel

    Das russische Berlin von Vera Lourié

    Die meisten in Berlin lebenden Russen wohnen in Charlottenburg - wie zu Beginn der 1920er Jahre, als Charlottenburg auch "Charlottengrad" genannt wurde und sich hier die russische Bohème versammelte. Mittendrin die junge, gerade aus St. Petersburg geflüchtete Dichterin Vera Lourié. Jetzt erscheinen ihre Erinnerungen als Buch. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)

    Schauspielerin Jördis Triebel (Quelle: imago/Sven Lambert)

    Jördis Triebel in "Westen"

    Für viele Menschen in der DDR war der "Westen" eine Verheißung auf ein besseres Leben. Vier Millionen Menschen verließen die DDR Richtung Bundesrepublik in der Hoffnung auf Freiheit - und landeten erst mal in Notaufnahmelagern wie in Marienfelde. Dort spielt der vom rbb koproduzierte Kinofilm "Westen". In der Hauptrolle: die Berliner Schauspielerin Jördis Triebel.

    Farbe für die Republik

    Eine neue Foto-Ausstellung im Deutschen Historischen Museum erzählt vom Leben in der DDR - aber nicht vom wirklichen Alltag, sondern von einer auf Hochglanz gebürsteten, farbenfrohen DDR. Viele der Bilder stammen von Martin Schmidt. Seit den 50er Jahren fotografierte er VEBs, LPGs, Kitas und Altersheime - und inszenierte die DDR als modernen Staat. Eine Inszenierung, zu der Martin Schmidt noch heute steht.

    Edgar Rai: "Die Gottespartitur"

    Seinen ersten Roman schrieb der Berliner Schriftsteller Edgar Rai nur für die Schublade. Fünf Jahre lag er da rum, bis er Edgar Rai bei einem Umzug wieder in die Hände fiel und er ihn an einen Verlag schickte – die ihn tatsächlich druckten und ihn fragten, ob er nicht noch einen schreiben könnte. Mittlerweile hat er 15 Bücher geschrieben, jetzt erscheint sein neues Buch "Die Gottespartitur".

    Christiane Karg

    Der Sprung in die Solokarriere, den Christiane Karg letztes Jahr wagte, lässt sich gut an. In der Berliner Philharmonie steht die junge Sopranistin auf der Bühne, wo sie ihr Debüt bei den Berliner Philharmonikern mit Gustav Mahlers vierter Sinfonie gibt.

    Matthias Koeppel

    Seit 60 Jahren hat der Maler Matthias Koeppel ein Lieblingsmodell: Berlin. Die Stadt hatte ihm allerhand zu bieten in dieser Zeit - mit seinen ganzen Brüchen und Wandlungen, die Matthias Koeppel miterlebt und auf seinen Bildern festgehalten hat. Diese sind nun im Ephraim-Palais zu sehen.

  • Stilbruch vom 13.03.2014

    +++ "Union fürs Leben" +++ Per Leo: "Flut und Boden" +++ Friedrich Liechtenstein +++ "Die Frau des Polizisten" +++ Kulturtipps mit "Tiere streicheln Menschen" +++ Wols im Martin-Gropius-Bau +++

    "Union fürs Leben"

    Es ist nicht einfach nur ein Fußballverein. Der 1. FC Union Berlin ist eine Lebenseinstellung. Eine Entscheidung für Immer. Der Dokumentarfilm "Union fürs Leben" begleitet vier Fans nicht nur ins Stadion - und das  ist außerordentlich sehenswert auch für Menschen, die keinerlei Ahnung von Fußball haben - denn dieser Film ist eigentlich ein Liebesfilm.

    Per Leo: "Flut und Boden"

    Die in Berlin lebende ukrainische Schriftstellerin Katja Petrowskaja ist für den Preis der diesjährigen Leipziger Buchmesse nominiert. Ebenfalls auf der Liste stand der Berliner Autor Per Leo. In seinem Roman "Flut und Boden" geht er der Geschichte seiner Familie auf den Grund: Sein Großvater Friedrich war ein Nazi-Verbrecher - und zwar einer, der sich bewusst auf das Regime eingelassen hat.

    Friedrich Liechtenstein

    Noch vor Kurzem kannten Friedrich Liechtenstein nur ein paar Mitte-Hipster und Freunde des gepflegten Elektropop – mittlerweile schwärmen alle für ihn. Der Schauspieler, Musiker und professionelle Lebenskünstler ist derzeit Berlins heißester Exportartikel - seit eine deutsche Supermarktkette ihre Lebensmittel mit dem  „Supergeil“-Video bewirbt.

    "Die Frau des Polizisten"

    Zärtlichkeit und Gewalt, Liebe und Hass können sehr nah beieinander liegen. Das zeigt auch der Film "Die Frau des Polizisten". Lange hat Regisseur Philip Gröning zu diesem Thema recherchiert – herausgekommen ist jetzt sein zutiefst verstörender Film, der von dem Abgrund hinter der Fassade einer glücklichen Familie erzählt.  

    Wols im Martin-Gropius-Bau

    Glück war etwas, das im Leben des Berliner Künstlers, der sich "WOLS" nannte, vermutlich nicht oft vorkam. Dabei war der 1913 geborene Wolfgang Schulze hochtalentiert: Er spielte virtuos Geige, interessierte sich genauso für Sport wie für Naturwissenschaft und Kunst. Später arbeitete er als Maler, Grafiker und Fotograf. Sein Leben endet allerdings früh und tragisch. Jetzt erinnert der Martin-Gropius-Bau an sein bislang fast unbekanntes fotografisches Gesamtwerk.

  • Stilbruch 06.03.2014 22:15

    +++ "Das Hohe Haus" +++ Humboldts Tagebücher +++ "Die Familie Benjamin" +++ Band "Fenster" +++ Kulturtipps mit Tania Masi +++ Fotograf Thomas Struth +++

    Der Publizist und Moderator Roger Willemsen (Bild: dpa)

    "Das Hohe Haus"

    Roger Willemsen hat jeden einzelnen Sitzungstag im Deutschen Bundestag gesessen - ein ganzes Jahr lang. Begleitet nur von seinem Kissen als einzige Bequemlichkeit hat er von der Besuchertribüne aus das Geschehen im Saal verfolgt. Herausgekommen ist ein so noch nie unternommener Selbstversuch - um zu verstehen, wie das Zentrum der Demokratie funktioniert.

    Humboldts Tagebücher

    Vor mehr als 200 Jahren reiste der Berliner Naturforscher Alexander von Humboldt fünf Jahre lang kreuz und quer durch Südamerika. Über seine Erlebnisse und Erkenntnisse führte er akribisch Tagebuch: Neun Bände füllte er mit seiner winzigen Schrift und seinen Illustrationen. Diese berühmten amerikanischen Humboldt-Tagebücher hat nun die Stiftung Preußischer Kulturbesitz für Berlin erworben.

    "Die Familie Benjamin"

    Hilde Benjamin war in den 50er und 60er Jahren Justizministerin der DDR. „Rote Hilde“ nannte man sie wegen ihrer gefürchteten Urteile. Über sie wollte der Journalist und ehemalige Regierungssprecher Uwe Karsten-Heye eine Biografie schreiben. Doch als er begann, sich näher mit ihr zu beschäftigen, merkte er, dass er die berührende Geschichte der gesamten Familie Benjamin erzählen muss...

    Band "Fenster"

    Mit der Band "Fenster" läutet Stilbruch musikalisch den Frühling ein. Die Bandmitglieder - ein paar junge Musiker aus allen Herren Ländern - trafen sich in Berlin und machen jetzt gemeinsam ziemlich gute Musik. Eine Geschichte, wie sie derzeit am häufigsten wohl in Berlin passiert.  

    Fotograf Thomas Struth

    Selbst die Queen wollte sich von ihm porträtieren lassen: Thomas Struth ist einer der weltweit  erfolgreichsten  Fotografen – und einer der bestbezahlten. Ein Selbstporträt von ihm vor einem Dürergemälde brachte eine halbe Million Euro. Seit ein paar Jahren hat Thomas Struth ein Atelier in Berlin und jetzt zeigt er hier auch seine neuen Bilder.

  • Stilbruch 27.02.2014 22:15

    +++ Wolfgang Beltracchi +++ Marie Jalowicz "Untergetaucht" +++ Peter Sellars +++ Verbotene Filme +++ Kulturtipps mit Lutz Ehrlich +++ Sebastian Krämer +++

    Wolfgang Beltracchi

    Der Fälscher als Film-Held. Wolfgang Beltracchi gibt sich selbstbewusst bis selbst-herrlich - und die Zuschauer dürfen in "Beltracchi - Die Kunst der Fälschung" hautnah dabei sein, wenn ein echtes falsches Bild entsteht.

    Marie Jalowicz

    Am 22. Juni 1942, morgens um sechs, fasst die neunzehnjährige Berlinerin Marie Jalowisz einen mutigen Entschluss. Die Gestapo steht schon in ihrem Zimmer, um sie zu verhaften – da flieht sie, nur im Unterrock. Sie will leben - und sie überlebt, als Jüdin in Berlin, untergetaucht, versteckt. Im Buch "Untergetaucht" erzählt sie erstmals ihre ganze Geschichte.

    Peter Sellars

    Der renommierte amerikanische Regisseur Peter Sellars bringt die Johannes-Passion auf die Bühne, und zwar mit einem großartigen Ensembl: Sir Simon Rattle dirigiert und seine Frau Magdalena Kozena, viele weitere tolle Solisten und der Berliner Rundfunkchor singen.

    Verbotene Filme

    In der Nazizeit wurden weit über eintausend Spielfilme gedreht. Viele von ihnen antisemitisch und menschenverachtend, wie "Jud Süss". Einige dieser Filme sind bis heute im Giftschrank. Die Dokumentation "Verbotene Filme" fragt nach dem richtigen Umgang mit diesem schwierigen Erbe der Filmgeschichte.

    Sebastian Krämer

    Er sei wie die Rolling Stones, nur mit Musik. Das behauptet der Berliner Klavierkabarettist Sebastian Krämer von sich: Klingt anmaßend, kümmert ihn aber genau so wenig wie andere Befindlichkeiten. Tatsächlich ist er einer der großen unter den deutschen Kleinkünstlern.