Die Sendung im Detail

Die Redaktion

Die Stilbruch-Redaktion (Quelle: rbb)

Die Stilbruch-Redaktion

Jede Woche neu wollen wir zeigen, wie vielfältig die Kultur in Berlin und Brandenburg sein kann. Dabei will sich Stilbruch nicht auf bestimme Genres festlegen lassen und berichtet über die großen Ereignisse genauso wie über die neuesten Trends.

Zur Berlinale das Berlinale Studio

Collage Bettina Rust vor dem Berlinale Palast; Quelle: © rbb/Oliver Kröning

Berlinale Studio vom 11.02.2016

Ein Porträt der Berlinale-Juryvorsitzenden, der Schauspielerin Meryl Streep +++ Im Wettbewerb der Film "Hail, Caesar!" +++ Porträt Anke Engelke +++ Studiogast: Die Schaupielerin Julia Jentsch +++ Berlinale Notizen +++ Mit 66 Jahren ... Skandale der Berlinale +++ Marwas Berlinale +++

Webdoku

Kulturnachrichten

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  • Kunstaktion für Flüchtlinge in Berlin 

    - Ai Weiwei hüllt Konzerthaus in Schwimmwesten

    Der chinesische Künstler Ai Weiwei ist für seine provokanten Arbeiten bekannt. Erst kürzlich stellte er das Foto eines toten Flüchtlingsjungen nach, dessen Leiche an einen türkischen Strand gespült worden war. In Berlin sollen jetzt hunderte Schwimmwesten an ertrunkene Flüchtlinge erinnern.
  • Reinhard Fißler erlag der Nervenkrankheit ALS  

    - Ex-Frontmann von Stern-Combo Meissen ist tot

    Seit 14 Jahren ist Stern-Meissen-Sänger Reinhard Fißler hatte der ehemalige Stern Combo Meissen-Frontmann die unheilbare Nervenkrankheit ALS. Am Samstagmorgen ist Rheinhard Fißler im Alter von 67 Jahren in einem Berliner Krankenhaus gestorben. Der Sänger war seit Jahren ans Bett gefesselt. 
  • Entwürfe für Berlins "Museum der Moderne" 

    - Das M20 nimmt viele verschiedene Formen an

    Für das in Berlin geplante Museum der Moderne sind am Freitag die ersten Entwürfe präsentiert worden. Am Ideenwettbewerb haben sich mehr als 400 Büros aus dem In- und Ausland beteiligt. Der Auftrag lohnt sich auch, sollen für den Bau doch 220 Millionen Euro ausgegeben werden. Die ersten zehn Kandidaten durften deshalb liefern.
  • Dänische Erfolgserie "Borgen" feiert Theater-Premiere 

    - 30 Stunden Fernsehen auf der Berliner Schaubühne

    Drei Staffeln mit je zehn Folgen. Das ist die bisherige Bilanz der dänischen Erfolgsfernsehserie "Borgen". Die Schaubühne Berlin will sie nun auf die Bühne bringen. Wie die 30 Stunden Fernseh-Stoff im Theater funktionieren sollen, hat Schauspieler Sebastian Rudolph dem rbb Kulturradio berichtet.
  • Filmkritik |"Fuocoammare" 

    - Das Feuer auf dem Meer

    Spendenaufrufe, Filmvorführungen für Flüchtlinge und "Recht auf Glück" als Festivalmotto – die Berlinale engagiert sich stark in der aktuellen Debatte über die Flüchtlingspolitik. Doch wie spiegelt sich das in den Filmen wider? Der italienische Wettbewerbsbeitrag "Fuocoammare" bringt das Thema auf die Leinwand – drastisch und mit großer Empathie. Von Andreas Kötzing
  • Kleist-Forum-Chef Spatz 

    - Frankfurts Kulturschaffende protestieren gegen Entlassung

    Die Entlassung des Chefs des Kleist-Forums in Frankfurt (Oder), Oliver Spatz, sorgt weiter für Aufregung. Zahlreiche Kulturschaffende fordern von der Stadt die Wiedereinstellung von Spatz: Die Gründe für dessen Entlassung nach nur knapp einem halben Jahr seien nicht nachvollziehbar.
  • Fassadenkunst am Savingnyplatz muss Neubau weichen  

    - Wandbild adé: Schade drum oder Lauf der Dinge?

    Berlins größtes Wandgemälde wird bald nicht mehr zu sehen sein. Vom S-Bahnhof Savignyplatz aus waren Politiker aller Coleur im Parlament zu sehen. Jetzt entsteht dort ein Wohn- und Geschäftshaus und das Bild verschwindet. Gehören die Wandmalereien unter Denkmalschutz? Unter Umständen schon, sagt der Berliner Wandmaler Werner Brunner.  
  • Uraufführung "Elektra" an der Neuköllner Oper 

    - Blut, Schweiß und Muttermilch

    Ein hinterhältiger Mord, Blutrache und Hass auf die Mutter - der Stoff, aus dem "Elektra" ist, fasziniert Theatermacher seit Jahrhunderten. An der Neuköllner Oper in Berlin tobt sich daran jetzt die junge Regisseurin Julia Lwowski aus. Nadine Kreuzahler ließ sich bei der Uraufführung küssen und nass spritzen.
  • Video: Brandenburg aktuell | 10.02.2016 | Jana Wochnik-Sachtleben 

    - Der Malerfürst verlässt Teltow

    Ein mysteriöser Kunstraub beschäftigt die Potsdamer Staatsanwaltschaft. Aus dem Atelier des Malers Markus Lüpertz in Teltow waren im Dezember Bilder gestohlen worden. Nun sind sie wieder aufgetaucht. Nach dem Diebstahl hat sich der Maler entschlossen, ein neues Atelier zu suchen - und ein neuer Verdacht steht im Raum.
  • Ausstellung "Manifesto" im Hamburger Bahnhof 

    - Cate Blanchett als Obdachlose auf dem Teufelsberg

    Sie forderten Bibliotheken abzubrennen und Museen zu überschwemmen, fanden alles DaDa und propagierten den wirklichen Wandel: Künstler in ihren Manifesten. Julian Rosefeldt hat die provokanten Postulate von einst für eine Ausstellung wieder hervorgeholt und lässt sie per Video neu verkünden – von Hollywood-Star Cate Blanchett. Von Barbara Wiegand
  • Volker Bruch und Liv Lisa Fries in den Hauptrollen 

    - Tom Tykwers "Babylon Berlin" läuft ab 2017

    Das hat es noch nie gegeben: Erstmals produzieren "Das Erste" und der Bezahlsender "Sky" gemeinsam eine Serie - von "Babylon Berlin" sollen gleich zwei Staffeln à acht Folgen gedreht werden, angeblich für weniger als 40 Millionen Euro. Regie führt Tom Tykwer. Der Stoff: Berlin in den 20er und 30er Jahren.
  • Polizei sucht Zeugen 

    - Wer hat Lüpertz' Werke heimlich zurückgebracht?

    Zwar ist Markus Lüpertz wieder im Besitz der Kunstwerke, die ihm in Teltow gestohlen worden waren, doch die Polizei ermittelt weiter. Gesucht werden jetzt Zeugen, die gesehen haben, wie die rund 30 Bilder, Zeichnungen, Aquarelle, Grafiken und Skulpturen zurückgestellt wurden - denn das muss eine Weile gedauert haben, glaubt die Polizei.
  • Deutsche Film- und Fernsehakademie 

    - Produzent Ben Gibson nimmt auf dem DFFB-Chefsessel Platz

    Harun Farocki, Detlev Buck und Christian Petzold - die Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) hat viele berühmte Regisseure hervorgebracht. Zuletzt aber war die Filmhochschule vor allem wegen Querelen um den Chefposten in den Schlagzeilen. Nun wurde der Produzent Ben Gibson als neuer Direktor vorgestellt. Von Nadine Kreuzahler
  • Publizist und HU-Honorarprofessor mit 60 Jahren gestorben 

    - Berlin trauert um Weltbürger Roger Willemsen

    Er war einer der bekanntesten Intellektuellen Deutschlands, in Berlin lernten ihn viele Studierende als Professor kennen: Roger Willemsen. Nun ist der Bestseller-Autor und Moderator an einer Krebserkrankung gestorben. Er hatte fünf Jahre lang an der Humboldt-Universität gelehrt.
  • Debatte über den Erhalt der Ku‘dammbühnen 

    - Kein Theater ist auch keine Lösung

    Die Zukunft des Theaters und der Komödie am Kurfürstendamm – der Ku'dammbühnen – ist seit Jahren ungewiss: Investoren kommen und gehen und mit ihnen große Umbaupläne. Der aktuelle Investor Cells Bauwelt sieht zwar weiterhin einen Theaterbetrieb vor. Seine Pläne sind für Bühnenchef Martin Wölffer allerdings keine Lösung.
  • Gilt als ältester Verlag Deutschlands 

    - Christiane zu Salm kauft Berliner Nicolai Verlag

    Back to the roots für die Unternehmerin Christiane zu Salm: Sie hat einmal Verlagsbuchhändlerin gelernt - und kauft nun nach Jahren im Fernsehbusiness den Berliner Nicolai Verlag. Damit erwirbt sie einen der ältesten Buchverlage Deutschlands, mit einer reichen geisteswissenschaftlichen Geschichte.

TV-Tipps

Logo von "Bauer sucht Kultur" (Quelle: rbb/Norbert Kohn)

Bauer sucht Kultur

Der ttt-Moderator Max Moor ist begeisterter Biobauer in Hirschfelde in Brandenburg und er reist übers Land und trifft auf Künstler, Maler und Schriftsteller, die sich wie er in Brandenburg niedergelassen haben und dort leben und arbeiten.

Max Moor und Schriftzug "Bücher und Moor" (Quelle: rbb)

Bücher und Moor

Max Moor stellt lesenswerte Neuerscheinungen vor, führt Gespräche mit Prominenten über "die Bücher ihres Lebens" und junge Berliner Schriftsteller präsentieren ihren "Roman in 200 Worten".

Köche und Moor (Quelle: rbb)

Köche und Moor

Max Moor begleitet bekannte Sterneköche, z. B. Kolja Kleeberg und Stefan Hartmann, – in die Küche und nach Brandenburg, wo sie auf die Suche nach lokalen Erzeugern gehen, die für die Spitzengastronomie aber auch für die heimische Küche produzieren.

Hörfunk

Social Media

Prominente empfehlen 50 x Kunst

Büste der Nofretete (Bild: dpa)

50xKunst - Das gefällt mir!

Über 100 Prominente hat der rbb nach ihrem Lieblingsobjekt in Berlin und Brandenburg befragt. Das Ergebnis ist eine Top 50-Liste.

Stilbruch Archiv

  • Stilbruch

    Stilbruch vom 28.01.2016

    Regina Stürickow: "Skandale in Berlin" +++ "Käsebier erobert den Kurfürstendamm" +++ "Grenzbock" +++ Das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück +++ Kulturtipps +++ Edgar Froese

    Poster am BER, im Hintergrund ziehende Wolken (Quelle: imago/CHROMORANGE)

    Regina Stürickow: "Skandale in Berlin"

    Berlin ist auch in Sachen Skandale eine richtige Hauptstadt. Der BER ist da nur das jüngste Beispiel. Vom Sexskandal im Jagdschloss Grunewald 1891 über Wettbetrüger in den 20er Jahren in Hoppegarten bis zu diversen Bau-Pleiten im Nachkriegs-Berlin. Die Historikerin Regina Stürickow hat die bekanntesten Berliner Skandale ausgegraben und zeigt, was sie über ihre jeweilige Zeit erzählen. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)

    Menschen flanieren auf der beliebten Prachtstrasse Kurfürstendamm im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf vorbei an das Theater am Kurfürstendamm (Quelle: Jens Kalaene/dpa)

    "Käsebier erobert den Kurfürstendamm"

    Vor 85 Jahren erschien Gabriele Tergits Roman über den Sänger Georg Käsebier aus Neukölln, seinen Erfolg und seine Krisen während der Weimarer Republik. Weil die jüdische Autorin von der SA bedroht wurde, emigrierte sie später nach Palästina und dann nach London. Ihr in Vergessenheit geratener Großstadt-Roman kann jetzt in einer Neuauflage wiederentdeckt werden. 

    Grenzbock - Jäger Hans-Dieter Pfannenstiel legt an (Quelle: Wüste Film West)

    "Grenzbock"

    Eine Jagdgesellschaft bläst zum letzten Mal zur Drückjagd auf einem einstigen Truppenübungsplatz in Brandenburg. Denn Naturschützer haben durchgesetzt, dass hiern in Zukunft nicht mehr gejagt werden darf. Für die Jäger völliger Unsinn, sie glauben, dass das Wild sich massiv vermehren und die Natur darunter leiden wird. Der rbb-Co-Produktion "Grenzbock" widmet sich der Jagd und dem Kulturkampf zwischen Jägern und Naturschützern.

    Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück am Schwedtsee (Quelle: imago/Jürgen Ritter)

    Das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück

    Das Konzentrationslager Ravensbrück nördlich von Berlin war das einzige KZ nur für Frauen. Zwischen 1939 und 1945 waren dort etwa 130.000 Frauen inhaftiert - Kommunistinnen, Widerstandskämpferinnen, Lesben, Journalistinnen, Jüdinnen. Zehntausende überlebten das Lager nicht. Die englische Journalistein Sara Helm erzählt die Geschichte des KZ Ravensbrück nun in ihrem Buch "Ohne Haar und ohne Namen".

    Außenansicht: Staatsoper im Schiller Theater (Quelle: dpa)

    Kulturtipps

    Tipp 1: Chen Kuen Lee (1915–2003) - "Hauslandschaften"
    Tipp 2: "Organism Response. Installation von David Olbrich"
    Tipp 3: "Mord an Mozart"

    Edgar Froese, Gründer der Electronic-Band Tangerine Dream (dpa-Archivbild)

    Edgar Froese

    Als Pionier der elektronischen Musik war Edgar Froese ein weltweit geachteter Künstler, der mit David Bowie, Friedrich Gulda oder Brian Eno befreundet war. Seine in Berlin gegründete Band "Tangerine Dream" war eine Keimzelle der elektronischen Musik. Vor einem Jahr starb Edgar Froese mit 70 Jahren in Wien. Ende Januar ehrt ihn das Haus der Festspiele mit einem Erinnerungsabend.

  • Stilbruch

    Stilbruch vom 21.01.2016

    Die "German Angst" ist zurück +++ Der 1. FC Union Berlin wird 50 Jahre +++ Castorf inszeniert Hebbels Tragödie "Judith" +++ Nghia Nuyen +++ Kulturtipps +++ "Briefe an Deutschland" mit Hakan Savas Mican

    Protest gegen sexuelle Gewalt vor dem Hauptbahnhof und dem Dom in Köln (Quelle: imago / Ralph Peters)

    Die "German Angst" ist zurück

    Terror in Paris, Krieg in Syrien und tausende Flüchtlinge auf dem Weg nach Deutschland - die teils alarmierenden Nachrichten der letzten Monate lassen Umfragen zufolge mehr als die Hälfte der Deutschen sorgenvoll in die Zukunft blicken. Dabei geht es ihnen wirtschaftlich so gut wie lange nicht. Die German Angst scheint zurück - jene vermeintlich typisch deutsche kollektive Sorge um die Zukunft, die uns die Angelsachsen bescheinigen.  

    Der 1. FC Union Berlin wird 50 Jahre

    Kaum ein Fußballclub wird von seinen Fans so geliebt und getragen wie der 1. FC Union. Gegründet wurde er als ziviler Club, besucht vor allem von Arbeitern, einigen Hippies und Punks, ausgestattet mit einer Hymne von Nina Hagen. Jetzt feiert der Verein sein 50-jähriges Jubiläum. (Das Video zum Beitrag ist bis zum 28.01.2016, 22:15 Uhr verfügbar)

    Die Schauspielerin Jasna Fritzi Bauer als Mirza probt am 19.01.2016 in Berlin in der Volksbühne eine Szene aus dem Stück "Judith" (Quelle: dpa)

    Castorf inszeniert Hebbels Tragödie "Judith"

    Judith will begehrt werden, findet aber keinen Mann, der ihr gewachsen ist. Das ändert sich als sie Holofernes trifft. Sie schläft mit ihm und hackt ihm dann den Kopf ab. Frank Castorf inszeniert Hebbels Tragödie an der Volksbühne - und macht sich mit diesem Theaterabend auf die Suche nach den Parallelen zur Geisteshaltung islamistischer Attentäter von heute.

    Nghia Nuyen (Quelle: rbb)

    Nghia Nuyen

    Als er 14 Jahre alt war, floh Nghia Nuyen mit seiner Familie auf einem Boot vor den Folgen des Kriegs aus Vietnam. Heute ist er ein Künstler mit Wohnsitz in einem kleinen brandenburgischen Dorf, wo er in seinen Bildern immer wieder erforscht, was die Menschen ausmacht.

    Kulturtipps

    Tipp 1: "Mein Touristenführer"
    Tipp 2: "1932" - Seltene Fotografien von George Grosz
    Tipp 3: Mixtura beim Ultraschall-Festival

    Hakan Savaş Mican zu Gast im kulturradio; Foto: gb

    "Briefe an Deutschland" mit Hakan Savaş Mican

    Regisseur Hakan Savaş Mican inszeniert derzeit "Kleiner Mann - was nun?" am Maxim Gorki Theater. In Hans Falladas Stück geht um die Ängste eines deutschen Kleinbürgers und um sein bedrohtes Glück. Für den Regisseur ist es hochaktuell. Doch was ist für ihn Deutschland? Und was ist überhaupt deutsch?  

  • Stilbruch

    Stilbruch vom 14.01.2016

    Nach Köln - Hysterie in Deutschland +++ Horst Evers: "Alles außer irdisch" +++ Sorge um Polen +++ Griechisches Filmfestival in Berlin +++ Kulturtipps +++ Dokumentartheater von Milo Rau

    Logo: Stilbruch (Quelle: rbb)

    Nach Köln - Hysterie in Deutschland

    Seit in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof Frauen sexuell angegriffen wurden, tobt in Deutschland eine heftige Debatte über die Schlußfolgerungen, die Gesellschaft und Politik aus dieser Gewaltnacht ziehen sollen. Dabei wird der Umgangston rauer und die Fronten zwischen den Lagern verhärten sich.

    Horst Evers: "Alles außer irdisch"

    Eigentlich macht der Berliner Autor und Kabarettist Horst Evers nichts anderes, als Geschichten aus seinem Alltag zu erzählen oder zu singen. Und das oft recht lustig und mit sehr skurrilen Wendungen. In seinem neuen Roman "Alles außer irdisch" riskiert Horst Evers einen Blick in die Zukunft Berlins.

    Polens ehemaliger Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski diskutiert im polnischen Parlament. (Quelle: dpa)

    Sorge um Polen

    Viele Deutsche beobachten die Politik der nationalkonservativen Regierung in Polen mit Sorge. Nach Verabschiedung eines neuen Justiz- und Mediengesetzes hat die Europäische Kommission sogar ein Verfahren gegen Polen eingeleitet. Polnische Künstler sind meist gegen die neue Regierung, manche können der Entwicklung aber auch positive Seiten abgewinnen.

    ARCHIV - Eine griechische Flagge weht am 29.06.2011 auf der Akropolis in Athen. Foto: dpa

    Griechisches Filmfestival in Berlin

    Griechenland ist aus den Schlagzeilen verschwunden. Das bedeutet aber nicht, dass die Lebensumstände dort besser geworden wären. Gerade in der Krise hat das junge griechische Kino jedoch viele neue Themen gefunden, was im Januar beim Filmfestival "Hellas Filmbox" im Kino Babylon zu sehen ist.

    Nachtaufnahme vom Haus der Kulturen der Welt in Berlin (Foto: dpa)

    Kulturtipps

    Tipp 1: "Retrospektive"
    Tipp 2: Rike Flämig + Zwoisy Mears-Clarke "Idiosyncrasies"
    Tipp 3: Wittmann/Zeitblom: "Is Everybody In?"

    Milo Rau [Imago]

    Dokumentartheater von Milo Rau

    Der Schweizer Theatermachen Milo Rau bringt aktuelle Geschichte und Politik auf die Bühne, zum Beispiel die kruden Weltverbesserungsthesen des norwegischen Massenmörders Anders Breivik, die Moskauer Pussy-Riot-Prozesse oder das Kongo-Tribunal. In seinem neuesten Stück an der Berliner Schaubühne beschäftigt er sich mit der aktuellen Flüchtlingssituation.

  • Jafaar Abdul-Karim und Petra Gute vor dem Brandenbruger Tor, Quelle: rbb/ Ever

    Stilbruch vom 10.12.2015

    "Raqqa Is Being Slaughtered Silently" +++ Syrische Museumsführer in Berliner Museen +++ Berliner Initiative "Salaam-Shalom" +++ Kulturtipps +++ Khebez Dawle

    Screenshot der Website "Raqqa Is Being Slaughtered Silently" (Quelle: www.raqqa-sl.com/en)

    "Raqqa Is Being Slaughtered Silently"

    Die syrische Stadt Raqqa ist seit 2014 unter der Kontrolle der Terrororganisation Islamischer Staat. Seitdem gibt es kaum noch Berichte aus dem besetzten Gebiet - abgesehen von einer Gruppe von Journalisten, die die Internetplattform "Raqqa Is Being Slaughtered Silently" gründeten und darüber Bilder und Informationen veröffentlichen. Ihre Arbeit hat sie alle auf die Todesliste des IS gebracht.

    Schild am Eingang des Deutschen Historischen Museums DHM in Berlin (Bild: imago/Steinach)

    Syrische Museumsführer in Berliner Museen

    Im Deutschen Historischen Museum und anderen Berliner Museen werden zurzeit Flüchtlinge unter anderem aus Syrien als Museumführer ausgebildet. Sie leben schon länger in Deutschland und sollen für andere Flüchtlinge Museumstouren in arabischer Sprache anbieten. Doch wie blicken sie selbst auf die deutsche Geschichte?

    Berliner Initiative 'Salaam-Shalom' bei einem Besuch im Ernst-Abbe-Gymnasium in Berlin-Neukölln (Quelle: Norbert Kron / rbb)

    Berliner Initiative "Salaam-Shalom"

    Die Gruppe "Salaam-Shalom" hat sich zum Ziel gesetzt zwischen den Religionen zu vermitteln. Bei einem Besuch in der Ernst-Abbe-Oberschule in Berlin-Neukölln, deren Schüler zu 90 Prozent Migranten mit muslimischem Glauben sind und noch nie einen Juden kennengelernt haben, stellen sie ihr Projekt vor und beantworten die Fragen der Schüler.

    Bart zwischen Natur und Rasur © Gunter Rambow, 2015

    Kulturtipps

    Tipp 1: "City Music"
    Tipp 2: "Die Dunkelkammer" am Ballhaus Naunynstraße
    Tipp 3: "Bart - Zwischen Natur und Rasur"

    Die Mitglieder der Band Khebez Dawle aus Syrien (Quelle: Khebez Dawle)

    Khebez Dawle

    Die Mitglieder der syrischen Band Khebez Dawle sind mit einem Schlauchboot über das Mittelmeer geflohen. Um die Schlepper zu bezahlen, mussten sie all ihre Instrumente verkaufen. Seit Kurzem sind sie in Berlin und wollen nach ihrem ersten Album auf Tournee gehen. Das Problem: Sie dürfen nicht reisen und müssen erst mal auf ihre Papiere warten.

  • Stilbruch-Moderatorin Petra Gute (Quelle: rbb)

    Stilbruch vom 03.12.2015

    "Der kleine Prinz" +++ Kaan Müjdeci +++ "Bilder außer Plan" - Die DDR-Kunst im Kunstarchiv Beeskow +++ "Die Geschichte vom Astronauten" +++ Kulturtipps +++ Kiezküche in Kreuzberg und Neukölln

    Logo: Stilbruch (Quelle: rbb)

    "Der kleine Prinz"

    Die Erzählung von Antoine de Saint Exupery gehört neben der Bibel und dem Koran zu den meistverkauften Büchern der Welt. Es ist eine Geschichte über Freundschaft und Menschlichkeit, die derzeit wieder Hochkonjunktur hat: Neben einer neuen Verfilmung wird "Der kleine Prinz" als Theaterstück in Berlin gezeigt und als Buch in einer neuen Übersetzung des Philosophen Peter Sloterdijk neu herausgebracht.

    Kaan Müjdeci (Quelle: rbb)

    Kaan Müjdeci

    Der Berliner Regisseur Kaan Mujdeci hat es gerade mit seinem Debütfilm in die Vorauswahl für den Oscar geschafft. In "Sivas" geht es um die Freundschaft zwischen dem 11-jährigen Aslan und seinem Hund Sivas - und darum, was es bedeutet, ein Mann zu werden. Kaan Mujdei lebt seit mehr als zehn Jahren in Berlin und macht nicht nur außergewöhnliche Filme.

    Petra Müller vom Kunstarchiv im brandenburgischen Beeskow katalogisiert den Gemäldebestand (Quelle: dpa)

    "Bilder außer Plan" - Die DDR-Kunst im Kunstarchiv Beeskow

    Sie ist eine der größten Kunstsammlungen in Deutschland und trotzdem weitestgehend unbekannt: Im Kunstarchiv Beeskow finden sich mehr als 20.000 Kunstobjekte aus der DDR - viele davon frühere Auftragsarbeiten. Nach der Wende wurde die Kunst in einem Depot in Beeskow eingelagert. Darunter viel Kitsch und Politiker-Portraits, aber auch Werke, die nicht ins Klischee von sozialistischer Propaganda-Kunst passten.

    Szene aus "Die Geschichte vom Astronauten" (Quelle: Godehard Giese / Agentur Magnolia)

    "Die Geschichte vom Astronauten"

    Viele Schauspieler müssen lange warten - auf einen Anruf, die nächste Einladung zum Casting. Auch der Schauspieler Godehard Giese hat in seinen 15 Berufsjahren viel gewartet und sich zwischendurch mit Nebenrollen über Wasser gehalten. Doch dann schrieb er ein Drehbuch, holte sich ehemalige Kommilitonen dazu und machte seinen eigenen Film. "Die Geschichte des Astronauten" heißt er und ist nun in ausgewählten Berliner Kinos zu sehen.

    Ein Teil der Sonderausstellung "Alles nur Kulisse?! Filmträume aus der Traumfabrik Babelsberg" (Quelle: Filmmuseum Babelsberg)

    Kulturtipps

    Tipp 1: "Skate Girls of Kabul" bei der afghanischen Kulturwoche
    Tipp 2: "Nora" am Deutschen Theater
    Tipp 3: "Alles nur Kulisse?! Filmräume aus der Traumfabrik Babelsberg"

    Kiezküche in Kreuzberg und Neukölln

    Nirgendwo ist Berlin derzeit vielfältiger, internationaler und dynamischer als in Kreuzberg und Neukölln - und das schmeckt man auch. Hier kann man sich von früh bis spät einmal durch die ganze Welt schlemmen. Dafür gibt es mit "Kiezküche Kreuzberg Neukölln" nun auch einen passenden kulinarischen Reiseführer.

  • Petra Gute (Quelle: rbb)

    Stilbruch vom 26.11.2015

    "Selbstverbrennung" - die Welt vor dem Klimagipfel von Paris +++ Die Täter sind unter uns - Europa und der IS-Terror +++ 100 Jahre Relativitätstheorie - wer hat's verstanden? +++ "My Fair Lady" an der Komischen Oper +++ Kulturtipps +++ "Grossstadtgeflüster" und ihre "Fickt-Euch-Allee"

    Ein Autoreifen in einem ausgetrockneten Teich Lake Abilene bei Abilene, Texas (USA), 05. September 2013.

    "Selbstverbrennung" - die Welt vor dem Klimagipfel von Paris

    Die Welt trifft sich Ende November in Paris zum Klimagipfel. Mit dabei ist auch der Potsdamer Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber. Der Klimagipfel ist für ihn die letzte Chance, endlich verbindliche Klimaziele zu beschließen. Denn die globale Klimaerwärmung schreitet rasant voran, wie Schellnhuber in seinem Buch "Selbstverbrennung" beschreibt.

    2 Schülerinnen am eingezäunten Eingang zum Gymnasium © imago/ecomedia/robert fishman

    Die Täter sind unter uns - Europa und der IS-Terror

    Nach den Anschlägen von Paris bleibt die Frage, warum die Attentäter geraede aus westlichen Demokratien stammen. Der im Kongo geborene Musiker und Schriftsteller Wilfried N’Sondé kam als kleiner Junge nach Paris und lebt heute in Berlin. Er kennt die Milieus, aus denen heute viele der IS-Täter in Europa kommen, und schildert sie in seinen Romanen.

    Albert Einstein (Bild: dpa)

    100 Jahre Relativitätstheorie - wer hat's verstanden?

    Ohne Albert Einstein gäbe es keinen CD-Player, keinen Laser und keine Solarenergie. Vor 100 Jahren präsentierte Einstein seine Allgemeine Relativitätstheorie vor der Preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin und revolutionierte damit die Physik. Doch mal ehrlich: Wer versteht eigentlich, um was es dabei wirklich geht? (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor.)

    "My Fair Lady" an der Komischen Oper

    An der Komischen Oper feiert eines der weltweit berühmtesten Musicals Ende November Premiere. Regie bei "My fair Lady" führt Andreas Homoki, der sein Lieblingsstück ganz neu in Szene setzt und große poetische Bilder für die Geschichte von Professor Higgins und dem Blumenmädchen Eliza gefunden hat.

    Radialsystem V; Foto: Sebastian Bolesch

    Kulturtipps

    Tipp 1: Gefangenentheater in der JVA Tegel
    Tipp 2: "Aghet" im Radialsystem V
    Tipp 3: "Blacktape"  

    Grossstadtgeflüster (Foto: Christoph Schaller) © Sony Music

    "Grossstadtgeflüster" und ihre "Fickt-Euch-Allee"

    Loblieder auf Berlin gibt es einige. Eine neue Berlin-Hymne steuert jetzt die Kreuzberger Elektro-Popband "Großstadtgeflüster“ bei und landete damit einen Youtube-Hit - auch oder gerade weil der Song nicht die glitzernde Metropole preist, sondern dreckig, laut und angeranzt daherkommt.

  • Stilbruch-Moderatorin Petra Gute (Quelle: rbb)

    Stilbruch vom 19.11.2015

    Paris - Bilder unter Schock +++ Lela Ahmadzai +++ "Herr von Bohlen" +++ Kulturtipps +++ "Die Schwarzen Jahre" +++ "Max Beckmann und Berlin" 

    Trauernde Menschen während einer Schweigeminute in Paris (Foto: dpa)

    Paris - Bilder unter Schock

    Der in Berlin lebende, französische Fotograf Maurice Weiss und seine Kollegin Annette Hauschild kommen gerade aus Paris zurück. Sie feierten dort die Eröffnung einer Ausstellung mit Bildern ihrer Agentur Ostkreuz, als die Terror-Anschläge beginnen. Was sie in den Tagen der Angst in Paris erlebt und dokumentiert haben, hinterlässt auch sie ratlos.

    Aus der Serie "Unbeugsam: Vier Frauen in Kabul" (Quelle: Lela Ahmadzai)

    Lela Ahmadzai

    Über Jahre hat die afghanische Fotografin Lela Ahmadzai Frauen in ihrer Heimat begleitet, die ihr Leben gegen alle Widerstände selbst bestimmen wollen. Zusammen mit der afghanischen Politikerin Shinkai Karokhail ist sie vor ein paar Tagen nach Berlin gekommen, um eine Ausstellung ihrer Fotos zu begleiten. Dass der islamistische Terror nun Paris getroffen hat, schockiert sie.  

    Arnd Klawitter im Film "Herr von Bohlen" (Quelle: Florianfilm)

    "Herr von Bohlen"

    Der Krupp-Konzern war einer der größten Stahl- und Rüstungskonzerne der Welt. Der letzte Krupp-Erbe, Arndt von Bohlen und Halbach, wurde 1938 in Berlin geboren und darauf gedrillt, einmal die milliardenschwere Firma zu übernehmen. Doch daraus wurde nichts, da er das Geld lieber ausgab, als es zu verdienen. Der Film "Herr von Bohlen" erzählt seine schillernde wie tragische Geschichte.

    rbbFernsehen_2015:10:10_-Die_rbb_Reporter_-_24h_Kotti

    Kulturtipps

    Tipp 1: "Block 2 [Tehran]"
    Tipp 2: Hörspielnacht im Ephraim-Palais
    Tipp 3: Jan Kollwitz - Japanische Keramik

    "Flandern, 1934–1936" von Otto Dix (Quelle: Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Jörg P. Anders. © VG Bild-Kunst, Bonn 2015)

    "Die Schwarzen Jahre"

    Nach ihrer Machtergreifung begannen die Nationalsozialisten, Kunst in ihrem Sinne neu zu definieren. Dabei verliert allein die Neue Nationalgalerie in Berlin bis 1945 mehr als 500 Werke - sie werden beschlagnahmt, verkauft oder vernichtet. Die Ausstellung "Die Schwarzen Jahre" zeigt Kunst, die den Nationalsozialismus "überlebt" hat oder in dieser Zeit entstanden ist. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor.)

    Max Beckmann, Selbstbildnis Florenz (Quelle: VG BILD-KUNST Bonn, Foto: Elke Walford)

    "Max Beckmann und Berlin"

    Der Maler Max Beckmann war immer ein Einzelgänger. Die abstrakte Kunst und der Expressionismus waren ihm suspekt. Er sah sich in der Tradition der alten Meister und suchte einen individuellen Weg in der gegenständlichen Malerei. Trotz seiner teils konservativen Ansichten, wurde er zum Hassobjekt der Nazi-Kulturwächter. Die Berlinische Galerie zeigt vieler seiner Berliner Bilder und erklärt seine einmalige Rolle in der Kunst der Weimarer Republik.