Die Sendung im Detail

Nachruf

Fritz J. Raddatz am 80. Geburtstag (Quelle: dpa)

Kulturradio | 26.02.2015 - Fritz J. Raddatz ist tot

Der Literaturkritiker Fritz J. Raddatz ist tot. Er ist im Alter von 83 Jahren in der Schweiz gestorben. Auch als Essayist, Romancier und nicht zuletzt als Autor hat er die literarische Landschaft der Bundesrepublik geprägt. Der streitbare Publizist war bis 1969 stellvertretender Leiter des Rowohlt Verlags, ab Mitte der 70er Jahre Feuilletonchef der "Zeit". Alexander Solloch mit einem Nachruf.

Das Kulturmagazin im rbb Fernsehen

Die Stilbruch-Redaktion (Quelle: rbb)

Die Stilbruch-Redaktion

Jede Woche neu wollen wir zeigen, wie vielfältig die Kultur in Berlin und Brandenburg sein kann. Dabei will sich Stilbruch nicht auf bestimme Genres festlegen lassen und berichtet über die großen Ereignisse genauso wie über die neuesten Trends.

Kulturnachrichten

RSS-Feed
  • Nach Zerstörung von Kulturgütern durch den IS 

    - Berliner Restauratoren bieten dem Irak Hilfe an

    Die Terrormiliz Islamischer Staat hat im Nordirak Kulturgüter von unschätzbarem Wert zerstört. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz will nun dabei helfen zu retten, was zu retten ist. Stiftungspräsident Hermann Parzinger schlägt vor, einen internationalen Fonds zu gründen.
  • Video: Stilbruch | 27.02.2015 | Sascha Hilpert  

    - Arbeiten um zu leben oder umgekeht?

    In der Antike und im Mittelalter galt Arbeit noch als unwürdige Tätigkeit, ausgeführt von der unteren sozialen Schicht. Doch was ist Arbeit heute? Für ihr neues Ausstellungsprojekt "Eine Einstellung zur Arbeit", haben Antje Ehmann und der im vergangenen Jahr verstorbene Harun Farocki weltweit Filme zum Thema Arbeit gesammelt - zu sehen sind sie nun im Haus der Kulturen der Welt.
  • 100° Berlin Festival dreht seine Abschiedsrunde 

    - Die Wundertüte wird berechenbarer werden

    Zwölf Mal hat es stattgefunden, und nun ist es vorbei, zumindest in der bisher bestehenden Form: das 100° Berlin Festival, der Vier-Tage-Marathon des Freien Theaters. Am Donnerstag war der Festival-Auftakt in den Sophiensälen. Was erwartet das Publikum in diesem Jahr und wie soll es weitergehen? Von Ute Büsing
  • Video: Abendschau | 26.02.2015 | Ulli Zelle 

    - Die "Dame vom Grill" wird 80 Jahre alt

    Die Schauspielerin Brigitte Grothum feiert ihren 80. Geburtstag. Schon im Alter von 15 Jahren begann sie ihre Theaterkarriere in Berlin. Bundesweit bekannt aber wurde sie durch die Serie "Drei Damen vom Grill". Fast drei Jahrzehnte lang war die Schauspielerin auch Regisseurin und Produzentin des "Jedermann"-Dramas. Ihren Geburtstag feiert Grothum am Donnerstagabend dort wo sie sich am wohlsten fühlt - auf der Bühne.
  • Nach den Bären gibt's einen Ochsen 

    - Ehrenpreis für Drehbuchautor Kohlhaase

    Den Goldenen Ehrenbären hat er schon, jetzt kommt der Goldene Ochse dazu: Der Berliner Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase wird im Rahmen des Filmkunstfestes Mecklenburg-Vorpommern für sein "außergewöhnliches Lebenswerk" ausgezeichnet. Das Filmfest findet vom 5. bis 10. Mai in Schwerin statt.
  • Konzertkritik | Max Raabe im Admiralspalast 

    - Eine große Show, ein warmes Glimmen

    Der Bariton Max Raabe steht wie kein anderer für die Musik der 20er und 30er Jahre. Nun ist der Mann im Frack in seiner eigenen Stadt zu sehen und zu hören: Im Admiralspalast steht Max Raabe zweieinhalb Wochen lang mit seinem Programm "Eine Nacht in Berlin" auf der Bühne. Von Anna Pataczek  
  • Sammler Marx gibt "Das Kapital" als Dauerleihgabe 

    - Beuys-Installation kommt dauerhaft nach Berlin

    Ein Konzertflügel im Raum, schwarze Tafeln an den Wänden, ein Lautsprecher, aus dem keine Klänge kommen, Filmprojektoren, die nichts zeigen - die Installation "Das Kapital" gehört zu den wichtigsten Werken von Joseph Beuys. Nun kommt es dank eines Kunstmäzens dauerhaft nach Berlin und soll schon im nächsten Jahr probeweise im Hamburger Bahnhof aufgebaut werden.
  • Raubkunst-Verdacht 

    - Jüdische Erben klagen auf Herausgabe des Welfenschatzes

    Ist der legendäre Welfenschatz doch NS-Raubkunst? Die Erben der jüdischen Kunsthändler, die den Kirchenschatz 1935 an den Staat Preußen verkauft hatten, sehen das so und haben nun in den USA Klage eingereicht. Pikant dabei: Erst kürzlich hatte Berlin die wertvollen Kunstgüter auf eine Schutzliste gesetzt, die deren Ausfuhr verhindert.
  • Volksbühne: "der die mann" 

    - Irrwitzige Wort-Show der Superlative

    Mit seinen formbewussten, genau durchkomponierten Inszenierungen hat Herbert Fritsch eine Marke gesetzt. Wie kein zweiter kombiniert der Berliner Regisseur Albernheit mit Irrwitz in poppigem Ambiente. Sein neuester Streich, das Stück "der die mann", ist dem dadaistischen Schriftsteller Konrad Bayer gewidmet. Uraufgeführt wurde das Gesamtkunstwerk in der Berliner Volksbühne. Von Ute Büsing
  • Zeitplan und Spendenstand 

    - Bangen um die Barockfassade

    Der Zeitplan steht: 2019 soll das neu erbaute Berliner Stadtschloss eröffnet werden. Spannend bleibt die Frage rund um die Spenden, mit denen die historische Fassade rekonstruiert werden soll. Nun hat Spendensammler Wilhelm von Boddien eine neue Formel herausgegeben: Angestrebt sind 105 Millionen Euro - davon fehlen derzeit aber noch über die Hälfte.
  • Brandenburgische Sommerkonzerte 

    - Klassische Klänge am BER

    Die Brandenburgischen Sommerkonzerte gehen in ihr Jubiläumsjahr: Zum 25. Mal findet das Musikfestival der klassischen Musik bereits statt. Insgesamt 31 Konzerte stehen vom 14. Juni bis zum 5. September - nicht nur an historischen Spielstätten, sondern auch an ungewöhnlichen Orten.
  • Interview | Christoph Fisser (Studio Babelsberg) 

    - Oscars – Made in Babelsberg

    Auch er gehörte zu den Gewinnern der großen Oscar-Gala in Los Angeles: Christoph Fisser, ausführender Produzent von "The Grand Budapest Hotel" und Vorstandschef der Babelsberger Filmstudios. Gleich vier der renommiertesten Filmpreise der Welt konnte Wes Andersons Komödie mit nach Hause nehmen. Drei davon, freute sich Fisser, gingen auf's Konto von Studio Babelsberg.  
  • Preisverleihung in Los Angeles 

    - "Grand Budapest Hotel" räumt gleich vier Oscars ab

    Bestes Design, beste Musik, beste Kostüme und bestes Make-Up: Die vom Studio Babelsberg mitproduzierte Komödie "Grand Budapest Hotel" hat bei der Oscar-Verleihung in Los Angeles gleich vier der begehrten Trophäen abgeräumt. Der Preis für den besten Film des Jahres ging an "Birdman". Die in Berlin lebende Filmemacherin Laura Poitras erhielt für "Citizenfour" einen Oscar für den besten Dokumentarfilm.
  • Zum 60. Geburtstag von Gerhard Gundermann 

    - Axel Prahl und Co ehren den "singenden Baggerfahrer"

    Tagsüber bediente er einen Braunkohlebagger im Lausitzer Revier, abends trat er mit seinen Songs auf. Deswegen trug der Liedermacher Gerhard Gundermann den Beinamen "der singende Baggerfahrer". Am Samstag wäre er 60 Jahre alt geworden. Anlass für Musiker rund um Axel Prahl und Andreas Dresen, Gundermann-Songs in der Berliner Kulturbrauerei zu spielen. Von Gerd Dehnel
  • Veranstaltungen würdigen Lausitzer Liedermacher 

    - Späte Ehre für Gundermanns Musik

    Hoyerswerda, Tagebau und Schichtarbeit - mit dem Musiker Gerhard Gundermann verbinden sich zunächst wenig künstlerische Synonyme. Doch man könnte auch Bob Dylan nennen, Manfred Maurenbrecher und Andreas Dresen. In ganz verschiedenen Ecken der Kunst und Musik wird der 1998 verstorbene Musiker Gundermann verehrt. Aus Anlass seines nun 60. Geburtstages gibt es gleich mehrere Veranstaltungen und Würdigungen. Von Stefan Ruwoldt
  • Eintrag in Kulturgüter-Verzeichnis 

    - Ausfuhrverbot für den Welfenschatz

    Wem gehört der Welfenschatz? Juristisch geklärt ist diese Frage noch immer nicht, Erben jüdischer Kunsthändler melden weiterhin Ansprüche auf die Hauptattraktion des Berliner Kunstgewerbemuseums an. Nun hat die Stiftung Preußischer Kulturbesitz jedoch dafür gesorgt, dass der Schatz Deutschland nicht mehr verlassen darf.

TV-Tipps

Logo von "Bauer sucht Kultur" (Quelle: rbb/Norbert Kohn)

Bauer sucht Kultur

Der ttt-Moderator Max Moor ist begeisterter Biobauer in Hirschfelde in Brandenburg und er reist übers Land und trifft auf Künstler, Maler und Schriftsteller, die sich wie er in Brandenburg niedergelassen haben und dort leben und arbeiten.

Max Moor und Schriftzug "Bücher und Moor" (Quelle: rbb)

Bücher und Moor

Max Moor stellt lesenswerte Neuerscheinungen vor, führt Gespräche mit Prominenten über "die Bücher ihres Lebens" und junge Berliner Schriftsteller präsentieren ihren "Roman in 200 Worten".

Köche und Moor (Quelle: rbb)

Köche und Moor

Max Moor begleitet bekannte Sterneköche, z. B. Kolja Kleeberg und Stefan Hartmann, – in die Küche und nach Brandenburg, wo sie auf die Suche nach lokalen Erzeugern gehen, die für die Spitzengastronomie aber auch für die heimische Küche produzieren.

Hörfunk

Social Media

Prominente empfehlen 50 x Kunst

Büste der Nofretete (Bild: dpa)

50xKunst - Das gefällt mir!

Über 100 Prominente hat der rbb nach ihrem Lieblingsobjekt in Berlin und Brandenburg befragt. Das Ergebnis ist eine Top 50-Liste.

Stilbruch Archiv

  • Moderatorin Petra Gute; Quelle: rbb/Thomas Ernst

    Stilbruch vom 26.02.2015

    André Herzberg: "Alle Nähe fern" +++ Eine Einstellung zur Arbeit +++ Lamya Kaddor: "Zum Töten bereit" +++ "Bühne West-Berlin" +++ Kulturtipps mit Rona Kobel +++ Missincat

    André Herzberg: "Alle Nähe fern"

    Bekannt geworden ist er vor allem als Frontmann der in der DDR gegründeten Rockband Pankow. Weniger bekannt ist die Geschichte der deutsch-jüdischen Familie von André Herzberg. Diese ähnelt auf verblüffende Weise der Familie, von der André Herzberg in seinem neuen Roman erzählt.

    Eine Einstellung zur Arbeit

    Arbeiten wir um zu leben oder leben wir um zu arbeiten? In der Antike und im Mittelalter galt Arbeit noch als unwürdige Tätigkeit, eine Angelegenheit der unteren sozialen Schichten. Das hat sich grundlegend geändert. Das neue Ausstellungsprojekt des im vergangenen Jahr verstorbenen Filmemachers Harun Farocki und von Antje Ehmann beschäftigt sich damit, wie Arbeit sich verändert hat - zu sehen im Haus der Kulturen der Welt.

    Lamya Kaddor: "Zum Töten bereit"

    Mehr als 500 deutsche Dschihadisten sollen bereits von Deutschland aus in Kriegsgebiete ausgereist sein, um als so genannte "Gotteskrieger" zu kämpfen. Auch in Berlin sind Salafisten auf der Suche nach deutschen Jugendlichen, die in den Kampf nach Syrien oder in den Irak ziehen wollen. Warum sie das machen und was die Gesellschaft dagegen tun kann - auf diese Frage versucht die Islamkunde-Lehrerin Lamya Kaddor eine Antwort zu finden.

    "Bühne West-Berlin"

    Der Berliner Fotograf Harry Croner hat vier Jahrzehnte lang beinahe jedes wichtige Event in seiner Heimatstadt mit der Kamera festgehalten: Konzerte, Theaterpremiere, Filmfestspiele, Sechs-Tage-Rennen, Presseball oder auch den Kennedy-Besuch. Croner bekam 1971 das Bundesverdienstkreuz. Das Märkische Museum widmet seinen Fotos nun eine Ausstellung. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)

    Missincat

    Die Mailänderin Caterina Barbieri alias "Missincat" lebt seit fast zehn Jahren in Berlin und hat als Sängerin bereits international für Aufmerksamkeit gesorgt. Nun legt sie mit "Wirewalker" ihr neues und bereits drittes Album vor.

  • Petra Gute vor dem Stilbruchlogo (Quelle: rbb)

    Stilbruch vom 19.02.2015

    Kreuzberg wird verhökert +++ Reinhard Kleist: "Der Traum von Olympia" +++ Thomas Brussig: "Das gibts in keinem Russenfilm" +++ "Heimat. Deutschland - Deine Gesichter" +++ Science Slam +++ Kulturtipps

    Passanten auf einem Bürgersteig in Kreuzberg (Quelle: rbb)

    Kreuzberg wird verhökert

    In Berlins berühmtem Bezirk waren die Nächte einst lang, er war Zuhause für Künstler, Hausbesetzer und Kreative aller Couleur. Doch wie Berlin ändert sich auch Kreuzberg. Dazu zählt auch der Wrangelkiez, wo einst billige Altbauten saniert und Ateliers in Ferienwohnungen umgewandelt werden. Eine Reportage über den Kiez und wie er sein kulturelles Gesicht zu verlieren droht.

    Fragment einer Zeichnung von Reinhard Kleist, die eine junge Frau mit Kopftuch zeigt (Quelle: rbb)

    Reinhard Kleist: "Der Traum von Olympia"

    Bei den Olympischen Spielen 2008 vertrat die damals erst 17-jährige somalische Läuferin Samia Yusuf Omar ihr Land in Peking. Doch weil sie in Somalia von Extremisten bedroht wurde, wagte sie die Flucht - mit dem Ziel an der Olympiade in London teilzunehmen. Doch beim Versuch mit einem Flüchtlingsboot über das Mittelmeer zu gelangen, ertrank die Sportlerin. Reinhard Kleist erzählt ihre Geschichte in einer Graphic Novel. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)

    Thomas Brussig (Quelle: rbb)

    Thomas Brussig: "Das gibts in keinem Russenfilm"

    Bekannt wurde er mit seinen Büchern "Helden wie wir" und "Am kürzeren Ende der Sonnenallee", letzteres wurde für die Theaterbühne und von Leander Haußmann für einen Kinofilm adaptiert. Jetzt erscheint Thomas Brussigs neuer Roman, in dem er sich in die Zeit nach 1989 vorgewagt. Doch die DDR gibt es da bei ihm immer noch.  

    Carsten Sander betrachtet einige seiner Portraitfotografien (Quelle: rbb)

    "Heimat. Deutschland - Deine Gesichter"

    Der Berliner Fotograf Carsten Sander hat quasi jeden deutschen Star vor seiner Kamera gehabt. Für sein neues Projekt "Heimat. Deutschland - Deine Gesichter" hat er nicht nur Prominente, sondern verschiedenste Leute aus ganz Deutschland fotografiert. Obdachlose, Schüler, Hausfrauen - insgesamt 1.000 Menschen, die in der Summe die Vielfalt Deutschlands zeigen.

    Catherine Abon beim Science Slam (Quelle: rbb)

    Science Slam

    Poetry Slams haben die Dichtkunst wieder populär gemacht, vor allem für jüngere Zuschauer. So genannte "Science Slams" wollen das gleiche auch für die Wissenschaft machen: Aktuelle Forschungsergebnisse werden in zehn Minuten so vorgestellt, dass wirklich jeder sie versteht. Langeweile und Fachbegriffe sind tabu. Und am Schluss stimmt das Publikum über die beste Performance ab. 

    Fotografie, die Mitwirkende der Operninszinierung "Cosi fan tutte" zeigt (Quelle: rbb)

    Kulturtipps

    Tipp 1: "Cosi fan tutte"
    Tipp 2: Ausstellung "Feinschliff"
    Tipp 3: BudZillus

  • Stilbruch vom 12.02.2015

    Die Lage in der Ukraine +++ Hilmar Klutes Ringelnatz-Biografie +++ "Große Vögel, kleine Vögel" im Ballhaus Ost +++ Marcel Ophüls +++ Kulturtipps mit Claudia Bernhardt +++ Elen - Berliner Straßenmusikerin

    russisch-ukrainische Filmemacher auf dem roten Teppich bei der Berlinale (Quelle: rbb)

    Die Lage in der Ukraine

    Vor rund einem Jahr versammelten sich die Ukrainer zu den Protesten auf dem Maidan. Doch wie sieht ihr Leben angesichts des Konflikts heute aus? Stilbruch spricht am Rande der Berlinale mit den Filmemachern des russisch-ukrainischen Wettbewerbsfilms "Under Electric Clouds" über die Situation in der Ukraine.

    Joachim Ringelnatz (Quelle: rbb)

    Hilmar Klutes Ringelnatz-Biografie

    Er schrieb wunderbar schräge Gedichte, die die Dinge ziemlich auf den Punkt bringen. Der Journalist Hilmar Klute hat eine Biographie über den Schriftsteller Joachim Ringelnatz geschrieben. Darin erzählt er von Seefahrten voller Demütigungen durch andere Matrosen über erste Erfolge an Münchner Kleinkunstbühnen bis zu Ringelnatz' letzter Station: Berlin.

    Szenenbild in 'Große Vögel, kleine Vögel' (Quelle: rbb)

    "Große Vögel, kleine Vögel" im Ballhaus Ost

    "Das Helmi" zeigt Puppentheater der etwas anderen Art, das perfekt nach Berlin passt: anarchisch und ein bißchen abgeranzt, phantasievoll und sehr lustig. In seiner neuen Produktion geht es um den Kommunismus schlechthin, orientiert an Pasolinis Film "Große Vögel, kleine Vögel" aus den 1960er Jahren.

    Marcel Ophüls (Quelle: rbb)

    Marcel Ophüls

    Bei der diesjährigen Berlinale ist Marcel Ophüls, einer der wichtigsten Dokumentarfilmer der Welt, mit der Berlinale Kamera geehrt worden. Sein Leben lang hat sich Ophüls in seinen Filmen an den schweren Themen abgearbeitet: Hass und Gewalt, Nationalsozialismus, Antisemitismus, Kriegsverbrechen. Jetzt erscheint auch seine Autobiographie. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)

    Elen - Berliner Straßenmusikerin

    Ihr Geld verdient sie mit Straßenmusik in Berlin-Prenzlauer Berg. Ein hartes Brot, doch die Sängerin Elen will keine Kompromisse eingehen. So hat sie auch nach einem Auftritt in "The Voice Of Germany" Angebote ausgeschlagen, bei denen sie nur ein Produkt der Musikindustrie gewesen wäre. Ihr erstes Album hat sie daher über Crowdfunding finanziert.

  • Moderatorin Petra Gute; Quelle: rbb/Thomas Ernst

    Stilbruch vom 29.01.2015

    "Die letzten Gigolos" +++ Raum für Gedanken +++ Jochen Distelmeyer: "Otis" +++ "Eine Frau, die weiß, was sie will" +++ Kulturtipps mit den Gründern von "I,Slam" +++ Tape Art Kollektiv "Klebebande" +++ Gustavo-Ausstellung: "Aus Liebe zur Farbe"

    "Die letzten Gigolos"

    In seiner Dokumentation widmet sich der Regisseur Stephan Bergmann den "letzten Gigolos". Das sind ältere Herren, die als Eintänzer auf Kreuzfahrtschiffen arbeiten, um alleinreisenden Damen die Fahrt auf dem Traumschiff zu versüßen.

    Raum für Gedanken

    Die Potsdamer Fotografin Kathrin Ollroge ist mit ihrer Installation "Raum für Gedanken" durch brandenburgische Städte und Dörfer gereist. Im "Raum für Gedanken" konnten Passanten zu Papier bringen, was sie über Flüchtlinge in ihrer Nachbarschaft denken. Im Februar wird in Potsdam eine Ausstellung mit Fotos und Protokollen eröffnet.

    Jochen Distelmeyer: "Otis"

    Seine Band "Blumfeld" gehörte in den 90er-Jahren zu den wichtigsten deutschen Bands, seine Texte wurden von Fans und Feuilleton verehrt. Nun hat Jochen Distelmeyer seinen ersten Roman geschrieben. Darin lässt er seinen Romanhelden Tristan durch das Berlin des Jahres 2012 wandeln.

    "Eine Frau, die weiß, was sie will"

    Die Operette "Eine Frau, die weiß, was sie will" erlebte 1932 ihre Uraufführung im Metropol-Theater, dem Vorgänger der Komischen Oper. Jetzt kehrt das Stück zurück, mit Dagmar Manzel und Max Hopp in einer herausfordernden Inszenierung. Denn die beiden übernehmen alle 30 Rollen.

    Tape Art Kollektiv "Klebebande"

    Während andere sie zum Geschenkeverpacken und Paketekleben brauchen, sind Tesa und Gaffaband für das Berliner Kollektiv "Klebebande" künstlerische Utensilien wie Farbe und Pinsel. Aus Klebebändern entstehen Bilder, auch im öffentlichen Raum - eine temporäre Einwegkunst, die einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

    Gustavo-Ausstellung: "Aus Liebe zur Farbe"

    Der spanische Maler Gustavo ist ein Virtuose der Farben und Formen. Mehr als 20 Jahre lebte und arbeitete der spanische Maler in Berlin. Im rbb-Fernsehzentrum an der Berliner Masurenallee zeigt eine neue Ausstellung Gustavos jüngsten Werke.

  • Moderatorin Petra Gute; Quelle: rbb/Thomas Ernst

    Stilbruch vom 22.01.2015

    Fil: "Pullern im Stehn" +++ Wilhelm Brasse - Der Fotograf von Auschwitz +++ Philip Meinhold: "Erben der Erinnerung" +++ Der israelische Geigenbauer Amnon Weinstein +++ Band "Prag" +++ Kulturtipps mit Grigori Dor +++ Fotografien von Lore Krüger +++ Thomas Kläber

    Comiczeichner Fil in seinem Arbeitszimmer (Quelle: rbb)

    Fil: "Pullern im Stehn"

    Philip Tägert alias Fil ist einer der bekanntesten Comic-Zeichner in Berlin. Seine Geschichten sind meist bevölkert von liebevoll überzeichneten Prolls und spielen häufig im Märkischen Viertel. Dort ist Fil aufgewachsen und schildert nun in seinem ersten Roman "Pullern im Stehn" seine Jugend zwischen Plattenbau und Trinkhalle.

    historisches Foto mit dem Portrait eines jungen, huttragenden Mannes (Quelle: rbb)

    Wilhelm Brasse - Der Fotograf von Auschwitz

    Er war selbst ein Häftling und dokumentierte jahrelang die Neuankömmlinge im Vernichtungslager. Als die sowjetische Armee im Januar 1945 näher kam, sollten die Fotos vernichtet werden. Wilhelm Brasse gelang es jedoch, diese einmaligen Dokumente des Massenmords zu retten. Der Sozialpädagoge und Gewaltforscher Reiner Engelmann hat ein Buch über das Leben und die Fotos von Wilhelm Brasse geschrieben.

    Philip Meinhold (Quelle: rbb)

    Philip Meinhold: "Erben der Erinnerung"

    Der Berliner Autor Philip Meinhold beschreibt in seinem neuen Buch eine Reise nach Auschwitz, die er mit seiner Mutter und seinen Neffen unternimmt. Bislang sah er sich als Angehöriger des "Tätervolks", nun lernt er, dass seine Verwandten zu den Opfern gehörten. Eine sehr persönliche Annäherung an den Umgang mit dem Holocaust.

    ein perlmutt-schillernder Stern, der in das Holz einer Geige eingearbeitet ist (Quelle: rbb)

    Der israelische Geigenbauer Amnon Weinstein

    Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27. Januar spielen Mitglieder der Berliner Philharmoniker mit Sir Simon Rattle ein ganz besonderes Konzert. Sie spielen auf Instrumenten, die der israelische Geigenbauer Amnon Weinstein gesammelt und restauriert hat und die einst jüdischen Musikern gehört haben, die vertrieben oder ermordet wurden.

    Band "Prag"

    Nora Tschirner ist nicht nur Schauspielerin, sondern auch Sängerin. Zusammen mit zwei langjährigen Freunden hat sie die Band "Prag" gegründet. Dass Film jedoch auch für ihre Musik eine große Inspiration zu sein scheint, ist auf ihrem neuen Album "Kein Abschied" zu hören.

    Grigori Dor vor großen farbigen Gemälden (Quelle: rbb)

    Kulturtipps mit Grigori Dor

    Tipp 1: Majla Zeneli - "Portrait to some extent"
    Tipp 2: "Jean Sibelius - die Musik, der Künstler, der Mensch"
    Tipp 3: Panda-Theater

    scharz-weiße Portraitfotografie, die Lore Krüger zeigt (Quelle: rbb)

    Fotografien von Lore Krüger

    Im Leben der Fotografin Lore Krüger spiegeln sich die Verwerfungen und Umbrüche des 20. Jahrhunderts wider. Flucht und Vertreibung führen sie unter anderem nach London, Paris, New York - und schließlich 1946 nach Berlin. Dort arbeitet sie bis zu ihrem Tod im Ost-Berliner Aufbau Verlag. Das C/O Berlin präsentiert in einer neuen Ausstellung ihren fotografischen Nachlass erstmals der Öffentlichkeit.

    Fotografie von Thomas Kläber: eine alte Frau zusammen mit ihrem Hund im Krankenbett(Quelle: rbb)

    Thomas Kläber

    Der Fotograf Thomas Kläber hat über sieben Jahre das Leben und Sterben der Inhaberin der Cottbusser Bahnhofsdrogerie begleitet -  eine Frau, die in Cottbus fast jeder kannte. Das Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus zeigt die Bilder in einer neuen Ausstellung.

  • Petra Gute - Stilbruch (Quelle: rbb)

    Stilbruch vom 15.01.2015

    Der Umgang mit "Pegida" +++ Trauermarsch in Paris - Manipulationsvorwürfe im Netz +++ "Frau Müller muss weg" +++ Studio Babelsberg vor der Pleite? +++ "Zement" im Gorki Theater +++ Fotografien von Judy Linn +++ Kulturtipps mit Axel Schiffler

    Der Umgang mit "Pegida"

    Nach den Attentaten in Paris gingen auch in Deutschland tausende Menschen zu Mahnwachen und Demonstrationen auf die Straße. Auf eine Demo schaut Deutschland und das Ausland aber mit besonderer Aufmerksamkeit: Pegida in Dresden. Die Teilnehmerzahlen steigen rasant - 25.000 Menschen waren dort zuletzt auf der Straße. Mit dabei war auch die in Berlin lebende, französische Publizistin Pascal Hugues.

    Trauermarsch in Paris - Manipulationsvorwürfe im Netz

    Mehr als eine Million Menschen in Paris nahmen nach den Terrorattacken in Paris an einem Trauermarsch teil, um Mitgefühl und Solidarität mit den Opfern zu zeigen. Scheinbar angeführt wurde der Marsch von Staats- und Regierungschefs aus mehr als 40 Ländern. Doch im Netz tauchten Bilder auf und die Behauptung, dieser Umzug sei durch eine manipulative Bildauswahl von den Medien inszeniert wurden.

    "Frau Müller muss weg"

    In seinem neuen Film "Frau Müller muss weg" verwandelt Regisseur Sönke Wortmann eine Grundschule in eine Kampfarena: Fünf Elternpaare machen die Klassenlehrerin Frau Müller für die schlechten Noten ihrer Kinder verantwortlich. Deshalb wollen sie die Lehrerin auf einem außerplanmäßigen Elternabend loswerden. Doch Frau Müller spielt nicht mit.

    Studio Babelsberg vor der Pleite?

    "Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr überleben", hieß es im Dezember von Seiten des Vorstands der Babelsberger Filmstudios. Da war bekannt geworden, dass man 2014 rote Zahlen schreiben würde. Weil zwei große Produktionen im letzten Jahr geplatzt sind, kämpft das Studio nicht nur mit Millionenverlusten, sondern derzeit um sein Überleben. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)

    "Zement" im Gorki Theater

    Der Tod von Heiner Müller jährt sich 2015 zum 20. Mal. Seine Stücke hatten die Apokalypsen des vergangenen Jahrhunderts zum Thema - Kriege, Revolutionen, Terror und Diktaturen. Das Berliner Gorki Theater zeigt im Januar Müllers "Zement", ein wahrer Brocken von einem Theaterstück.

    Fotografien von Judy Linn

    Als beide noch am Anfang ihrer Karriere standen, freundete sich Judy Linn mit Patti Smith an, die später zur Musikikone aufsteigen sollte. Linn machte intime Fotos von Smith und ihrem Geliebten Robert Mapplethorpe. Lange durfte sie diese Fotos aber nicht veröffentlichen, weil Patti Smith nicht wollte, dass ihre Kinder diese sehen. Jetzt sind die Kinder groß und die Fotos erstmals in Berlin zu sehen. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)

  • Cover von der Kraftwerk LP "Electric Cafe" (Quelle: imago/Schöning)

    Kraftwerks Bedeutung für die Musikgeschichte

    Kraftwerk gelten als einflussreichste Band der Popmusikgeschichte aus Deutschland. Ihre Ideen haben sowohl die Entwicklung von Techno als auch des Hip Hop beeinflusst. Zu ihren Fans gehört der Berliner Techno-Pionier "Westbam", dessen Arbeiten ebenso von Kraftwerk geprägt wurden. Und für den britischen Komponisten Max Richter ist Kraftwerk eine sehr deutsche Band, die ihn auch an Komponisten wie Franz Schubert erinnert. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)

    Collage: Kraftwerk Bilder im Vodergrund und im Hintergrund das Panorama von Düsseldorf (Quelle: rbb)

    Elektro-Hauptstadt Düsseldorf

    Für viele ist Düsseldorf einfach ein großes Dorf, doch was vielen Düsseldorfern selbst lange nicht bewusst war: In der Musikszene hat die Stadt weltweit den Ruf als "ElectriCity". Nicht nur Kraftwerk, sondern auch Bands wie Rheingold, DAF oder Der Plan haben hier ihren Anfang genommen. Der Musiker und Autor Rüdiger Esch erzählt in einem Buch von diesem künstlerischen Aufbruch in Düsseldorf in den 70er Jahren.

    Die Neue Nationalgalerie am Kulturforum Berlin (Quelle: dpa)

    Abschied von der Neuen Nationalgalerie

    Nach den Kraftwerk-Konzerten ist die Neue Nationalgalerie in Berlin endgültig erst einmal geschlossen. Mehrere Jahre soll ihre Rundum-Sanierung dauern, die dem Architekten David Chipperfield anvertraut wurde. Ein Rückblick auf die Geschichte und die Bedeutung der Neuen Nationalgalerie als Ikone der modernen Architektur.

    Fotograf Peter Boettcher in der Ausstellung "Kraftwerk - Roboter - Fotografie" in Düsseldorf (Quelle: dpa)

    Kraftwerk-Fotograf Peter Boettcher

    Seit über 20 Jahren darf der international bekannte Fotograf Peter Boettcher die Band Kraftwerk bei der Arbeit beobachten. Aus Anlass der Konzerte in der Neuen Nationalgalerie stellt er einige seiner Fotos in der Berliner Galerie "Pavlov Dog" aus.