Die Sendung im Detail

Stilbruch-Reportage

Judith Steinhäuser als Richard III. © Jacqueline Schulz

Stilbruch-Reportage - Sommertheater in Netzeband

Seit 20 Jahren im Sommer immer das gleiche Theater. Das knapp 200‑Seelen‑Dorf Netzeband in der Ostprignitz wird von einer bunten Schauspielertruppe geentert. Einen Sommer lang begleiten wir die Schauspieler, erleben sie als Richard III. und Lady Anne zwischen Rhododendronsträuchern unter jahrhundertealten Rotbuchen.

Die Redaktion

Die Stilbruch-Redaktion (Quelle: rbb)

Die Stilbruch-Redaktion

Jede Woche neu wollen wir zeigen, wie vielfältig die Kultur in Berlin und Brandenburg sein kann. Dabei will sich Stilbruch nicht auf bestimme Genres festlegen lassen und berichtet über die großen Ereignisse genauso wie über die neuesten Trends.

Bauer sucht Kultur

Kulturnachrichten

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  • Dauerausstellung wird vier Jahre lang umgebaut 

    - Jüdisches Museum soll sich neu erfinden

    Seit einem Jahr ist Peter Schäfer Direktor des Jüdischen Museums in Berlin. Jetzt will er seine größte Aufgabe angehen, den kompletten Umbau der Daueraustellung. Außerdem soll das Haus künftig ein spezielles Museum für Kinder bekommen.
  • Begleitung durch Berliner Staatskapelle geplant 

    - Teheran will Barenboim nicht auftreten lassen

    Der Dirigent Daniel Barenboim will gemeinsam mit der Staatskapelle Berlin in der iranischen Hauptstadt Teheran ein Konzert spielen. Ärger dräute deswegen schon mit der israelischen Kulturministerin. Jetzt hat sich auch der Iran gegen den Auftritt ausgesprochen, weil Barenboim ein israelischer Künstler ist.
  • Legendäres Festival am Tempelhofer Feld 

    - Der Lollapalooza-Hype hält Einzug in Berlin

    Das amerikanische Alternative-Rock-Festival Lollapalooza steuert erstmals auf Europa zu. Nach Ablegern des Chicagoer Events in Südamerika ist jetzt Berlin dran. Am 12. und 13. September kommen Bands wie Seeed, Beatsteaks, The Libertines oder Muse nach Tempelhof. Die Tickets sind fast alle weg. Von Anke Fink  
  • Video: Brandenburg aktuell | 27.08.2015 | Julia Baumgärtel 

    - 15 Jahre Nikolaisaal

    Für viele ist der Nikolaisaal das musikalische Herz der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam. Zum 15-jährigen Bestehen des Konzertsaals wird die neue Spielzeit am letzten Augustwochenende mit einer Feier der besonderen Art eröffnet - unter anderem mit der Schauspierlerin Katja Riemann sowie dem Filmorchester Babelsberg.
  • Israels Kultusministerin schreibt Brandbrief  

    - Barenboim bestätigt Konzertpläne in Teheran

    Der Dirigent Daniel Barenboim will gemeinsam mit der Staatskapelle Berlin in der iranischen Hauptstadt Teheran ein Konzert spielen. Weil Barenboim aber auch ein israelischer Staatsbürger ist, bekommt die Bundesregierung einen Protestbrief zu diesem Auftritt zugestellt, weil er sich damit "wieder einmal anti-israelisch verhält".
  • Radioeins Parkfest: Kostenlos und draußen  

    - Remmidemmi zum 18. Geburtstag

    Sie senden nicht mehr nur für Erwachsene, jetzt sind sie es sogar selbst. Radioeins hat 18. Geburtstag und lädt deshalb von Donnerstag an elf Tage zur Party am Gleisdreick. Das Parkfest bestreitet in diesem Jahr bereits seine vierte Ausgabe. Es wird live moderiert, live musiziert und live meditiert. Das Line up ist prallgefüllt.
  • Kritikerumfrage von "Theater heute" 

    - Samuel Finzi zum Schauspieler des Jahres gewählt

    2014 dominierte das Maxim Gorki Theater die Umfrage der Fachzeitschrift "Theater heute". In diesem Jahr schneidet Berlin insgesamt schlechter ab - die meisten Preise gehen ans Wiener Burgtheater. Doch auch das Deutsche Theater kann sich über eine Auszeichnung freuen: Samuel Finzi wurde für eine Rolle im Hause zum besten Schauspieler gekürt.
  • Berlin-Film bräuchte Ausnahmegenehmigung 

    - "Victoria" spricht zu viel Englisch für die Oscars

    Einen silbernen Bären und sechs Lolas hat "Victoria" schon in der Tasche. Was läge also näher, als den gefeierten Berlin-Film auch ins Rennen um den Auslands-Oscar zu schicken? Doch eine formale Hürde steht den Hollywood-Weihen im Wege: Im Film wird mehr Englisch gesprochen, als die Academy eigentlich erlaubt.
  • Drei Tage Festival der Pop-Szene 

    - Auf Pop-Kultur-Tour im Berghain

    Pop, Berghain und kein Türsteher – was eigentlich nach Gegensätzen klingt, vereint sich ab Mittwoch für drei Tage erstmalig in Berlin: Das Festival "Pop-Kultur" widmet sich neben der Musik auch wissenschaftlichen Diskursen, Literatur und Lyrik. Um den Einlass in den Szene-Club muss man sich ausnahmsweise nicht sorgen. 
  • Ai Weiwei und Salman Rushdie besuchen die Hauptstadt 

    - Literaturfestival Berlin setzt Schwerpunkt Flüchtlinge

    Es ist bereits das 15. Internationale Literaturfestival in Berlin, das im September in mehreren Locations der Stadt gefeiert wird. 200 Autoren aus rund 50 Ländern werden erwartet. Schwerpunktthema wird die Situation der Flüchtlinge sein. Hinzu kommt vorher und nachher mit Ai Weiwei und Salman Rushdie richtige Prominenz zu Besuch.
  • Ex-Senatsbaudirektor Stimmann: "Politische Lyrik" 

    - Experte zweifelt am Zeitplan für das Museum der Moderne

    Das Geld ist da, die Kreativen planen schon: Das Museum der Moderne kann, das glaubt zumindest Kulturstaatsministerin Grütters, voraussichtlich schon 2021 öffnen. Der frühere Senatsbaudirektor zweifelt daran. Die Bebauung des Areals sei nicht eingeplant. Auch die Besitzverhältnisse sind noch gar nicht geregelt.
  • Petition im Internet 

    - Stadtschloss-Fans wollen mehr Historie

    "Ein funktionaler Zweckbau ohne jegliche Erinnerung an seine kunsthistorischen bedeutenden Räume": Die Gesellschaft Berliner Schloss fordert, mehr historische Elemente in dem entstehenden Stadtschloss nachzubilden. Nur so werde der Bau für Besucher auf Dauer attraktiv. Eine spätere Rekonstruktion historischer Elemente koste aber mehr Geld und Zeit.
  • Programm des Musikfests Berlin vorgestellt 

    - Schönberg, Mahler, Nielsen und Orchester aus aller Welt

    Die Berliner Festspiele laden im September für zweieinhalb Wochen hochrangige Orchester ein: Beim Musikfest Berlin spielen unter anderem Gäste aus den USA, Israel und Dänemark. Den Eröffnungsabend hat Daniel Barenboim mit seiner Staatskapelle Arnold Schönberg gewidmet. Dem Österreicher gilt aber nicht der einzige Schwerpunkt des Festivals.
  • Kritik zum Konzert im Waschhaus Potsdam 

    - Wanda versetzen ihr Publikum in Liebestaumel

    Popmusik mit Wiener Schmäh? Die fünf Jungs der österreichischen Band Wanda beweisen seit rund einem Jahr, dass man damit Clubs ausverkauft bekommt und nach jedem Konzert ein beseeltes Publikum zurücklassen kann - so auch am Samstag in Potsdam. Von Susanne Bruha  
  • Video: Stilbruch | 20.08.2015 | Birgit Wolske 

    - Ein musikalisches Zeichen für den Frieden

    Zum Abschluss der Young Euro Classics am Sonntag will der Orchesternachwuchs ein Zeichen setzen: Im neu gegründeten Young Euro Friedensorchester spielen junge Musiker aus Russland und der Ukraine neben Armeniern und Deutschen. Zwei von ihnen erzählen, ob Politik bei den Proben auch eine Rolle gespielt hat.

TV-Tipps

Logo von "Bauer sucht Kultur" (Quelle: rbb/Norbert Kohn)

Bauer sucht Kultur

Der ttt-Moderator Max Moor ist begeisterter Biobauer in Hirschfelde in Brandenburg und er reist übers Land und trifft auf Künstler, Maler und Schriftsteller, die sich wie er in Brandenburg niedergelassen haben und dort leben und arbeiten.

Max Moor und Schriftzug "Bücher und Moor" (Quelle: rbb)

Bücher und Moor

Max Moor stellt lesenswerte Neuerscheinungen vor, führt Gespräche mit Prominenten über "die Bücher ihres Lebens" und junge Berliner Schriftsteller präsentieren ihren "Roman in 200 Worten".

Köche und Moor (Quelle: rbb)

Köche und Moor

Max Moor begleitet bekannte Sterneköche, z. B. Kolja Kleeberg und Stefan Hartmann, – in die Küche und nach Brandenburg, wo sie auf die Suche nach lokalen Erzeugern gehen, die für die Spitzengastronomie aber auch für die heimische Küche produzieren.

Hörfunk

Social Media

Prominente empfehlen 50 x Kunst

Büste der Nofretete (Bild: dpa)

50xKunst - Das gefällt mir!

Über 100 Prominente hat der rbb nach ihrem Lieblingsobjekt in Berlin und Brandenburg befragt. Das Ergebnis ist eine Top 50-Liste.

Stilbruch Archiv

  • Stilbruch logo 708 px

    Stilbruch vom 27.08.2015

    Schauspieler Mario Adorf wird 85  +++ Gewalt gegen Flüchtlinge: Nur ein Ost-Problem?  +++ "Pop-Kultur"-Festival im Berghain  +++ Hermann Simon +++ Kulturtipps +++ "Ruckzuck in die Zukunft"-Performance 

    Schauspieler Mario Adorf (Quelle: dpa)

    Schauspieler Mario Adorf wird 85

    Er ist einer der beliebtesten Schauspieler Deutschlands, obwohl er vor allem für seine Schurkenrollen berühmt geworden ist. Im September feiert Mario Adorf seinen 85. Geburtstag - und das auch mit einem neuen Buch, in dem er auf seine Karriere zurückschaut.

    Flüchtlinge sitzen am Abend des 24.08.2015 vor dem ehemaligen Praktiker-Baumarkt in Heidenau vor einem Peace-Zeichen, das sie aus Teelichtern geformt haben. (Bild: Oliver Killig/dpa)

    Gewalt gegen Flüchtlinge: Nur ein Ost-Problem?

    Heidenau, Parchim und auch Nauen: Diese Ortsnamen stehen seit diesem Sommer auch für Angriffe auf Flüchtlinge und feige Anschläge auf ihre Wohnheime. Obwohl es diese fremdenfeindlichen Angriffe in der ganzen Republik gibt, scheint ihr Schwerpunkt im Osten zu liegen. Aber stimmt das?  

    Das Berghain in Berlin bei Nacht (Bild: imago/Jakob Hoff)

    "Pop-Kultur"-Festival im Berghain

    Ins Berghain kommt man derzeit beim neuen Pop-Kultur-Festival ganz einfach rein. Doch das Festival hat mehr zu bieten, als dem härtesten Türstehern der Stadt aus dem Weg zu gehen. "Pop Kultur" ist der Nachfolger der Berlin Musik Week, bei dem Künstler im Mittelpunkt stehen sollen - und nicht die Musikindustrie.  

    Die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße in Berlin (Bild: dpa)

    Hermann Simon

    Die neue Synagoge mit ihrer goldenen Kuppel ist ein Symbol für das jüdische Leben in Berlin. Und ein Wahrzeichen der Stadt, das sie auch Hermann Simon zu verdanken hat. Simon war 27 Jahre lang Direktor des Centrum Judaicum. Eine Zeit, in der das jüdische Leben in Berlin wieder aufgeblüht ist. Jetzt geht Simon in Ruhestand.

    Publikum beim radioeins Parkfest © radioeins

    Kulturtipps

    Tipp 1: Le Very beim Radioeins Parkfest
    Tipp 2: 30 Jahre Fotogalerie Friedrichshain
    Tipp 3: Grünes Gartenfest

    Der Hof des "English Theatre" und des "Theater Thikwa" in Berlin Kreuzberg - Foto und Copyright: English Theatre Berlin

    "Ruckzuck in die Zukunft"-Performance

    Erst kommen die Künstler und Studenten, dann die Agenturen, veganen Shops und später die Gutverdiener. Die Gentrifizierung ist mittlerweile überall in Berlin zu spüren. Doch welche Art von Stadt wollen wir? Darüber hat sich das Berliner Künstlerkollektiv "Copy and waste" Gedanken gemacht - und spielt sie jetzt als Zeitreise-Performance durch.

  • Stilbruch logo 708 px

    Stilbruch vom 20.08.2015

    Wie Künstler sich in die Flüchtlingsdebatte einmischen +++ Judith Klinger über den Mythos Robin Hood +++ Rudi Meisel: "Landsleute 1977-1987" +++ Neues Album von Sven van Thom +++ Kulturtipps +++ Das Friedensorchester bei den Young Euro Classic

    Das Künstlerkollektiv "Peng Collective" verleiht am 07.08.2015 das 1. europäische Verdienstkreuz am Bande auf dem Pariser Platz vor der Vertretung der EU-Kommission in Berlin. (Quelle: Peng Collective @ Nick Jaussi)

    Wie Künstler sich in die Flüchtlingsdebatte einmischen

    Die Zahl der in Deutschland Asylsuchenden ist noch einmal deutlich nach oben korrigiert worden. Die Flüchtlinge sind zum Dauerthema geworden, das die Emotionen hochkochen lässt. Es ist ein auffallend politischer Sommer, in dem der Schauspieler Til Schweiger unter die Flüchtlingshelfer geht und Künstler-Kollektive das Thema medienwirksam aufgreifen.

    Errol Flynn in "Die Abenteuer von Robin Hood" (König der Vagabunden) © imago/Hollywood Photo Archive

    Judith Klinger über den Mythos Robin Hood

    Robin Hood fand im 13. Jahrhundert zum ersten Mal Erwähnung. Seither hat er sich weltweit eine Fangemeinde erarbeitet und sich zu einer Identifikationsfigur entwickelt - schließlich nimmt er den Reichen und gibt den Armen, steht sozusagen für soziale Umverteilung. Die Potsdamer Forscherin Judith Klinger hat den Mythos Robin Hood untersucht.

    Fotograf Rudi Meisel, im Hintergrund seine ausgestellten Fotografien (Quelle: LAND BRANDENBURG LOTTO GmbH )

    Rudi Meisel: "Landsleute 1977-1987"

    Er war einer der wenigen Fotografen, der schon während der deutschen Teilung im Osten und im Westen des Landes fotografierte. Dabei stellte er fest, dass die beiden Deutschlands sich verdammt ähnlich sind, trotz der unterschiedlichen politischen Systeme. In einer Ausstellung in der C/O-Galerie zeigt er diese Bezüge mit seinen Bildern aus den 70er und 80er Jahren.

    Neues Album von Sven van Thom

    Der Berliner Gitarrenpopmusiker Sven van Thom ist ein Meister des niedergeschlagenen Hochgefühls. Sein neues Album heißt "So geht gute Laune". Doch die Laune des Musikers, der auch als eine Hälfte des Berliner Actionslesungs-Duos "Tiere streicheln Menschen" bekannt ist, geht mit viel Melancholie und einer großen Portion bösen Humors einher.

    Handy mit Film beim Berliner Kurzfilmfestival "Kiezkieken" (Quelle: rbb)

    Kulturtipps

    Tipp 1: "Bronze by Gold"
    Tipp 2: "Das Netz"
    Tipp 3: Berliner Kurzfilmfestival "Kiezkieken"

    Young Euro Classic 2014: Die Junge Deutsche Philharmonie im Admiralspalast; Foto: © Kai Bienert

    Das Friedensorchester bei den Young Euro Classic

    Die Young Euro Classic gelten als wichtige Plattform für den internationalen Orchesternachwuchs. Zum Abschluss spielt das neu gegründete Friedensorchester aus jungen deutschen, ukrainischen, armenischen und russischen Musikern gemeinsam Beethovens 9. Symphonie im Berliner Konzerthaus.  

  • Moderatorin Petra Gute; Quelle: rbb/Thomas Ernst

    Stilbruch 04.06.2015 22:30

    Vom Palast zum Schloss +++ 'Der Dschihadist' - Vom Weg in den Extremismus +++ Beyond Punishment +++ Nacho Duato am Staatsballett Berlin +++ Kulturtipps mit 'Berge' +++ Nezaket Ekici: 'Alles, was man besitzt, besitzt auch uns'

    Lustgarten mit dem im Rückbau befindlichen Palast der Republik in Berlin, 2006 (Quelle: imago)

    Vom Palast zum Schloss

    Das Berliner Stadtschloss feiert Richtfest. Fast vergessen ist dabei, dass an der Stelle des Schlosses jahrzehntelang der Palast der Republik stand. Der renommierte Architekturfotograf Gerrit Engel durfte bis 2009 die Abrissarbeiten dokumentieren.  

    Ein Mann arbeitet am 12.07.2014 in Kaufbeuren (Bayern) an der Tastatur eines Laptops. Foto: dpa - ARCHIVBILD

    "Der Dschihadist" - Vom Weg in den Extremismus

    Irfan Peci ist in Serbien geboren, wächst in Deutschland auf. Seine Eltern sind nicht religiös. Und doch radikalisiert er sich, wird zum Islamisten und Chefpropagandist für al-Qaida. Er wird gefasst und arbeitet dann mit dem Verfassungsschutz zusammen.

    Blick aus einem vergitterten Fenster in einen Gefängnishof. (Bild: dpa)

    Beyond Punishment

    Der Dokumentarfilm behandelt die Täter-Opfer Begegnung in den verschiedenen Justizsystemen der USA, Skandinaviens und Deutschlands. In Berlin trifft Patrick von Braunmühl, der Sohn des von der RAF 1986 ermordeten Diplomaten Gerold von Braunmühl, auf einen RAF-Mörder, der seine Strafe abgesessen hat.

    Der spanische Tänzer und Choreograph Nacho Duato während einer Probe (Quelle: dpa)

    Nacho Duato am Staatsballett Berlin

    Seit August letzten Jahres ist der spanische Tänzer und Choreograf Nacho Duato Intendant des Staatsballett Berlin. In der wichtigste Tanzcompagnie der Republik läuft es seitdem nicht rund. Die Kritik verreißt die Arbeiten von Nacho Duato und die Tänzer streiken für bessere Arbeitsbedingungen. Immerhin hält das Publikum dem Staatsballett die Treue. Ein Portrait in schweren Zeiten.

    Haus am Waldsee Künstlerische Arbeiten: Michael Sailstorfer, Wohnen mit Verkehrsanbindung (Großkatzbach), 2001 (links) und Wilhelm Mundt, Trashstone 306, 2006 (rechts) (© Haus am Waldsee Foto: Berndt Borchardt)

    Nezaket Ekici: "Alles, was man besitzt, besitzt auch uns"

    Wie wichtig sind die Dinge, mit denen wir uns privat umgeben? Die Möbel? Das Essen? Die Bilder an der Wand? Diesem Thema geht die in der Türkei geborene und in Deutschland aufgewachsene Künstlerin Nezaket Ekici nach - im Haus am Waldsee.

  • Moderatorin Petra Gute; Quelle: rbb/Thomas Ernst

    Stilbruch vom 28.05.2015

    Andreas Dorau: "Ärger mit der Unsterblichkeit" +++ "Das Jahrhundert der Manns" - eine Familienbiographie +++ "Radikal Modern" - Architektur der 1960er Jahre +++ "Nicht alles schlucken" +++ Kulturtipps mit Deniz Utlu +++ Der Koreanische Frauenchor Berlin

    Andreas Dorau & Sven Regener: Ärger mit der Unsterblichkeit; Montage: rbb

    Andreas Dorau: "Ärger mit der Unsterblichkeit"

    Andreas Dorau war 15 Jahre alt, als er in der Projektwoche seiner Schule den Kurs "Wir schreiben einen Popsong" belegte. Mit großem Erfolg: Dort schrieb er den Neue-Deutsche-Welle-Hit "Fred vom Jupiter". Die Basis für ein Leben als Künstler war gelegt. Jetzt blickt er gemeinsam mit Element-of-crime-Sänger Sven Regener in einer skurrilen Autobiographie auf ein Leben in der deutschen Musik- und Unterhaltungsindustrie zurück.

    Manfred Flügge (Quelle: ARD / titel thesen temperamente)

    "Das Jahrhundert der Manns" - eine Familienbiographie

    Mit seinem Dokudrama "Die Manns" hob Heinrich Breloer vor knapp 15 Jahren die Manns in den Rang einer mythologischen deutschen Familie. Doch was ist Mythos und was Wirklichkeit? Nun erscheint zum ersten Mal eine Familienbiographie, die ein neues Licht auf "das Jahrhundert der Manns" wirft. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor.)

    Ein Besucher geht am 27.05.2015 in Berlin in der Berlinischen Galerie durch die Ausstellung "Radikal Modern - Planen und Bauen in Berlin der 1960er Jahre" an dem Modell "Breitscheitplatz 1985" vorbei (Quelle: dpa)

    "Radikal Modern" - Architektur der 1960er Jahre

    Die Berlinische Galerie eröffnet nach längerer Umbauzeit wieder - unter anderem mit einer Ausstellung, die sich dem Städtebau im Osten und Westen Berlins in den 60er Jahren widmet. Vom Alexanderplatz bis zum Märkischen Viertel - die Schau "Radikal Modern" zeigt politische, gesellschaftliche und bautechnische Visionen für Berlin aus den 60er Jahren und was daraus wurde.

    Szene aus "Nicht alles schlucken" (Quelle: credofilm)

    "Nicht alles schlucken"

    Psychopharmaka sind ein Riesenmarkt und ein Riesengeschäft. Doch was wissen wir über die Folgen jenseits von klinischer Forschung und Pharmaindustrie? In dem Film "Nicht alles schlucken" berichten 20 Psychiatrie-erfahrene Menschen - Erkrankte, Angehörige und Ärzte - von ihren persönlichen Erfahrungen mit Psychopharmaka.

    Nachgefragt in der Komischen Oper, Blick auf das Publikum (Bild: Jana Behrend)

    Der Koreanische Frauenchor Berlin

    Portugiesischer Fado, kubanischer Son oder vietnamesischer Wechselgesang - beim Heimatliederabend in der Komischen Oper wird kein einziges Lied auf Deutsch gesungen. Mit dabei ist auch der Koreanische Frauenchor Berlin. 

  • Moderatorin Petra Gute; Quelle: rbb/Thomas Ernst

    Stilbruch vom 21.05.2015

    Wer rettet Syriens Kulturerbe? - Palmyra vor der Zerstörung +++ Freihandelsabkommen mit den USA - Ist die Kultur in Gefahr? +++ Impressionismus–Expressionismus in Berlin +++ Danielle de Picciotto: "Tacoma" +++ Kulturtipps +++ "Gehorsam" im Jüdischen Museum Berlin

    Ruinen der antiken Stadt Palmyra in der syrischen Wüste nördlich von Damaskus aufgenommen am 03.06.2009. Foto: dpa

    Wer rettet Syriens Kulturerbe? - Palmyra vor der Zerstörung

    Die Weltkulturerbe-Stätte Palmyra, eine griechisch-römisch-babylonische Tempelstadt aus dem 1. Jahrhundert im heutigen Syrien, wird von IS-Kämpfern angegriffen. Es geht um strategische Ziele, die Weltgemeinschaft sorgt sich um den Erhalt dieses einzigartigen Bauensembles. Scheinbar hilflos muss die Menschheit zuschauen, wie ihr kulturelles Gedächtnis in Syrien zerstört wird.

    Freihandelsabkommen TTIP: zwei Figuren stehen vor den Flaggen der USA und EU und geben sich die Hand © imago/Ralph Peters

    Freihandelsabkommen mit den USA - Ist die Kultur in Gefahr?

    Die Kritiker des geplanten europäisch-amerikanischen Freihandelsabkommen befürchten, dass TTIP eine Gefahr für die kulturelle Vielfalt darstellt. Auch Buchhändler und Verlage haben Angst, durch das Abkommen ihre Existenzgrundlage zu verlieren. Doch wie begründet sind die Befürchtungen?  

    (L) Max Pechstein: Sitzendes Mädchen (Moritzburg), (R) 1910 Pierre-Auguste Renoir: Badende mit blondem, offenen Haar, um 1903 (Quelle: SMB, © Belvedere, Wien / SMB, Nationalgalerie. © 2015 Pechstein Hamburg/Tökendorf, Foto: bpk/Roman März)

    Impressionismus–Expressionismus in Berlin

    Manet, Monet und Renoir, Kirchner, Heckel und Marc sind weltweit Publikumsmagneten - zusammen wurden sie aber noch nie gezeigt. Jetzt setzt eine neue Ausstellung in der Alten Nationalgalerie in Berlin wichtige Werke des Impressionismus und Expressionismus in direkten Bezug zueinander.

    Danielle de Picciotto musiziert auf einem Boot (Quelle: rbb)

    Danielle de Picciotto: "Tacoma"

    Die Amerikanerin Danielle de Picciotto zog 1987 von New York nach Berlin, um zu malen,  Musik, Filme und Mode zu machen. Sie arbeitete als Kuratorin und war Mitbegründerin der Love-Parade. Vor ein paar Jahren gab sie ihre Wohnung in Berlin auf und zieht seitdem um die Welt - zusammen mit ihrem Ehemann Alexander Hacke, der Bassist der "Einstürzenden Neubauten". Der hat jetzt auch ihr erstes Soloalbum produziert.

    Van Gogh Alive © Grande Exhibitions/Van Gogh Alive

    Kulturtipps

    Tipp 1: "Van Gogh Alive"
    Tipp 2: "Viktoria" bei den Filmtagen im Filmmuseum Potsdam
    Tipp 3: "Songs of the T-Shirt"

    Die freihängende Skulptur "The Wings" (2008) von Xooang Choi ist Teil der Ausstellung "Gehorsam" im Jüdischen Museum vom 22.05. bis 13.09.2015. (Quelle: © Graywall and the artist)

    "Gehorsam" im Jüdischen Museum Berlin

    Der britische Regisseur Peter Greenaway steht für bildgewaltige und rätselhafte Filme. Im Jüdischen Museum nimmt sich Greenaway in einer Multimedia-Show die Bibelgeschichte von Abraham vor, der bereit ist, auf Gottes Befehl seinen Sohn zu opfern. Die Ausstellung hat er mit der Opernregisseurin Saskia Boddeke inszeniert, mit der er seit 20 Jahren künstlerisch und privat liiert ist. Eine offenbar nicht ganz einfache Künstlerbeziehung.

  • Moderatorin Petra Gute; Quelle: rbb/Thomas Ernst

    Stilbruch vom 07.05.2015

    Das Millionengrab Staatsoper +++ 70. Jahrestag der Befreiung +++ Berliner Philharmoniker wählen Nachfolge von Simon Rattle +++ Kulturtipps mit Patrick Banush +++ Biennale in Venedig +++ Blur mit neuem Album

    Baustelle Staatsoper (Quelle: rbb)

    Das Millionengrab Staatsoper

    Die Sanierung der Berliner Staatsoper Unter den Linden sollte eigentlich im Herbst 2013 beendet sein. Doch alles dauert länger und wird auch deutlich teurer. Die Kosten sind von 239 auf inzwischen 389 Millionen Euro gestiegen. Deshalb sollen jetzt die Ursachen für die Kosten- und Terminüberschreitungen von einem Untersuchungsausschuss geklärt werden.

     

    Regisseur Wolfgang Pfeiffer im Interview (Quelle: rbb)

    70. Jahrestag der Befreiung

    Am 8. Mai 1945 endete der 2. Weltkrieg. Für die Sowjetunion der Sieg im Großen Vaterländischen Krieg, für die Mehrheit der Deutschen zunächst schlicht der Untergang. Das Kino Babylon zeigt im Mai unter dem Titel "Wollt Ihr den totalen Krieg?", wie Filmschaffende die Auswirkungen dieses Kriegs erlebten. Stilbruch hat mit drei Filmemachern aus drei Generationen gesprochen.

    Musikkritiker diskutieren über Nachfolger Sir Simon Rattles an der Berliner Philharmonie

    Berliner Philharmoniker wählen Nachfolge von Simon Rattle

    Es ist einer der renommiertesten Jobs in der klassischen Musikwelt: Der Chefposten bei den Berliner Philharmonikern. Nach 16 Jahren Amtszeit wird Sir Simon Rattle seinen Vertrag nicht verlängern, der Mitte 2018 ausläuft. Am 11. Mai wählt das Orchester basisdemokratisch und streng geheim seinen Nachfolger. Doch wer sind die möglichen Kandidaten?

    Künstlerin Rosa Barba im Interview (Quelle: rbb)

    Biennale in Venedig

    Die Biennale in Venedig ist die wichtigste Kunstschau des Jahres, bei der 53 Nationen zeigen, wie ihre Künstler auf die Gegenwart reagieren und wie sie die Zukunft sehen. Mit dabei ist bereits zum dritten Mal die in Berlin lebende Künstlerin Rosa Barba, die sich in ihren Arbeiten unter anderem mit der Umweltzerstörung beschäftigt.  

    Die Band Blur im Studio (Quelle: rbb)

    Blur mit neuem Album

    Es ist das Comeback des Jahres in der Musikszene. Die britische Band Blur bringt nach 12 Jahren Pause ein neues Album heraus. Seit Mitte April ist die Platte "The Magic Whip" auf dem Markt, die nicht etwa in London, sondern auf einer Tournee in Hongkong entstanden ist.

  • Stilbruch logo 708 px

    Stilbruch vom 30.04.2015

    Jürgen Todenhöfer: "Inside IS" +++ Wolfram Koch +++ Rainer Werner Fassbinder +++ Nataly Bleuel: "Ich will raus hier" +++ Berliner Kiezkrimis +++ "Common Ground" am Maxim Gorki Theater +++ Israelis in Berlin: Orit Nahmias +++ Moderation: Sebastian Blomberg

    Jürgen Todenhöfer im Gespräch mit IS Anhängern (Quelle: rbb)

    Jürgen Todenhöfer: "Inside IS"

    Der Journalist Jürgen Todenhöfer hat viele Bücher über die arabische Welt geschrieben, die auch ins Arabische übersetzt werden. Für sein neuestes Buch über den "Islamischen Staat" ist er nach Mossul gereist, um mit Anhängern des IS persönlich zu sprechen - was vor ihm keinem anderen westlichen Journalisten gelungen ist.

    Wolfram Koch im Café (Quelle: rbb)

    Wolfram Koch

    Beim Theatertreffen ist Wolfram Koch in Becketts "Warten auf Godot" als Landstreicher Estragon zu sehen - eine der anspruchvollsten Rollen, die man als Schauspieler spielen kann. Doch auch in Spielfilmen ist er zu sehen, demnächst als neuer Hauptkommissar Paul Brix im Frankfurter "Tatort".

    Rainer Werner Fassbiner (Quelle: rbb)

    Rainer Werner Fassbinder

    Ein Schwerpunkt dieses Theatertreffens ist Rainer Werner Fassbinder. Der Filmemacher wäre Ende Mai 70 Jahre alt geworden. Neben einer Fassbinder-Inszenierung gibt es verschiedene aktuelle Veranstaltungen zu Fassbinder - so auch eine Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau. (Das Video zum Beitrag ist bis zum 07.05.2015 verfügbar)

    Nataly Bleuel in ihrem Arbeitszimmer (Quelle: rbb)

    Nataly Bleuel: "Ich will raus hier"

    Sie hat alles: einen guten Job, eine schöne Wohnung und eine funktionierende Familie. Doch trotzdem nagt der Gedanke an ihr, dass das nicht alles gewesen sein kann. Die Autorin Nataly Bleuel ist dieser Sehnsucht erlegen, aus ihrem alltäglichen Leben auszusteigen. Ihr Buch "Ich will raus hier" ist ein Aufruf, die eigenen Träume nicht aufzugeben.  

    Bernd Mannhardt in der Markthalle (Quelle: rbb)

    Berliner Kiezkrimis

    Fast jeder Bezirk in Berlin hat mittlerweile seinen eigenen Lokalkrimi. Das sind nicht immer literarische Perlen, aber die Kriminalgeschichten aus der Nachbarschaft werden gern gelesen. Stilbruch ist der Frage nachgegangen, woher diese neue Lust am Kiezkrimi kommt.

    Schauspieler auf der Bühne (Quelle: rbb)

    "Common Ground" am Maxim Gorki Theater

    Die Flüchtlingsproblematik beherrscht derzeit nicht nur die Nachrichten, sondern beschäftigt auch viele Künstler. Beim Theatertreffen ist es das zentrale Thema in diesem Jahr - zum Beispiel in dem Stück "Common Ground" der Hausregisseurin des Berliner Gorki-Theaters, Yael Ronen.

    Orit Nahmias (Quelle: rbb)

    Israelis in Berlin: Orit Nahmias

    Anlässlich der Aufnahme der diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Israel vor 50 Jahren stellt Stilbruch in der Reihe "Sababa" junge israelische Künstler vor, die in Berlin leben und arbeiten. Diesmal die Schauspielerin Orit Nahmias.