Die Sendung im Detail

Das Kulturmagazin im rbb Fernsehen

Die Stilbruch-Redaktion (Quelle: rbb)

Die Stilbruch-Redaktion

Jede Woche neu wollen wir zeigen, wie vielfältig die Kultur in Berlin und Brandenburg sein kann. Dabei will sich Stilbruch nicht auf bestimme Genres festlegen lassen und berichtet über die großen Ereignisse genauso wie über die neuesten Trends.

Vier Autoren aus Berlin und Brandenburg für Deutschen Buchpreis nominiert:

Kulturnachrichten

RSS-Feed
  • Musikchef von Radioeins wurde 60 Jahre alt 

    - Peter Radszuhn gestorben

    Radioeins trauert um seinen Musikchef Peter Radszuhn. Der Journalist starb überraschend in der Nacht zum Samstag im Alter von 60 Jahren. Radszuhn prägte das Musikprofil der rbb-Welle seit deren Sendestart im Jahr 1997. "Wir verlieren einen großartigen Freund und Kollegen", sagte Radioeins-Programmchef Robert Skuppin.
  • Berliner Philharmoniker und die Nachfolge von Simon Rattle 

    - Grandioser Alleskönner gesucht

    Einen neuen Chefdirigenten zu finden ist spannender als die Wahl des Papstes – jedenfalls wenn es sich um einen weltberühmten Klangkörper wie die Berliner Philharmoniker handelt. Ab 2018 braucht das Orchester den neuen Dirigenten, denn der jetzige – Sir Simon Rattle – will seinen Vertrag nicht verlängern. Doch schon jetzt fragt sich die Klassikwelt, wer den Gipfel erklimmen kann – und was er mitbringen muss. Von Maria Ossowski
  • Prix Europa 2014 wird in Berlin verliehen 

    - Den goldenen Stier an den Hörnern packen

    Er ist der wichtigste europäische Medienpreis: der Prix Europa. Eine Woche lang, vom 18. bis zum 24. Oktober, treffen sich Medienmacher im Haus des Rundfunks in Berlin. Dreizehn Goldene-Stier-Trophäen werden in den drei Kategorien Fernsehen, Radio und Online in diesem Jahr verliehen. Auch der rbb, traditionell Gastgeber des europäischen Festivals, möchte einen Stier an den Hörnern packen - denn der Sender ist mit fünf Produktionen nominiert.
  • Kleist-Festspiele in Frankfurt (Oder) 

    - Casino Royale in Frankfurt

    Es geht ums Zocken, um Glück und um das große Los. Vier Tage lang wird Frankfurt an der Oder zum Spielkasino – zumindest dort, wo die Kleist-Festtage stattfinden. Denn das diesjährige Festival steht ganz und gar unter dem Motto "Glücksspiel". Was die wenigsten wissen: Auch der berühmte Namesgeber, Heinrich von Kleist, war vom Glücksspiel fasziniert. 
  • Berliner Dom: "Jedermann" 

    - Zwischen tolldreistem Draufgänger und demütigem Sünder

    Eine Berliner Institution geht in die letzte Runde. Seit 28 Jahren finden auf Initiative der Schauspielerin und Regisseurin Brigitte Grothum die "Jedermann-Festspiele" statt. Im Dom läuft jetzt die letzte Vorstellungsserie des moralischen Mysterienspiels von Hugo von Hofmannsthal. Von Ute Büsing
  • Volksbühne: "Tessa Blomstedt gibt nicht auf" 

    - Kuscheliger Heimabend im Retro-Look

    Mit "Murx den Europäer!" legte der Schweizer Regisseur Christoph Marthaler vor mehr als 20 Jahren an der Berliner Volksbühne den Grundstein für seinen anhaltenden Erfolg. Jetzt tritt er dort mit "Tessa Blomstedt gibt nicht auf" in die eigenen Fußstapfen – und verfehlt sein Thema Liebe im Zeitalter des Internets. Von Ute Büsing
  • 6. Europäischer Monat der Fotografie  

    - Die Geschichte hinter der Kamera

    Emotional aufgeladene Bilder statt dokumentarische Fotos, subjektiv statt objektiv: Die Ausstellung "MemoryLab" im Walter-Gropius-Bau zum 6. Europäischen Monat der Fotografie zeigt, wie die Bildkünstler geschichtliche Ereignisse in ergreifende Bilder umgießen. Maria Ossowski stellt die Ausstellung vor.
  • Brandenburg Aktuell | 16.10.2014 | Christine Stellmacher 

    - Döpfner darf Villa Henckel 2015 einzäunen

    Die Potsdamer Schlösserstiftung und Mathias Döpfner haben sich geeinigt: Der Springer-Chef darf sein Privatgrundstück um die Villa Henckel einzäunen, dafür bleibt der Rest der Villen- und Parkanlagen öffentlich zugänglich, auch am Wochenende. Wo genau der Zaun verlaufen wird, soll bis zum Frühjahr 2015 entschieden werden.
  • Video: Abendschau | 15.10.2014 | Susanne Papawassiliu 

    - Kunstgewerbemuseum in neuem Kleid

    Drei Jahre war es geschlossen: Das Berliner Kunstgewerbemuseum wurde in dieser Zeit komplett umgestaltet. Am 21. November öffnet es wieder für die Besucher. Dann stehen Kunst, Mode und Design im Mittelpunkt der neu konzipierten Schau. Ein Blick in die Restaurierungswerkstatt.
  • Museum bekommt private Kunstsammlung 

    - Ein großes Geschenk für Cottbus

    Das Cottbuser Kunstmuseum Dieselkraftwerk kann seine Sammlung erweitern: Ein privater Kunstsammler schenkt dem Museum Werke renommierter Fotografen. Ausgestellt werden sie in den kommenden Jahren. Konstanze Schirmer hat sie sich vorab angeschaut.
  • Streit um katholisches Gotteshaus 

    - Umbau der Hedwigs-Kathedrale trotz Denkmalschutz möglich

    Die Gemeinde der St. Hedwigs-Kathedrale an der Berliner Staatsoper kann ihr Gotteshaus wohl doch so umbauen, wie sie es geplant hatte. Der Denkmalschutz hat offenbar wenig Einfluss auf die Änderungen im Innenraum, obwohl die Pläne gegen Vorschriften verstoßen.
  • Freilichtmuseum Altranft steht vor der Schließung 

    - Kein Geld mehr für die Bauernschau

    Das Freilichtmuseum in Altranft soll geschlossen werden. 20.000 Besucher kommen im Jahr, aber der Unterhalt ist teuer, und es hat sich kein neuer Träger für das Museum gefunden. Anfang November soll der Kreistag in der Sache entscheiden. Von Elke Bader
  • Kritik an Renners Plänen für neue Preise 

    - Teurere Theatertickets "zutiefst unsozial"

    Mit seiner Überlegung, die Preise für Theater- und Operntickets anzuheben, hat sich der neue Kulturstaatssekretär Tim Renner (SPD) bislang wenig Freunde in Berlin gemacht. Kritiker sprechen von einer Milchmädchenrechung, wenn Renner die Zuschüsse in Berlin mit denen in München vergleiche.
  • Auftakt mit Ravels "Bolero" 

    - Startänzerin Polina Semionova kehrt nach Berlin zurück

    Im Streit verließ Ballettstar Polina Semionova vor zwei Jahren die Hauptstadt  - nun kehrt sie im Guten zurück: Für elf Vorstellungen wird die russische Primaballerina zunächst als Gastsolistin des Staatsballetts Berlin zu bewundern sein. Doch ihre Fans müssen sich damit erstmal zufrieden geben.
  • Verabschiedung der letzten alliierten Truppen vor 20 Jahren 

    - Der große Abzug

    Die Nachkriegszeit endete in Brandenburg am 31. August 1994 - mit dem Abzug der russischen Streitkräfte nach fast 50 Jahren. Was wurde aus den all den Kasernen und Truppenübungsplätzen in der Region? Wie erging es den Menschen, die gingen und denen, die zurückblieben? Zwei rbb-Dokumentationen beleuchten Hintergründe und Folgen des großen Abzugs.
  • Auch rbb-Koproduktion ausgezeichnet 

    - "White Shadow" siegt bei erstem Filmfest Potsdam

    Ein Albinojunge im Überlebenskampf in Tansania hat die Jury des neuen Filmfests Potsdam am meisten überzeugt: Der in Berlin lebende Regisseur Noaz Deshe kann für seinen Film "White Shadow" den "Adler in Gold" mit nach Hause nehmen. Auch eine rbb-Koproduktion über das Doppelleben eines DDR-Schriftstellers hielt die Jury für preiswürdig.
  • Berliner Künstlerin ausgezeichnet 

    - Wiebke Siem nimmt Kaiserring entgegen

    Mit dem Kaiserring der Stadt Goslar hat die Berlinerin Wiebke Siem einen der wichtigsten Preise für moderne Kunst bekommen. Zu den früheren Preisträgern gehören unter anderem Henry Moore, Joseph Beuys und Jörg Immendorff. Siems Werk habe noch lange nicht die Aufmerksamkeit, die es verdiene, meinte die Jury.  
  • Preisverleihung der Goldenen Henne 2014 in Leipzig 

    - "Mein Hühnerstall wächst und wächst"

    Bei der großen Preisgala in Leipzig konnte sie nicht dabei sein: Helene Fischer. Doch der blonde Schlagerstar war die große Gewinnerin des Abends. Glanz, Glamour und über 3,500 Gäste begleiteten das 20. Jubiläum des größten ostdeutschen Medienpreises. Es regnete Preise. Selbst die Deutsche Nationalelf konnte sich über ein Federvieh freuen. Und eine Henne überreichte sogar der deutsche Außenminister höchstpersönlich. Von Ula Brunner
  • Lutz Seiler über seinen Roman "Kruso" 

    - Schiffbrüchig auf Hiddensee

    "Kruso" ist sein erster Roman. Trotzdem hat Lutz Seiler damit gleich auf Anhieb den Deutschen Buchpreis gewonnen, eine der wichtigsten deutschen Literatur-Auszeichnungen. Was den Roman ausmacht, ist seine sinnliche und poetische Kraft, aber auch das wunderliche Personal, das Seiler im Sommer 1989 auf der Insel Hiddensee zusammentreffen lässt. Von Angela Beinemann
  • Rieger-Jähner auf dem Sprung in den Ruhestand 

    - Die Kunstsammlerin ohne Budget

    Sie hat die wichtigste Sammlung für Kunst aus der DDR aufgebaut: Brigitte Rieger-Jähner war über zwei Jahrzehnte Leiterin des Museums für Junge Kunst in Frankfurt an der Oder. Ende Oktober geht die Kunst-Expertin in den Ruhestand. Im Interview erinnert sie sich, wie ihre Mutter ihr lehrte, in der DDR keine Angst zu haben, und wie sie Ausstellungen praktisch ohne Budget gestemmt hat.

TV-Tipps

Logo von "Bauer sucht Kultur" (Quelle: rbb/Norbert Kohn)

Bauer sucht Kultur

Der ttt-Moderator Max Moor ist begeisterter Biobauer in Hirschfelde in Brandenburg und er reist übers Land und trifft auf Künstler, Maler und Schriftsteller, die sich wie er in Brandenburg niedergelassen haben und dort leben und arbeiten.

Max Moor und Schriftzug "Bücher und Moor" (Quelle: rbb)

Bücher und Moor

Max Moor stellt lesenswerte Neuerscheinungen vor, führt Gespräche mit Prominenten über "die Bücher ihres Lebens" und junge Berliner Schriftsteller präsentieren ihren "Roman in 200 Worten".

Köche und Moor (Quelle: rbb)

Köche und Moor

Max Moor begleitet bekannte Sterneköche, z. B. Kolja Kleeberg und Stefan Hartmann, – in die Küche und nach Brandenburg, wo sie auf die Suche nach lokalen Erzeugern gehen, die für die Spitzengastronomie aber auch für die heimische Küche produzieren.

Hörfunk

Social Media

Prominente empfehlen 50 x Kunst

Büste der Nofretete (Bild: dpa)

50xKunst - Das gefällt mir!

Über 100 Prominente hat der rbb nach ihrem Lieblingsobjekt in Berlin und Brandenburg befragt. Das Ergebnis ist eine Top 50-Liste.

Stilbruch Archiv

  • Petra Gute (Quelle: rbb)

    Stilbruch 16.10.2014 22:15

    +++ Nicki Pawlow: "Der bulgarische Arzt" +++ Niklas Maak: "Wohnkomplex" +++ Volker Meyer-Dabisch: "Von Hohenschönhausen nach Niederschöneweide" +++ Arwed Messmer: "Reenactment MFS" +++ Kulturtipps mit Nele Heinvetter +++ Dimitrij Schaad in "Untergang der Nibelungen" +++

    Schriftstellerin Nicki Pawlow (Quelle: rbb)

    Nicki Pawlow: "Der bulgarische Arzt"

    Vor 25 Jahren wurde die Mauer zum Einsturz gebracht. Ihr Fall beendete zumindest symbolisch nicht nur die Teilung Deutschlands, sondern auch Europas und der Welt. Wie die Grenzen damals auch das ganz private Leben prägten, zeigt uns der Roman "Der bulgarische Arzt" der Berliner Autorin Nicki Pawlow. Ihr Buch erzählt über drei Generationen hinweg das Leben ihrer Familie – in drei verschiedenen politischen Systemen.

    ein zur grünen Terasse hin geöffneter Essraum (Quelle: rbb)

    Niklas Maak: "Wohnkomplex"

    Viele der großen Krisen der Gegenwart, sagt der Architekturkritiker Niklas Maak, sind eigentlich Immobilienkrisen. Wir brauchen andere Häuser - und eine andere Baukultur fordert er in seinem neuen Buch "Wohnkomplex".

    Dokumentarfilmer Volker Meyer-Dabisch auf einer großen Steinbank mit steinernem Kissen, davor sein Fahrrad mit Anhänger mit der Aufschrift 'road movie' (Quelle: rbb)

    Dokumentarfilm: "Von Hohenschönhausen nach Niederschöneweide"

    Die Dokumentarfilme des Berliner Filmemachers Volker Meyer-Dabisch tauchen tief ein in die Subkulturen und Merkwürdigkeiten der Berliner Kieze. Nach dem Görlitzer Park, dem Hip Hop Underground und einem Einblick in das Leben sogenannter Mischlingskinder, hat er sich nun auf eine Reise durch zwei wenig beachtete Berliner Stadtteile begeben. "Von Hohenschönhausen nach Niederschöneweide" erzählt vom Aufbruch und vom schweren Erbe zweier entlegener Berliner Vorstädte.

    historische Fotografie einer (im Rahmen der Untersuchungshaft) nachgestellten Fluchtsituation: Eine Frau, im Kofferrum liegend, hält ein Kind umklammert (Quelle: rbb)

    Arwed Messmer: "Reenactment MfS"

    25 Jahre nach dem Mauerfall geht der Berliner Fotograf Arwed Messmer auf künstlerische Spurensuche. In den Akten des Ministeriums der Staatssicherheit der DDR fand er unzählige Dokumente über gescheiterte Fluchtversuche an der Mauer. Für sein neues Projekt "Reenactment MfS" stellt er diese teils makaberen Gebrauchsfotos in einen neuen Zusammenhang.

    Neele Heinvetter blickt durch eine Glasscheibe (Quelle: rbb)

    Kulturtipps mit Neele Heinvetter

    Tipp 1: Jean-Pascal Flavien: "Days, between placing and displacing"
    Tipp 2: Bettina Khano: "Flipped Image"
    Tipp 3: Restaurant: Pauly Saal
     

    Plakat des Maxim Gorki mit Dimitrij Schaad (Quelle: rbb)

    Dimitrij Schaad in "Untergang der Nibelungen"

    Nicht umsonst ist das Maxim Gorki mit seinem hochmotivierten, jungen, internationalen Ensemble dafür gleich nach seiner ersten Spielzeit zum "Theater des Jahres" gekürt worden. Als nächste Premiere zeigt es den "Untergang der Nibelungen" nach Hebbel. Mit dabei: ein junger Mann, der auch gleich noch zum "Nachwuchsschauspieler des Jahres" gewählt wurde: Dimitrij Schaad.

  • Stilbruch vom 09.10.2014

    Mainhardt Graf von Nayhaus: Chronist der Macht +++ Arteholic +++ 'Irmina' +++ Deutschlands bestes Buch des Jahres heißt 'Kruso' +++ Kulturtipps mit Martina Schöne-Radunski +++ 'Melt' von J.Moon +++

    Der Journalist Mainhardt Graf von Nayhauß. Quelle: dpa

    Mainhardt Graf von Nayhaus: Chronist der Macht

    Jahrzehnte war Mainhardt Graf von Nayhaus immer nah dran, an den Mächtigen der Republik. Der Journalist fuhr mit Wolfgang Schäuble Ski und badete mit Helmut Kohl vor der australischen Küste. Jetzt veröffentlicht er seine Autobiographie.

    Arteholic: Udo Kier betrachtet Alberto Giacomettis "Die Nase", Museum Ludwig Koeln; Foto: © Camino Filmverleih

    Arteholic

    Er ist einer der wenigen deutschen Schauspieler, die auch in Amerika eine beeindruckende Karriere hingelegt haben: Udo Kier. In seinem neuen Film lernen wir ihn von einer neuen Seite kennen - als leidenschaftlicher Kunstliebhaber, als "Arteholic".

    Zeichnung die eine Frauch mit Koffer zeigt, daneben Stifte auf dem Papier (Quelle: rbb)

    "Irmina"

    Vor ein paar Jahren fand die Comic-Künstlerin Barbara Yelin im Nachlass ihrer Großmutter einen Karton mit Briefen und Tagebüchern. Eine Entdeckung, die sie zu "Irmina" inspirierte. Im neuen Comic-Roman geht es um die Geschichte einer jungen Frau während der Nazizeit und ihrer ersten, großen, unglücklichen Liebe.  

    Der Autor Lutz Seiler lächelt am 06.10.2014 während der Verleihung des Deutschen Buchpreises 2014 im Römer in Frankfurt am Main (Hessen) (Quelle: dpa)

    Deutschlands bestes Buch des Jahres heißt "Kruso"

    Er galt als klarer Favorit – und trotzdem war es ganz einfach schön, als Lutz Seiler den Deutschen Buchpreis bekam. "Kruso", der Debutroman des Brandenburgers, trägt nun die Auszeichnung "bestes deutsches Buch des Jahres". Lutz Seiler beschreibt es als "Robinsonade im klassischen Sinne".

    J.Moon (Quelle: rbb)

    "Melt" von J.Moon

    Für ihr erstes Soloalbum zog Jessica Einaudi von Mailand nach Berlin. Die vielen Menschen aus aller Welt und die Kunst- und Kulturszene hier inspirieren sie jeden Tag, sagt die Sängerin mit dem Künstlernamen J.Moon. "Melt" heißt ihr erstes Album, und das passt, weil in ihren Songs Realität und Phantasie miteinander verschmelzen.

  • Stilbruch 02.10.2014 22:15

    +++ Geschichte der Neuen Nationalgalerie +++ Ausstellung: Signale des Aufbruchs +++ Neues Buch: Die zehn wichtigsten Fragen des Lebens +++ Feinde in Rot - 25 Jahre nach Gründung der Ost-SPD +++ Kulturtipps mit Archie Clapp +++ Chipperfield-Ausstellung - ein Making Of +++ Künstler über die Neue Nationalgalerie +++ Neues Album: Johanna Borchert +++  

    Die Geschichte der Neuen Nationalgalerie

    Bevor die Neue Nationalgalerie wegen Sanierungsarbeiten für mehrere Jahre geschlossen wird, blickt Stilbruch zurück auf fast 50 Jahre des Museums, das einst von der Architektenlegende Mies van der Rohe geschaffen wurde.

    Fotograf Siebrand Rehberg betrachtet das Miniaturmodell einer Straße (Quelle: rbb)

    Siebrand Rehberg: Signale des Aufbruchs

    "Signale des Aufbruchs" – so heißt eine Ausstellung, die jetzt erstmals die Bilder des Fotografen Siebrand Rehberg zeigt, der Anfang der 1970er Jahre mit seiner Kamera das Leben im Schatten der Mauer festhielt – vor allem in Kreuzberg, das damals noch ganz und gar nicht angesagt war.

    Gregor Eisenhauer (Quelle: rbb)

    Gregor Eisenhauer: "Die zehn wichtigsten Fragen des Lebens"

    Was ist der Sinn unseres Lebens? Damit beschäftigt sich der Philosoph Gregor Eisenhauer immer wieder. Für den Tagesspiegel schreibt er seit über 10 Jahren Nachrufe auf Berlinerinnen und Berliner. Und diese Beschäftigung mit dem Leben und dem Sterben zeigt ihm, was am Ende zählt. In seinem sehr nachdenklich machenden Buch fordert er uns jetzt auf, uns darüber klar zu werden, was im Leben wirklich wichtig ist. 

    Ein Transparent, angeschnitten im Bild, mit der unvollständigen Aufschrift "Das andere Ost" (Quelle: rbb)

    Feinde in Rot

    Am 7. Oktober 1989 wurde auf der einen Seite der Mauer der 40. Geburtstag der DDR gefeiert. Genau an diesem Tag trafen sich in Brandenburg ganz im Geheimen mutige Oppositionelle um die Sozialdemokratische Partei in der DDR zu gründen: eine offene Kampfansage an die Machthaber.

    Archie Clapp (Quelle: rbb)

    Kulturtipps mit Archie Clapp

    Tipp 1: : Beate Tembridis: "Vom Unglück, Grieche zu sein"
    Tipp 2: Stefan Sing in den "Katakomben"
    Tipp 3: Scheinbar Varieté
     

    aufrechtstehende Baumstämme in der Neuen Nationalgalerie: Ausstellung von David Clipperfield (Quelle: rbb)

    David Chipperfield: "Sticks and Stones"

    Der britische Stararchitekt David Chipperfield will vor der Sanierung der Neuen Nationalgalerie eine ungewöhnliche Installation anbringen: Die Haupthalle des legendären Mies-van-der-Rohe-Baus wird für drei Monate zu einem "Stützenwald" mit 144 Baumstämmen. Ein Making Of darüber, wie der Wald in die Neue Nationalgalerie kam...

    der Künstler Daniel Knorr vor der Neuen Nationalgalerie (Quelle: rbb)

    Künstler über die Neue Nationalgalerie

    Die Neue Nationalgalerie ist nicht nur Ikone der Klassischen Moderne – sie ist auch eine Herausforderung für Künstler, sie zu bespielen. Stilbruch hat Berliner Künstler gefragt, welche Erfahrungen sie mit der Neuen Nationalgalerie gemacht haben.

    Johanna Borchert (Quelle: rbb)

    Johanna Borchert

    Ist das jetzt Jazz oder Pop? Egal. Allein mit ihrer Stimme und ihrem Klavier klingt sie wie ein ganzes Orchester. Beim kommenden Jazzfest die Berliner Musikerin Johanna Borchert dabei sein. Ungewöhnliche und tolle Musik von einer ungewöhnlichen und tollen Frau.

  • Moderatorin Petra Gute; Quelle: rbb/Thomas Ernst

    Stilbruch 25.09.2014 22:15

    +++ Dokumentarfilm über ein Doppelleben - "Anderson" +++ Die Lust am Klischee – Kabarettistin Idil Baydar +++ "In den Gangs von Neukölln" - Buch über Yehya E. +++  Männer in Garagen – Performance-Festival in Pankow +++ Kulturtipps mit der Fotografin Sabine von Bassewitz +++ Auf der richtigen Seite – ein Kinderbuch über den Nahostkonflikt +++

    Anderson © Berlinale

    Anderson

    Seine Geschichte ist eine der Lüge und des Verrats. Von fast shakespearehaftem Ausmaß. Des Verrats der engsten Freunde und Vertrauten. Sascha Anderson war in den 1980er Jahren Fixstern des kreativen DDR-Undergrounds, DER erotische Popstar der Künstlerszene vom Prenzlauer Berg. Nach dem Mauerfall wird er als Stasisspitzel enttarnt. Jetzt bringt die Regisseurin Annekatrin Hendel für den Dokumentarfilm "Anderson" die zum sprechen, die er einst verraten hat. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)

    Idil Baydar

    Jilet Ayse ist das fleischgewordene Klischee einer Neuköllner Ghettobraut, die laut rauspöbelt, was andere sich noch nicht mal zu denken trauen – und sie ist ein Internetstar. Und sehr lustig. Auch oder weil sie echt derb ist. Hinter der aufsässigen Jilet Ayse steckt die Schauspielerin Idil Baydar. Jetzt ist sie leibhaftig zu erleben – fernab von Neukölln, in der Bar jeder Vernunft.

    Christian Stahl: "In den Gangs von Neukölln"

    Yehya wollte immer der Beste sein. Ein hochtalentierter Flüchtlingsjunge, der immer im Mittelpunkt stehen wollte- und schließlich der erste und jüngste Berliner Intensivtäter wurde. Seit 10 Jahren beschäftigt sich Christian Stahl mit dessen Leben und wollte ein Buch über das einstige Musterbeispiel der Integration schreiben - bis er von Yehyas Rückfall in die Kriminalität überrascht wurde.

    Männer in Garagen

    Es gibt nur noch wenige Orte, wo ein Mann wirklich ein Mann sein kann. Wie die Garage. Einer der letzten Rückzugsorte, wo Vati noch unbehelligt vor sich hinfrickeln kann. Doch jetzt bekommt er dort Besuch. Beim Performancefestival "Männer in Garagen" der Sophiensäle zieht das Publikum in Pankow von Garage zu Garage. Durch Biotope und Kulturräume, die man sonst eher selten von innen zu Gesicht bekommt.

    William Sutcliffe: "Auf der richtigen Seite"

    Wie können Kinder etwas verstehen, das so absurd und schrecklich ist, dass es für sie eigentlich nicht vorstellbar ist - wenn sie es nicht selbst erlebt haben? Wie die Mauer im Nahostkonflikt, die heute Israelis und Palästinenser voneinander trennt. Dem Schriftsteller William Sutcliffe gelingt es in seinem neuen Buch tatsächlich, jungen Menschen klarzumachen, was es bedeutet. Und was es mit den Menschen macht, die auf beiden Seiten dieser Mauer leben müssen.
     

  • Moderatorin Petra Gute; Quelle: rbb/Thomas Ernst

    Stilbruch vom 18.09.2014

    Friederike Oeschger und Babette Radtke: "Die Mossdorfs" +++ Spirit Berlin +++ Phoenix +++ André Kubiczek: "Das fabelhafte Jahr der Anarchie" +++ Kulturtipps mit Marie Kaiser +++ Gregor Schneiders "Liebeslaube"

    (Quelle: rbb)

    Friederike Oeschger und Babette Radtke: "Die Mossdorfs"

    Die Berliner Familie Mossdorf lebte 90 Jahre lang in der Prinzregentenstraße 83 in Wilmersdorf. Als Rosemarie Mossdorf stirbt, finden ihre Nichten einen ungeahnten Schatz aus Fotos, Briefen und Tagebüchern ihrer Vorfahren, die anhand einer Familiengeschichte das gesamte 20. Jahrhundert in Deutschland widerspiegeln. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)

    Filmszene aus "Spirit Berlin" - Achtung Berlin 2014 (Quelle: achtung berlin 2014)

    Spirit Berlin

    Berlin gilt als spirituelles Zentrum Europas. Das behauptet zumindest der Dokumentarfilm "Spirit Berlin", der sich auf die Reise durch die Esoterikszene der Stadt macht, durch das manchmal schon ziemlich skurrile Überangebot an Möglichkeiten, sich auf den Weg zu sich selbst machen - von Yoga über Tantra, Qui Gong, Lichtheilung, Barfuss-Disko bis zur Urschreitherapie.

    "Phoenix" (Quelle: Piffl Medien)

    Phoenix

    Sechs Mal haben sie schon zusammengearbeitet. Und auch im neuen Film von Regisseur Christian Petzold ist Nina Hoss in einer Hauptrolle zu sehen. Im Nachkriegsdrama "Phoenix" spielt sie die ehemalige Sängerin Nelly Lenz, deren Gesicht im Konzentrationslager durch eine Schusswunde komplett entstellt wurde. Nach einer Operation unerkennbar, macht sie sich im völlig zerstörten Berlin auf die Suche nach ihrer alten Identität und ihrem früheren Leben.

    André Kubiczek im kulturradio-Studio; Foto: Carsten Kampf

    André Kubiczek: "Das fabelhafte Jahr der Anarchie"

    Es war eine besondere Zeit im Frühjahr und Sommer 1990 - zwischen der ersten freien Volkskammerwahl und der Währungsunion, als der eine deutsche Staat zusammengebrochen war und es noch nicht so richtig einen neuen gab. Als irgendwie alles möglich schien, wenn man jung war und aus dem Osten kam - so wie André Kubiczek. Der Schriftsteller aus Potsdam fängt nun die Stimmung der damaligen Zeit in seinem neuen Buch ein.

    Ausstellung "Schwindel der Wirklichkeit" (Quelle: dpa)

    Kulturtipps mit Marie Kaiser

    Tipp 1: "Schwindel der Wirklichkeit"
    Tipp 2: Roman Signer - "Kitfox Experimental"
    Tipp 3: Otavio Schipper - "Elevator Music"

    (Quelle: rbb)

    Gregor Schneiders "Liebeslaube"

    Er gilt als einer der unheimlichsten deutschen Künstler, weil die Räume, die er baut, Angst machen können und seine Poesie immer etwas Bedrohliches hat. Im Zuschauerraum der Berliner Volksbühne hat er jetzt eine "Liebeslaube" errichtet - doch man sollte sich vom Titel nicht täuschen lassen. 

  • Petra Gute - Stilbruch (Quelle: rbb)

    Stilbruch vom 11.09.2014

    "Mission Freiheit - Wolfgang Vogel" +++ "Schönefeld Boulevard" +++ Mary Bauermeister +++ Maidan-Gespräche beim Literaturfestival in Berlin +++ Kulturtipps mit Sara Contini-Frank +++ Yael Ronen am Gorki Theater +++ "Preußen und Sachsen"

    Wolfgang Vogel (Quelle: rbb)

    "Mission Freiheit - Wolfgang Vogel"

    Er fuhr im goldenen Mercedes über die Grenze, knüpfte Kontakte zwischen Ost und West und machte sich so unentbehrlich - der Anwalt Wolfgang Vogel vermittelte den Freikauf politischer Häftlinge aus der DDR in den Westen. Auch spektakuläre Spionageaustäusche auf der Glienicker Brücke wurden von ihm organisiert. Eine Biographie widmet sich jetzt dieser rätselhaften Figur Wolfgang Vogel.

    Sylke Enders und Julia Jendroßek (Quelle: rbb)

    "Schönefeld Boulevard"

    In Berlin-Schönefeld ist nicht nur der Bau des Flughafens ins Stocken gekommen - auch das Leben von Cindy ist vom Stillstand geprägt. Nicht mal ihre Eltern glauben, dass Cindy eine glorreiche Zukunft bevorsteht. Doch es gelingt Cindy, einen neuen Weg zu beschreiten. "Schönefeld Boulevard" ist der neue Kinofilm von Sylke Enders, die mit ihrem erfolgreichen Film "Kroko" schon einmal in die Lebenswelt einer Berliner Jugendlichen eingetaucht ist.

    Mary Bauermeister (Quelle: rbb)

    Mary Bauermeister

    Die Künstlerin Mary Bauermeister wird 80. Während sich früher die jungen Kreativen wie Karl-Heinz Stockhausen, John Cage oder Joseph Beuys in ihrem Atelier trafen, verändert Mary Bauermeister auch heute noch mit ihrer Kunst das Sehen und das Denken - aktuell zu erleben in einer Ausstellung in Potsdam, mit der das Museum Fluxus+ die Künstlerin feiert. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)

    Yevgéni und Mariia, Tàras, Anastassia und Valéri (Quelle: rbb)

    Maidan-Gespräche beim Literaturfestival in Berlin

    Berlin ist im literarischen Ausnahmezustand. Mehr als 150 Autoren aus aller Welt sind beim diesjährigen Internationalen Literaturfestival zu Gast. Das Haus der Berliner Festspiele und viele andere Orte der Stadt werden zum Mekka für alle, die Literatur lieben. Viele der Festivalteilnehmer beschäftigen sich mit der aktuellen Situation in der Welt, einige stammen aus aktuellen Konflikt- und Krisenregionen - zum Beispiel aus der Ukraine.

    Yael Ronen am Gorki Theater (Quelle: rbb)

    Yael Ronen am Gorki Theater

    Vor kurzem ist das Berliner Maxim Gorki Theater zum "Theater des Jahres" gewählt geworden, was auch an den Inszenierungen seiner Hausregisseurin liegen dürfte: Yael Ronen. Sie gilt derzeit als eine der besten und spannendsten Theaterregisseurinnen. Ihre bisherigen Stücke handeln vom Holocaust, vom Nahost-Konflikt und den Kriege in Ex-Jugoslawien. Ihre neue Inszenierung "Erotic Crisis" dreht sich jetzt um ein privates Schlachtfeld.

    Ausstellung "Preußen und Sachsen" (Quelle: rbb)

    "Preußen und Sachsen"

    Seit Anfang Juni erzählt die erste Brandenburgische Landesausstellung von der wechselhaften Geschichte von Preußen und Sachsen - und die Besucher strömen ins frisch restaurierte Renaissance-Schloss in Doberlug. Rund 50.000 Menschen haben die kulturhistorische Ausstellung bereits gesehen.

  • Moderatorin Petra Gute; Quelle: rbb/Thomas Ernst

    Stilbruch vom 04.09.2014

    Roland Jahn: "Wir Angepassten - Überleben in der DDR" +++ Lary +++ Christoph Niemann +++ "Song from the Forest +++ Kulturtipps mit Nicolas Balcazar +++ Kunst in der ehemaligen Hutfabrik Luckenwalde +++ "Stadt/Bild - Kunst/Raum" in Potsdam

    Roland Jahn (Quelle: rbb)

    Roland Jahn: "Wir Angepassten - Überleben in der DDR"

    Auch 25 Jahre nach dem Mauerfall gibt es noch immer viele Geschichten, die Deutsche sich gegenseitig erzählen müssen, um sich besser zu verstehen. Das meint Roland Jahn, Chef der Stasiunterlagen-Behörde und früherer DDR-Bürgerrechtler. In seinem Buch "Wir Angepassten" erzählt er seine eigene Geschichte und davon, wie sich die Menschen in der DDR zwischen Anpassung und Widerstand durchlaviert haben.

    Musikerin Lary (Quelle: rbb)

    Lary

    Die Berlin Music Week endet mit dem New Music Award. Für den Nachwuchswettbewerb nominieren die jungen Radioprogramme der ARD jeweils einen Künstler. Radio Fritz vom rbb schickt die Berliner Sängerin Lary ins Rennen, deren Debütalbum schon vor dem Erscheinen hochgelobt wird.

    Christoph Niemann

    Als US-Präsident Obama letzten Sommer in Berlin war, bekam er von Bundespräsident Gauck einen Siebdruck des Berliner Illustrators Christoph Niemann geschenkt. Den kannte Obama natürlich, denn Niemann zeichnet regelmäßig für die "New York Times" oder "The New Yorker". Jetzt sind Christoph Niemanns Arbeiten auch in Berlin zu sehen.

    "Song from the Forest" (Quelle: RealFiction)

    "Song from the Forest"

    Der Berliner Reiseschriftsteller Michael Obert nennt sich selbst einen Getriebenen und Entwurzelten. Das bringt ihn immer wieder in die entlegensten Winkel der Erde wie Bhutan oder in die Sahara. In seinem neuen Dokumentarfilm "Song from the Forest" erzählt er die unglaubliche Lebensgeschichte eines New Yorkers im zentralafrikanischen Regenwald. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)

    Kunst in der ehemaligen Hutfabrik Luckenwalde

    Die Hutfabrik "Friedrich Steinberg Hermann und Co" in Luckenwalde galt in den 1920er Jahren als einer der modernsten und schönsten Industriebauten. Gebaut hat sie der Berliner Architekt Erich Mendelsohn, der auch den Einsteinturm in Potsdam oder die Schaubühne entwarf. Die Mendelsohn-Halle in Luckenwalde stand nach der Wende lange leer, wurde später aufwendig restauriert und wird jetzt mit Kunst wiederbelebt.

    "Stadt/Bild - Kunst/Raum" in Potsdam

    Die Sammlung des Potsdam Museums umfasst mehr als 5.000 Kunstwerke wie Gemälde, Grafiken und Fotografien aus der DDR. Zum 25. Jahrestages des Mauerfalls am 9. November 1989 zeigt das Museum eine breitangelegte Retrospektive mit Werken verschiedener Künstler.