Die Sendung im Detail

Das Kulturmagazin im rbb Fernsehen

Die Stilbruch-Redaktion (Quelle: rbb)

Die Stilbruch-Redaktion

Jede Woche neu wollen wir zeigen, wie vielfältig die Kultur in Berlin und Brandenburg sein kann. Dabei will sich Stilbruch nicht auf bestimme Genres festlegen lassen und berichtet über die großen Ereignisse genauso wie über die neuesten Trends.

Kulturnachrichten

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  • Magischer Realist 

    - Autor Fritz Rudolf Fries mit 79 Jahren gestorben

    Seine Romanhelden waren Glücksritter, Träumer und Zeitreisende. Sein erstes Werk "Der Weg nach Oobliadooh" durfte in der damaligen DDR erst gar nicht veröffentlicht werden. Erst 20 später kam der Roman in die Buchläden. Fritz Rudolf Fries eckte mit seiner originellen Sicht immer wieder an. Wie erst jetzt bekannt wurde, verstarb der Autor am 17. Dezember mit 79 Jahren.
  • Umbau der Berliner Hewdigskathedrale 

    - An Hedwigs neuen Kleidern wird weiter gefeilt

    Für Rainer Maria Kardinal Woelki sollte es eines der wichtigsten Projekte im Erzbistum Berlin werden: die Sanierung und der Umbau der Hedwigs-Kathedrale. Das Bistum hatte dazu einen Architektenwettbewerb ausgerufen - und seit einem halben Jahr steht der Siegerentwurf fest. Passiert ist aber bisher nichts. Stillstand also, bis der neue Erzbischof kommt? Von Carmen Gräf
  • Kiki Blofeld in Oberschöneweide schließt 

    - "Die 90er Jahre sind vorbei"

    Aus Mitte musste das Kiki Blofeld raus, in Oberschöneweide will es selbst nicht bleiben. Der Club werde in der neuen Saison nicht mehr am jetzigen Standort öffnen, ließ der Betreiber verlauten. Dazu hätten viele Gründe geführt, sagte er gegenüber rbb obline - und erhob Vorwürfe gegen Ämter und den Vermieter. Von Anika Hüttmann
  • Journalisten mit Migrationshintergrund lesen aus Hassbriefen 

    - Mit "Hate Poetry" gegen Pegida

    Journalisten mit ausländisch klingendem Namen bekommen manchmal Leserbriefe der anderen Art: beleidigend und rassistisch. Seit zwei Jahren liest eine Gruppe von Redakteuren diese Hassbriefe regelmäßig als "Hate Poetry" vor Publikum vor. Am Freitagabend waren sie in Dresden zu Gast unter dem Titel  #HAPOGEPEGIDA (Hate Poetry gegen PEGIDA). Mit dabei war der Berliner taz-Journalist Deniz Yücel.
  • Restaurierte deutsche Filme auf der Berlinale 

    - Aus Zelluloid mach digital

    Für die Berlinale wurde schon fleißig gesäubert und entstaubt - aber nicht der rote Teppich, sondern die Rollen von drei deutschen Filmen. Ein Stummfilm, eine Milieustudie und ein feministisches Werk sind für die Reihe Berlinale Classics digital restauriert worden - im Februar laufen sie auf den 65. Internationalen Filmfestspielen Berlin.
  • Deutsches Theater: "Die lächerliche Finsternis" 

    - Die Angst wird weggelacht

    Eine Fahrt zu den aktuellen, existentiellen Ängsten der Europäer unter Zuhilfenahme von  Joseph Conrads "Herz der Finsternis" und Francis Ford Coppolas "Apocalypse now" - das bietet "Die lächerliche Finternis" des 1981 geborenen Wolfram Lotz. Am Deutschen Theater wird mit allerlei szenischem Bühnenzauber vor allem die Oberfläche der Geschichte erzählt. Von Harald Asel
  • Deutsches Theater: "Das weite Land" 

    - Viele Sofas in den Dolomiten

    In Jette Steckels Inszenierung des "Caligula" von Camus mussten die Zuschauer schon mal den Kopf in einen Fotokopierer stecken. Jetzt versucht sich die Regisseurin ausgerechnet an Arthur Schnitzlers diffiziler Seelen- und Beziehungs-Tragikomödie "Das weite Land". Auf der Bühne droht Absturzgefahr: dort türmt sich ein Gebirge aus zweisitzigen Sofas. Der unvergleichliche Schnitzler-Ton wird in dieser vereinfachten Aufführung nicht getroffen. Von Peter Hans Göpfert
  • Voraussichtlich 2,5 Millionen Euro Verlust 

    - Studio Babelsberg bangt um seine Existenz

    Hollywood-Größen drehen in den Filmstudios Babelsberg - jüngst kam Steven Spielberg mit Oscar-Gewinner Tom Hanks. Dennoch kämpft das Studio derzeit um sein Überleben. Zwei große Produktionen für dieses Jahr sind geplatzt, das bedeutet Millionenverluste. Da kam die Nachricht gerade recht, dass der Bundesrat sich dafür ausgesprochen hat, die Kürzung der Filmförderung zu revidieren.
  • Sanierung im Schloss Charlottenburg abgeschlossen 

    - Flügellahmes Schloss schwingt sich an Weihnachten empor

    Nach zwei Jahren Bauzeit öffnet der Neue Flügel des Schloss Charlottenburgs wieder seine Türen. Ab 26. Dezember können Besucher die königlichen Schätze und den Wohnraum der Hohenzollern wieder bewundern. Neben der Fassade erhielt der Gebäudeteil ein neues Dach - und auch im Innern hat sich etwas getan.
  • Entscheidung in Karlsruhe 

    - Suhrkamp wird Aktiengesellschaft

    Suhrkamp-Chefin Ulla Unseld-Berkéwicz scheint den Rechtsstreit mit ihrem Miteigentümer Hans Barlach endgültig gewonnen zu haben. Wie das Bundesverfassungsgericht am Freitag entschied, darf der traditionsreiche Verlag nun doch in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden. Barlach droht ein weitgehender Verlust seiner Mitspracherechte.
  • Nach Verschwendungsvorwürfen 

    - Ministerin Kunst lässt Musikakademie überprüfen

    Fehlerhafte Buchführung, verschwendetes Steuergeld - die Vorwürfe gegen die Leitung der Musikakademie Rheinsberg wiegen schwer. Prüfer des Landesrechnungshofes beschuldigten das Kultusministerium, bei der Kontrolle der Akademie versagt zu haben. Nun geht Brandenburgs zuständige Ministerin Sabine Kunst (SPD) in die Offensive.
  • Auszeichnung für die künstlerische Lebensleistung 

    - Special Teddy geht an Bösewicht des avantgardistischen Kinos

    Er gilt als einer der meistgebuchten Bösewichte des internationalen Films und pendelt seit Jahrzehnten souverän zwischen Trash, Pop und Filmkunst. Im Rahmen der Berlinale wird Udo Kier mit dem Special Teddy Award für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Die Hommage des schwul-lesbischen Filmpreises ist einem der Filmväter Kiers gewidmet.
  • Erste Wettbewerbsfilme stehen 

    - Neuer Dresen-Film startet im Berlinale-Rennen

    Einen silbernen hat er schon, jetzt hat er eine Chance auf einen weiteren Bären: Andreas Dresen startet mit seinem neuen Film "Als wir träumten" im Wettbewerb der 65. Berlinale im Februar. Noch ist aber nicht ganz klar, gegen welche Konkurrenz er antreten muss.
  • Lokalmatadoren unter sich  

    - Kurt und Klaus

    Nach mehr als 13 Jahren im Amt hat Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit Ende August überraschend seinen Rücktritt bekanntgegeben. Kurt Krömer nahm das zum Anlass von einem Berliner zum anderen Berliner nach den Gründen zu fragen.  
  • Entscheidung für Bühnen-Shows 

    - Kurt Krömer verlässt das Fernsehen

    Der Kult-Komiker Kurt Krömer wird in Zukunft keine Fernseh-Shows mehr produzieren. Er wolle nur noch auf der Bühne auftreten, um seinem künstlerischen Anspruch gerecht werden zu können, verkündete Krömer am Freitag. Zuletzt war er mit seiner "Krömer Late Night Show" im Ersten zu sehen.
  • Beliebtes Fotomotiv verschwunden  

    - Graffiti an Cuvry-Brache übermalt

    Nur noch schwarz: Die berühmte Graffiti-Kunst an der Cuvry-Brache ist verschwunden. Zu sehen waren bis Donnerstagabend eine kopflose Figur mit zwei Golduhren, die sie wie Handschellen trägt, und zwei Figuren mit Masken. In der Nacht zu Freitag wurden sie schwarz übermalt - offenbar durch den Street-Art-Künstler Blu selbst.
  • Filmproduktion der Studio Babelsberg AG 

    - "Grand Budapest Hotel" für vier Golden Globes nominiert

    Jubel in Babelsberg: "Grand Budapest Hotel" ist in vier Kategorien für die Golden Globes nominiert.  Wes Anderson könnte den Preis für den besten Film, die beste Regie und das bestes Drehbuch bekommen, Ralph Fiennes hat Chancen auf die Auszeichnung als bester Schauspieler. Der Film hat im Februar die diesjährige Berlinale eröffnet.

TV-Tipps

Logo von "Bauer sucht Kultur" (Quelle: rbb/Norbert Kohn)

Bauer sucht Kultur

Der ttt-Moderator Max Moor ist begeisterter Biobauer in Hirschfelde in Brandenburg und er reist übers Land und trifft auf Künstler, Maler und Schriftsteller, die sich wie er in Brandenburg niedergelassen haben und dort leben und arbeiten.

Max Moor und Schriftzug "Bücher und Moor" (Quelle: rbb)

Bücher und Moor

Max Moor stellt lesenswerte Neuerscheinungen vor, führt Gespräche mit Prominenten über "die Bücher ihres Lebens" und junge Berliner Schriftsteller präsentieren ihren "Roman in 200 Worten".

Köche und Moor (Quelle: rbb)

Köche und Moor

Max Moor begleitet bekannte Sterneköche, z. B. Kolja Kleeberg und Stefan Hartmann, – in die Küche und nach Brandenburg, wo sie auf die Suche nach lokalen Erzeugern gehen, die für die Spitzengastronomie aber auch für die heimische Küche produzieren.

Hörfunk

Social Media

Prominente empfehlen 50 x Kunst

Büste der Nofretete (Bild: dpa)

50xKunst - Das gefällt mir!

Über 100 Prominente hat der rbb nach ihrem Lieblingsobjekt in Berlin und Brandenburg befragt. Das Ergebnis ist eine Top 50-Liste.

Stilbruch Archiv

  • Petra Gute - Stilbruch (Quelle: rbb)

    Stilbruch vom 11.12.2014

    Ken Adam +++ Raubkunst +++ Tangowerk +++ "Titos Brille" +++ Kulturtipps mit Verena Güntner +++ Cucula Projekt in Berlin

    Ken Adam

    Der deutsch-britische Filmdesigner entwarf den waffenstarrenden Aston Martin für "Goldfinger" oder die Bösewicht-Kommandozentrale im erloschenen Vulkan in "Man lebt nur zweimal". Vor zwei Jahren hat der gebürtige Berliner der Deutschen Kinemathek sein künstlerisches Lebenswerk anvertraut. Die ehrt Ken Adam jetzt mit einer Ausstellung. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)

    Raubkunst

    Der illegale Handel mit geraubten und geplünderten Kunstwerken aus dem Mittleren Osten boomt. Ländern wie Syrien, die als Wiege der Zivilisation gelten, sind Kriegs- und Krisengebiete geworden, wo das kulturelle Erbe der Menschheit gerade zerstört und geplündert wird. Eine internationale Tagung in Berlin beschäftigt sich mit der Frage, was Deutschland dagegen tun kann.

    Tangowerk

    Der Berliner Musiker NHOAH verbindet mit seiner Band "Tangowerk" argentinische Tango-Klänge mit Elektronik. Nachdem er als Komponist und Produzent unter anderem für Rio Reiser gearbeitet hatte, machte er eine Auszeit in Buenos Aires, wo er den Tango für sich entdeckte. Nun erscheint mit "Excess all Areas" das neue Tangowerk-Album. Der erste Auftritt findet ausgerechnet in einem Berliner Altenpflegeheim statt.

    "Titos Brille"

    Die Berliner Schauspielerin und Regisseurin Adriana Altaras erzählte in ihrem Buch "Titos Brille" die Geschichte ihrer Familie. Eine nicht ganz einfache Geschichte - waren ihre jüdischen Eltern doch beide Partisanen in Jugoslawien, die für den späteren Marschall Tito gegen die Faschisten kämpften. Jetzt kommt die Verfilmung von"Titos Brille" in die Kinos.

    Cucula Projekt in Berlin

    Maiga Chamseddine aus Mali ist unter Lebensgefahr über Italien nach Berlin geflüchtet. Im Protestcamp auf dem Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg bekam er Kontakt zu den Initiatoren des Projekts "Cucula". Hier lernen Flüchtlinge Möbel zu schreinern, sie lernen Deutsch und haben zum ersten Mal das Gefühl, willkommen zu sein.

  • Petra Gute - Stilbruch (Quelle: rbb)

    Stilbruch vom 04.12.2014

    "Und das war auch gut so - 13 Jahre Klaus Wowereit" +++ "Wiedersehen mit Brundibar" +++ Polina Semionovas Rückkehr nach Berlin +++ Mein Berlin, dein Berlin - Folge 3 +++ Kulturtipps mit Thomas Oberender +++ "Exporting War" am HAU1

    Klaus Wowereit am 24.11.2014 bei der Verleihung des «Respektpreises 2014 (Quelle: dpa)

    "Und das war auch gut so - 13 Jahre Klaus Wowereit"

    Klaus Wowereit ist auf Abschiedstournee. Nach 13 Jahren als Regierender Bürgermeister Berlins wird er als einer der dienstältesten Ministerpräsidenten aus dem Amt scheiden. Und zugleich auch als langjähriger Kultursenator. Auf der Zielgeraden trifft er auf diesem Gebiet nochmal ein paar wegweisende Entscheidungen. Und noch im Amt beginnt bereits die Ikonisierung des Klaus Wowereit.

    "Wiedersehen mit Brundibar"

    Annika, Ikra und David spielen bei der Jugendtheatergruppe der Berliner Schaubühne und fahren zusammen nach Theresienstadt. Dort wird im einstigen Ghetto die Kinderoper "Brundibár" uraufgeführt. Die erste Reaktion der drei ist wenig euphorisch: Schon wieder Holocaust? Doch das ändert sich, als sie in Theresienstadt die Israelin Greta Klingsberg kennenlernen, die einst zur Originalbesetzung gehörte.

    Polina Semionova tanzt das Ballett "Schwanensee" (Quelle: dpa)

    Polina Semionovas Rückkehr nach Berlin

    Sie war der Star am Staatsballett Berlin: Polina Semionova wurde vom früheren Intendanten Vladimir Malakhov in Moskau entdeckt. Dann machte sie hierzulande eine steile Karriere zur umjubelten Primaballerina. Vor zwei Jahren ging Polina Semionova im Streit. Jetzt, nach Malakhovs Abschied ist sie wieder da. Und die Tanzinteressierten in Berlin sind in heller Aufruhr.

    Schauspieler Barnaby Metschurat und Autorin Marion Brasch (Quelle: rbb)

    Mein Berlin, dein Berlin - Folge 3

    In der Serie "Mein Berlin, dein Berlin" treffen sich prominente Ost- und Westberliner. Gemeinsam besuchen sie die Orte ihrer Jugend. In Folge drei besucht die Moderatorin und Autorin Marion Brasch den Schauspieler Barnaby Metschurat in Berlin-Lankwitz, wo er aufgewachsen ist. Und sie nimmt ihn mit nach Mitte in ihre ehemalige Berufsschule, wo ihr Leben eine neue Richtung bekam. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)

    "Exporting War" am HAU1

    Mit dem Dokumentartheaterstück "Exporting War" über die Umtriebe der Waffenfirma Heckler & Koch beginnt das HAU seinen Programmschwerpunkt "Waffenlounge". Es beschäftigt sich anhand von aktuellen militärischen Konflikten, historischen und politischen Zusammenhängen mit den paradoxen Verhältnissen, die Gesellschaften zu Waffen unterhalten.

  • Moderatorin Petra Gute; Quelle: rbb/Thomas Ernst

    Stilbruch vom 27.11.2014

    "Wir Berliner!" +++ 100 Jahre Volksbühne +++ "Auf das Leben!" +++ "Don Giovanni" an der Komischen Oper +++ Kulturtipps mit Kirsten Fuchs +++ Ein Museum der Moderne für Berlin

    "Wir Berliner!"

    Marlene Dietrich, Willy Brandt oder Hildegard Knef - sie alle sind berühmte Berliner. Doch was ist mit James Simon, dem Entdecker der Nofretete oder dem Schauspiellegende Curt Bois? In dem neuen Buch "Wir Berliner" erinnern jetzt prominente Berliner von heute an ihre berühmten Vorbilder. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)

    Die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin © imago/Schöning

    100 Jahre Volksbühne

    "Die Kunst dem Volke" stand bei der Eröffnung der Volksbühne 1914 über ihrem Eingang. Das Motto stand für die neue Idee, Theater für alle zu machen. Was das Volk von der Kunst will - nach dieser Antwort wird hier seit 100 Jahren gesucht. Im Dezember feiert die Volksbühne Geburtstag. Mit dabei ist Regisseur Jürgen Kuttner, der der Volksbühne eine Jubiläums-Revue widmet.

    "Auf das Leben!"

    "L'chaim" ist ein hebräischer Trinkspruch, der soviel bedeutet wie "Auf das Leben". So heißt auch ein neuer Kinofilm, der dazu auffordert, das Leben zu feiern, egal wie mies es gerade mit einem umgeht. In den Hauptrollen spielen Hannelore Elsner, Max Riemelt und die Berliner Sängerin und Schauspielerin Sharon Brauner. Nicht nur im Film, sondern auch in ihren Konzerten zeigt Brauner, wie lebensbejahend und erotisch jiddische Musik klingen kann.

    "Don Giovanni" an der Komischen Oper

    Früher war Herbert Fritsch ein Schauspieler, der alles gab - eine hochbegabte Rampensau. Jetzt ist er auch noch einer der begehrtesten Regisseure, weil seine Inszenierungen extrem überraschend, wagemutig und immer unterhaltsam sind. Bei seinem Regiedebüt an der Komischen Oper nimmt er sich jetzt Mozarts Don Giovanni vor.

    Ein Museum der Moderne für Berlin

    Berlin soll ein "Museum der Moderne" am Kulturforum bekommen, um auch in der Hauptstadt moderne Kunst präsentieren zu können. Dafür stellt der Bund 200 Millionen Euro zur Verfügung. Doch wie sollte das Berliner "MoMa" aussehen, damit es zwischen die gläserne Nationalgalerie und die goldglänzende Philharmonie passt? Stilbruch hat Berliner Architekten gefragt, wie sie sich das Museum der Moderne vorstellen.

  • Stilbruch logo 708 px

    Stilbruch vom 20.11.2014

    Michael Bienert: "Kästners Berlin" +++ Sebastian Urzendowsky +++ Ausstellung "RAF - Terroristische Gewalt" +++ Kunstgewerbemuseum +++ Kulturtipps mit Steffen Klewar +++ Sunniten und Schiiten +++ Maori-Porträts in Berlin
      

    Prager Platz, Blick auf die Motzstrasse (Quelle: vbb, Zentral- und Landesbibliothek Berlin)

    Michael Bienert: "Kästners Berlin"

    Er schrieb in seinen berühmtesten Romanen über Berlin, seine Kinderbücher wie "Emil und die Detektive" oder "Pünktchen und Anton" wären ohne den Schauplatz Berlin gar nicht denkbar. Ein neues Buch nimmt den Leser jetzt mit in Erich Kästners Berlin der 20er und 30er Jahre - in die Stadt, die immer sein Sehnsuchtsort war, auch wenn er später ganz woanders wohnte. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)

    Sebastian Urzendowsky

    Entdeckt wurde der Berliner Schauspieler mit 14 Jahren. Doch spätestens durch seine Hauptrolle des jungen Dresdner Arztsohns Christian in der Fernsehverfilmung von Uwe Tellkamps "Der Turm" ist er einem breiten Publikum bekannt. In seinem neuen Film spielt Sebastian Urzendowsky einen schwulen Fußballer, der sich in seinen Mitspieler verliebt.

    Ausstellung "RAF - Terroristische Gewalt"

    Bei einer RAF-Ausstellung vor neun Jahren hagelte es Kritik angesichts einer befürchteten Mystifizierung der Terrorgruppe. Jetzt zeigt das Deutsche Historische Museum in Berlin eine neue Ausstellung über die Rote Armee Fraktion, die bereits in Stuttgart ein großer Publikumserfolg war. Und alles bleibt ruhig. Ist die RAF heute ein Fall fürs Museum?  

    Kunstgewerbemuseum

    Während einige Berliner Museen derzeit schließen, machen andere wieder auf. So auch das frischrenovierte Kunstgewerbemuseum am Kulturforum. Nach umfangreichen Umbauarbeiten präsentiert es sich als modernes Haus für Kunst und Design im neuen Gewand - und vor allem mit Gewändern. Denn Berlin bekommt erstmals eine umfassende Dauerausstellung zum Thema Mode.

    Radikale Muslime in Berlin

    Der Dschihad, der Krieg gegen die sogenannten Ungläubigen, wird nicht mehr nur in Syrien oder im Irak geführt. Vor allem junge Muslime, die in Deutschland aufgewachsen sind, wollen in den Krieg für einen "Islamischen Staat" ziehen. Dem Krieg und der Gewalt begegnet man auch hier - zum Beispiel in den Straßen Neuköllns oder in einem neuen Theaterstück am Ballhaus Ost.

    Maori-Portraits in Berlin

    Zum ersten Mal werden die Maori-Porträts des böhmischen Malers Gottfried Lindauer in Europa ausgestellt. Lindauer wanderte vor 150 Jahren aus Mangel an Aufträgen in seiner Heimat nach Neuseeland aus und portraitierte dort die Ureinwohner. Jetzt sind diese Portraits in der Alten Nationalgalerie auf der Museumsinsel zu sehen.

  • Moderatorin Petra Gute; Quelle: rbb/Thomas Ernst

    Stilbruch vom 13.11.2014

    Diskussion um Mauerkreuze +++ Die deutsche Expedition Klein im Ersten Weltkrieg +++ Fritz Lang +++ Miss Kenichi +++ Kulturtipps mit Beatrice Minda +++ Nino Haratischwili

    Diskussion um Mauerkreuze

    Politische Aktivisten schrauben kurz vor den Mauerfall-Feierlichkeiten die Gedenkkreuze für die Opfer der Berliner Mauer in Berlin ab, um sie zu den europäischen Außengrenzen zu transportieren. Damit wollen sie auf die Mauern aufmerksam machen, mit denen sich Europa vor Flüchtlingen zu schützen versucht. Für viele eine geschmacklose Aktion, die die Opfer der Mauer und ihre Angehörigen beleidigt. Doch es bleibt die Frage: Was darf Kunst?

    Die deutsche Expedition Klein im Ersten Weltkrieg

    Der preußische Offizier Fritz Klein wird im Ersten Weltkrieg vom Kaiser mit einer geheimen Mission in den Orient geschickt. Er soll die Ölversorgung der Engländer und Russen sabotieren. Die Geschichte vom deutschen "Lawrence von Arabien" erzählt, wie damals schon Religion für politische Zwecke eingesetzt wurde. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)

    Fritz Lang

    Der Filmregisseur Fritz Lang hatte zwei Obsessionen: den Film und die Frauen. Seine Filme wie "Dr. Mabuse" oder "Metropolis", entstanden in der Zeit der Weimarer Republik in den Babelsberger Filmstudios, sind Meilensteine der Filmgeschichte. Eine neue Biographie widmet sich dem Regisseur, der sich selbst als "Augenmensch" verstand, der im Laufe seines Lebens fast erblindete.

    Miss Kenichi

    Ihren Namen hat die Künstlerin Katrin Hahner einer Figur aus einem japanischen Animationsfilm entnommen. Die Berliner Musikerin Miss Kenichi ist ein Multitalent, das immer auf der Suche nach dem passenden künstlerischen Ausdruck ist. Jetzt erscheint ihr neues Album "The Trail".

    Nino Haratischwili

    Nino Haratischwili hat bereits ihren dritten, hochgelobten Roman geschrieben und etliche preisgekrönte Theaterstücke - und das auf Deutsch. Einer Sprache, die sie erst im Alter von 12 Jahren lernte. Geboren und aufgewachsen ist sie in Tiflis. Heute gehört Nino Haratischwili zu den kraftvollsten Erzählerinnen der Deutschen Literatur. Am Deutschen Theater in Berlin feiert jetzt ihr Stück "Land der Ersten Dinge" Premiere.

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    Stilbruch 30.10.2014 22:15

    +++ Im Labyrinth des Schweigens +++ c/o Berlin im Amerikahaus +++ Spielfilm: Bornholmer Straße +++ Junge Jazzer in Berlin +++ Kulturtipps mit Marie-Catherine Theiler +++ "Mein Berlin, dein Berlin" +++

    Labyrinth des Schweigens

    Thomas Gnielka ist 15 Jahre alt, als er 1944 zum Kriegsdienst eingezogen wird. Er soll mit seinen Klassenkameraden in Auschwitz die Gefangenen bewachen. Traumatisiert von dem, was er im KZ gesehen hat, macht er Auschwitz zu seinem Lebensthema: Als einer der ersten erinnert er an das Morden und liefert entscheidende Beweise für den Auschwitz-Prozess. Auch seine Geschichte wird in dem Film "Labyrinth des Schweigens". Stilbruch hat Thomas Gnielkas Sohn getroffen.

    c/o Berlin im Amerika Haus

    Er war der erste Fotograf, der hier ausstellte: Will McBride zeigte seine Berlinfotografien bereits zur Eröffnung des Amerika Hauses im Jahr 1957. Jetzt hat die Fotogalerie c/o Berlin hier ihr neues Zuhause gefunden – und eröffnet unter anderem mit einer Ausstellung des amerikanischen Fotografen.

    Spielfilm: Bornholmer Straße

    Am 9. November 1989 verkündet Günter Schabowski die allgemeine Reisefreiheit für alle DDR-Bürger. Wenig später stehen die ersten Ostberliner vor dem Grenzübergang Bornholmer Straße und wollen rüber nach Westberlin. Oberstleutnant Harald Jäger ist der Mann, der die Mauer öffnet. Zum Mauerfalljubiläum sendet das erste den Spielfilm von Christian Schwochow. Stilbruch trifft den Regisseur, dessen Eltern als Zeitzeugen das Drehbuch verfassten.

    Junge Jazzer in Berlin

    "Nichts ist intensiv genug, es sei denn vielleicht es ist Jazz." Dieser Satz des Künstlers Jean Cocteau könnte als Überschrift stehen über dem 50. Berliner Jazz-Fest, das im Haus der Berliner Festspiele beginnt. Anlass genug, einen Blick auf die junge Berliner Jazzszene zu werfen, denn die blüht gerade so richtig auf.

    "Mein Berlin, dein Berlin" - Folge 2

    In "Mein Berlin, Dein Berlin" zeigen sich prominente Ost- und Westberliner gegenseitig die prägenden Orte ihrer Jugend. In Folge 2 trifft Rammstein-Musiker Christian "Flake" Lorenz auf den Ex-Ärzte Bassisten Hagen Liebing – wobei Punk im Osten und im Westen, in Prenzlauer Berg oder in Friedenau, offenbar gar nicht so unterschiedlich war... (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)

  • Moderatorin Petra Gute; Quelle: rbb/Thomas Ernst

    Stilbruch 23.10.2014 22:15

    +++ 25 Jahre "Konzert für Berlin" +++ "Jessica Mitford - Das rote Schaf der Familie" +++ Dokumentarfilm "Die Familie" +++ Schokopudding für 19 Cent - Israelis nach Berlin +++ Kulturtipps mit Sebastian Guggolz +++ "Mein Berlin, dein Berlin" +++ Nachruf: Peter Radszuhn +++

    Berlin T-Shirt (Quelle: rbb)

    25 Jahre "Konzert für Berlin"

    Für die, die dabei waren, war es ein Abend, an den sie bis an das Ende ihrer Tage zurückdenken werden. Direkt nach dem Mauerfall, innerhalb von zwei Tagen, hatte der SFB ein Konzert mit Größen wie Udo Lindenberg, Silly, Pankow und Joe Cocker in der Deutschlandhalle organisiert. Am 12. November fand das Konzert statt – ein Abend voller Emotionen. Jetzt erscheint ein Mitschnitt dieses legendären Konzerts.

    Hitler sitzt mit einer Frau (Quelle: rbb)

    "Jessica Mitford - Das rote Schaf der Familie"

    Jessica Mitford war "das rote Schaf der Familie" - Kommunistin, Bürgerrechtlerin und Bestsellerautorin. Ganz anders ihre fünf Schwestern: Von Herzogin über Hitler-Freundin bis zur Hausfrau. Sabine Kippenberger schreibt über das Leben einer Mitford, die aus der Reihe fiel.

    Familienfotos (Quelle: rbb)

    Dokumentarfilm "Die Familie"

    Der Dokumentarfilm "Die Familie" erinnert an die Maueropfer – indem er die Hinterbliebenen zu Wort kommen lässt. Die Mütter, Väter, Ehefrauen, Kinder, Brüder und Schwestern, die bis heute mit dem Verlust leben müssen und mit dem Schmerz, mit der Enttäuschung über die Mauerschützenprozesse und mit all den Fragen, die sie bis heute haben.

    Pudding (Quelle: rbb)

    Israelis in Berlin

    Der Auslöser war ein einfacher Schokopudding mit Sahnehaube. In Berlin kostet er 19 Cent. In Israel locker drei mal so viel. Mit seinem Supermarkt-Kassenzettel für diesen Pudding rief ein junger, in Berlin lebender Israeli über Facebook seine Landsleute auf, ihr Heimatland zu verlassen und ins Puddingparadies Berlin auszuwandern. Damit sorgte für eine nationale Debatte in Israel.

    Junge Meret Becker (Quelle: rbb)

    "Mein Berlin, dein Berlin" - Folge 1

    Die Mauerstadt Berlin ist Geschichte. Doch wie erlebten die, die in ihr aufgewachsen sind, den Alltag in der geteilten Stadt - hier "Hauptstadt der DDR", dort "Insel der Freiheit"? In "Mein Berlin, dein Berlin" treffen sich prominente Ost- und Westberliner. Gemeinsam besuchen sie die Orte ihrer Jugend. Dreimal führt Stilbruch Paare aus "Ost- und West-Berlinern" zusammen - in der ersten Folge - Meret Becker und Andrej Hermlin. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)

    Peter Radszuhn (Quelle: rbb)

    Nachruf: Peter Radszuhn

    Völlig unerwartet und viel zu früh, im Alter von 60 Jahren, ist Peter Radszuhn gestorben.  Begonnen hat er als Gitarrist in der Westberliner Punkband "Tempo" und wurde dann, von Sendebeginn an, der Musikchef von Radioeins. Und er war, sein Leben lang, ein echter Rock´n Roller, ein leidenschaftlicher Musikfan.