Die Sendung im Detail

Das Kulturmagazin im rbb Fernsehen

Die Stilbruch-Redaktion (Quelle: rbb)

Die Stilbruch-Redaktion

Jede Woche neu wollen wir zeigen, wie vielfältig die Kultur in Berlin und Brandenburg sein kann. Dabei will sich Stilbruch nicht auf bestimme Genres festlegen lassen und berichtet über die großen Ereignisse genauso wie über die neuesten Trends.

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Kulturnachrichten

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  • Hans Otto Theater Potsdam: "Zorn" 

    - Ein gemischter Familien-Salat

    Der 16-jährige Joe hat eine verwerfliche Tat begangen: Mit einem Schulkameraden sprühte er Graffiti auf eine Moschee. Welche Motive hatte er, fragen sich die Eltern - und in der Debatte kommt heraus: Joes Mutter, eine berühmte Neurowissenschaftlerin, hat selbst ein dunkles Geheimnis. In Potsdam braucht es eine Zeit, bis die Inszenierung eine große Spannung entwickelt. Von Peter Hans Göpfert
  • Maxim Gorki Theater: "Erotic Crisis" 

    - Ohne den letzten Kick

    Yael Ronen ist dafür bekannt, brisante Themen mit einer gehörigen Prise Humor anzupacken. Ihre Inszenierungen zum Nahostkonflikt und zum Balkankrieg ließen aufhorchen. Mit "Erotic Crisis" will sie jetzt dem Wettbewerb um aufregenden Sex auf den Grund gehen. Dabei fehlt der letzte Kick. Von Ute Büsing
  • Ausstellung zu Zwangsadoptionen in der DDR 

    - "Entwurzelung wirkt ein Leben lang"

    Mutter sucht Tochter, Sohn sucht Vater: Eine neue Open-Air-Dauerausstellung vor der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus widmet sich den Opfern von Zwangsadoptionen in der DDR. Die Schau besteht größtenteils aus Suchanzeigen von Betroffenen und soll auf ein Thema aufmerksam machen, das bisher weniger bekannt ist.
  • Sanierung des Brandenburger Doms beendet 

    - Die Wiege der Mark in neuem Glanz

    25 Jahre lang wurde an ihm gewerkelt, nun kann der Dom in Brandenburg (Havel) endlich wieder vollständig genutzt werden. Vor dem Auftaktkonzert am Sonntag hat Marina Ringel einen Rundgang über das aufwändig sanierte Domgelände gemacht.
  • Kunstmessen und Ausstellungen 

    - Kunstschnäppchen bei der Berlin Art Week

    Sechs Tage lang herrscht in Berlin "Kunst"-Ausnahmezustand. Künstler aus aller Welt präsentieren und verkaufen bei der dritten Ausgabe der Berlin Art Week ihre Kunst: Schnäppchen-Alarm herrscht auf der Messe "Berliner Liste", die unbekanntere Künstler zeigt. Videokunst-Pionierin June Paik sorgt in der Akademie für Künste für "Schwindel der Wirklichkeit", während sich Zeichner Matthias Beckmann in Kreuzberg den Kommunalen Galerien widmet.
  • Berlin Art Week in der Akademie der Künste 

    - Filmen und gefilmt werden

    Nam June Paik, Marina Abramociv oder Peter Campus - das sind die bekannten Namen der zentralen Ausstellung der Berlin Art Week. Das Motto: "Schwindel der Wirklichkeit". Auch die Nachwuchskünstler des Studiengangs Europäische Medienwissenschaft in Potsdam sind mit ihren Werken vertreten. Austragungsort ist die Akademie der Künste, rund 40 Exponate, die meisten davon Installationen, sind noch bis Ende des Jahres dort zu sehen.
  • Heinrich August Winklers "Geschichte des Westens" 

    - Der Kalte Krieg, brillant analysiert

    Die Bücher des Historikers Heinrich August Winklers sind Bestseller und Standardwerke zugleich. Den dritten Band seiner monumentalen "Geschichte des Westens" stellte Winkler jetzt in der Friedrichstadtkirche am Berliner Gendarmenmarkt zusammen mit einem ganz besonderen Gast vor: Finanzminister Wolfgang Schäuble. Von Maria Ossowski
  • Ausstellung | Vorurteile gegen Einwanderer 

    - Vielfalt ist aufregend, spannend und total real

    Mitgebracht haben sie Mut, Initiative und neue Potenziale: Einwanderer, die in Brandenburg eine neue Heimat gefunden haben. Eine Wanderausstellung tourt übers Land und erzählt Lebensgeschichten von normalen Menschen mit ganz alltäglichen Berufen: Physiotherapeutin, Arzt, Lehrerin oder angehender Mechatroniker. Von Susanne Hakenjos
  • Music Board wird GmbH 

    - Senat baut Berliner Musikszene um

    Berlin ist Musikhauptstadt, aber wirtschaftlich spielt dieser Bereich noch keine so große Rolle wie man angesichts der vielen Clubs und Künstler meinen möchte. Der Senat will hier weiter vorangehen und baut das sogenannte Music Board um. Aus der Stelle der 2012 berufenen Popbeauftragten wird eine GmbH, das Festival "Music Week" wird zudem umgekrempelt und findet im nächsten Jahr im Berghain statt. Von Christoph Reinhardt
  • Antrag von OBM Jakobs abgeschmettert 

    - Stiftung Garnisonkirche verhindert ihre Auflösung

    Es war das vorerst letzte Kapitel eines denkwürdigen Bürgerbegehrens: Die Stiftung Garnisonkirche hat am Montag ihre eigene Auflösung abgelehnt - ganz wie es zu erwarten war. Der Streit um den umstrittenen Wiederaufbau der Kirche geht damit weiter und wird zur Endlosgeschichte.  
  • Ausstellung über einen missachteten Exzentriker 

    - Ist das Irrsinn oder Kunst?

    Er war einer der exzentrischsten Künstler Deutschlands, im Ausland geliebt, von Picasso und Max Ernst gesammelt – doch hier missachtet: Friedrich Schröder-Sonnenstern. Das Mühlenhauptmuseum widmet jetzt dem Schrippenfürst von Schöneberg eine Ausstellung in Kreuzberg. Von Maria Ossowski
  • Werke von Moshe Gershuni in der Neuen Nationalgalerie 

    - "Gott ist die schlimmste Erfindung der Menschheit"

    Hierzulande ist sein Name kaum jemand ein Begriff, doch Moshe Gershuni ist einer der wichtigsten Maler Israels. Nun widmet ihm die Neue Nationalgalerie in Berlin eine umfassende Ausstellung – die erste seit über 30 Jahren in Europa. Alice Lanzke hat den Künstler interviewt und mit ihm über seine Bewunderung für Büchners "Woyzeck", die Farbe Rot und seine ganz eigene Malweise gesprochen.
  • Zentrale Ausstellung der Berlin Art Week 

    - Die vielen Ichs der digitalen Welt

    Die große Eröffnungsausstellung der diesjährigen Berlin Art Week betrachtet den "Schwindel der Wirklichkeit". Mit ausgesuchten Arbeiten von rund 40 zeitgenössischen Künstlern geht die Akademie der Künste am Hanseatenweg dem Verhältnis zwischen Werk und Publikum im Zeitalter der digitalen Medien nach. Mit überraschenden Eindrücken. Von Maria Ossowski
  • Kindl-Kunstzentrum eröffnet 

    - Kunst braut sich in Neukölln zusammen

    Statt Bier gibt es seit Samstag Kunst in der ehemaligen Kindl-Brauerei. Unter dem Namen "Kindl - Zentrum für Zeitgenossische Kunst" belebt ein Schweizer Ehepaar die Kunstszene in Berlin-Neukölln. Den Beginn macht eine waghalsige Rauminstallation von Roman Signer. Im Frühjahr folgt ein Café, eingerichtet zwischen den größten Sudpfannen Europas.
  • Protagonist aus "Berlin - Ecke Bundesplatz" 

    - Abschied von Reimar Lenz

    1967 schrieb er einen Aufsehen erregenden Aufsatz über den Massenmord am Homosexuellen im Dritten Reich: Reimar Lenz war eine wichtige Figur in der Schwulenbewegung - und ein Publikumsliebling im Fernsehen. Lenz war einer der Protagonisten der Langzeit-Doku "Berlin - Ecke Bundesplatz". Jetzt wurde bekannt, dass er Ende August verstorben ist.
  • Aufkleber mit Botschaft in Berlin 

    - Ausstellung zeigt politische Sticker

    Das Stickermuseum Hatch in Berlin Friedrichshain zeigt ab Samstag eine Ausstellung mit politischen Aufklebern aus der Zeit des Arabischen Frühlings, von den Maidan-Protesten in Kiew oder 100-Jahre als Gewerkschaftssticker. Kuratorin ist die US-Künstlerin Catherine Tedford, die ihre Leidenschaft vor einigen Jahren in Berlin entdeckt hat.
  • Stiftung Denkmalschutz zufrieden mit Besucherzahlen 

    - Tag des offenen Denkmals zeigt Mut zur Farbe

    Fachwerkhäuser, Kirchen oder Museen: Zum "Tag des offenen Denkmals" hatten am Sonntag mehr als 450 Denkmäler in Berlin und Brandenburg ihre sonst verschlossenen Türen geöffnet. Und laut Stiftung Denkmalschutz stieß der Denkmaltag trotz Schmuddelwetter auf großes Interesse.
  • Neuer Intendant, neue Spielsaison  

    - Ballett zum Nachdenken

    Moderner und politischer soll es werden, das Berliner Staatsballett. So zumindest wünscht es sich der neue Intendant Nacho Duato. Sein Start in Berlin war umstritten - Duatos Kritiker finden, er habe seine besten Tage bereits hinter sich. Am Samstag beginnt die neue Spielsaison, in der sich der spanische Choreograf beweisen muss. Von Mirko Schwanitz
  • Pasolini-Ausstellung im Martin-Gropius-Bau  

    - Unversehrte Träume von Poesie

    Nachdem im Erdgeschoss des Gropiusbaus die spektakuläre Wikingerausstellung eröffnet hat, beginnt am Donnerstagabend im ersten Stock das Kontrastprogramm: "Pasolini Roma", eine Ausstellung über den großen italienischen Filmemacher und Schriftsteller Pier Paolo Pasolini und die 25 Jahre, die er in der "ewigen Stadt" Rom gelebt und gearbeitet hat. Von Maria Ossowski
  • "Meisterwerk" in Potsdam-Sanssouci  

    - Kolonnade am Neuen Palais in altem Glanz

    150 Säulen und ein imposantes Triumphtor in der Mitte: Nach sechs Jahren Sanierung ist die Kolonnade am Neuen Palais im Park von Potsdam-Sanssouci wieder in ursprünglicher  Pracht zu bewundern. Es sei ein "Meisterwerk" geworden, lobte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU).

TV-Tipps

Logo von "Bauer sucht Kultur" (Quelle: rbb/Norbert Kohn)

Bauer sucht Kultur

Der ttt-Moderator Max Moor ist begeisterter Biobauer in Hirschfelde in Brandenburg und er reist übers Land und trifft auf Künstler, Maler und Schriftsteller, die sich wie er in Brandenburg niedergelassen haben und dort leben und arbeiten.

Dieter Moor und Schriftzug "Bücher und Moor" (Quelle: rbb)

Bücher und Moor

Max Moor stellt lesenswerte Neuerscheinungen vor, führt Gespräche mit Prominenten über "die Bücher ihres Lebens" und junge Berliner Schriftsteller präsentieren ihren "Roman in 200 Worten".

Kulturmagazin im Ersten

Prominente empfehlen 50 x Kunst

Büste der Nofretete (Bild: dpa)

50xKunst - Das gefällt mir!

Über 100 Prominente hat der rbb nach ihrem Lieblingsobjekt in Berlin und Brandenburg befragt. Das Ergebnis ist eine Top 50-Liste.

Stilbruch Archiv

  • Moderatorin Petra Gute; Quelle: rbb/Thomas Ernst

    Stilbruch vom 18.09.2014

    Friederike Oeschger und Babette Radtke: "Die Mossdorfs" +++ Spirit Berlin +++ Phoenix +++ André Kubiczek: "Das fabelhafte Jahr der Anarchie" +++ Kulturtipps mit Marie Kaiser +++ Gregor Schneiders "Liebeslaube"

    (Quelle: rbb)

    Friederike Oeschger und Babette Radtke: "Die Mossdorfs"

    Die Berliner Familie Mossdorf lebte 90 Jahre lang in der Prinzregentenstraße 83 in Wilmersdorf. Als Rosemarie Mossdorf stirbt, finden ihre Nichten einen ungeahnten Schatz aus Fotos, Briefen und Tagebüchern ihrer Vorfahren, die anhand einer Familiengeschichte das gesamte 20. Jahrhundert in Deutschland widerspiegeln. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)

    Filmszene aus "Spirit Berlin" - Achtung Berlin 2014 (Quelle: achtung berlin 2014)

    Spirit Berlin

    Berlin gilt als spirituelles Zentrum Europas. Das behauptet zumindest der Dokumentarfilm "Spirit Berlin", der sich auf die Reise durch die Esoterikszene der Stadt macht, durch das manchmal schon ziemlich skurrile Überangebot an Möglichkeiten, sich auf den Weg zu sich selbst machen - von Yoga über Tantra, Qui Gong, Lichtheilung, Barfuss-Disko bis zur Urschreitherapie.

    "Phoenix" (Quelle: Piffl Medien)

    Phoenix

    Sechs Mal haben sie schon zusammengearbeitet. Und auch im neuen Film von Regisseur Christian Petzold ist Nina Hoss in einer Hauptrolle zu sehen. Im Nachkriegsdrama "Phoenix" spielt sie die ehemalige Sängerin Nelly Lenz, deren Gesicht im Konzentrationslager durch eine Schusswunde komplett entstellt wurde. Nach einer Operation unerkennbar, macht sie sich im völlig zerstörten Berlin auf die Suche nach ihrer alten Identität und ihrem früheren Leben.

    André Kubiczek im kulturradio-Studio; Foto: Carsten Kampf

    André Kubiczek: "Das fabelhafte Jahr der Anarchie"

    Es war eine besondere Zeit im Frühjahr und Sommer 1990 - zwischen der ersten freien Volkskammerwahl und der Währungsunion, als der eine deutsche Staat zusammengebrochen war und es noch nicht so richtig einen neuen gab. Als irgendwie alles möglich schien, wenn man jung war und aus dem Osten kam - so wie André Kubiczek. Der Schriftsteller aus Potsdam fängt nun die Stimmung der damaligen Zeit in seinem neuen Buch ein.

    Ausstellung "Schwindel der Wirklichkeit" (Quelle: dpa)

    Kulturtipps mit Marie Kaiser

    Tipp 1: "Schwindel der Wirklichkeit"
    Tipp 2: Roman Signer - "Kitfox Experimental"
    Tipp 3: Otavio Schipper - "Elevator Music"

    (Quelle: rbb)

    Gregor Schneiders "Liebeslaube"

    Er gilt als einer der unheimlichsten deutschen Künstler, weil die Räume, die er baut, Angst machen können und seine Poesie immer etwas Bedrohliches hat. Im Zuschauerraum der Berliner Volksbühne hat er jetzt eine "Liebeslaube" errichtet - doch man sollte sich vom Titel nicht täuschen lassen. 

  • Petra Gute - Stilbruch (Quelle: rbb)

    Stilbruch vom 11.09.2014

    "Mission Freiheit - Wolfgang Vogel" +++ "Schönefeld Boulevard" +++ Mary Bauermeister +++ Maidan-Gespräche beim Literaturfestival in Berlin +++ Kulturtipps mit Sara Contini-Frank +++ Yael Ronen am Gorki Theater +++ "Preußen und Sachsen"

    Wolfgang Vogel (Quelle: rbb)

    "Mission Freiheit - Wolfgang Vogel"

    Er fuhr im goldenen Mercedes über die Grenze, knüpfte Kontakte zwischen Ost und West und machte sich so unentbehrlich - der Anwalt Wolfgang Vogel vermittelte den Freikauf politischer Häftlinge aus der DDR in den Westen. Auch spektakuläre Spionageaustäusche auf der Glienicker Brücke wurden von ihm organisiert. Eine Biographie widmet sich jetzt dieser rätselhaften Figur Wolfgang Vogel.

    Sylke Enders und Julia Jendroßek (Quelle: rbb)

    "Schönefeld Boulevard"

    In Berlin-Schönefeld ist nicht nur der Bau des Flughafens ins Stocken gekommen - auch das Leben von Cindy ist vom Stillstand geprägt. Nicht mal ihre Eltern glauben, dass Cindy eine glorreiche Zukunft bevorsteht. Doch es gelingt Cindy, einen neuen Weg zu beschreiten. "Schönefeld Boulevard" ist der neue Kinofilm von Sylke Enders, die mit ihrem erfolgreichen Film "Kroko" schon einmal in die Lebenswelt einer Berliner Jugendlichen eingetaucht ist.

    Mary Bauermeister (Quelle: rbb)

    Mary Bauermeister

    Die Künstlerin Mary Bauermeister wird 80. Während sich früher die jungen Kreativen wie Karl-Heinz Stockhausen, John Cage oder Joseph Beuys in ihrem Atelier trafen, verändert Mary Bauermeister auch heute noch mit ihrer Kunst das Sehen und das Denken - aktuell zu erleben in einer Ausstellung in Potsdam, mit der das Museum Fluxus+ die Künstlerin feiert. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)

    Yevgéni und Mariia, Tàras, Anastassia und Valéri (Quelle: rbb)

    Maidan-Gespräche beim Literaturfestival in Berlin

    Berlin ist im literarischen Ausnahmezustand. Mehr als 150 Autoren aus aller Welt sind beim diesjährigen Internationalen Literaturfestival zu Gast. Das Haus der Berliner Festspiele und viele andere Orte der Stadt werden zum Mekka für alle, die Literatur lieben. Viele der Festivalteilnehmer beschäftigen sich mit der aktuellen Situation in der Welt, einige stammen aus aktuellen Konflikt- und Krisenregionen - zum Beispiel aus der Ukraine.

    Yael Ronen am Gorki Theater (Quelle: rbb)

    Yael Ronen am Gorki Theater

    Vor kurzem ist das Berliner Maxim Gorki Theater zum "Theater des Jahres" gewählt geworden, was auch an den Inszenierungen seiner Hausregisseurin liegen dürfte: Yael Ronen. Sie gilt derzeit als eine der besten und spannendsten Theaterregisseurinnen. Ihre bisherigen Stücke handeln vom Holocaust, vom Nahost-Konflikt und den Kriege in Ex-Jugoslawien. Ihre neue Inszenierung "Erotic Crisis" dreht sich jetzt um ein privates Schlachtfeld.

    Ausstellung "Preußen und Sachsen" (Quelle: rbb)

    "Preußen und Sachsen"

    Seit Anfang Juni erzählt die erste Brandenburgische Landesausstellung von der wechselhaften Geschichte von Preußen und Sachsen - und die Besucher strömen ins frisch restaurierte Renaissance-Schloss in Doberlug. Rund 50.000 Menschen haben die kulturhistorische Ausstellung bereits gesehen.

  • Moderatorin Petra Gute; Quelle: rbb/Thomas Ernst

    Stilbruch vom 04.09.2014

    Roland Jahn: "Wir Angepassten - Überleben in der DDR" +++ Lary +++ Christoph Niemann +++ "Song from the Forest +++ Kulturtipps mit Nicolas Balcazar +++ Kunst in der ehemaligen Hutfabrik Luckenwalde +++ "Stadt/Bild - Kunst/Raum" in Potsdam

    Roland Jahn (Quelle: rbb)

    Roland Jahn: "Wir Angepassten - Überleben in der DDR"

    Auch 25 Jahre nach dem Mauerfall gibt es noch immer viele Geschichten, die Deutsche sich gegenseitig erzählen müssen, um sich besser zu verstehen. Das meint Roland Jahn, Chef der Stasiunterlagen-Behörde und früherer DDR-Bürgerrechtler. In seinem Buch "Wir Angepassten" erzählt er seine eigene Geschichte und davon, wie sich die Menschen in der DDR zwischen Anpassung und Widerstand durchlaviert haben.

    Musikerin Lary (Quelle: rbb)

    Lary

    Die Berlin Music Week endet mit dem New Music Award. Für den Nachwuchswettbewerb nominieren die jungen Radioprogramme der ARD jeweils einen Künstler. Radio Fritz vom rbb schickt die Berliner Sängerin Lary ins Rennen, deren Debütalbum schon vor dem Erscheinen hochgelobt wird.

    Christoph Niemann

    Als US-Präsident Obama letzten Sommer in Berlin war, bekam er von Bundespräsident Gauck einen Siebdruck des Berliner Illustrators Christoph Niemann geschenkt. Den kannte Obama natürlich, denn Niemann zeichnet regelmäßig für die "New York Times" oder "The New Yorker". Jetzt sind Christoph Niemanns Arbeiten auch in Berlin zu sehen.

    "Song from the Forest" (Quelle: RealFiction)

    "Song from the Forest"

    Der Berliner Reiseschriftsteller Michael Obert nennt sich selbst einen Getriebenen und Entwurzelten. Das bringt ihn immer wieder in die entlegensten Winkel der Erde wie Bhutan oder in die Sahara. In seinem neuen Dokumentarfilm "Song from the Forest" erzählt er die unglaubliche Lebensgeschichte eines New Yorkers im zentralafrikanischen Regenwald. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)

    Kunst in der ehemaligen Hutfabrik Luckenwalde

    Die Hutfabrik "Friedrich Steinberg Hermann und Co" in Luckenwalde galt in den 1920er Jahren als einer der modernsten und schönsten Industriebauten. Gebaut hat sie der Berliner Architekt Erich Mendelsohn, der auch den Einsteinturm in Potsdam oder die Schaubühne entwarf. Die Mendelsohn-Halle in Luckenwalde stand nach der Wende lange leer, wurde später aufwendig restauriert und wird jetzt mit Kunst wiederbelebt.

    "Stadt/Bild - Kunst/Raum" in Potsdam

    Die Sammlung des Potsdam Museums umfasst mehr als 5.000 Kunstwerke wie Gemälde, Grafiken und Fotografien aus der DDR. Zum 25. Jahrestages des Mauerfalls am 9. November 1989 zeigt das Museum eine breitangelegte Retrospektive mit Werken verschiedener Künstler.

  • Moderatorin Petra Gute; Quelle: rbb/Thomas Ernst

    Stilbruch vom 28.08.2014

    "Im Namen des Volkes" - Das oberste Gericht der DDR +++ Ganes +++ "Töchter"  +++ Sherko Fatah +++ Kulturtipps mit Silke Super +++ Michael Sailstorfer

    "Im Namen des Volkes" - Das oberste Gericht der DDR

    Im Bundeswirtschaftsministerium an der Invalidenstraße in Berlin-Mitte war bis in die 1970er Jahre das Oberste Gericht der DDR. Ein Ort, an dem Unrecht gesprochen, Schauprozesse geführt und Menschen zum Tode verurteilt wurden. Zum Tag der Offenen Tür des Bundeswirtschaftsministeriums können Besucher mehr über die Geschichte dieses Gebäudes erfahren - und über die Menschen, deren Schicksal hier entschieden wurde.

    Die Band Ganes (Quelle: rbb)

    Ganes

    Die Band Ganes besteht aus drei Sängerinnen in Südtirol, die ihre Songs auf Ladinisch texten - eine romanische Sprache, die nur wenige tausend Menschen in zwei Tälern der Dolomiten sprechen. Jetzt erscheint das neue, bereits vierte Album, das Ganes bewusst nicht in den Südtiroler Bergen aufgenommen haben, sondern in Berlin.

    "Töchter"

    In den Filmen der Berliner Regisseurin Maria Speth sieht Berlin meist alles andere als glamourös aus. Eine Stadt, genauso beschädigt wie die Menschen, für die sich Maria Speth in ihren Filmen interessiert - unbehaust, einsam, auf der Suche. So auch in ihrem neuen Film "Töchter", in dem es um das oft gestörte Verhältnis zwischen Müttern und ihren Töchtern geht.

    Sherko Fatah

    Der Schriftsteller Sherko Fatah ist in Ostberlin geboren und aufgewachsen - aber fast alle seine Romane spielen im Norden Iraks. Schon lange schreibt er über die Vorläufer der Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS), die in der Region aktiv ist. Und dort spielt auch Sherko Fatahs neuester Roman "Der letzte Ort" - ein erschreckend aktuelles Buch.

    Michael Sailstorfer

    Bäume spielen in den Arbeiten des jungen Bildhauers Michael Sailstorfer oft eine ungewöhnliche Rolle. Entweder hängen sie kopfüber im Raum oder er jagt sie als Raketenbäume in die Luft. Die Kunst des gebürtigen Niederbayerns ist im September im Berliner Haus am Waldsee zu sehen.

  • Moderatorin Petra Gute; Quelle: rbb/Thomas Ernst

    Stilbruch vom 21.08.2014

    Thomas Harding: "Hanns und Rudolf" +++ Berghain-Türsteher Sven Marquardt +++ "Wolfskinder" +++ Georg auf Lieder: "Alexanderplatz" +++ Kulturtipps mit Manja Präkels +++ Bodo Morshäuser

    Thomas Harding: "Hanns und Rudolf"

    Erst nach dem Tod seines Großonkels Hanns erfährt Thomas Harding, dass dieser 1946 als Soldat der britischen Truppen in Deutschland Rudolf Höß aufgespürt und verhaftet hatte. Rudolf Höß, der berüchtigte KZ-Kommandant, und sein jüdischer Verfolger Hanns Alexander waren fast gleich alt. In seinem Buch "Hanns und Rudolf" geht Thomas Harding der Frage nach, warum sich die beiden Männer so unterschiedlich entwickelt haben.

    Berghain-Türsteher Sven Marquardt

    Als Türsteher des Berghain ist Sven Marquardt seit Jahren eine Symbolfigur des Berliner Nachtlebens und genauso beliebt wie gefürchtet. Als gelernter Fotograf hat er früher die Subkultur der DDR portraitiert und als Punk miterlebt. Nach der Wende dokumentierte er die Wunden des Umbruchs in Berlin. In seiner Autobiografie "Die Nacht ist Leben" blickt er jetzt zurück auf die Exzesse vieler Nächte.  

    "Wolfskinder"

    Von den 43 Millionen Menschen, die weltweit auf der Flucht vor Krieg, Hunger und Zerstörung sind, sind über die Hälfte Kinder. Oft alleine unterwegs, ohne ihre Eltern, zutiefst traumatisiert. Mit Kindern auf der Flucht beschäftigt sich auch der Film "Wolfskinder" - obwohl er im Sommer 1946 in Ostpreussen spielt, wo tausende elternlose Kinder um ihr Überleben kämpften.

    Georg auf Lieder: "Alexanderplatz"

    Einen der schönsten Songs über den Sommer hat in diesem Jahr der Sänger mit dem ungewöhnlichen Namen "Georg auf Lieder" gemacht. Wie dieser Name entstanden ist, verrät er nicht. Jetzt erscheint sein erstes Album mit dem Titel "Alexanderplatz", und genau da ist er als Strassenmusiker zwei Jahre lang aufgetreten.

    Bodo Morshäuser

    Er avancierte zum Kult-Autor seiner Generation. Sein Schauplatz war das alte Westberlin und Bodo Morshäuser derjenige, der den Rhythmus in den 80er Jahren beschreiben konnte wie kein anderer. Später war von ihm immer weniger zu hören. Doch jetzt kehrt Bodo Morshäuser mit einem neuen Buch zurück.

  • Moderatorin Petra Gute; Quelle: rbb/Thomas Ernst

    Stilbruch vom 05.06.2014

    Die Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 +++ "Einmal Hans mit scharfer Soße" +++  Jewgenia Belorusets +++  "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" +++ Kulturtipps mit Canan Erek +++ Vladimir Malakhovs Abschied aus Berlin

    Zeitzeuge: Karsten Hansen (Quelle: rbb)

    Die Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944

    Vor 70 Jahren misslang das Attentat auf Adolf Hitler. Georg Hansen, ein hoher Militär in Rangsdorf, war einer der Mitverschwörer, die den Staatsstreich planten. Nach seiner Hinrichtung wurde die gesamte Familie in Sippenhaft genommen. Sein Sohn Karsten kam in ein Heim, wo aus ihm ein linientreuer Nationalsozialist werden sollte. Auch nach dem Krieg stieß Karsten Hansen immer wieder auf Vorbehalte gegen die Widerstandskämpfer des 20. Juli.

    Szenenauschnitt (Quelle: rbb)

    "Einmal Hans mit scharfer Soße"

    Wie ist es, als Türkin mit deutschem Pass zu leben? Die Berliner Autorin Hatice Akyün hat das in ihrem Buch "Einmal Hans mit scharfer Soße" beschrieben. Jetzt kommt ihre Geschichte über den deutschen Alltag einer türkischen Familie als Multikulti-Komödie ins Kino.

    Polizei im Winter (Quelle: rbb)

    Jewgenia Belorusets

    Wie geht es weiter in der Ukraine? Während die kriegerischen Auseinandersetzung andauern, ist im Suhrkamp-Verlag bereits der Band "Euromaidan" erschienen, in dem ukrainische und internationale Autoren auf das Geschehene zurückblicken. Mit dabei ist auch die Fotografin und Autorin Jewgenia Belorusets, die die Proteste auf dem Maidan von Anfang an fotografiert hat.

    Szenenbild 'Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny' (Quelle: rbb)

    "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny"

    An der Berliner Staatsoper feiert die Neuinszenierung von "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" Premiere - mit der Musik von Kurt Weill zum Libretto von Bertolt Brecht. Die Uraufführung 1930 in Leipzig wurde zu einem der größten Theaterskandale der Weimarer Republik. Mittlerweile gehört das Stück aber längst zu einem der Erfolgsstücke des 20. Jahrhunderts.

    Vladimir Malakhovs tanzt Ballett (Quelle: rbb)

    Vladimir Malakhovs Abschied aus Berlin

    Ein ganzes Jahrzehnt leitete und prägte er als Intendant das Berliner Staatsballett. Als Solotänzer, klassisch am Bolschoi ausgebildet, eroberte Vladimir Malakhov das Publikum im Sprung. Aus der ganzen Welt reisten Menschen an, nur um Malakhov und seine waghalsigen Pirouetten zu sehen. Jetzt verlässt er Berlin Richtung Tokyo.

  • Moderatorin Petra Gute; Quelle: rbb/Thomas Ernst

    Stilbruch vom 22.05.2014

    Niels Frédéric Hoffmann: "Berliner Liederbuch" +++ Tempelhofer Feld +++ Gisèle Freund - Fotografische Szenen und Porträts +++ Tangerine Dream auf Abschiedstournee +++ Kulturtipps mit Jeana Paraschiva +++ Mawil: "Kinderland"

    Niels Frédéric Hoffmann: "Berliner Liederbuch"

    Keine deutsche Stadt ist so oft besungen worden wie Berlin. Sei es die Berliner Luft, der Wannsee oder der Koffer, den man noch in der Stadt hat. Anlässe für Gassenhauer und Operetten-Evergreens gab es in Fülle. In einem neuen Berliner Liederbuch werden nun Geschichte und Geschichten dieses lokalen Kulturerbes erzählt.

    Tempelhofer Feld

    Das Tempelhofer Feld ist zum Sehnsuchtsort vieler Berliner geworden - und zum Politikum. Nach der Schließung des Flughafens ist durch die Zwischennutzung ein ganzes Lebensgefühl entstanden: der Wunsch nach Weite, Freiheit und Abenteuer. Jetzt sind die Berliner aufgerufen beim Volksentscheid zu entscheiden, ob das so bleibt oder nicht.

    Gisèle Freund - Fotografische Szenen und Porträts

    Geboren und aufgewachsen ist sie in Berlin-Schöneberg, doch ihr Lebensmittelpunkt wurde Paris. Dorthin war Gisèle Freund 1933 emigiriert und wurde zur weltbekannten Fotografin. Zu ihrem Freundeskreis zählten Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre. Eine Ausstellung in der Berliner Akademie der Künste zeigt nun über 200 ihrer Künstlerportraits.

    Tangerine Dream auf Abschiedstournee

    Edgar Froese gründete 1967 an der Berliner Kunsthochschule die Elektroband Tangerine Dream. Ihr damals revolutionärer Sound inspirierte Musiker wie David Bowie, Pink Floyd und Rammstein. Derzeit befindet sich die Band auf Abschiedstournee, auf der sie auch Halt in Berlin macht. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor)

    Mawil: "Kinderland"

    Sieben Jahre hat es gedauert - der Berliner Comiczeichner Mawil veröffentlicht eine neue Graphic Novel. Seine Geschichte "Kinderland" spielt im Sommer 1989 und erzählt von einer Kindheit in den letzten Tagen der DDR - und von einem schüchternen 13-jährigen Ostberliner, der nicht ganz zufällig an Mawil selbst erinnert.