Blick auf die Speditionsfirma (Quelle: rbb)

- Geduldsprobe für Empfänger – Wenn die Paketdiebe zuschlagen

Die Täter haben das Gelände der Spedition Schmidt in Werder zuvor ausspioniert. Sie müssen gewusst haben, dass am Wochenende keine Arbeiter auf dem Gelände sind – wie in der Zeit vom 07. zum 08. September.

Und dass neben anderen LKW auch zwei mit Paketen  beladene auf dem Hof stehen. Die Diebe müssen mit einem größeren Fahrzeug dorthin gelangt sein. Das Firmengelände liegt etwas abseits in einem Industriegebiet. Die Täter gingen über den Zaun und kamen so auf den Speditionshof. 

Wegen des Sonntagsfahrverbots stehen hier um diese Zeit gewöhnlich viele LKW. Aufgebrochen wurden zwei Fahrzeuge – mit jeweils 500 bis 700 Paketen. Die Schadenssumme: mindestens 10.000 Euro, wahrscheinlich sogar mehr. 

Die Suche nach dem Diebesgut erweist sich als schwierig: um sagen zu können, was entwendet, und wer geschädigt wurde, ist es notwendig, dass die verschiedenen Paketdienste detaillierte Auflistungen schicken.

Die Pakete auf beiden LKW stammten aus dem Raum München – ihr Inhalt war den Dieben nicht bekannt. Deshalb luden sie etwa 300 Pakete ab, öffneten jedes einzelne und kontrollierten den Inhalt. Was nicht gefiel und nicht gebraucht wurde, blieb liegen. Den Rest - geschätzte 200 Pakete - verluden sie auf ein Fluchtfahrzeug. 

Weil die Diebe einige Lieferscheine zurück gelassen haben, kann die Polizei wenigstens teilweise rekonstruieren, was gestohlen wurde: von Katzenfutter über Schuhe und Unterwäsche bis hin zu Fernsehgeräten, Kameras und Handys. Alles, was man schnell zu Geld machen kann.

Noch fehlt von den Dieben und den gestohlenen Waren jede Spur. Aber vielleicht hat jemand den oder die Täter beim Ausspionieren des Geländes in Werder beobachtet. Vielleicht hat sogar jemand etwas vom eigentlichen Diebstahl in der Nacht vom Samstag dem 07. September zum 08. September bemerkt.

Hinweise an die Polizei Potsdam, Telefon 0331 5508 1224, oder an jede andere Polizeidienststelle

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