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Prenzlau: wie ein ganz normaler Kunde kommt der Täter in die Volksbank-Filiale in der Friedrichstraße. Er wartet, bis er mit den Angestellten allein ist: Niemand soll ihn stören, wenn er die Frau hinter dem Schalter in ein Gespräch verwickelt.
Er hat Geld mitgebracht: 3.000 Euro - in Einhundert–Euro-Scheinen. Die möchte er gewechselt haben: in Fünfziger! Das tut die Bankangestellte, doch dann sagt der Unbekannte, er wolle die Summe doch lieber in 500 Euro-Scheinen haben.
Aufgrund seines Akzents ist der Mann schlecht zu verstehen. Die Bankmitarbeiterin beugt sich nach vorn, um besser zu hören. Auch der Mann neigt sich ihr zu und schiebt ihr das Geld wieder durch den Schalter. Die Angestellte nimmt und wechselt es. In der Annahme, dass es wieder die 3.000 Euro sind, gibt sie dafür sechs 500 Euro-Scheine - also 3.000 Euro.
Erst als der Mann die Bank schon verlassen hat, wird der Betrug festgestellt: der Unbekannte hat 1.500 Euro erbeutet – einen Teil der gewechselten 50 Euro-Scheine! Die hat er nicht zurück gegeben, sondern während des Gesprächs klammheimlich in seine Jackentasche gesteckt.
Es ist längst nicht der einzige Wechselgeld-Betrugsfall in Brandenburg. Viele solcher und ähnlicher Anzeigen gehen bei der Polizei ein.
Wer kennt diesen Mann der mit südländischem Akzent spricht? Er ist Mitte Vierzig und etwa 1,70 m groß.
Wo sind in den vergangenen Wochen Wechselgeldbetrüger aktiv gewesen – vielleicht auch ohne Erfolg?
Gibt es Überwachungsbilder davon? Haben die Täter es auch bei anderen Geldinstituten in der Region versucht?
Hinweise bitte an die Polizei Prenzlau, Telefon 03984 351 013, oder an jede andere Polizeidienststelle









