Der gezeichnete Fall - Hartgeld

Mit kleinen Schritten kommt man auch ans Ziel. Jedenfalls haben sich Daniel, Alex, Tim und Marc darauf spezialisiert, im Selbstbedienungsbereich von Banken immer nur die Automaten für das Hartgeld zu knacken, an denen Geschäftsleute mit Wechselgeldverkehr Münzen einzahlen können.

Nachts, nach Geschäfts- oder Lokalschluss ist dort immer einiges zu holen, nicht die ganz großen Beträge, echte Profis würden vielleicht lachen, aber die Vier müssen dafür keine Geldautomaten aufsprengen oder mit schwerer Technik aufwändig aus der Wand reißen. So haben sie bislang zwölfmal zugeschlagen. Weil die Beute jedes Mal durch vier geht, sind sie natürlich nicht reich geworden.

Eines nachts haben sie wieder mal ein paar Kilogramm Kleingeld, etwas mehr als 1500 Euro, aus einem Automaten geholt, als Daniel eine überraschende Entdeckung macht: „Jungs, das ist ja die Bank, bei der ich mein Konto habe!“ Die anderen lachen. „Dein Konto – immer frisch überzogen, oder was?“ 

„Moment mal: wir stecken die Kohle jetzt seelenruhig wieder ins Einzahlungsfach und überweisen den ganzen Betrag erst mal auf mein Konto!“ „Aber dann ist doch die ganze Kohle wieder drin?“ wendet Alex zaghaft ein. 

Daniels Freunde brauchen einen Moment, um das genial Einfache und das einfach Geniale dieses Plans zu erfassen. „Junge, checkst du’s nicht!? Doch nur so lange, bis die 1500 Glocken bei mir gebucht sind. Dann holen wir die uns doch in bar gleich wieder raus!“ 

Die anderen drei sind beeindruckt: Verdoppelung des Gewinns! „Das könnten wir ja die ganze Nacht so machen, immer von vorne!“ „Wie blöd bist du denn? Das fällt doch auf!“ Richtig, man soll nicht zuviel auf einmal wollen.

Gesagt, getan: das Hartgeldquartett ist weiterhin streng darauf bedacht, nicht in voller Schönheit von der Überwachungskamera erfasst zu werden. Man ist schließlich kein Anfänger. Als der Betrag eingezahlt ist, nehmen die vier das Geld und verlassen die Bank.    

Dort kann man allerdings rechnen: am nächsten Morgen drucken sich die Banker das Einzahlungsprotokoll aus und machen Kassensturz. Seltsamer Zufall: der Betrag, der nach dem Bruch fehlte, landet genau in der Summe auf einem bestimmten Konto! Banker und Ermittler schütteln die Köpfe: unmöglich - so dumm können Täter doch nicht sein! 

Warum eigentlich nicht? Man lernt eben nie aus – auch als Polizist! Noch erfreulicher ist, dass Daniel, Alex, Tim und Marc auf Anhieb alle Taten gestehen. Deshalb gab‘s Bewährung für alle vier Bandenmitglieder. 

weitere Themen der Sendung

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Der Morgen des 26. Juli, 05.45 Uhr: Berufskraftfahrer René P. ist mit seinem LKW auf dem Weg zur Arbeit. An der Straße Am Falkenberg in Berlin Altglienicke, hat er wie immer seinen Anhänger geparkt. Es ist hell und die Straße wenig befahren. Nach dem Ankuppeln des Anhängers muss er nur noch den Bremsklotz entfernen.

 

Messer am Hals (Quelle: rbb)

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Jugendliche Räuber (Quelle: rbb)

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Autokennzeichen (Quelle: rbb)

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Crystal Meth – die Droge auf dem Vormarsch

Halluzinationen, Psychosen, Wahnvorstellungen, die den Süchtigen zur Gefahr für seine Umgebung und für sich selbst machen – sie sind eine Nebenwirkung von Crystal-Meth, einem Aufputschmittel, das es so ähnlich schon im zweiten Weltkrieg gab.