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Halluzinationen, Psychosen, Wahnvorstellungen, die den Süchtigen zur Gefahr für seine Umgebung und für sich selbst machen – sie sind eine Nebenwirkung von Crystal-Meth, einem Aufputschmittel, das es so ähnlich schon im zweiten Weltkrieg gab.
In der Zeit hieß es Panzerschokolade und wurde Soldaten verabreicht, um Angstgefühle zu unterdrücken und die Leistungsfähigkeit zu steigern. Crystal Meth wird geraucht, geschnupft, als Tablette eingenommen und selten auch gespritzt. Das Problem bei der Droge ist das hohe Suchtpotential. Sie frisst sich ins Gehirn und zerstört das Nervensystem.
Grundstoff für die Kristalle ist Ephedrin, eine Substanz wie sie zum Beispiel auch in Grippemitteln vorkommt. Erkältungsmedizin wird mit Haushaltsmitteln, z.B. mit Abflussreiniger gemischt. Dabei kommt es zu einer chemischen Reaktion, bei der sich kristallines Pulver absetzt. In Privatwohnungen in Tschechien wird der Chemiecocktail zusammen gebraut.
Beinahe jeden Tag entdecken tschechische Fahnder ein illegales Labor. Doch sie kommen kaum nach: der Grundstoffe Ephedrin ist dort, wenn auch in begrenztem Umfang, rezeptfrei in jeder Apotheke zu haben. Tschechien gilt als Crystal-Drogenküche Nummer Eins in Europa.
Von hier aus wird der Stoff über die Grenze geschmuggelt. Dass der Schmuggel boomt, sieht man daran, dass im Jahr 2012 insgesamt 24 kg vom deutschen Zoll sichergestellt worden sind, im ersten Halbjahr 2013 sind es schon 38 kg! Auch im Süden Brandenburgs steigt die Zahl der Abnehmer. Fälle häufen sich besonders in Lübben, in Forst, in Cottbus.
Das Gefährliche an Crystal: wer es nur einmal probiert, kann schon abhängig werden.








