- Der große Betrug beginnt mit einer Kleinanzeige

Kleinanzeigen in der Uckermark, die Bauqualität von polnischen Firmen für wenig Geld versprechen. Die meisten sind seriös, aber es gibt auch schwarze Schafe,

Ein Ehepaar aus Ziethen-Luisenfelde braucht eine neue Treppe, dazu einen fachgerechten Durchbruch zur oberen Etage des Hauses. Im April melden sich die beiden auf eine Anzeige bei Herrn K., einem Mann aus Polen mit Wohnsitz in Frankfurt (Oder). Herr K. macht gleich deutlich: er baut preisgünstig – aber nur gegen Vorkasse. 1300 Euro will er sofort haben: für Materialkosten.
Als Visitenkarte hinterlässt er einen Prospekt - mit Fotos von hochwertigen Treppen, wie sie von seriösen Firmen angeboten werden. Vermutlich verwendet er für seine Betrugsmasche einfach fremde Beispielfotos. Für eine Treppe samt Durchbruch bezahlt das Paar aus Ziethen-Luisenfelde sofort die geforderten 1300 Euro, die Hälfte des Gesamtpreises.
Doch dann hält der 58-Jährige, der sich als Tischlermeister ausgibt, die Termine nicht ein: immer wieder vertröstet er seine Kunden, bis er schließlich nicht mehr erreichbar ist. Die Eheleute erstatten Anzeige.

Bei der Polizei erfahren sie, dass Herr K. offenbar nicht nur sie hinters Licht geführt hat. Allein in Brandenburg sind mittlerweile 23 Fälle aktenkundig: Vorkasse für eine Treppe, oder einen Carport – nur gebaut wird nicht. Dafür kassiert Herr K. Vorauszahlungen zwischen 1000 und 5000 Euro.
Viele der Betrugsopfer suchen Rat bei der Verbraucherzentrale in Frankfurt (Oder). Dort rät man immer zu ausführlichen Verträgen. Hier ist Herr K. bereits seit zwei Jahren bekannt.

Obwohl dem Betrüger jetzt der Prozess gemacht wird, sucht die Polizei nach weiteren Opfern, die sich bislang nicht gemeldet haben.
Hinweise an die Polizei Prenzlau, Telefon 03984 351 013, oder an jede andere Polizeidienststelle

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