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In diesen Wochen sind vor allem im Norden Brandenburgs Betrüger unterwegs, die sich als Baubarbeiter ausgeben – und das nicht ganz zu Unrecht. Dennoch haben ihre Kunden wenig Freude an ihnen.
Auch Mario Kählke, Chef einer Autowerkstatt in Templin, macht Bekanntschaft mit den Betrügern. Am 09. Oktober kommen zwei Männer mit einem VW Golf englischer Bauart (Lenkrad auf der rechten Seite) auf seinen Hof und bieten ihm an, den Hof mit Restasphalt der Firma Strabag zu asphaltieren: 45 Euro für den Quadratmeter, so das Anfangsangebot, vorgebracht in Englisch mit ein paar Brocken Deutsch dazwischen.
Die Männer lassen sich auf acht Euro herunter handeln, dann weiß Mario Kählke, dass hier etwas nicht stimmen kann. Er verweist die beiden des Geländes.
Längst nicht der einzige Versuch der kriminellen Asphaltverkäufer: in der Uckermark zwischen Prenzlau, Templin und Schwedt muss die Polizei allein im Oktober mehrere Anzeigen entgegen nehmen.
Die Masche ist immer die selbe: Man sagt dem potentiellen Kunden, dass seine Einfahrt oder sein Hof eine (neue) Asphaltdecke vertragen könne und bietet an, die mit Resten von der letzten Baustelle zu legen, in kürzester Zeit und kostengünstig!
Die Betrüger treten im Namen der bekannten Tiefbau- und Straßenbaufirma Strabag auf. Dort ist man empört: die Firma macht keine Haustürgeschäften. Es gibt keinerlei Bargeldverkehr. Jeder Kunde erhält eine finanzamtsfähige Rechnung und vier Jahre Gewährleistungsgarantie!
Die Betrüger gehören offensichtlich zu einer der Banden, die zurzeit durch Deutschland ziehen: Sie kaufen Material in Asphalt-Mischanlagen – immer in der niedrigsten, der billigsten Qualität. Das wird dann als hochwertiger Rest von Bauarbeiten zum „Freundschaftspreis“ angeboten. Hände weg von solchen Offerten!
Die Polizei fragt: Bei wem sind die Abzocker in der Vergangenheit ebenfalls aufgetaucht? Wer hat sonst etwas Verdächtiges beobachtet?
Hinweise an die Polizei Uckermark, Telefon 03984 350, oder an jede andere Polizeidienststelle








