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Wer in einem älteren Duden blättert, wird das Wort Einbrecherin vergeblich suchen: bislang gab es nur die männliche Form, und Frauen, die in fremde Wohnungen einstiegen waren lange die Ausnahme. Das ändert sich nun, vor allem in Berlin.
Geduldig warten die Frauen auf den günstigen Moment. Eine Überwachungskamera filmt die Einbrecherinnen, wie sie ein Haus in Berlin-Wilmersdorf betreten. Wenig später brechen die drei in eine Wohnung ein. Wir berichteten über die Täterinnen, die bis heute von der Polizei gesucht werden.
2010 gab es in Berlin zwei Fälle, in denen junge Frauen Wohnungseinbrüche begingen. Inzwischen ist eine neue Dimension erreicht: In diesem Jahr sind schon 18 Frauen dabei festgenommen worden. Ihr Werkzeug haben sie häufig in ihren Handtaschen verstaut: mit Schraubenschlüsseln und flachen Plastikkarten öffnen sie sekundenschnell zugezogene, aber nicht abgeschlossene Türen.
Frauen haben bei kriminellem Vorgehen einen großen Vorteil gegenüber männlichen Kollegen: sie werden nicht so schnell als Diebe wahrgenommen und entdeckt. Die Täterinnen sind meistens tagsüber unterwegs und stehlen bevorzugt Schmuck und Geld – alles, was sich gut in der Handtasche und am Körper transportieren lässt.
Häufig wird das Diebesgut wenig später an Kontaktleute übergeben – vorwiegend Männer. Die meisten Frauen können nur festgenommen werden, wenn man sie auf frischer Tat ertappt. Fraglich ist, ob die drei gesuchten Frauen sich noch in Berlin aufhalten: sie brachen vor gut einem Jahr, am 05. November 2012, um die Mittagszeit in eine Wohnung in der Bayerischen Straße in Berlin-Wilmersdorf ein.
Wer erkennt die drei Frauen?
Sie sollen alle zwischen 17 und 23 Jahre alt sein.
Hinweise an die Polizei Berlin, Telefon 030 4664 271 010, oder an jede andere Polizeidienststelle









