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In Schönow, einem Ortsteil von Bernau (Landkreis Barnim), trifft es am 20. November nachts gegen 03.00 Uhr die Familie D.: Alle schlafen und niemand merkt, dass Unbekannte die Eingangstür aufbrechen und ins Haus eindringen. Alle vier Minuten – so die Statistik – geschieht solch ein Einbruch in Deutschland.
Die Männer allerdings haben es nicht - wie üblich – auf das Portemonnaie oder auf das Handy abgesehen, die im Hausflur liegen: Sie interessiert allein der Autoschlüssel. Es gehört zum Mercedes der Familie D.: Die Schlüsseldiebe können den Wagen nun problemlos öffnen, starten und unbemerkt wegfahren.
Die Polizei bezeichnet diese Art von Einbruchsdiebstahl in Eigenheime als Homejacking: Täter brechen in Wohnhäuser ein, um Fahrzeugschlüssel und dann das dazu gehörige Fahrzeug zu stehlen. Für die Täter ist von Vorteil, dass sie die Fahrzeuge nicht beschädigen müssen und die Fahrt mit dem Originalschlüssel antreten können.
Schon sechs Mal haben Homejacker in den letzten Wochen im Berliner Umland zugegriffen. Eine Serie: immer teure Wagen, immer in Autobahnnähe… Wie kann man „Homejackern“ den nächtlichen Autodiebstahl erschweren?
Die Polizei rät:
Fenster und Türen verschließen, auch Hof- und Garagentüren verschlossen halten! Wertgegenstände, Schlüssel, Fahrzeugpapiere nicht im Eingangsbereich liegen lassen! Achtung: Die Täter nehmen bewusst das Risiko der Entdeckung in Kauf - dass die Eigentümer den Diebstahl bemerken und einschreiten wollen.
Hier warnt die Polizei davor, sich Einbrechern in den Weg zu stellen. Vorsicht also! Trotz einiger Fahndungserfolge bei diesen Delikten – die gezielten Hauseinbrüche zwischen Ahrensfelde und Zepernick dürften nicht die letzten Homejacking-Fälle in Brandenburg gewesen sein.









